Akt II: Die Bindung, Interludium

Tisch-Runde Freitag 15.07.2011
Erzähler: LostShadows (Jean-Baptist)
Spieler: Melissa (Tzimisce), Tobias (Gangrel), Isabella (Brujah), Constantine (Ventrue), Victor (Lasombra), Durga (Ravnos)

Das Schimärenspiel

Am Morgen darauf machte sich also die Gemeinschaft auf nach Timisoara.
Doch waren die Tage gezeichnet von den schwersten Unwettern die man sich hätte vorstellen können. Die Tage vergingen, ohne dass man das Gefühl hatte, es würde weiter gehen. Die Kutschen waren fast im Schlamm der aufgeweichten Straßen versunken und konnten wenn überhaupt nur des Tages schneller als Schrittgeschwindigkeit Fahren.
Nach einigen Tagen Fahrt und unaufhörlichem Regen, Sturm, Blitz und Donner hielt die Karawane plötzlich an.
Ein altes Mütterchen versperrte der Gruppe ihren Weg.
Constantin sah sich gezwungen sie aus dem Weg zu schaffen, damit seine Leute voran kommen könnten. Doch ergriff die alte das Wort. Sie sagte dass ein mächtiger Nekromant, ein Totenmagier den Dorfbrunnen in einen Turm verwandelt habe und alle Kinder mit sich genommen hätte. Sie bad um Hilfe und Constantin, genau wie alle anderen die die alte sahen könnten nicht anders als ihr zu helfen.
Im Dorf angekommen hatte jeder seine eigenen Angriffe versucht mit der Situation fertig zu werden.
Tobias versuchte zuerst den Turm in einem gewaltigen Satz zu erklimmen, doch musste er schnell bemerken, dass selbst seine unglaublich scharfen Krallen nicht in der Lage waren diesen Turm zu beschädigen.
Derweil suchte Melissa die Wohnungen ab, und fand heraus, das offensichtlich alle metallischen Gegenstände völlig durchgerostet zu sein schienen.
Auch Constantin versuchte sich an der Kirche und diese zu öffnen, doch es war vergebens. Alles war völlig verriegelt und verrammelt.
Durga rufte derweil vergeblich nacht den Tieren des Waldes. es war nicht mal der kleinste Käfer zu spühren.
Selbst Viktor, der in seiner Schattengestalt war konnte nicht in die Gemäuer. Es ging vom inneren der Gemäuer eine Aura aus, die unglaubliche Übelkeit in ihm erweckte.
Jean-Baptist schien hingegen verwirrter als sonst zu sein. Er blickte den Turm mit großen Augen an und schien in völlig anderen Sphären gefangen gewesen zu sein.
Isabella hingegen, versuchte die Alte zu überreden ihnen zu helfen. Doch musste sie einsehen, das sie völlig Starr vor Angst war und garnicht in der lage irgentwie zu helfen.
Bis Constantin einen Totenkopf am Turm entdeckte, der sich letzten Endes als Schlüssel zum Turmeingang erwies.
Die Gruppe ging also gefühlte Stunden in dieser absoluten Finsternis. Es ging ständig nur gerade aus. Bis ein Zombie, ein lebender Toter, ein verrottetes und verwesendes Monster sich auf die Eindringlinge Stürzte. Kurzerhand wurde es von Tobias in zwei Stücke gerissen und verfaulte auf der Stelle.
Und plötzlich stürzten alle in völlige Finsternis. Der Fall schien kein ende nehmen zu wollen. Bis alle wach wurden. Eine neue Nacht hatte angefangen. Und von jedem hatten sich alle die tiefsten Herzenswünsche erfüllt. Es war die Perfektion, das absolute Gefühl von Realität und alles erreicht und geschafft zu haben was man sich je ersehnt und erträumt hatte.
Doch all dies wurde unterbrochen. All dies verfiel zu staub. Nichts war von Dauer und das nur wegen einer Frau. Einer Frau die schöner war alles, alles was man je zu Gesicht bekam. Eine so engelgleiche Person, das der Anblick jeder Mann und Frau Scham und Unwürdigkeit in sich aufsteigen ließ.
Zutiefst mitgenommen durch diese Ereignisse und intensiven, absolut realen Gefühle und Erlebnisse. Traf sich die Gruppe wieder in einem Raum.
Von dort aus ging es weiter zu dem Nekromanten, der mit seiner Totenmagie, das Leben völlig ausrotten wollte. Melissa schien von ihm sehr angetan zu sein. Doch er hatte nichts weiter als Spott und Hohn für diese Jünglinge übrig. Isabella versetzte er kurzer Hand in Starre. Doch selbst dieser mächtige Nakromant konnte es nicht mit allen aufnehmen. Als Strafe lies er sie alle bis zur Unerkenntlichkeit altern und wurde vernichtet.
Der Turm viel in sich zusammen. Und ohne schaden davon zu nehmen, landete die Gruppe sanft zu Boden.
Dort offenbarte sich dann die alte. Mit jedem schritt den sie auf die Gruppe zuging, änderte sich ihr erscheinen. Aus der alten Vettel wurde eine wunderschöne und absolut mächtige Frau. Die in der schönsten Seide eingehüllt war. Sei hatte langes schwarzes Haar und Smaragd grüne Augen, die etwas schräg standen. Sie hatte ein leicht olivfarbende Haut und ein ovales Gesicht. Sie die Personifizierung der Macht zu sein. Ihre Ausstrahlung und Ihre Präsenz waren enorm. Sie hatte eine Aura von ewiger alterslosigkeit und absolutem Wissen und Weisheit.

„Mein Name ist Ravanna die Spielerin!
Die Zeit kommt. Die alten erwachen. Das große Spiel fängt vom neuen an und keiner blickt durch diese Schatten. Ein großer Streich, eine große Intrige, das alles verworren zu einer großen Lüge. Und mit tränen in den Augen werden wir sehen müssen, das alles nur einer schlechter Witz vom größten alles Spieler sein wird. Es endet alles so wie es angefangen hat. Das Spiel fängt dort an wo es endet und endet dort wo es Anfing. Und doch ist ein jedes Ende nur der Anfang für ein neues Spiel.
Ihr habt das meine gespielt und dafür bin ich euch allen sehr dankbar. Ihr habt mir unschätzbare Einblicke in diese Zeit ermöglichet.
Wenn die Zeit reif ist, werde ich mich bei euch allen persönlich bedanken.
Findet Malicia die Goldene.“

Mit dem was sie sagte verschwand sie auch und das Klüngel befand sich in mitten eines völlig unberührtem und von unterholz gezeichneten Wald wieder.
Alles schien wieder beim alten zu sein. Es schien keine Zeit vergangen zu sein. Und auch alle Verletzungen waren wie von Zauberhand verschwunden.
So machte sich die Gruppe, schweigend über das geschehene wieder auf ihren Weg.

Melissas Sicht – Das Chimären-Spiel

Warum müssen wir einer alten Frau helfen? Warum dürfen wir sie nicht alleine in ihrem Leid stehen lassen und ihre Qual genießen? Neue Bürger für unsere Stadt. Bürger zahlen steuern. Von Steuern kann man das Nest erweitern und die Drohnen verbessern, das ist richtig.
Keine Tiere, wie seltsam? Wir sollten nicht zu lange bleiben, sonst müssen wir verhungern. Die anderen würden sich bestimmt früher oder später an den verhungernden Drohnen vergreifen, dies darf niemals sein.
Gut verramelte Häuser, das kennt man schon, aber warum kommt der Lasombra nicht herein? Wir dachten immer in der Schatten- oder Blutgestalt gäbe es derlei Beschränkungen durch die materielle Ebene nicht. Der Ventrue, Constantine glauben wir, werkelt an der Kirche herum. Abscheulich. Soll er doch, wir sind die Feinde Gottes und wollen mit seinen Häusern nichts am Hut haben. Kain hat sich Gottes Gnade verwehrt, warum sollten wir danach Streben? Drohnen brauchen kein Sellenheil, also brauchen wir keine Kirchen.
Der Turm, ein seltsamer Ort, mit welcher Magie erschafft man nur so einen Ort? SIcher nicht mit den dunklen Gaben des Cappadozius, sonst würde es überall auf der Welt von diesen Türmen wimmeln. Lebende Leichname, interessant. Es wäre nützlich wenn Drohnen nicht darauf beschränkt wären zu Lebzeiten zu dienen, sie sollten uns auch im Tode zu Diensten sein. Wir verdienten es.
Der Schwarm. Wir wollen nicht davon sprechen. Wir wollen nicht daran denken. Wir sollten daran arbeiten diese Erinnerung zu entfernen, sie schmerzt. Süßer Schmerz. Aber das Tier verlangt nach dem Schmerz anderer, wir sollten nur Extase fühelen. Daran müssen wir arbeiten. Eine Tür aus den Schädeln der Kinder, die noch immer Qualen erleiden? Wundervoll. Die Altäre, ein Traum. Der Nekromant? Wir hätten so viel von ihm lernen können. Wir wollten ihn aufnehmen. Es wäre gut gewesen ihn mit Uns zu verbinden, nur so können andere vom Blute an Uns teilhaben. Er hätte unserem Geist gut getan und so kreativ. Aber vermessen, frech nur zu lachen. Selbst ein alter Vampir kann von einem Rudel jüngerer zu Fall gebracht werden. Unser Blut ist mächtig, das von Jean und Tobias auch. Isabella schein nicht sehr gefährlich zu sein, aber wir können uns nicht sicher sein. Sie ist Brujah, Brujah sind schnell und stark. Wir sind langsam und schwach. WIr müssen etwas dagegen unternehmen, das ein Kainit wie Tobias uns einfach umbringen könnte. Wir sollten unsere Macht über den Verstand anderer vergrößern, aber diese Gabe hilft nicht gegen Kainiten von mächtigerem Blut. Was können wir tun?
Alles nur, ja was war es? War es ein Traum? War es real? Sicher nicht, sonst wäre es nicht einfach Vergangen. Verdammte Uralte Vampirin, was hat sie mit uns angestellt? War es eine Ravnos oder etwas, das wir nciht kennen? Wir sollten uns mit Durga gutstellen, ihre Gabe fördern. Sie könnte sehr hilfreich seien.

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