Akt III: Die Freisetzung, Interludium 1+2

Tisch-Runde Freitag 07+21.10.2011
Erzähler: Lost Shadows (Jean-Baptist)
Spieler: Melissa (Tzimisce), Tobias (Gangrel), Svetlana (Tzimisce, Koldun), Durga (Ravnos)
Leider konnte ich beim 2. Termin nicht dabei sein. Ich war in Amsterdamm auf dem MtG:Legacy GrandPrix. Hier der Bericht eines Freundes

Verborgene Rosen

Constantin, Svetlana und Tobias wurden von Goratrix herbeigerufen. Bei ihm angekommen erklärte er ihnen, dass er selber in Frankreich ein paar wichtige Bücher nicht mitnehmen konnte, als Tremere ihn gerufen hatte. So sollten nun die drei losreisen um führ ihn in Paris diese Bücher zu besorgen. Wenn sie diese Bücher finden, so hat er sich dazu bereit erklärt sich erkenntlich zu zeigen.
Kurz vor Paris wurden die drei jedoch angegriffen. Doch der Ventrue schritt ein. „parlé“ Rief er und der Angreifer gab sich zu erkennen. Er, selber ein Ventrue, gab an im Auftrag des Herren Mitras Paris vor Räubern zu schützen. Der Ventrue befahl Constantin ihm alles zu sagen was er in Paris herausgefunden hat sobald er die Stadt verließe.
Als die Gruppe Paris erreicht, werden sie von einem Kappadzunianer zu ES geführt

Derweil werden auch Jean-Baptist, Durga, und Melissa von einem Nosferatu zu ES geführt.
In einem großen prunkvollen Vorraum, treffen alle Charaktere seit langem wieder aufeinander.
ES lud alle zu einem Einzelgespräch ein. Jeden von ihnen versprach er viele Dinge, wenn sie ihm Malicia die Goldene ausliefere. Jeder willigte auf die eine oder andere art ein.

Auf dem Weg zurück zu Melissas Zuflucht, wollte der Gangrel sich unter die Erde begeben, doch bevor er es schaffte, wurde dieses Mosnter von einem der Stadtbewohner entdeckt. Als die Wachen kamen, konnte Durga dank ihrer Schimären diese verwirren und auf eine falsche Fährte locken.

Genervt von der Tatsache, dass Tobias so sehr auffällt, ging Melissa zu einem jungen Freund, ein Toreador, der lediglich seine Mode nur an Kainiten verkaufte. Dort wollte sie für den Gangrel ein Mantel schneidern lassen. Der gewiefte und scharmante Geschäftsmann hat jedoch jedem eine neue Kollektion geschneidert, ohne dass es jemand wirklich mitbekam.
Später wird Melissa eine Rechnung von zwei Librum bekommen.

Als nun jeder neu eingekleidet war, und alle tagten ging es nun weiter zu einem unterirdischen Eingang, unterhalb einer Glasbläserei. Lediglich Constantin fehlte.
Nachdem die Vampire in eben diese eingebrochen sind und Jean-Baptist mit Hilfe von Melissa die Familie in einen 5 Jahre langen Schlaf versetzt hatte, ging es gemeinsam runter in die Kanalisation von Paris.

Dort unten angekommen, schaffte es Tobias eine Wand einzureißen, welche der Gruppe ihren Weg versperrte. Als sie weiter durch die Katakomben gingen wurden den Vampiren enorm schlecht, was wohl daran lag, das sie sich nun direkt unter Notre Dam befunden. Nach einer kleinen Unterbrechung der Reise, da sich Melissa Unterstützung durch ihre Drohen besorgte, ging es nun weiter.
Nachdem sie weiter gegangen waren, kam die Gruppe an einer Falltür an, tapfer wie sie sind stiegen sie alle hinab. Dort waren sie zeugen eines Kampfes zwischen einer Frau in römischer Toga und einem Nosferatu. Die Frau schien zwar bei weitem schneller zu sein als der Mann und sie konnte den meisten angriffen entgehen, doch waren die Treffer des Nosferatus offensichtlich sehr mächtig.
Die Gruppe entschloss sich der Frau zu helfen. Tobias warf den Nosferatu zu Boden und die Frau stürzte sich auf ihn und vernichtete den Eindringling.
Es stellte sich heraus, dass die Römerin namens Sophia, Malicia die Goldene kannte. Nur unter der Bedingung, das die Vampire sich Pfählen lassen, ihre Ohren zugewachsen lassen und ihre Augen aushöhlen ließen, willigte Sophia ein die Gruppe zu Malicia zu führen.
Die Gruppe lies alles über sich ergehen.

Bei Malicia angekommen waren sie von ihrer Schönheit mehr als gebannt. Sie wurde nicht um sonst die Goldene genannt. Etwas Vergleichbares hatte noch nie ein Auge zuvor erblickt. Soviel Schönheit, Anmut und Grazie in einer Person vereint, schien schon unmöglich zu sein.

Sie bat die Gruppe darum, dass jeder ein Theater aufführen sollte. Jeder sollte sein Leben und Unleben darstellen. Auch würde die jeder eine große Belohnung bekommen, wenn ihr gefallen würde was sie zu sehen bekommt. Melissa hingegen wurde durch Malicia schlafen gelegt, sie begründete es jedoch nicht.

Die Gruppe nahm an und wurde von Sophia in einen Raum geführt, wo sie alles für die Vorbereitung bekommen haben.
Nach vielen hedonistischen Ereignissen und einer gewissen Einführung in die Freizügigkeit des alten Roms waren die Vampire am nächsten Tag soweit ihr Schauspiel darzubieten.

In einem großen, unterirdischen, alten, römischen Theater sollten sie den paar Zuschauern und Malicia zeigen was sie konnten

Svetlana zeigte ihre zeit als Ehefrau, wie sie von ihrem Mann geschlagen wurde und eine Intrige des Königs mitbekam. Ebenso wie sie von ihrem Erzeuger zum Vampir gemacht wurde und das sie nun mit der Gruppe reisen würde.

Durga Zeigte ihr Leben als Kind, ihre Reise durch die Welt. Sie arbeitete viel mit Hilfe ihrer dunklen Gabe. Das hatte zur Folge, dass sie danach sehr erschöpft war aber den Toreador gefiel es was sie sahen.

Jean-Baptist zeigte wie er als Kind vor einer Teufelsaustreibung floh und beinahe starb. Wie die Herrin ihn gerettet hat und er durch die Fledermaus und andere Eindrücke in seinem Unleben sein Ziel Gehenna zu verhindern schmiedete.

Tobias zeigte wie er im Krieg seine Familie verlor und wie er selber zum Vampir wurde. Wie er den Tihutapass verteidigte und andere Glorreiche Kämpfe ausfichtt. Eine Toreador war davon so angetan, das sie diesen Herold tatkräftig unterstützte.

Nach dem Schauspiel gab es eine kleine Feier für das Rudel, mit Blut, Gesang und Tanz.

Danach wurden sie zu Malicia geschickt. Diese hatten jedoch nichts anderes als Kritik für das schauspielerische Talent der Vampire übrig. Die zerriss sie alle förmlich in der Luft. Dennoch war sie ihnen dankbar, denn nun wüsste sie einiges mehr über diese Zeit und so entschloss sich sie doch ihnen das zu geben, was sie ihnen geben wollte.

Durga bekam Rosen die nie Verblühen oder ihren Duft verliehen.
Svetlana bekam ein Buch welches sich nur für sie öffnen sollte.
Jean-Baptist bekam ein Spiegel der nie Zerkratzte.
Tobias bekam ein Mantel, der ihn vor neugierigen Blicken schützen solle.
Und Melissa bekam einen von drei der schönsten Männer der Toreador.

(Geschrieben von LostShadows. Im Anschluss findet sich Melissas Sicht, geschrieben von mir)

Ankunft in Paris

Wir breiteten uns aus. Balgrad, die Kapelle am Tihutapass, Napoli, und jetzt Paris. Eigentlich wollten wir weiter bis nach London, aber Paris war so unvollständig. So weit entfernt von Effizienz und Perfektion. Wir müssen den Menschen hier erst helfen sich zu benehmen wie es sich für Insekten gehört. Alles muss an den besten Platz, am besten müssen einige der Häuser, nein Stadtteile umgebaut werden. Die Menschen müssen lernen wie man Ordnung hält, wie man sich mit genügend Nahrung versorgt um sich in optimaler Geschwindigkeit zu vermehren. Hätte man uns nur in Balgrad machen lassen, der Rest der Welt hätte eine neue völlig überbevölkerte Stadt als Vorbild für effiziente Menschenzucht nehmen können.

Aber wir dürfen nur Abschaum in den Schwarm aufnehmen, abscheulich. Als ob diese Wesen es verdient hätten eins mit uns zu werden. Aber so können wir unsere Fähigkeiten trainieren. Sie hübscher machen, Muskeln in Form bringen, Knochen verformen, perfektionieren.
Und dieser Goratrix. Auch nicht viel besser als „Es“. Wir wollten ihm eine Freude machen, setzten die Kapelle wieder in Stand. räumten auf, bauten aus, richteten ein kümmern uns. Und was macht er? Lässt die Oberfläche ebenfalls restaurieren einen Hof und Stallungen aufbauen. Dann kann er ja auch gleich ein Schild aufstellen, Plünderer bitte hier entlang. Wir dachten eine bereits zerstörte und geplünderte Kapelle zu wählen hätte ihren Sinn gehabt?

Durga ist wieder da. Wie hübsch. Jetzt müssen wir wieder aufpassen, wo wir was hinlegen und wo wir es danach wiederfinden. Zum glück haben wir viele Augen dabei, die uns helfen. Ist es das Wert? Und erst ihr Schwarm…bringt unseren Stock ganz durcheinander, die Jungtiere behindern unsere Zuchttiere. Lassen sie nicht durchschlafen, aber sie müssen doch ausgeruht und ungestresst sein, damit sie Nachwuchs produzieren können.
Ein Glück, das ihre Drohnen und Jungtiere folgsamer sind als sie selbst.

Wir sprachen gerade mit der Prinzessin unseres Schwarms in Napoli als die Kapelle Alarm gab. Neue Kainiten. Wer? Svetlana, unsere liebe kleine Schwester. Wie schön. Zum Glück nicht. Und Tobias. Jemanden wie ihn könnten wir gut gebrauchen. Schade, dass er nie eins mit uns seien kann, er hätte es bitter nötig. Dann sind sie wieder weg, waren nicht lange da.

Der Frühling kommt und trotz diser elenden Seuche, welche die Schwärme dezimierte, wurde es Zeit sich luftiger und anziehender zu Kleiden. Verwunderlich, Durga hatte noch so viel von uns zu lernen. Das tragen ihrer kunstvoll bestickten Saris hat sie wohl blind dafür werden lassen, welche Farben miteinander kombiniert vortrefflich aussähen. Doch auch sie schien vom Frühling ergriffen und kaufte sich Säcke von Blüten? Was sie da wohl wieder mit anstellen wollte? Was auch immer, sie konnte es nicht. Ob wir ihr sagen sollen, dass sie keine Blüten kaufen müsste? Ameisen, Bienen und Wespen könnten so gut sein und es für sie erledigen, zumindest wenn sie uns darum bitten würde. Selbst mit Handschuhen verdorrten die Blätter wenn sie hineingriff, ihre Lebenskraft schwand in einem unbeschreiblichen Funkenregen.
Es war so schön mit anzusehen wie die Lebenskraft dahinschwand, dass wir es gleich noch einige Male wiederholen mussten, um es uns für immer einzuprägen. Ein Feuerwerk, welches sich auch auf den Neujahrsfeiern gut machen würde. Durga war neugierig ob wir sie anfassen könnten? Aber zuerst wollten wir noch sehen, wie die Lebenskraft aus einigen unserer Ameisen weichen würde. Sie ging sogar darauf ein, naja ihr blieb auch kaum Zeit sich vor den Ameisen die wir auf sie streuten in Sicherheit zu bringen. Nichts. Wie langeweilig. Also zeigten wir ihr, dass wir die Blumen berühren konnten ohne ihnen die Kraft zu rauben.
Sie wollte ihre Essenz, ist das sowas wie Vitae?, in dem Fett einfangen. Mit Fett kannten wir uns auch und halfen ihr bei ihren Arbeiten. Mästen, füttern und ernten, nachwachsende Rohstoffe, wunderbar. Später offenbarten wir ihr, dass wir mit Hilfe der Blutmagie die Goratrix uns gelehrt hatte direkt eine Analyse der Blumen erstellen konnten und so zumindest das Experimentieren deutlich voran treiben konnten.

Warum gingen wir ihr zur Hand? Warum behielten wir sie in Balgrad und ließen sie den Orgelspieler entführen? Vielleicht aus Neid, wir waren niemals so hübsch gewesen, so exotisch wie sie es ist und auch die Umarmung veränderte uns nicht, so wie sie verändert wurde. Vielleicht weil wir uns mit jenen die wir für gefährlich halten auf guten Fuß stellen sollten? Vielleicht wegen ihrem Blut, welches wir getrunken hatten. Wer weiß das schon. Fest steht ihre Düfte würden zu einem perfekterem Paris beitragen, einem Paris in dem man seine Sinne geschärft halten konnte ohne am Gestank zu ersticken. Außerdem hatten einige von ihnen noch andere Effekte auf uns. Effekte die man im Auge behalten, kombinieren und verstärken sollte. Effekte die uns eventuell von dieser lästigen Art der Blutaufnahme befreien würden.

Es klopfte an der Tür. Einen Augenblick. Nächtlicher Besuch, das konnte nur ein Kainit sein. Wir würden ihn uns erst einmal anschauen bevor wir ihn hereinließen. Durch die Augen unserer vor dem Haus Wachdrohne erspähten wir einen sehr hübschen jungen Mann. Blondes wuschiges Haar, mit einer Peitsche in der Hand? Wollte er gerne peitschen oder gepeitsch werden? Beides würden wir ihm nur zu gerne Erfüllen.
Aber er stellte sich als Jean-Baptist heraus, schade eigentlich, aber wie war er so groß geworden. Log er? Nein, er war ein Vampir und seine Stimmung deutete nicht daraufhin, dass er nicht Jean-Baptist war. Wir sollten uns merken derlei Untersuchungen von der Wachdrohne aus anzustellen, wofür saß sie denn schließlich dort?

Er teilte mir und Durga mit, dass er gesehen hatte wie der Rest des Rudels hier Eintreffen würde. Sehr gut, dann könnten wir endlich wieder Viktor im Auge behalten und hätten etwas mehr Muskelkraft zur Verfügung. Und dann wollte er ein Gefäß haben und es zur gänze austrinken. Verschwenderisch. Wir hielten uns doch keine Menschen um sie wegzuwerfen, wir züchteten sie nicht damit er sie verschlang.
Er war halsstarrig und wollte nicht einsehen Jagen zu gehen. Würde er sich an unsere Abmachung halten? Wir hatten noch anderes zu tun und dieses Gespräch dauerte uns entschieden zu lange, drehte sich in viel zu Engen Kreisen um sinnlose Dinge.
In der Zeit die wir hier verschwendeten könnten wir uns eine Neue Drohne erschaffen.
Naja, vielleicht doch nicht, aber immerhin war der Vorgang nicht ganz so anstrengend wie eine Diskussion mit dem kleinen Malkavianer. Wir hatten ihm die größtenteils belanglosen Prophezeiungen auf seinem Blutlinientreffen und den anschließenden Übergriff seiner Herrin immer noch nicht zur gänze verziehen. Hätten wir mehr Szlachta mitbringen zu dürfen, wären wir nicht so Nahe am endgültigen Tod gewesen.
Vielleicht sollten wir nicht mehr so viel selber gehen. Es würde ausreichen eine Drohne zu schicken und ihren Körper zu steuern, wir wären nicht so stark, aber um einiges sicherer.

Wir schickten noch eiligst einen Boten zu „Es“, wir hatten lange an unserer Stellung in Paris gearbeitet und wollten sie nicht wegen des Chaos das Svetlana und Tobias anrichten würden wieder verlieren. Eine Warnung über ihr Eintreffen und eine Bitte sie nicht direkt zu vernichten könnte nicht schaden. Wobei, Svetlana vielleicht? Nein, sie war uns zwar ein Dorn im Auge, dieser kleine unscheinbare Bücherwurm mit ihrem Hexereigetue. Immerhin ersparte sie uns die Bücherei und Rituale und sie beschäftigte unseren Macher. Sehr praktisch, so konnte wir uns der Verfeinerung unseres Blutes widmen.
Jean-Baptist war uns viel zu weit voraus und das obwohl er später angefangen hatte. Wir hatten einiges aufzuholen.

Es

Einige Nächte später wurden wir dann abgeholt. Eine Frechheit, er stellte sich nicht vor, zeigte sich nicht und betrat ohne unsere Erlaubnis unser Haus. Ein Nosferatu. Eine hässliche, kleine, abscheuliche Kröte die unseren Stock verunreinigte. Eines Tages, Halt. Nichts böses denken. Gedanken unter Kontrolle halten. Gute Miene zu hässlichem Spiel. Er wurde zu einem kleinen Jungen, sie mal an Jean-Baptist, hattest also trainiert unseren Sinnen zu entgehen? Durga würde uns schon zur Hand gehen bei dir mitzuhalten. Ihr ständiger Schabernack schulte unsere Aufmerksamkeit. Noch ein Grund sie zu dulden, zu hegen und zu pflegen, wie sollte man ohne Herausforderung der Perfektion entgegen Streben?

Schließlich erreichten wir wieder einmal das Schloss des Prinzen und wurden durch Geheimgänge in ein kleines Zimmer geführt. Voller kunstvoller Gemälde, luxoriöser Stühle und wenn ihr mich beeindrucken wollt müsst ihr anders vorgehen. Lächeln, nicken, staunen. Keine sechseckigen Räume, wie verschwenderisch. Keine Folterwerkzeuge kein, ach die Liste was wir hier alles vermissten wäre unendlich. Der Reihe nach wurden wir aufgerufen uns in seinen Thronsal zu gesellen und dort mit ihm zu sprechen. Uns rief er als letztes auf. Bitte, wir waren geduldig und das wusste er wohl. So hatten wir zumindest Gelegenheit belanglose gespräche mit den anderen zu führen, herauszufinden warum sie hier waren, irgendwelche Hokus-Pokusbücher unseres lieben Goratrix und was sie so mit ihm besprochen hatten, oder auch nicht.
Immer diese Heimligtuerei, wenn es um belanglosigkeiten ging. Etwas gutes hatte Jean-Baptist, wen es wichtig war, dann nutze er die Möglichkeiten die eine direkte Verständigung von Geist zu Geist mit sich brachte, effizient, schnell, perfekt. Und das bei einem Verrückten? Traurig.

Es offenbarte uns, wir Stünden unter dem Einflus der Goldenen, die uns dazu Zwänge die Stadt zu perfektionieren. Eine Frechheit. Sie hätte fragen können, dann hätten wir eine Prinzessin in London abgesetzt und wären dann wieder hergekommen. Wir gaben uns entrüsteter als wir waren und versprachen etwas zu unternehmen im Austausch für freiere Entfaltung unserer selbst. Sehr schön. Aber zu spät. Gemeinsam mit den Zwillingen hatten wir erforscht wozu der Clan der Rose in der Lage war und was Schönheit alles bedeuten könnte.
Dreckiger hässlicher Kanalkriecher, der sich verdunkeln muss um perfekt zu erscheinen.
Dachten wir natürlich erst in sicherer Entfernung.

Es hatte den Anderen nahezu identische Versprechen gemacht, hält er uns für beschränkt? Stadtgangrel in unserem Stock? Hässliche Monster die Türen aufbrechen und durch Dächer stürzen? Nein danke.

Auf dem Rückweg bewies Tobias gleich, wie wunderbar es doch wäre eine ganze Schar dieser Raufbolde hier zu haben. Nunja, wir sind selber Schuld wir dachten nicht daran, ihn an seine Verdunklung eine Tarnung oder dergleichen zu erinnern, sowie wir es auch bei Jean-Bapist vergessen hatten, oder war es Absicht dass er das Kunsterwerk, dass wir nunmal aus ihm gemacht hatten offen jedem Menschen präsentierten?

Es kam wie es kommen musste. Tobias stellte irgendeine Zerstörung an, wir wollten ihn schnell zu uns nach Hause dominieren und schon brach das Chaos aus, als die Menschen ihn erblickten. Durgas und unserem Verstand sei Dank, konnten wir mit Hilfe unserer dunklen Gaben schnell alles zum Guten wenden. Aber nur wenige Augenblicke später gab es Probleme mit einer alten Frau, sie hatte Jean-Baptist GESEHEN. Ihr Geist war schwach und kurzer Hand beendeten wir ihre Gefühlsduselei. Kontrolle.

Ich führte die anderen zu Luigi Trabaton einer kleinen Rose mit einer Schneiderei um eine Verhüllung für Tobias, der sich in der Zwischenzeit in den Boden zurückgezogen hatte, zu erwerben. Als wir de Laden wieder verließen trugen wir alle neue Kleider und Svetlana war beleidigt. Unperfekter Bücherwurm. Würdest jetzt schon viel besser aussehen, wenn du dich nicht in zwei Stücke hättest hacken lassen.
Aber bei dir Hand anlegen? Das hält doch keine 3 Nächte, dafür war der Aufwand viel zu groß. Egal wie sehr wir uns eine hübschere Schwester wünschten.

Als wir dann auch Tobias aufgespürt hatten, nicht einfach seine Spur zu Verfolgen, irgendwie hatte er sich nach dem Verlassen der Erde doch zusammenreißen können, führte ich sie alle wieder zurück in das Heim meiner Zuchtobjekte. Durga auf ihr Zimmer und die anderen in den Keller. Constantine war mit unserer wunderbar sechseckigen Abstellkammer so unzufriden, dass wir ihm das „Chat Noir“ an sein nicht mehr schlagendes Herz legten und ihm den Weg beschrieben. Bitte, aber bei Goratrix hast du dich über unsere Gastfreundschaft auch nicht gestört. Ist sie dir überhaupt aufgefallen?
Naja, die Räume waren weniger perfekt, muss man zu deiner Verteidigung zugeben.

Nach all diesem Stress brauchten wir es jetzt. Es würde den Züchtungsbemühungen schaden, sie wurden immer so gefühlsduselig und wenig aufmerksam für ihre eigenen Weibchen, aber Wir waren die Königin und nur für unsere Bedürfnisse besteht der Schwarm. Also weckten wir Leonce behutsam, entführten ihn aus dem Bett seiner Frau und kamen über ihn. Welch ein Schauspiel.
Bei Tzimisce wir sind so froh, dass unser Blut grundsätzlich in den äußeren Bereichen unseres Körpers fließt, so mussten wir wenigstens keines verschwenden um für ihn warm und weich zu werden, um ihn einzulassen. Wir bewegten uns für ihn, atmeten angestrengt für ihn und stöhnten für ihn. Zumindest konnte er dank unseres Blutes in seinen Adern feste zugreifen. Wir versuchten an früher zu denken, uns vorzustellen es wäre immer noch so wie damals, als würde es uns immer noch in Wonne und unbeschreibliches Glück versetzen.

Dann endlich war er soweit, der Moment auf den wir gewartet hatten war gekommen. Gierig ließen wir uns über ihm zusammen brechen, fuhren mit einem Fingernagel über seine muskolöse, behaarte Brust, schnitte sie auf. In Exstase leckten und saugten wir an der Wunde, versanken in seinem Duft, in seinem Geschmack liebten ihn und einen Hauch von uns selbst den er in sich trug.
Als der Rausch nachließ hörten wir ihn schreien, keine Schreie der Lust mehr, es waren gequälte Schreie des Schmerzens, Musik in unseren Ohren. Einen Moment noch summten wir verzückt dazu und wiegten uns in ihrem Klang, bevor wir der Situation gewahr wurden. Wir saßen noch immer auf seiner Hüfte und fixierten ihn dadurch. Seine Wirbelsäule ächtzte unter der Belastung, wir waren nach vorne gebeugt und hielten seinen Kopf.
Wir Bogen ihn nach hinten, in Richtung seines Rückens, seine Kehle war gespannt wie ein Schweinedarm über ein Fenster, ein kleiner Schnitt und wir könnten einen Regenschauer seines Blutes genießen. Blut, die unnatürliche Position in der er sich befand ließ erneut Blut aus dem Schnitt an der Brust fließen. Ein Stück unterhalb streifte unsere Brust seinen Leib, wir erschauderten als wir dem Rinnsal heißen Blutes gewahr wurden welches an uns hinab floss. Mit jedem weiteren Tropfen lief uns Zeitgleich ein kalter Schauer den Rücken hinab und wir hörte wie wir wohlig seufzten.
Jeder unserer Seufzer wurde von einem Schmerzensschrei untermalt, wir waren ein Orchester aus Schmerz und Leidenschaft.

Doch dann mussten wir die Kontrolle zurückerlangen. Enttäuscht ließen wir seinen Kopf los und er brach erleichtert unter uns zusammen. Beinahe hätten wir nachgegeben. Exstase für uns und Schmerz für ihn, so wie es seien musste. Aber es hätte unseren Zuchtplänen im Wege gestanden wenn wir nachgegeben hätten, ihn von seinem Kopf  befreit hätten und uns in seinem herrlich heißem Blut gebadet hätten. Behutsam ließen wir uns auf ihn herab, bissen uns ganz leicht auf die Zunge und leckten dann ein letztes Mal für diese Nacht über seine Brust um die Wunde zu verschließen.
Dann fütterten wir ihn mit unserem Blut auf eine Art und Weise die ihn erneut erregte. Feines Zuchttier und jetzt musste es nur noch seinem Weibchen beiwohnen. Ein paar Generationen noch und wir hätten unsere eigenen Wiedergänger. Damit wären unsere Drohnen dann einen gewaltigen Schritt näher an der Perfektion.

 

Hinab in die Katakomben
Die folgende Nacht begannen wir mit dem Ritus der Vaulderie, einem Ritual, dass wir gemeinsam mit Goratrix aus einem Koldunischen Ritual entwickelten, noch mehr Hokus Pokus. Immerhin hatte es ihn von dem Blutband zu Tremere befreit und schützte uns vor dergleichen. Der Nachteil? Manchmal überkamen uns seltsam unpassende Gefühle zu dem ein oder anderen Klüngelmitglied, oder Rudel wie wir uns jetzt nannten. Ein Rudel ohne Alphatier, ohne Königin, tragisch. Es offenbarte sich gleich in dem Ritus. Zunächst mussten wir Tobias und auch Constantine wieder zurückrufen, sie waren schon wieder dabei irgend etwas nicht sehr intelligentes anzustellen. Das Ritual führten wir mit einer einfachen Schale und einem alten Hirschgeweihmesser durch, welches wir zu diesem Zwecke mit uns führten. Während der Zeremonie waren alle so sehr damit beschäftigt über die Auswirkungen zu Grübeln, dass sie die erhabene Zeremonie, die köstliche, süße Vitae gar nicht wahrnahmen.
Da soll noch einmal einer von Erleuchtung sprechen!

Kaum hatten wir das Ritual beendet stürzte Constantine auch schon aus dem Raum und verließ uns. Ein Rudel? Daran mussten wir noch arbeiten.
Durga offenbarte uns, dass sie eine Karte des Pariser Untergrunds ertauscht hatte, studierte sie und zeigte uns mit einem rot, leuchtendem Punkt einen Zugang zu den tieferen Stellen des Tunnelsystems. Jean konnte den Punkt nicht sehen, oder sollten wir sagen wollte ihn nicht sehen? Schon wieder nur eine Schimäre, Durga, wie lästig.

Ihr Eingang befand sich unter Notre-Dame. Ihn konnten wir nicht nehmen, unmöglich. Wir brachten Verderbnis über die Sethskinder, wir nahmen sie uns, löschten sie aus und löschten ihren Verstand aus, ließen nichts zurück als Dienstbarkeit gegenüber uns. Dafür hasste der der Schöpfer uns und verwehrte uns den Zutritt zu seinen Gemäuern, um wenigstens ein paar Schäfchen zu retten. Wenn unsere Szlachtas und Vhozd kamen, würden ihnen die Kirchen auch nicht mehr helfen. Mit einiger Mühe konnten wir einen anderen Zugang finden, dort galt es eine Mauer zu überwinden, aber Tobias würde das schon erledigen.

Kurze Zeit später standen wir, gemeinsam mit Durga, Jean-Baptist, Svetlana und Tobias vor einer Glasbläserei und mussten einen Weg finden hinein zu kommen. Während wir noch darüber nachdachten, was der beste Weg wäre, hatte Durga schon einen Schlüssel aus ihren Haaren, moment was? Auf jeden Fall öffnete sie recht schnell die Haustür und wir betraten eine in absolute Finsternis gehüllte Glaswerkstatt.

Wir konnten nichts sehen, aber Tobias erkundete gleich die Umgebung. Wir rieten ihm der Familie, die sicher im 1. Stockwerk schliefe, Blut zu rauben damit sie nicht aufwachten. Aber er traute sich nicht. Während wir noch debatierten, wäre er doch nur eine Drohne, er wäre so viel nützlicher, hatte Durga eine Ratte gerufen um sich Informationen über das Haus geben zu lassen. Die Ratte schien ein unbeschreiblich dummes Exemplar ihrer Sorte zu sein. Schließlich wurde es uns zu anstrengend und wir drangen in die Ratte ein und erkundeten die Behausung selbst. Viel besser als mit ihr zu sprechen. Als wir wieder wir waren, warnten wir Durga kurz vor dem Ofen unten, scheinbar eine recht wirksame Ravnos Abwehr, wir sollten dies ausnutzen. Als wir versuchten mit Jean-Baptist auch nach oben gingen mussten wir feststellen, dass wir uns den Raum weniger gut eingeprägt hatten als erwartet. Beinahe zerschmetterten wir irgendwelches Glasgerät.
Dann aber hatte Tobias die Güte uns hoch zu führen. Bei der Familie angekommen verbanden wir deren Bewusstsein zu einem Schwarm, sie sollten uns dankbar sein, nur wenige Familien von Säugetieren konnten jemals eine derartige Verbundenheit der Mitglieder spüren. Aber als wir einen weckten, fing er direkt an zu schreien anstatt uns für unser Geschenk zu bedanken.  Jean schickte ihn wie besprochen in den Schlaf, wodurch auch die anderen Menschen nicht aufwachen sollten. Inhaber erledigt.

Der Ofen war warm. Aber nicht weiter schlimm, wir hatten argeres befürchtet, als wir Durgas zweimaliges Geschrei hörten. Wir wiesen Tobias auf das Gitter nach unten hiin und er entfernte es kurzer Hand. Während wir uns noch durch die Gänge bewegten wurde die Stille gar unerträglich. Damit meinen wir nicht, die Stille in den Gängen, denn irgendein Mitglied unseres Klüngels konnte stets den Mund nicht halten. Nein, wir waren ALLEIN. Dies durfte nicht sein. Es wurde uns bewusst, als wir ein schreckliches Gebiet betraten. Es musste unter der Kathedrale liegen, denn wir spürten die Macht die uns den Eintritt in das Gebäude verwehrte. Wir nutzten die Gelegenheit um unser Kunstwerk von Körper zu verlassen und einige Drohnen hierher zu führen. Die anderen würden so lange über unseren Körper wachen bis wir wieder da waren. Es dauerte nicht lange und wir waren wieder beisammen gut. Gestärkt von unseren Drohnen unterquerten wir die erbärmliche Kathedrale eines Gottes erbärmlicher auf den Knien herumrobbender Robenträger.

Bei den Rosen

Tiefer in den Katakomben stießen wir auf eine geöffnete Falltür. Über eine Marmortreppe konnte man sich eine Ebene tiefer begeben. War es eine Falle? Marmor sah nach Rosen aus, also entschlossen wir uns hinabzusteigen, die Kampfgeräusche taten ihr übriges um uns anzulocken. Offenbar war schon vor uns jemand in die Falle gelaufen. Die Gänge wurde mit jedem Schritt kunstvoller. Typisch Rosen, verschwendeten ihre gewaltigen Ressourcen auf derlei unnütze Spielereien wie Verzeirungen der Wände. Wer hatte schonmal einen Bienenstock oder Ameisenbau mit verzierten Wänden gesehen? Unmöglich.
Ein Nosferatu kämpfte einige Meter voraus gegen eine Frau, gewandet in römische Gewandung. Sie musste alt sein, vermutlich lebte sie hier unten und sie war ziemlich schnell. Aber schwach. Ihre Angriffe konnten der abscheulichen Kreatur kaum etwas anhaben, wurde sie hingegen getroffen brachen gleich mehrere Knochen die erst mühsam geheilt werden mussten.
Wenn wir nichts unternahmen würde sie den endgültigen Tod erleiden und wir müssten uns mit dieser stinkenden, hässlichen, unperfekten Kreatur abgeben.
Alle werden eins seien.
Aber noch nicht jetzt. Nach mehrmaliger Ermunterung, nicht nur von uns, griff Tobias schließlich in den Kampf ein. er packte den Nosferatu und schleuderte ihn fort. Kaum war er aufgeschlagen war die Rose auch schon über ihm und riss mit ihren Fängen seine Kehle hinaus.
Ein interessanter Anblick. Sie hätte es langsamer tun sollen. Er zerfiel viel zu schnell zu staub.
Er hätte doch lieber ein Teil von uns werden können. Wir hätten ihn mit Freuden an unsere Brust genommen. Das blut der Nosferatu soll einige wundersame eigenschaften haben, was die Erschaffung von Ghulen angeht.

Während sie sich erschöpft an einer Wand ausruhte, wahrscheinlich musste sie einige innere Verletzungen heilen, sprachen wir mit ihr. Sie stellte sich als Sophie vor, und war wirklich eine Toreador und sie kannte sogar Malicia. Allerdings bestand sie auch darauf, dass wir uns als Tzimisce offenbarten, was wir hier in Europa eigentlich vermeiden wollten. Vielleicht hätten wir doch der Kanalratte zum Sieg verhelfen sollen, sie konnten wenigstens mit Geheimnissen umgehen diese Kanalratten. Sie würde uns sogar zu Malicia bringen, allerdings nur gepfählt und all unserer Sinne beraubt.
Sie wollte uns blenden unsere Ohren mit Wachs füllen und uns dann noch pfählen um keinesfalls ihr Versteck zu verraten. Was interessierte uns schon ihr Versteck.
Zunächst wollten wir ablehnen, gepfählt in die Hände einer Fremden, niemals.
Aber dann gestattete sie uns die Verstümmelung selbst vorzunehmen. So war sie also doch noch zur Vernunft gekommen.
Natürlich konnten wir nicht widerstehen und verzückt machten die kleine Svetlana und wir uns daran zuerst Durga taub und blind zu machen.
Wir zerstörtet in dem von Durgas Ohren welches uns zu Stand mit äußerster Sorgfalt die kleinen Gehörknöchelchen, bevor wir es mit Wachs auffülltem. So würde es wenigstens nicht so unangenehm, wenn das Trommelfell unter dem heißen Wachs nachgab. Dann nahmen wir ihr Auge. Strichen ihr durchs Gesicht, drangen ein in ihre Augenhöle und fuhren mit zwei Fingern hinter ihren Augapfel. Als wir begannen das Auge zu entfernen, hielten ihre Muskeln und der Sehnerv es noch einen Moment zurück bevor diese Hindernisse mit den herzallerliebsten Geräuschen zerrissen. Am liebsten hätten wir sie jetzt geküst die kleine Durga, lang und innig, um ihr dann die Zunge abzubeißen. Blind, stumm und taub würde sie sich als Zierde viel besser machen und konnte uns weniger hinters Licht führen. Außerdem hätten wir gerne gewusst wie sie schmeckt.
Keine Zeit, keine zeit. Mit Blutverschmierten händen umfassten Svetlana und wir den Pflock. Mein kleines süßes Schwesterlein. Wir setzten die Spitze an ihrem Hals an, ließen sie dann tiefer gleiten. Die Haut riss ein und wir hiinterließen eine feine rote Spur vom Hals über ihren Ausschnitt bis zu ihrer linken Brust. Dann stießen wir zu und durchbohrten ihr Herz.
Das Verfahren bei den Drohnen zu wiederholen war nur halb so interessant. Sie waren viel zu verletzlich. Andererseits konnten wir ihre Qualen, ihren Schmerz um ein vielfaches deutlicher Spüren als Durgas. Berauschend. Nur auf das Pfählen mussten wir verzichten.
Dann kamen Svetlana und ich an die Reihe. Abwechselnd nahmen wir uns Augen und Ohren um möglichst lange mit möglichst vielen Sinnen den Schmerz des jeweils anderen wahrnehmen zu können. Sie wollte bei uns sein, flehte uns geradzu an sie aufzunehmen. Aber kleine Schwester, du hast was wir begehren, bevor du es uns nicht gibst, werden wir dich nicht aufnehmen und du wirst alleine bleiben. Allein mit deinen Büchern. Allein für immer.
Als wir uns wachs durch ein mit einer Haarnadel gestoßenes Loch durch die Pupille in die AUgen Tropfen ließen mussten wir beinahe laut Stöhnen, vor Wonne. Gerade so eben konnten wir die Kontrolle bewahren. Dann war auch schon alles vorbei, die Pfähle nahmen uns das Bewusstsein.

Dann wurden die Pfähle entfernt und wir hatten die Gelegenheit unsere Augen und Ohren zu heilen. Ob wir sie wohl später nocheinmal entfernen durfen, vielleicht besaßen sie hier interessantere Mittel, als wir sie in den Gängen gehabt hatten.
Wir befanden uns in einer prachtvoll eingerichteten Therme. Die Aussicht auf ein Bad gefiel uns. Vielleicht sollten wir in den Schwarmstöcken Waben einrichten die unter Wasser standen, damit man sich Waschen könnte? Ein oder zwei dieser Waben würden auch beträchtlich zu der nötigen Luftfeuchtigkeit beitragen. Wir würden es uns merken. Noch während wir die Umgebung betrachteten erschien Sophia und bot uns etwas Blut an. Angeblich hatten wir die freie Auswahl aber als sie uns dann ihren persönlichen Leckerbissen präsentierte durften wir uns doch nicht mit ihm Vergnügen. Nichtmal unter der Prämisse ihm kein Leid zuzufügen. Wir hätten den Jungen zu gerne gekostet, sein glück gekostet. Aber es musste bei seinem Blut bleiben, angeblich würde Sophia sonst eifersüchtig werden.
Als alle genährt waren brachte man uns in eine andere Kammer, uns sollte Audienz bei Malicia gewährt werden.
Wir betraten einen Raum erfüllt von Finsternis. Es gab nichts als uns und ein kreisrundes Bett.
Und auf diesem Bett räkelte sich eine Frau. Wir sollten nicht eine Frau sagen, auf dem Bett räkelte sich DIE FRAU. Die Laken und Decken aus schwarzer Seide konnten ihren perfekten Leib nicht verhüllen. Wir prägten uns ihr Aussehen ein. Finger für Finger musterten wir ihren Körper und prägten uns die Handgriffe ein mit denen man solche Schönheit schaffen könnte. Allerdings musste das Medium von entsprechender Qualität sein. Malicia jedenfalls war von höchster Qualität.
Uns vielen gleich tausend Wege ein auf denen wir ihre makellose Haut mit ein wenig rot hier und ein wenig rot dort noch besser hätten zur Geltung bringen können.Mit Malicia könnten wir sicherlich Jahrhunderte der Qualen und des Leid verbringen, ohne etwas zu vermissen.
Und eines Tages würde jede Prinzessin dieser Welt aussehen wie Malicia die Goldene.
Der Schwarm würde dann perfekt sein, wunderbar, ehrfurchteinflößend.
Und ich wäre die Königin.

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