Die Nacht der Wölfin, Teil 3 [basierend auf dem Roman von Kelley Armstrong]

TS-Runde Montag 30.01
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adriano, Charly, Paul, Katia

Dienstag, 31. Mai Dreiviertelmond
Katia und Taylor warteten schon seid einer Weile am Zoo, als nach und nach auch die anderen eintrafen. Paul Charly, nur Adriano fehlte noch.
Paul war wie besessen davon, alles so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen, 3*27 Wochen, etwa anderthalb Jahre, eine verschwindend geringe Zeit um etwas gegen den bevorstehenden Weltuntergang zu unternehmen.
Alleine wollte er in den Zoo aufbrechen, aber Charly hielt das für eine schlechte Idee und auch Taylor pflichtete ihr bei, wer weiß was die Geister des Zoos mit ihmangestellt hätten.
Mehr als widerwillig blieb er bei den anderen, debatierte aber halsstarrig darüber, dass er es für absolut unsinnig hielt auf Adriano zu warten, obvwohl dieser sich als Theurg definitiv am besten mit der Geisterwelt auskannte.

Doch dann kündigte der Phönix-des-Weltenherzens von Adrianos Ankunft. Er erschien nicht alleine, sondern hatte Marie, eine Werwölfin im Schlepptau, die ihm auf Schritt und Tritt folgte. Sie hatte eine zierliche Gestalt, beigebraunes Fell mit einem weißgrauen Bauch, Beinen und Zeichnungen im Gesicht. Sie war überaus nervös und angespannt, die ganze Nacht sah sie aus wie ein Reh, jederzeit bereit aufzusprinigen und davon zu rennen.
Adriano richtete seine Worte kurz an sein Rudel und schärfte ihnen ein, dass es ab jetzt keine Soloaktionen mehr geben würde und auch kein Mund verbieten oder anderweitig respektloses Verhalten. Er war der Rudelführer, von den anderen gewählt, wem das nicht passte, sollte ihn offen herausfordern. Er wollte nicht, dass irgendwer sich ständig insgeheim verweigerte oder gegen ihn agierte.
Schnell befestigten sie noch einige der Plakate außerhalb des Zoos, bevor sie dann in den Büschen in die Penumbra wechselten.
Die restlichen Plakate, einige Handys eine Schusswaffe und ähnliches blieben allein im Gebüsch zurück.
Trotz des angekündigten Weltuntergangs durch Darzel regnete es nicht und die Gegenstände blieben weitesgehend unbeschadet.
Ohne seine Forderungen tiefergehend zu besprechen betraten sie in der Penumbra den Zoo.

Baumbrecher war reichlich ungehalten darüber, dass sie die Plakate gerade erst aufgehangen hatten, aber er war bereit ihnen zu verzeihen. SIe waren erst Cliath und noch unerfahren. Doch beim nächsten Mal sollten sie umsichtiger sein. Dann führte er sie zur Urwaldhalle, der Heimat der Affen.
Unterwegs schlossen sich mehr und mehr Geister den Werwölfen an und bildeten eine Art Gefolge. Sie alle wollten mitbekommen, was ein ganzes Rudel Garou hier verloren hatte. Viel zu lange, hatten keine Wölfe mehr im Zoo nach dem Rechten gesehen.
Orang-Utans bildeten ein Spalier durch welches die Garou die Urwaldhalle betreten konnten. Die anderen Tiere blieben draußen zurück.
Anders als in der materiellen Ebene, gab es in der Urwaldhalle keine Pfade, keine Gehege, nur beinahe undurchdringlichen Urwald, durch den die jungen Wölfe sich kämpfen mussten.
In den Bäumen über ihnen turnten Schimpansen und beobachteten sie, wie sie sich am Boden in Richtung Hallenmitte fortbewegten.
Dort wurden sie von zwei gewaltigen Silberrücken begrüßt, der Leibwache des Froschkönigs.

Für einen König all dieser mächtigen und eindrucksvollen Tierwesen, war er ziemlich klein und auch nciht besonders stattlich.
Gerade mal so groß wie eine Handfläche war der Froschkönig zwar größer als jeder andere Grasfrosch, aber von einem König hatten die Garou sicherlich mehr erwartet.
Bevor er nach den Ameisen schickte, hatte er erst noch selbst ein Anliegen. Von den Geistern der Stadt wurden die Naturae die sich hier eine Domäne im Zoo gesichert hatten immer wieder unter Drcuk gesetzt. Für Hilfe im Kampf gegen diese Geister würden die Naturae des Zoos bereitwilliger Gaben lehren und auch den ein oder anderen Fetisch beziehen.
Paul hatte immer noch Probleme damit sich in die Welt der Geister hineinzudenken und so interpretierte er deren Angebote als mangelndes Interesse am bevorstehenden Untergang der Welt.
Doch auch die anderen Mitglieder seines Rudels schienen Darzels Ankündigungen weniger ernst zu nehmen als er. Für sie waren anderthalb Jahre reichlich Zeit und auch hatten sie nicht aus den Augen verloren, das Anthelios bereits in der materiellen Ebene erstrahlte.
Nach den Verhandlungen mit dem Froschkönig wurden die Ameisen gerufen und von allen reichlich mit Essenzblättern beschenkt um an die gewünschten Informationen zu kommen.

Doch die Ameisen konnten nicht sprechen. Statt dessen formten sie die Antworten auf die Fragen der Werwölfe aus ihren Leibern und spielten die Mordszene in der die Wölfe umgebracht wurden nach.
So erfuhren die Garou, dass es sich bei den Tätern um 3 Menschen handelte, unterstützt von 3 Garou?
Die Menschen machten irgendetwas mit den Wölfen nachdem sie sie umgebracht hatten und verwandelten sich danach in Wölfe.
Paul schien als einziger etwas in den Zügen der Ameisenkreaturen erkennen, ein Gesicht, dass er schon einmal gesehen hatte. Danach war er Feuer und Flamme, wollte alleine aufbrechen um nach dem Gesicht zu forschen.
Darüber geriet er mit dem Rest des Rudels ziemlich in Streit.
Die anderen konnten einfach nicht verstehen, dass Paul noch so sehr dagegen ankämpfte ein Garou zu sein. Sich so sehr anstrengte um alleine zu sein, alleine zu agieren, anstatt mit seinen Rudelgefährten gemeinsam.
Obwohl vor allem Adriano und Charly noch lange versuchten mit den Ameisen zu kommunizieren, konnten sie keine weiteren relevanten Informationen erlangen.

Endlich waren die Verhandlungen mit den Ameisen abgeschlossen, zumindest aus Pauls Sicht, und er führte das Rudel in sein Büro.
Dort machte er sich gleich an den PC und forschte stundenlang nach dem Gesicht was er gesehen hatte.
In der Zwischenzeit verwüsteten die anderen Garou die Büroarbeitsplätze von Pauls Angestellten, sehr zu seinem Leidwesen.
Schlussendlich fand er heraus, dass es sich bei dem Gesicht , welches er wiedererkannt hatte, um einen gefährlichen deutschen Schwerverbrecher handelte.

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