GMDW: Netzwerk und Eide

TS-Runde Donnerstag 02.02.12
Erzähler: Clawdeen
Spieler: Lenja, Melekh, Samu

Freitag, 28.10.11

Wir eilten auf unser Zimmer und noch bevor ich irgendeine Chance hatte mit der mitlerweile etwas ruhigeren Amani zu sprechen verschwand sie im Bad und begann sich zu waschen.
Ich fühlte mich hilflos, warum sprach sie denn nicht mit mir? Konnte sie nicht spüren, wie sehr ich bereute, was sie durchmachen musste wegen mir?
Es gab so unendlich viel was ich ihr Sagen wollte und sie verschwand einfach.

Ich wusste nicht, was ich sonst hätte tun können und wandte mich Samu und Lenja zu, die bereits darüber beratschlagten wie wir am besten und schnellsten aus Ägypten verschwinden konnten, während ich Lenja um einige Kleidungsstücke für Amani bat.
Ich legte sie ihr vor die Badezimmertür, die sich kurze Zeit später öffnete damit sie die Sachen hereinholen konnte.
Noch immer kein Wort.

Noch während wir darüber sprachen welchen Flughafen wir nehmen wollten, wie wahrscheinlich und wie schnell meine liebe Familie damit beginnen würde verlies Amani das Badezimmer.
Unsicher trat sie schräg hinter mich und lauschte unseren Gesprächen, nachdem ich sie kurz vorstellte.
Wir mussten jetzt auf Englisch umsteigen. Ich war in einer Art Zwickmühle. Teil des Preises für das Gift von Voskow war es gewesen ein Gefäß von ihm mit hierher zu nehmen und mit Kraft zu Füllen. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, wie man das anstellte, aber es kollidierte massiv mit unseren Fluchtplänen.
Am liebsten hätte ich alle mit zu den Pyramiden genommen, mich auf eine der unteren Stufen gesetzt und von dort die Sterne am Himmel betrachtet.
Eigentlich war es unangemessen sie mit
solchen Gefühlen in Verbindung zu setzen, es waren Ruhestätten für die Toten der ersten Dynastien. Aber sie waren schon damals, als ich in Khemet lebte da gewesen und unvorstellbar alt.
Gerne hätte ich dort mit Amani im Arm gesessen und den anderen aus alten Zeiten oder von der Ma’at und unseren alten Verbündeten erzählt.

Als ich aus meinen Gedanken erwachte hielt ich Amanis Hand und sie wa twas näher an mich herangetreten. Ein gutes Gefühl. Das hätten wir schon viel eher mal machen sollen.
Lenja redete gerade davon, wie geschickt es wäre über die Siwa-Oasen nach Libyen zu reisen und von dort zu fliege.
Ich war sofort begeistert, unerwartet und schwieriger nachzuvollziehen. Je weniger auf Helsinki und die Kinder deutete um so besser.
Ich rief Naranj an um sie zu fragen, was sie davon hielt, eigentlich unnütz. Natürlich war sie begeistert, dass wir sie besuchen wollten und sie Amani auch mal in Life sehen würde. Sie war sogar bereit ein paar ihrer menschlichen Freunde zu beten uns entgegen zu fahren um uns abzuholen und die Reise zu beschleunigen.

Gesagt getan, wir deckten uns noch mit Wasser aus dem Hotel ein, quetschten uns alle in dne Mietwagen und dann ging es ab Richtung Siwa. Erst fuhr Samu und dann als wir die Autobahn hinter uns ließen und ins offene Gelände fuhren übernahm Lenja, die einen Heidenspaß daran hatte durch die Dünen zu brausen. Amani, die sich dank meines Hinweises angeschnallt hatte und ich klammerten uns aneinander und an allen zur Verfügung stehenden Griffen des Wagens fest.

Später, wir fuhren schon Stunden durch die sengende Mittagssonne, kamen wir am vereinbarten Treffpunkt an, wo drei Jeeps auf uns warteten. Lenja und Samu fuhren in dem einen mit, Amani und ich in dem anderen und einer der Arabar bei denen ich mich herzlich bedankte fuhr unseren Mietwagen zurück nach Misr.
Dann brausten wir mit noch atemberaubenderem Tempo als Lenja es zuvor an den Tag gelegt hatte durch die Wüste.
Wir spürten den Wind im Gesicht, aber auch den Sand, der versuchte uns abzuschmirgeln. Wir waren im Reich Seths, dem roten Land.
Trotzdem fühlte ich mich irgendwie zu Hause, vor allem mit Amani neben mir. Ihr volles dunkles Haar wehte ganz wunderbar im Wind. Warum hatte sie überhaupt gefragt ob sie das Kopftuch abnehmen durfte? So eine dumme Frage. Sie wusste genau, dass ich nicht viel auf den Islam und dessen Traditionen gab. Nun da ich Bint-Anat war noch viel weniger.

Am Abend erreichten wir die Oasen, wo Naranj uns erwartete, wie sie mich damals auf meiner Hadsch erwartet hatte. Ich war die ganze Strecke von Luxor bis hierher gelaufen? Oh mein Gott. Die Haut musste mir vom Wind und Sand in fetzen vom Leib gehangen haben.
Sie begrüßte uns kurz und Amani besonders herzlich, damit sie sich nicht so verloren fühlte. Hätte ich nciht schon den ganzen Tag neben ihr gesessen und Zeit gehabt mit ihr zu sprechen, ihre Hand zu halten und ihren Anblick zu genießen, wäre ich vermutlich ungehalten über Naranjs Entführung gewesen.
Aber so war ich glücklich darüber, das Naranj ihr eine Freundin sein wollte, es würde Amani gut tun und würde meine Freundschaft zu Naranj erleichtern.

Während Lenja sich Naranjs beeindruckende Computeranlagen an sah, von denen aus sie einfach alles konnte, falsche Ausweise aufspüren, Zaid ausspionieren, Arzttermine meiner Schwester überwachen, Telefonanrufe abfangen und wahrscheinlich noch vieles mehr was ich mir nicht einmal im entferntesten vorstellen konnte, setzten Samu und ich uns in den Flur und begannen mit dem Blick nach draußen uns über die Zukunft zu unterhalten.
Dazu gab es wieder das Wasser des Lebens, mit einem Stück Zitrone darin, einfach köstlich.

Bevor die anderen zu Bett gingen fragte ich Naranj nach den Gefäßen und wir positionierten sie im Amuntempel unter einem kleinen Fenster durch das die ersten Sonnenstrahlen morgen scheinen würden. Die Gefäße würden sich dort von ganz alleine füllen.
Jeder von uns bekam ein kleines Häusschen, wie ich damals. Samu und Lenja wollten sich gleich schlafen legen, aber ich hatte noch einiges vor.
Mit einem lächeln im Gesicht und geheimnisvoll funkelnden Augen zog ich Amani mit mir auf die Coutch.
Nein, ich wollte nciht fortführen was wir damals in Gezirah begonnen hatten. Jetzt ging es um etwas viel wichtigeres. Es ging um Ehrlichkeit und Geheimnisse, denn diese konnten einen verbittert und hart werden lassen, ein Schicksal, welches ich niemals freiwillig auf mich nehmen würde.

Mit den Worten „dieses mal bin ich die Sharazad und du hörst zu“ machten wir es uns auf der Coutch bequem.
Meinen linken Arm hatte ich um Amanis Schultern geschlungen und mit dem rechten hielt ich ihre Hand, die sie sanft streichelte, als ich begann ein Märchen zu erzählen.
Ein Märchen aus dem Morgenland, dass ich unter den Geschichten aus „Alf Leila Wa Leila“ gut gemacht hätte. EIne Geschichte von einem jungen Mann, der nichts mehr begehrte als seine Schwester zu lieben und glücklich zu machen. Er wünschte sich dies so sehr, dass er bereit gewesen wäre für sie zu Sterben. Tatsächlich starb er, aber dies war nicht das Ende der Geschichte, denn im Tod fand er neue Verbündete und kehrte ins Leben zurück. Voller Energie, voller Kraft. Er fand neue Freunde, denen er von seiner Schwester erzählte und die sich gemeinsam mit ihm aufmachte sie zu befreien. Bis sie schließlich in einer verzauberten Oase einkehrten, wo der junge Mann seiner Schwestervon dem Weg erzählte der ihn hergeführt hatte.

Wie weich sie sich anfühlte, wie herlich sie roch, es fiel mir nicht ganz einfach meine Geschichte zu erzählen, ohne dabei den Verstand an meine Schwester zu verlieren aber es gelang mir.
Nicht ein einziges Mal zweifelte sie meine Worte an oder schaute ungläubig. Gebannt hing sie an meinen Lippen bis meine Geschichte mit unserer Wiedervereinigung endete.
So unglaublich sie doch war, erklärte sie sicher vieles. Mein Verschwinden, meine Rückkehr, meine seltsamen SMS und vieles mehr.
Es war nun schon morgens und wir mussten bald aufstehen. Doch diese Nacht gehörte uns. Es war unsere zweite gemeinsame Nacht.
Sanft zog ich sie mit mir in den Flur des Häuschens, keine Minute hatte ich ihre Hand losgelassen. Heute Nacht gehörte sie nur mir.
Ich hatte einen Plan.
Aber auch Amani hatte Pläne.
Bevor wir das aus verlassen konnten, schlang sie ihre Arme um meinen Nacken, stellte sich auf die Zehenspitzen und beugte sich zu mir vor.
Der Anblick ihres gestreckten Nackens war nichts im Vergleich zu ihren Augen, den kostbarsten Juwelen, die es auf diesem Planeten gab.
Dann küsste sie mich.

Auf dem Dach des Hauses mit dem Blick auf die Oase gerichtet, den Sternen über uns und dem ersten Hauch der Morgenröte in der Ferne, spielte ich noch einmal für Amani.
Und wir küssten uns. Es waren lange, zärtliche Küsse, voller Sehnsucht. Küsse die schon vor Jahren geküsst hatten werden wollen, aber keiner von uns hatte es gewagt.
Jetzt war der Damm gebrochen, wir gehörten Zusammen. Bis in alle Ewigkeit.

Samstag, 29.10.2011

Es gab ein herzhaftes Frühstück, von dem wir uns auch noch für die Reise am folgenden Tag reichlich einpacken konnten. Leider hatten wir nicht die Zeit länger hier bei Naranj zu bleiben, aber eines Tages würde ich wiederkehren.
Wir hatten uns darauf geeinigt mit einem Schiff über Kreta zu reisen und von dort nach Helsinki zu fliegen, da wir so am besten unsere Spuren verwischen konnten.
So mussten wir uns recht früh von Naranj verabschieden und fuhren dann mit einem kleinen Segelschiff samt griechischer Besatzung gen Kreta.
Lenja blickte ungeduldig dem Horizont entgegen, sie war ungeduldig, wollte zurück in ihre eisiges Heimatland. UNd das wo sie hier endlich etwas aufgetaut war. Hoffentlich würde die fehlende Sonne sie nciht erneut erstarren lassen.
Samu blickte düsteren Gedankengängen nachgehend zurück nach Khemet. Er fürchtete mein Schwager würde uns vielleicht die Marine auf den Hals hetzen, was ich für überaus unwahrscheinlich hielt.
Arm in Arm standen Amani und ich am Heck bis unser Heimatland, das Königreich der Sonne hinter dem Horizont verschwand. Doch selbst dann mochte ich mich nicht abwenden, viele schöne Erinnerung meines ersten Lebens und auch einige meines zweiten Lebens ruhten dort und warteten noch darauf enthüllt zu werden.
Trotzdem zogen wir uns dann in unsere winzige Kajüte zurück und legten uns schlafen.
Der vergangene Tag war sehr anstrengend gewesen. Es war etwas wie in alten Zeiten. Gemeinsamer Mittagsschlaf.

Am Abend kamen wir das erste mal auf die Idee bei Samu anzurufen, damit Amani mit den Kleinen sprechen konnte. Doch niemand ging ans Telefon. Aber es war auch schon spät, Lara war vermutlich schon im Bett.
Als ich am Nächsten Tag wieder und wieder versuchte sie zu erreichen, ging sie auch nicht ans Telefon und langsam wurde ich unruhig.
Auf der einen Seite wollte ich Amani keine Sorgen bereiten, auf der anderen wollte ich verdammt nochmal wissen, was da los war.

Auf Kreta trafen wir Silvia Nikaptah, eine recht ungemütliche Sefekhi, die sich mal eine Scheibe von Samus Gemüt und Agressionsbewältigung hätte abschneiden können. Sie wäre dadurch sicherlich eine entspanntere Persönlichkeit geworden.
Wir unterhielten uns über das Netzwerk aus Aminte, zu dem auch Nikaptah gehörte, während wir in einem einfachen Restaurant aßen und auch später in ihrer Wohnung.
So ein Netzwerk war eine gute Sache, sobald ich die Möglichkeit dazu hatte würde ich mit Freuden anderen helfen, wie Naranj mir geholfen hatte.
Von Lenjas Plänen eine Agentur zur Beratung in Gesundheits- und Sicherheitsfragen aufzumachen war ich wenig begeistert. Amani als Sekretärin? Nein, Amani konnte mehr, wenn sie die Zeit dazu fände, neben der Arbeit die die kleinen verursachen würden. Mutter zu sein war ein Vollzeitjob und nicht jeder hatte einen seltsamen Hausgeist namens Lara, der einem alles abnahm.
Außerdem war ich mir ziemlich sicher, das Amani es nicht wollen würde. Sie war die Mutter und ich würde an ihrer Seite seien.
Auch sonst war ich eher skeptisch. Eigentlich wollte ich erst mein praktisches Jahre vollenden und das am liebsten nicht in Finnland. Warum konnte die Welt niemals einfach sein? Warum konnten Lenja und Samu nicht in einem Land leben, dem es reichte, wenn ich arbeitete und für meine Familie, bestehend aus meiner Schwester , meiner Nichte und meinen zwei Neffen aufkam? Warum konnten sie nciht in einem Land leben, in dem es etwas wärmer war und indem man den Hauch des Ra auf der Haut spürte wenn man aufstand.
Das müssten wir neben unseren vielen anderen Aufgaben auch noch untersuchen. Naranj meinte Ra würde uns selbst an nördlicheren Orten unterstützen, irgendwas stimmte nicht in Helsinki.
Mal schauen. Wenn es uns gelang Ra dazu zu bringen wieder nach Helsinki zu schauen und wenn wir es mittels Job oder Samus Bekanntem schafften es Amani zu ermöglichen dort zu bleiben, dann könnte Helsinki vielleicht unser Zuhause werden. Mein Zuhause war bei Amani und wenn ich hier mit ihr Leben konnte, dann war es ein guter Ort, vor allem weil Lenja und Samu auch hier lebten. Nur ungern würde ich die beiden zurücklassen, aber ich war mir gleichzeitig ziemlich sicher, dass Lenja nirgendwo anders hin wollte.
Als wir uns dann schlafen legten, hatten Samu und Amani die ganze Küche geputzt und gespült, eine nette Geste im Ausgleich für die Hilfe die uns Zuteil wurde.
Samu und Lenja schliefen im Doppelbett, während wir es uns auf den Luftmatrazen bequem machten. Nikaptah hatte sich schon vor einer ganzen Weile in ein Nebenzimmer verzogen.

Sonntag, 30.10.2011
Nach einem etwas weniger gutem Frühstück, weil es nicht von Naranj, die mal Eva hieß und sich nicht nur mit Computern sondern auch komplizierter Mathematik auskannte, zubereitet worden war, ging es mit dem Hubschrauber weiter nach Athen.
Während Lenja und ich den Flug in all seinen Facetten mit unseren neu gewonnenen Sinnen aufsaugten, war Amani überhaupt nicht wohl dabei, den festen Boden hinter sich gelassen zu haben. Wer konnte es ihr verübeln? Sicher hatte Zaid ihr niemals eine ähnliche Erfahrung geboten.
Die Welt war so unendlich viel größer als noch vor wenigen Tagen, und damit auch um einiges aufregender.

Von Athen ging es weiter nach Helsinki, wo wir am frühen Abend ankamen.
Noch immer hatte ich Lara nicht erreichen können und so langsam machte ich mir Sorgen.
Was wenn mein Vater oder schlimmer noch Zaid jemanden von Naranjs können kannten?
Dann wüssten sie schon längst wo die Kinder waren, was war nur geschehen, während wir Amani geholt hatten?

Doch dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen und ich entspannte mich sichtlich. Es war erst Sonntag. Wir hatten eine Woche wegbleiben wollen. Vielleicht hatte Lara mit den Kindern einen Ausflug gemacht, vielleicht hatte sie alle mit zu sich nach Hause genommen. Telefone konnte sie laut Samu wohl benutzen, bei Geistern konnte man sich da ja nie so sicher sein.
Wir sollten ihr dringend ein Handy besorgen und ich sollte auf den Schutzzeichen die Gabriel für die Kinder gefertigt hatte dringend ein Auge des Horizonts anbringen. Nur hatte ich mich damals gegen dieses Amulett entshcieden, weil ich keinen Nutzen in ihm sah. Ob Voskow es mir wohl beibringen konnte?

Wir gingen hoch und die WOhnung war lehr. Kein Chaos, kein Überfall, sie waren auf einem Ausflug, wie ich es mir gedacht hatte. Auf dem Tisch ode rim Kinderzimmer würde ein Zettel liegen wo sie waren.
Nein würde es nicht, wir kämen erst am Mittwoch wieder, wer hätte den Zettel schon lesen sollen?

Der Anblick des Kinderzimers verschlug mir den Atem. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, aber Zorn kochte in mir hoch.
Ich fühlte mich verraten, betrogen.
Joanna, Samus Tochter, saß in der Mitte des Raumes auf dem Boden und verbrannte gefaltete Figuren um die Asche in einem Löffel zu sammeln. Auf dem Boden lag Lara gemeinsam mit drei weiteren verfluchten Geistermädchen und sie wirkten irgendeine Art Magie.
Niemand rührte sich.
Ich war so kurz davor den Boden auf dem sie ruhten zu verbannen, so wütend war ich. Ich wollte in die Küche stürzen, ein Messer nehmen und sie alle umbringen, verdammte Geister. Ich würde eure Körper die ihr auf was weiß ich welche niederträchtige Weise gestohlen hattet in kleine Stücke schneiden und sie den Löwinnen um Fraß vorwerfen. Euch würde ich den Zorn meiner Mutter Sachmet spüren lassen.
Ich würde euch jagen, ich würde euren Bann herausfinden und dann würde ich euch für alle Ewigkeit aus dieser Welt verbannen, oder besser noch euch einsperren und zwingen mit anzusehen, wie wir der Welt Ma’at wiederbrachten, die ihr auf so niederträchtige Weise besudeltet. Ihr werdet schon sehen, ich bin Melekh Bint-Anat ich werde nicht mehr schweigend daneben stehen.

Halt. Was hatte Lara da gerade gesagt, zu Samu? Sie wollte ihr Versprechen mir gegenüber halten? Und Lenja redete irgendetwas davon, dass die Magie im Raum einen Schutzkreis gegen etwas finsteres bildete. Aber warum sagte Samu dann, nach einem Ausflug in die Duat, dass die Kraft der Geister schwand und sie von den Kindern zehrten?
Ich verstand das alles nicht.
Aber was hatte Nikaptah noch gesagt? Manchmal glaubte man, man würde richtig handeln, aber voreilig tat man dann Dinge die man später bereute.
Erst nachdenken, dann handeln. Ich wollte Lara vertrauen, ich hatte ihr bereits vertraut, hatte die Kinder in Sicherheit gewägt. Nun musste ich meinen Teil tun.
Ich drehte mich zu AMani rum, die nur völlig hilflos daneben stehen konnte und keinen Schimmer davon hatte, was im Raum vor sich ging.
Ich fasste sie an den Schultern und berührte mit meiner Stirn die ihre. eine Geste des Vertrauens. Sie wusste noch weniger als ich. Ich hatte die Kinder hier zurückgelassen, hatte sie einer Fremden überlassen und meiner Schwester eingeredet alles wäre in Ordnung.
Nichts war in Ordnung. Anstatt lachend ihre Kleinen in den Arm nehmen zu können, musste sie das hier mit ansehen. Irgendwer würde dafür bezahlen. Irgendwer musste dafür bezahlen, dass ich mein Wort, mit gutem Gewissen gegeben gebrochen hatte.
Vertrau mir Amani.
Und so versicherte ich ihr:

„Ich werde Binsengefilde und Unterwelt in Bewegung setzen um dafür zu sorgen, dass es den Kindern wieder gut geht. Ich werde nicht ruhen, bevor ich sie nicht gerettet habe. Ich werde Binsengefilde und Unterwelt in Bewegung setzen um den zu Bestrafen, der hierfür verantwortlich ist.“

Dann drehte ich mich wieder um, ich musste herausfinden was hier los war und mir noch einmal alles was Samu und Lenja gesehen hatten genau erklären lassen.
Die beiden glaubten ja auch an den finstren Blumenerde-Aminte.

Advertisements
  1. Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: