Archiv für März 2012

Vampirruinen im Irak

Tisch-Runde Freitag 16.03.12
Erzähler: Clawdeen
Spieler: Nicole (Journalistin), Misaki (Fotografin, ich), Stefan (deutscher Agent), Französischer Archeologe, Irischer Militärarzt, Russischer Ex-Soldat

Als ich wieder aufwachte war ich in irgendeinem Krankenhaus in irgendeinem Scheißland, indem man arabsich sprach oder irgendeine Sprache die so ähnlich klang und von der ich kein Wort verstand.
Einzelzimmer.
Klamotten weg. Ausrüstung weg. Meine Speicherkarten wollte man nicht gesehen haben.
Schöne scheiße. Immer das selbe.

Es war nicht das erste Mal, dass ich tief in der scheiße steckte, sowas passierte schonmal wenn man seine Kamera an Orte steckte an denen man nichts verloren hatte. Aber es war das erste mal, dass die Scheiße für mich im Krankenhaus endete.
Unter meinem Nachthemd konnte ich die Verbände an den verschiedenen Wunden spüren. Ich war beinahe eine Mumie. Es gab drei massive Verletzungen an meinem Oberkörper.
Eine Stichwunde in der Seite, zwischen der siebten und der achten Rippe, eine aufgerissene Schulter an der so ziemlich jeder Knochen, der nur irgendwie in der Nähe war gebrochen war und eine ziemlich dicke Einstichwunde oberhalb meiner linken Brust. In der Nähe der Stelle wo ich schmetterbedingt etwa 3 Mal so viele Knochen aufwies wie andere Menschen.

Wie ich an die Wunden gekommen bin? Verarschen kann ich mich alleine.
Das glaubte mir ehe kein Schwein, nicht ohne die Fotos. Verdammt ich brauch noch ne neue Kamera. Hoffentlich war Nicole irgendwie besser aus der Scheiße rausgekommen, dann hatte ich vielleicht eine Chance hier irgendwann rauszukommen und vielleicht sogar einen Gehaltscheck zu sehen.

Ich kann es ihnen aber gerne nochmal erzählen.
Also hat sich eigentlich nach keinem allzu schwierigen Auftrag angehört. Es ging um Archeologische Ausgrabungen die genutzt werden sollten um etwas über irgendwan herauszufinden. Richtig alte Scheiße.
Was genau weiß ich nicht. Bin ja nur die Fotografin.
Messer? Ja, ich bin auch sowas wie ein Bodyguard, Mädchen müssen halt auf sich aufpassen ja?

Wir trafen uns in nem eigentlich ganz netten Hotel mit dem Rest der Mannschaft, Pilotin schmieriger Copilot, Archeologe und einige Leute zu unserem Schutz. Da war dieser Ire, immer so rot als käme er gerade vom Joggen zurück, dieser deutsche Stefan oder so und ein Russe. Die waren wohl zu unserem Schutz mit dabei. Der Ire war Sanitäter und es war verdammt gut, dass wir ihn dabei hatten. Ich geh mal davon aus, das ein paar von uns weniger überlebt hätten, wenn er nicht gewesen wäre.
Dann der Russe, der war nicht nur gut darin Wodka zu vernichten, der war auch Soldat und konnte so ziemlich alles über den Haufen ballern. Und der Deutsche, der hatte erst einen ganz vernünftigen Eindruck gemacht, bis das Arschloch mir meine Kamera aus der Hand geschossen hat. Aus der Hand, das muss man sich mal vorstellen. Schöne scheiße, so ein Flachwixer.

Eigentlich hat ich mir nen netten Abend machen wollen, vielleicht sogar mit einem der Herren, aber irgendwie war es dann doch zu witzig gewesen mit denen Wodka zu trinken und davon erholte man sich besser alleine.
Am nächsten morgen vegetierten wir dann so vor uns hin, bis zu dieser Infoveranstaltung auf der sich Misses Expeditionsleiterin Steel bei mir erstmal derbe unbeliebt machte, durch eine nicht vorhandene Informationsveranstaltung.

Naja drauf geschissen. Irgendwo hinfliegen, Fotos von alten Steinen machen, vielleicht von wilden Arabs beschossen werden und dann wieder zurückfliegen, nichts außergewöhnliches.
Wars dann irgendwie doch als die mit ner MG unseren Hubschrauber vom Himmel holten und unsere Pilotin erwischten. Der Kopilot konnte übernehmen und uns einigermaßen sanft runterbringen.
Im Schussfeld von der Scheiß-MG und noch ein paar irren mit Sturmgewehren.

Ich brachte Nicole und mich erstmal hinter unserem abgestürztem Heli in Sicherheit, während die Herrn das Feuer erwiderten. Nicht sehr erfolgreich, sodass mir die Zeit blieb, neben dem Fotos knippsen auch noch ne Pistole vom Russen zu ergattern und das mit dem Schießen auch ml zu versuchen. Da lernte ich dann auch, dass das gar nciht so einfach war, wie es immer aussah.
Schließlich flohen die Kerle mit den Sturmgewehren und wir konnten uns in Ruhe umsehen.

Hier machte sich dann unsere liebe Arschkuh von Steel direkt das nächste mal unbeliebt, redete irgendwas von der Aufgabe nicht gewachsen und beeilen und so. Dass hier irgendwie kein richtiges Ausgrabungslager stand und die da einen Jeep positioniert hatten um Leute wie uns wegzupusten schien sie irgendwie kalt zu lassen.
Interessant war, der Jeep konnte gar nciht mehr fahren, das heißt der war schon ne weile da, heißt Steel hatte uns nicht alle Infos gegeben.

Hatte sie in der Tat nicht, kaum waren wir in diesem Tempelkomplex, schloss sich die Tür hinter uns und sie redete irgendeine Scheiße davon, dass wir alle einem Mann geopfert würden, der eins einem Gott gedient hatte und jetzt selber einer geworden war.
Ja ne, ist klar. Du mich auch.
Der Russe war so begeistert, das er der Frau erstmal das Bein wegschoss, mit seinem eigenen Sturmgewehr AK irgendwas oder so. Eingesperrt in einem dummen Tempel mit nem cholerischen Russen.

Einfach so tun als wäre alles in Ordnung. Nachtsichtgerät aufziehen und Fotos schießen, alles schön dokumentieren, wir kämen schon wieder raus. Naja manche von uns.

So den Rest können wir uns schenken, den haben sie schon beim letzten mal nicht geglaubt.

Nein wir haben die Steinlöwen nicht mit den Blitzen meiner Kamera zu Staub verwandelt, die haben sie beschossen, bis die zu Staub zerfallen sind.
Stimmt dann hat er meine eKamera zerschossen. Warum? Warum fragen sie? Ist doch klar, weil er ein blödes Deutschles Arschloch war ist doch klar. Oh.

Riesenskelette oder riesige Skelette, mir egal wa sie dazu sagen. Ja wir haben den Schädel zertrümmert und Fotos geschossen.

Nicole hatte auch eine Kamera.

Ja ein Mann, war ziemlich durchn Wind der Kerl, hat irgendwas von Ritualen gelabert.

Nein der hat uns nicht gebissen, das waren die Mumien. EIne hat gebissen, eine hatte ein Messer und eine hatte ne Axt.
Ja, die mit der Axt.
Ach sie blöder Wixer, natürlich so ne alte Axt, babylonisch oder so.

Ja. Da haben wir nichts gefunden. Nein auch keine Monster. Nein den Sarkophag haben wir nciht geöffnet. Warum nicht?
Na wir hatten alle keinen Bock mehr auf die Scheiße. Stefan und die Pilotin lagen in der Eingangshalle und starben so vor sich hin. Genau, Steel lag zusammengetaped und mit kaputtgeschossenem Bein daneben.

Mit der Granate.
Der Russe hatte eine.

Dann ging auf jeden Fall das sechste Siegel.
Wie ich hab noch nichts von den Siegeln gesagt. Naja, da waren halt so Siegel.
An der großen runden Tür in der Eingangshalle natürlich.
Ja die sind aufgegangen. Das erste als die Tür zuging und die anderen so nach und nach.
Und das letzte bei der Granate genau.

Dann kam der Riese.
Vermutlich ein Verwandter von dem Kerl in dem Sarkophag mit dem Wasser.

Genau der hatte das Schwert.
Die anderen haben geschossen und ich hab versucht ihm die Oberschenkelarterien aufzuschneiden, mit meinem Messern genau.
Naja, keine Ahnung, vielleicht sind die Oberschenkelarterien von 3500 Jahre alten Riesen irgendwie anders als die von normalsterblichen.

Ach wissen Sie was, lecken sie mich am Arsch, ich schlaf jetzt.
Los verpisst euch.

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Buch II, Akt I: Eine Lebhafte Auseinandersetzung

Tisch-Runde Freitag 23.03.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), Viktor (Lasombra)

In der Stadt wurden sie von Sorin begrüßt, der darauf bestand im Vorfeld gewarnt zu haben, dass eine Reise zu Shukaris nichts brächte. Durga würdigte ihn keines Blickes bevor sie einfach an ihm vorbeistapfte. Melissa folgte ihr zum Waisenhaus, während Adonai, Reynaud und Viktor den Rest der Nacht damit verbrachten zu Jagen.
Reynaud hatte zunächst wenig Erfolg, fand dann aber in den Slums eine Gruppe junger Erwachsener die von einer Influenza-Überlebendenfeier nach Hause gingen und konnte sich nach Herzenslust bedienen.
Viktor hatte es etwas bequemer, er konnte einfach durch die Finsternis wandeln um jedes beliebige Haus zu betreten, nachdem es ihn gelüstete und seinen Durst an den schlafenden Insassen stillen.
Melissa verabschiedete sich kurz bei Durga, wollte dieser aber schon in einer Stunde wiedersehen, es galt den Antrag und die Geschehnisse noch einmal genauer zu besprechen.

Am nächsten Abend wurde der Klüngel, wie vereinbart, von Sorin in Hermanstadt abgesetzt. Er selbst wolle sich jetzt um Svetlana kümmern, die noch immer nicht wieder auf freiem Fuß war.
Dann schritten Durga und Melissa voran, durch die Stadt und den Hügel hinauf auf Burg Hermanstadt zu. Adonai schritt in der Mitte etwas hinter den beiden, diesmal gewandet in ein Kettenhemd und einige ergänzende Plattenteile, mit einem Wappenrock Kronstadts und passendem Umhang mit Kaputze. Mit gesenktem Blick und mürrischer Laune, als europäischer Brujah posieren war nicht das, was er sich unter Ehre vorstellte, bewachte er seinen Prinzen und seinen Auftragsziel. Reynaud und Viktor folgten wenige Schritte später, der eine in einer prunkvollen Robe, der andere in seiner üblichen aber keineswegs weniger Prunkvollen Adelskleidung.

An der Burg, hatte man sie nicht auf der Gästeliste stehen, aber als Sorins Name genannt wurde, entschuldigte man sich beim Prinzen von Kronstadt und führte sie durch die Wirren des schlosses und einen Geheimgang in einen prächtig ausstaffierten und mit Menschen und Kainiten überfüllten Ballsaal.
Rechts vom Eingang ind er Ecke stand ein kleines Podest, auf dem ein römischer Centurio stand, ein recht alter Kainit, da er den ganzen Raum mit seiner Majestät erfüllte und das obwohl die Burg als Elysium galt.
Prinz Otto, der Ventrue der hier als Herrscher eingesetzt worden war, nachdem Marusca verschwand begrüßte den Klüngel kurz, erklärte sich dazu bereit sie anderen Gästen vorzustellen und verschwand dann aber genausoschnell wie er gekommen war wieder um andere Kainiten miteinander bekannt zu machen.
In der Ecke linker Hand stand Nova Arpad mit zwei Ahninnen der Tremere, laut Reynaud eher weniger wichtigen Persönlichkeiten. Durga ging so gleich zu ihr hinüber und tauschte einige bissige Kommentare aus, während Malgorzata Reynaud warnte, dass man alle Tremere die sich gegen den Clan entschieden hatten und für Goratrix arbeiteten markiert hatte. Wer einen solchen sah, sollte ihn sofort umbringen und man schickte sogar ganze Klüngel Gargylen nach ihnen aus, das Wissen der Tremere sollte nicht in falsche Hände geraten.

Melissa machte Vladimir Rustovitch ihre Aufwartung, dem Voivoden der Voivoden, der gemeinsam mit der vierarmigen Razkoljna von Polen und einigen anderen Voivoden in der Ecke schräg gegenüber des Centurios und seiner Ventrue-Speichellecker stand und diesen finstere Blicke zuwarf, vorbei an der gewaltigen Eisstatue einer Tänzerin. Direkt an dieser hielt sich eine fein gekleidete Dame auf, die den Vampiren aus Kronstadt freundlich zulächelte. Als Viktor sich später mit ihr unterhielt stellte sie sich Als Arianne, Ahn vom Klan der toreador vor, wohnhaft in Buda-Pest von wo aus sie ein sehr effizientes Netzwerk an Informanten zu unterhalten schien. Sie war bestens informiert über die Vorgänge in den Siebebbürgen und daran interessiert etwas von Durgas Blutwein zu erstehen. Aber auch sonst war sie eine reizende Gesprächspartnerin die Viktor gleich in ihren Bann zog und reges Interesse an dessen Auslandsgeschäften zeigte.

Durga hatte sich eben erst die Leiden Razkoljnas angehört, die über die Männer mit den Kreuzen klagte, die sich in ihrer Heimat ausgebreitet hatten, seit sie das letzte Mal in Starre fiel, als die Tür in den Ballsaal unter einigen mächtigen Axthieben zerbarst und in den Raum geschleudert wurde.

Sofort breitete sich unter den Menschen Panik aus, aber die anwesenden Vampire sahen sich nciht bedroht. Obgleich einer der jüngeren Tzimiscen von den hereinstürmenden Annarchen in Stücke gehackt wurde, richteten diese keinen großen Schaden an. Einer der jungen Kainiten wurde emporgehoben und mit dermaßender Wucht gegen die Wand geschleudert, das er bereits Asche war, als er den Boden erreichte. Ein anderer ging gleich in Flammen auf während ein weiterer von dutzenden Schattententakeln in Fetzen gerissen wurde, Viktor und seine Erzeugerin Lucita hatten sich ihm zugewand.
Durga lies einen der Angreifer mit Hilfe eines Cruac-Rituals erstarren und um die letzten beidne kümmerte sich Dominus, der Centurio. Er riss ihnen die Herzen heraus und ging dann, als wäre nichts gewesen zurück auf sein Podest, von wo er die Panik der Menschen unter Kontrolle brachte.

Melissa und Reynaud begannen den letzten der Annarchen zu foltern, Reynaud trainierte seine Gabe Dinge nur mit Hilfe seines Geistes zu bewegen durch die drastische Umgestaltung des Körpers des Opfers.
Durga aber dachte einen Moment nach, schnappte sich dann zwei Krüge mit Bier vom Buffet und begann dann eine kleine Unterhaltung mit Vlad dem Pfähler, der in der Nähe der Voivoden stand und seines Schicksals harrte.
Keinen Moment zu früh wie es schien, die Stadt war nicht nur von 6 Annarchen angegriffen worden und die anderen hatten einige Häuser in der Stadt, aber auch Burg Hermanstadt angegriffen und in Brand gesetzt.
Kaum das Dominus mitteilte, dass er das Elysium auf Grund des Brands verlassen würde, brach eine Panik aus.
Nicht nur die Kainiten fürchteten um ihr Leben auch die Menschen gerieten in Panik.

Aber Viktor behielt einen kühlen Kopf, er hatte sich bis gerade mit Lucita unterhalten und schlug jetzt vor die Wand nach einem Geheimgang abzusuchen, in der Finsternis würden sie ihn spüren können. Schon bald wurde er fündig, hinter einem der Teppiche befand sich wirklich ein geheimgang, auch ein Bediensteter schien diesen zu suchen, aber ein paar Meter an der falschen Stelle. Ohne sich um diesen zu kümmern, benachrichtigte er über Reynaud, der sich gleich gedacht hatte, das Viktor der Ausweg war, seinen Prinzen. Lucita konnte sich um sich selbst kümmern, aber Arianne nahm sein Angebot sie aus der Todesfalle zu führen dankend an. Melissa, Durga und auch Dracula wurden von Reynaud zum Geheimgang geführt und gemeinsam verschwanden sie hinter dem Wandteppich und aus der Burg.
Nicht ohne das Ende des Geheimganges mit einem Feuer zu versiegeln, sodass ihnen niemand mehr folgen konnte.

Durga wollte schon in die Stadt davonstürmen, aber Melissa hielt sie auf. Schließlich einigte man sich darauf, dass Vlad die Kutsche holte damit die Vampire den Feuern in der Stadt nicht zu Nahe kamen. Gemeinsam fuhren sie dann auf dem Planenwagen davon, Durga und Vlad auf dem Kutschbock, Adonai, Arianne, Reynaud und Viktor hinten.

Am Tor wurden sie von einer großen Gruppe Annarchen aufgehalten, aber man erkannte Durga als den Prinzen von Kronstadt. Da sie ihre Stadt neutral hielten und bei der Vernichtung Tzimisces geholfen hatten, ließ man sie unbehelligt passieren.

Den Rest der Nacht verbrachten die Vampire und auch Vlad schweigend, wobei er später von Durga aufgefordert wurde sich auszuruhen, damit er tags Wache halten konnte. Man überlegte ob man ihm Trauen könne, aber er versicherte mehrmals glaubhaft, dass er ein Ehrenmann war und nciht vergessen würde, wer ihm geholfen hatte den eventuellen Scharfrichtern zu entkommen. Außerdem hatte man sowieso keine Wahl, wenn er gewollt hätte, hätten ihn die zwei Drohnen und auch ein bisschen Erde nicht davon abgehalten die Kainiten während des Tages umzubringen.
Das hätte schon einer der Vampire mittels Beherrshung selbst in die Hand nehmen müssen.
So ruhte er sich in den frühen Morgenstunden hinten im Wagen aus, wachte des Tags über den gewaltigen Planwagen und am nächsten Abend erwachten alle genauso wie sie sich zuvor schlafen legten, nur ein bisschen hungriger.

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Teil 10, Der Goblin und das Uboot

TS-Runde Donnerstag 15.03.12
Erzähler: Clawdeen
Spieler: Lenja, Melekh, Samu

Sonntag, 30.10.2011
Aus der ganzen Aktion auf der Insel entwickelte sich ein riesiger Fehlschlag. In meiner Besorgnis um Amani und die Kinder vergas ich viele von den Ideen die ich bereits gehabt hatte. Meine ersten Gedanken bei der INsel und den wieder marschierenden Soldaten waren Gespenster gewesen, immerhin war ich doch selbst irgendwie zur Hälfte eins. Naja zu einem Neuntel wenn man es irgendwie genau nahm, aber lassen wir das.
Auf jeden Fall dachte ich kein Stück mehr an Gespenster, auch nicht als ich später recht eindeutig mit gespenstischen Eigenschaften konfrontiert wurde. Nunja, die wären auf jeden Fall in der Duat so gewesen, mit materialisierten Gespenstern kannte ich mich nicht ganz so gut aus.
Aber ich greife wieder einmal vor. Springen wir lieber nocheinmal zurück zur Mitte, wo wir beim letzten Mal aufgehört hatten.

Mein Bein war von einem ziemlich üblem Treffer mit dem Kurzschwert ziemlich tief aufgeschnitten und ich konnte kaum noch laufen. Ich hatte aber noch Glück im Unglück gehabt, wäre der Schnitt etwas anders verlaufen, dann wäre ich innerhalb weniger Sekunden verblutet. Samu lag außer Gefecht drüben im Teezimmer, ich wollte mich lieber mit meiner Mitalchemistin beschäftigen. Vielleicht konnte sie auch etwas Tonikumähnliches herstellen? Konnte sie und sie war sogar so nett mir und auch Samu reichlich davon zu geben. Erst dachte ich es würde nicht helfen, aber das lag wohl irgendwie daran, dass ich das ganze Zeug, vermutlich Feenzeug wie ich später über Amani von Lara hörte, nicht sehen konnte. Warum in alles in der Welt mir ein solcher Trank nicht helfen sollte, nur weil ich ihn nicht sah, konnte ich mir aber beim besten Willen nicht erklären.
Samu meinte später es könnte so ähnlich sein, wie mit der Duat. Sollten diese Wesen wirklich eine Art Zwielicht haben, eine weitere zu unserer parallelen Ebene mit der man nur auf eine bestimmte Art und Weise interagieren konnte? Für Samu und Lenja war das sicher leicht vorstellbar. Ich mit meinem wesentlich umfassenderen, wenn auch etwas veraltetem Weltbild tat mich da etwas schwerer. Wie war das noch? Nicht einfach ein bereits gefülltes Gefäß zu füllen oder so?
Aber darüber machte ich mir erst viel später Gedanken, genauso wenig wie darüber warum sie uns überhaupt half. Ich kam mir immer noch ziemlich dumm dabei vor, ihre Hilfe einfach so anzunehmen, alles blind in mich hinein zu schütten, aber nur wer die Wahl hat, konnte sich auch entscheiden.
Vielleicht war die Rettung ihrer Tochter der Spinne ja so bedeutend für sie, uns aus Dankbarkeit weiter zu helfen? Ich an ihrer Stelle hätte so gehandelt, aber ich vollführte auch keine Experimente an dieser seltsamen definitiv isfethaltigen Substanz.

Es dauerte Stunden bis wir beide genug Elixiere gebraut hatten um nicht nur die Wunde an meinem Bein zu Versorgen, sondern auch Samus völlig zerfetzte Kat wiederherzustellen. Ich verlegte mich auf Salben, wollte nicht riskieren, dass es zu irgendwelchen seltsamen Wechselwirkungen zwischen ihren Tränken und den meinen kam. Auch so verlangten wir unseren Körpern einiges ab. Obwohl die Kraft für die Heilung durch meine Tonika zum Teil aus den verwendeten Substanzen stammte, beruhte wohl der Hauptteil auf der durch die riteulle Zubereitung entstandene Essenz. Anders konnte ich mir ihre Wirkung jedenfalls nicht erklären, immerhin hatte ich nichts von meinem Sekhem hinzugegeben. Auf jeden Fall, so viel war ich mir sicher, Sekhem hin oder her, so eine Blitzheilung musste einfach anstrengend sein für das entsprechende und auch das umliegende Gewebe.

Während ich also kleinschnitte, mörserte, köchelte, zusammenrührte und so weiter, schlug ich Lenja vor kurz zu Samu zu fahren und dann wiederzukommen. So konnte sie den Ring abgeben, er würde unser Problem zwar nicht lösen, aber die Spinne hatte gesagt er würde Kraft geben. Vermutlich Essenz in gebundener Form. Mehr Essenz für Lara, bedeutete weniger Last auf ihren Schultern und auf der von den Kindern. Eigentlich war derartige Ressourcenverschwndung nicht mein Ding, aber vielleicht konnte ich sie irgendwie mit meinem Sekhem entschädigen. Meine Dankbarkeit hatte sie so oder so.
Lenja war noch unterwegs, als mir einfiel sie könnte eigentlich eine Waffe mitbringen, immerhin machte sie regelmäßig Schießübungen und wer eine Pistole mit zu einem Kurzschwerter gegen DOlche Kampf brachte war klar im Vorteil.

Bevor sie wiederkam, nutzte ich etwas von meiner freien Zeit um mit Amani zu telefonieren. Am liebsten wäre ich gefahren um sie zu treffen, um sie in den Arm zu schließen, sie festzuhalten und zu trösten, um mich selbst zu trösten, um mich trösten zu lassen, aber ich konnte nicht. Keiner sonst konnte meine Arbeit hier erledigen. Dafür hatten die anderen noch Kapazität frei um auf Gedanken zu kommen, die ich in ähnlicher Form schon gehabt und wieder vergessen hatte. Samu kam auch auf die Idee mit den Geschossen, dachte aber dabei nicht an Voskow sondern an die Insel selbst. Hier war eine Kaserne, er hatte hier sienen Wehrdienst geleistet, also gab es hier auch Waffen. Er wollte welche besorgen, aber er konnte noch immer nicht richtig laufen, also musste ich ihn dazu überreden zu warten, bis Lenja wieder da war, dann würde es auch ihm besser gehen.

Wie nicht anders zu erwarten war ich auch bei ihrer Rückkehr noch mit köcheln beschäftigt und so gingen die beiden ohne mich. Allerdings waren die beiden recht lange unterwegs, was mich dazu veranlasste noch einmal bei Amani anzurufen, als ich endlich auch mit den letzten Durchgängen fertig war. Am Anfang war das Gespräch noch zweckgebunden, ich erkundigte mich über sie bei Lara nach eventuellen Bannen dieser Wesen dort, aber auch Lara konnte uns nicht weiterhelfen. Wie hätte man auch auf die Idee kommen können, das es Gespenster waren, die sich ebenfalls von Gefühlen ernährten, genau wie Geister. Völlig abwegiger Gedanke das.
Aber als das notwendige gesagt war, hörten wir einfach nicht auf zu sprechen. Ihre Stimme zu hören, in dieser Nacht, umgeben vom Isfet, nicht wissend was wir tun konnten um es zu vertreiben um es zurück in die Duat zu treiben war wie die Sonne aufgehen zu fühlen. Es gab mir Hoffnung.

Als wir dann endlich alle wieder halbwegs fit und auch ausgerüstet waren legte Lenja sich schlafen. Ich dachte zuerst ich traue meinen Augen nicht, ich meine sie musste das alles hier nicht tun, es waren nicht ihre Kinder, nicht ihre Amani. Aber sie war ein Aminte und sie wollte hier leben und als Aminte war es unsere Aufgabe dem Isfet entgegenzutreten und die Ma’at zu halten. Da gab man ihm nicht noch eine Nacht zusätzlich Zeit um sich auszubreiten um seinen Machenschaften nachzugehen.
Ich meine ich musste ihr zustimmen, wir waren nciht wirklich gut vorbereitet. Ich hatte noch zwei Dosen Salbe übrig, und die beiden hatten jede Menge Waffen angeschleppt aber eine vernünftige Vorbereitung hätte anders ausgesehen. Aber seien wir ehrlich, wir hatten keine Zeit und auch am nächsten Tag hätte unsere Vorbereitung nicht wesentlich besser ausgesehen. Wohingegen sich die gut 20 Apepnu sicher auf unsere Ankunft hätten vorbereiten können. Wir mussten das jetzt machen. Im Notfall auch ohne Lenja, als nächtliche Sonne, war sie kaum geeignet für ein solches Kommandounternehmen, obwohl sie sonst wohl tausend mal hilfreicher gewesen wäre als ich. Die Vereinigung mit ihrem Tem-Akh musste sie schwer getroffen haben, sonst würde sie sich auch nicht immer so widerspenstig zeigen was unser Erbe anging.
Irgendwie schafften Samu und ich es dann doch sie dazu zu bewegen mitzukommen.
Über die ganze Aufregung hatten wir dann aber vergessen, den Trank zu erneuern und als wir gerade auf die ersten Wesen trafen, die das Uboot bewachten, mussten wir uns wieder zurückziehen. Ohne die Fähigkeit zu sehen, hatte das alles wenig Sinn. Bei den ersten Apepnu die sich uns entgegenstellten handelte es sich um kleine leuchtende fliegende Wesen, aber wer wusste schon wie sie in ihrer Ebene aussahen, die Spinne war auch nur ein Schatten gewesen.

Wir flohen also vor den kleinen leuchtenden Schmetterlingswesen die zunächst außer Niesreiz nichts gegen uns in der Hand hatten, durchforsteten Teestube und Labor nach noch mehr von dem Ekelzeug und nötigten Lenja davon zu trinken. Diesmal konnte sie es bei sich behalten, aber wir ließen ihr auch kaum eine andere Wahl. Trotzdem musste ich ihr zustimmen was diesen Trunk anging, der Lebenszauber des Osiris konnte aab und an eine ziemliche Qual sein.

Dann stiegen wir wieder die Böschung hinab um uns dem Uboot zu nähern. Anders als von mir vermutet war es nciht untergetaucht. Lenja und Samu hatten recht, es handelte sich um ein Ausstellungsstück, am Ufer für Touristen aufgestellt. Ich meine nicht, dass ich ihren Worten nicht geglaubt hätte, es war nur so, dass ich einfach davon ausgegangen war, dass es sich unter Wasser befände und die beiden mich eine ganze Weile in dem Glauben gelassen hatten.

Wieder stellten sich uns diese Glühwürmer in den Weg,kleine, leuchtende Geflügelte Wesen. Samu wehrte das erste ab in dem er es mit den Händen zerklatschte, wie eine Fliege. Aber durch sein Klatschen fiel nicht nur die die er erwischt hatte zu Boden, das Geräusch nahm auch noch zwei weitere mit. Das musste ich überprüfen. Auch mein Klatschen streckte zwei der Kreaturen nieder. Ich hielt sie für soetwas wie eine Alarmanlage oder eine Makierung, so lange sie in der Nähe waren konnte man uns auch aus der Ferne gut sehen.
Da wir schon das zweite Mal anrückten würde man sowieso nicht mehr wirklich überrascht sein, also sollten wir lieber gründlich vorgehen. Mit einem schnellen Beifallklatschen, wie für eine Bauchtänzerin, einen Fakir oder einen Schlangenbeschwörer löschte ich auch die Lebenslichter der anderen aus.
Irgendwie taten sie mir ein wenig leid, wir wussten nicht, was sie wollten, wer sie waren, ob sie Feinde waren. Sie sahen eigentlich nicht wie Apepnu aus, aber der Schein konnte trügen, auch Schönheit konnte sich am Leid anderer Laben. Heute Nacht gab es keine Gnade, nciht für die, die zwischen mir und dem Ende des Leidens meiner Kinder standen. NIcht für die, die Amani diese wunderbare Ankunft beschert hatten.

Im Uboot wurden wir bereits erwartet, von einer Frau, die sich irgendwie über uns erhaben hielt und einem kleinen Mann, der viel zu viel Unsinn redete. Es schien geradezu eine Kunstform zu sein, mir auf meine Fragen zu antworten, ohne mir auf meine Fragen zu antworten.
Die Frau erntete eine ganze Salve aus der Maschinenpistole die Samu dabei hatte und der Goblin einen Schuss aus der Pistole die man mir überlassen hatte, heute Nacht wurde nicht lange gefackelt. Die Lage war ernst, ich war bereit zu reden, zu verhandeln, aber wer uns nicht ernst nahm, dem musste man irgendwie verklickern, dass wir nicht zum Spaß hier waren.
Trotz einer heftig blutenden Bauchwunde schien er nicht zu vernünftiger Rede fähig, hier brauchten wir Hilfe von jemandem der ihn vielleicht verstand, vielleicht von Lara. Gegen den Mann der auftauchte und Lenja bedrohte und auch diese seltsame Frau konnten wir kaum etwas ausrichten. Jedes Mal wenn wir sie trafen verschwanden sie eine Weile, nur um kurz darauf unversehrt wieder aufzutauchen. Fast so wie ein Gespenst das mit unserer Welt kollidierte, für kurze Zeit ephemerell wurde, in dieser Zeit durch Wände gehen konnte und sich erst danach wieder verfestigte. Aber ich hatte mich so auf Geister versteift, dass mir die Gespenster nciht in den Sinn kamen.
Die Frau schlugen wir in die Schlucht, aber der Mann verspottete uns nur, wir konnten seine Armee nicht sehen, weil sie vermutlich in der Duat, in den Landen der Toten stand. Schließlich zogen wir uns unverrichteter Dinge, aber mit dem ausführenden organ hinter der seltsamen ISfet-Ausweitung zu Samu zurück. Dieser ging nocheinmal zur Spinne, die er vor dem Mann schützen wollte, der jetzt einen neuen Handlanger benötigte. Er war erfolgreich und vertrieb den Mann. Vielleicht bis zur Fresserin?
Ich kümmerte mich erstmal um die Wunden des Goblins, er sollte uns nicht wegsterben, bis wir noch ein paar Informationen aus ihm herausgequetscht hatten und Lenja ging nach Hause. Sie wollte nicht mit einem Feind unter einem Dach schlafen.
Oft würde ich das sicher auch nicht tun.

Und dann geschah etwas mit dem ich so nciht gerechnet hatte. Die Sonne ging auf.
Es wurde nicht nur einfach Tag und hell, wie sonst hier in Helsinki, warm wurde es ja sowieso nie.
Aber die Mesektet, die Barke der Millionen kehrte aus den zwölf Stunden der Nacht zurück und wir konnten Ras Atem spüren.

Wenn ich jetzt nur hätte ruhen können. Aber es gab noch einiges zu tun, es war noch nicht durchgestanden.

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Ein neues Rudel

Tisch-Runde Samstag 10.03
Erzähler: Mandavar
Spieler: Elle (Ragabash), Kilian (Galliard), Liz (Ahroun), Lucano (Theurg)

Ausnahmsweise ging mal alles gut und wir kamen ungeschoren an Elles Haus an. Naja eigentlich dme Haus ihrer Eltern, aber was mich betraf war es Elles Haus. Wen interessieren schon irgendwelche Eltern, die einfach abhauen und sich von DNA verarschen lassen.
Dort verwirrte mich Elle erstmal ziemlich. Sie hatte wohl irgendwann zwischendrin bei unseren Ausflügen doch wie von mir vorgeschlagen die Sicherung der Bewegungsmelder ausgeschaltet. Mir aber nichts davon verraten, sodass wir immer weiter aus dem Fenster kletterten. Hätte nicht gedacht, dass ich sie damals schon so verdorben hatte, hihi.
Naja. Ich bin der Kilian. Von einem Bewegungsmelder würde ich micht nicht aufhalten lassen. Ich suchte mir einfach einen Stein, sah scharf hin und warf dann den Stein mit vollem Karacho gegen den Melder. Mit einem Krachen war das mit dem Licht erledigt.
Irgendwie hohl. Kein Licht aber dafür Lärm?
Und dann gab es gleich noch mehr Lärm. Scheiß Kieselsteine auf dem Anbau sowas unnützes. Und dann musste wir irgendwie durchs Fenster. Mein Gott war das kompliziert wenn man nicht vorher schonmal rausgekommen war.
Man könnte fast Mitleid mit Einbrechern haben. Gemeinsam kamen wir auf die Idee Schwachstellen im Fenster auszunutzen und mit ein Bischen Druck hier und da gelang es uns das Fenster zu öffnen ohne es einzuschlagen.

Wir stiegen ein, Elle packte unsere Sachen und ich sah erst nach ihren Eltern. Die schliefen schon wie Steine. Rabeneltern. Nichtmal drei Tage war es her, dass die Elle k.o. gegangen war und die schliefen da einfach so rum. Frechheit.
Dafür störten sie uns jetzt nicht.
Unten gab es auch keine Meldungen über Elle, oder ihren Zustand. DNA hielt sich bedeckt. Nicht so was mich anging. Ich hatte durch einen Einbruchversuch angeblich Elles Leben weiter gefährdet.
Ja sicher. Einbruchversuch. Bei den ganzen Wachleuten und Hunden? Bullshit. Wem wollten die das eigentlich erzählen?
Wenn Elles Eltern das auch glaubten, dann mussten die echt ihren Verstand irgendwie bei der Vererbung an Elle abgegeben haben oder so. Aber so ganz passte das auch nicht, die war definitiv mehr als doppelt so clever.
Trotzdem wollte sie keinen Abschiedsbrief schreiben.
Versteh ich nicht. Einfach weg sein war ungefähr das schäbigste was man machen konnte. Dann musste man für immer warten ob vielleicht doch nochmal wer wiederkam. Wie Mama. Voll scheiße. Scheiß Karsten.
Immerhin konnte ich sie davon überzeugen später, wenn wir erstmal in Sicherheit waren nen Brief zu schreiben.

Durchs Fenster konnten wir mit dem ganzen Gepack nicht. Zu meinem eigenen Zeug trug ich noch ne Tasche von Elle und sie hatte auch Rucksack, Tasche und Riesenteddybär. Wo kam der denn her? Den hatte ich irgendwie noch nie gesehen.
Durch das Fenster konnten wir auf jedenfall so nicht. Aber jetzt waren wir ja auch drinnen. Also raus mit der Sicherung und dann raus durch die Vordertür.
Wir waren noch nicht besonders weit gelaufen. als die ganze Scheiße wieder von vorne losging.
Kaum hatten wir die Füße auf den Bordstein an der Straße vor Elles Grundstück gesetzt wurden die Scheinwerfer eines Vans angeworfen. Schwarz, ominös, DNA-mäßig.
Fuck.
Elle und ich rannten sofort los und der Van fuhr uns hinterher. An der Straße zu bleiben hatte keinen Sinn. Elle bog ab durch die Vorgärten und ich folgte ihr. Kein Plan wolang, aber Elle kannte sich hier aus.
Türen knallten und schwere Schritte begannen uns zu folgen. Ein Blick über die Schulter zeigte mir zwei Männer, eher zwei Gorillas, aber Gorillas trugen keine Anzüge. Ich dachte nicht lange nach, mit dem ganzen Gepäck konnten wir nicht entkommen. Wir mussten es loswerden, am besten offensiv.
Elle hätte den Bären werfen müssen, aber das ging nicht, sie wollte ihn unbedingt behalten. Also schleuderte ich die Tasche. Ich vollführte mitten im Lauf eine Drehung, nahm schwung und war sie dem Vorderen Mann volle Kanne gegen die Beine.
Er stolperte nicht nur, sondern stürzte auch gleich, leider nur auf den Rasen. Aber der andere stürzte dann über seinen Freund.
Hier wird nicht über meine Wurfgeschosse gesprungen Arschloch.
Bis sie wieder aufgestanden waren hatten wir etwas Zeit. Wir rannten noch ein paar Meter weiter, versteckten uns dann abe rund warteten ab, bis sie aufgaben uns zu suchen.
Ouh, erstmal in Sicherheit. Warum beschatteten die auch das Haus. Hoffentlich taten sie Elles Eltern nichts an.

Ich war so froh, das wir DNA nochmal entkommen konnten, dass ich nicht mehr ordentlich auf meine Umgebung achtete. Da war ein Autogeräusch, aber bevor ich realisieren konnte , was es bedeutete hatte es mich schon erwischt. Wir waren auf der Straße gewesen.
Voll das Hindernis.
Es krachte und ich wurde über den Asphalt geschleudert. Schmerzen. Überall. Kacke.
Sofort konnte ich merken, wie meine Muskeln ächtzten, meine Knochen sich verformen wollten und meine Nägel begannen sich in meine Handballen und Schuhe zu bohren.
Ich konzentrier mich auf Elle. Sie ist bei mir, sie will sich um mich kümmern. Ich atme ganz langsam ein und aus, versuche mich zu beruhigen. Ich darf mich jetzt hier nicht verwandeln, das hilft doch keinem weiter.
Geschafft. Ich bleibe normal, muss kein wütendes Ungetüm werden.
Es dauerte eine Weile. Mit jeder Sekunde die verging ging es mir ein wenig besser, vor allem weil ich neben all den Schmerzen immer mehr davon mitbekam wie ELle für mich da war. Immer wenn es mir schlecht ging, wenn ich pilzverseucht war oder von einem Auo überfahren wurde war sie für mich da.
Wenn es dir mal schlecht geht, du wieder von DNA entführt wirst oder so, dann bin ich auch für dich da. Versprochen.
Elle konnte den Kerl dazu bringen nicht die Polizei zu rufen, wäre irgendwie blöde gewesen mit einem wegen DNA Polizeilich gesuchtem Kilian. Er wollte uns sogar an irgend nem Motel Richtung Flughafen absetzen, damit wir was hatten wo wir die Nacht verbringen konnten, aber erst musste er noch einer Freundin helfen.
Wegen der war er so schnell unterwegs gewesen und hatte nicht gemerkt, dass wir über die Straße gingen. Von mir aus. Wir wollten ins Motel, weil man da Zeit rumbringen konnte, wenn wir uns mit dem Auto bewegten, konnte man uns wenigstens nicht so gut riechen.
Ich ließ mich in den Sitz sinken und lehnte mich gegen Elle. Obwohl die meisten Knochen wieder ordentlich zusammengewachsen waren und auch keine Schürfwunden mehr zu sehen war, unter der zerfetzten Kleidung, schmerzte meine Seite ziemlich. Die Bisswunde des Hörnervieh war wieder aufgerissen, irgendwie wurde ich die nicht los.

Ziemlich ruppig hielten wir an. Hoffentlich hatten wir nicht schon wieder jemanden überfahren. Elle meinte ich solle mal schauen, also öffnete ich meine Augenlieder wieder, irgendwie ging das mit dem heilen besser, wenn man so ähnlich war als würde man schlafen.
Als ich wieder ganz beisammen war, war Elle schon längst ausgestiegen und ich folgte ihr.
Vor dem Auto fand ich ein Schlachtfeld vor. Überall lagen teile von Menschen verstreut, keines größer als ein Aufnäher. Voll das Hindernis.
Ein paar Meter weiter konnte man ein Auto am Straßenrand sehen und in der Ferne noch eins. Naja, das eine war nicht mehr wirklich ein Auto, dass sah viel mehr so aus wie die Wand an der sich der Leif so richtig ausgetobt hatte. Und wo wir schon bei Wölfen waren, da lagen zwei nackte Leute mitten in dem Dreck den sie da wohl veranstaltet hatten.
Elle kümmerte sich gleich um die Frau und ich wollte den Kerl wecken, der ein ziemlich haariger Genosse war, beinahe wie ein Neandertaler. Aber irgendwas stimmte mit dem nicht. Als ich ihn weckte verwandelte er sich sofort in seine Hundegestalt. Ich dachte wir wären Werwölfe, der aber war ein Werhusky. Mit ziemlich blauen Augen, daher nannte ich ihn von nun an Blauauge.
Ich versuchte ihn dazu zu bewegen sich in einen Menschen zu verwandeln, damit er mit uns sprechen konnte, aber erstmal bekam ich das nicht hin und als es dann doch klappte, interessierte es ihn einfach nicht. Elle zeigte das ganze mit der Verwandlung dieser Liz mit den rotweißen Haaren die das ganze ziemlich cool hinnahm. Fast so cool wie ich, nur das das bei mir damals von der kalten Umgebungstemperatur und der Nacht in den Bayous herrührte.

Irgendwie erklärte sie den beiden, dass wir auf der Flucht vor anderen Wölfen waren und jetzt hier weg mussten. Eigentlich wollten wir den Fahrer, ziemlich verdattert von dme Gemetzel und irgendwie komisch seid ich mich verwandelt hatte, hier stehen lassen. Aber Liz war wohl mit ihm befreundet und bestand darauf ihn zu Hause abzusetzen, also machten wir es so. Danach fuhren wir zu Liz, die eine kleine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus hatte. Keine so noble Gegend wie Elle, mehr so wie bei mir zu Hause, naja noch nicht ganz.
Oben in der Wohnung versuchte ich weiter Blauauge irgendwie beizubringen sich in einen Menschen zu verwandeln, damit wir endlich vernünftig kommunizieren könnten, aber so einfach war das nicht. Es schien sich bei dem Kerl auf jeden Fall nicht um einen Menschen zu handeln der sich in einen Hund verwandelte, eher andersherum. Aber blöde war er trotzdem nicht. Als ich ihm gezeigt hatte wie man eine Dose Raviolis öffnete, was ich nächstes mal auf alle Fälle nicht in einem Raum mit Teppichboden machen werde, hat er sich doch tatsächlich für die nächste Dose in einen Menschen verwandelt, sie geöffnet auf den Boden gekippt und dann als Hund aufgeschleckt. Ich hab mich weggerollt vor lachen.
Dadurch hab ich wohl für den Rest des Abends vergessen, dass wir auf der Flucht waren und mich eigentlich ganz gut gefühlt.
Elle war hier und für einen kleinen Moment schienen wir in Sicherheit zu sein. Zwar vermisste ich Kaitlyn ein bisschen und Leif würde wohl niemals jemand ersetzen können, aber die beiden hier waren auf jeden Fall angenehme Zeitgenossen.
Jetzt war schon nichts mehr da, aber wir hatten immer noch Hunger, also bestellten wir uns Pizza, sogar eine für Blauauge. Der kannte Pizza auch schon, denn er war als erstes unten an der Haustür und hat die irgendwie auch aufbekommen. Noch bevor Elle oder ich da waren und eine Chance hatten einzugreifen hatte er sich auch schon auf den Pizzaboten gestürzt, ihm die Pizza entrissen und begonnen sich drüber herzumachen.
Ich entschädigte und entschuldigte mich mehr als ne millionen Mal bei dem Pizzaboten für den dreisten Blauauge. Dadurch kam ich aber leider nicht an die Pizza. Als Mensch mit dem Wolf käbbeln ging einfach gar nicht. Deswegen musste ich Elle zur Hilfe rufen. Als Wolf konnte sie es wenigstens ein bisschen mit Blauauge aufnehmen und ich konnte noch genug von der Pizza retten. Genug um nicht vor Hunger wieder aufzuwachen, aber satt wäre auch irgendwie anders gewesen. Ich hatte vorher schon immer gerne und gut gegessen, aber der Hunger jetzt war noch mal ne Nummer krasser. Morgen früh musste ich mich mir auf jeden Fall irgend ne Portion Frühstück reinschieben und zwar ne Große. Vom Auto überfahren zu werden machte ziemlich hungrig.
Blauauge rollte sich als erster auf dem Bett zusammen, ich folgte bald. Dann kuschelte sich Elle an mich und ich legte mit einem zufriedenen Seufzer meinen Arm um sie. Eigentlich war mir mehr nach Schwanz wedeln, aber das wäre in meiner aktuellen Form nicht so ganz angebracht gewesen und zum verwandeln war ich viel zu müde.
Liz wollte wohl erst woanders schlafen, gesellte sich dann aber doch zu uns. War irgendwie gemütlicher als ein einzelnes Bett für jeden.
Gut das sie die Ausziehdoppelcoutch hatte. Elle und ich schliefen in einer Hälfte, Blauauge irgendwie am Fußbett und Liz auf der anderen.

Das Frühstück am nächsten morgen lies nicht nur auf sich warten, wir mussten es sogar selbst holen, dafür konnte ich aber auf ausreichende Mengen achten. Mein Magen war so leer als hätt ich ne Woche nix gegessen. Voll das Hindernis.
Elle und ich hatten im Stillen beschlossen, dass wir die beiden anderen nicht den verrückten Werwölfen überlassen konnten und wollten sie mitnehmen nach Deutschland. Für Liz schien das irgendwie kein Problem zu sein, als ob sie sowieso nichts hatte, was sie irgendwie hier, an ihre Heimat band. Keine Eltern, keine Freunde, irgendwie komisch. Naja so viel gab es bei mir eigentlich auch nicht. Wenn ich meine Mama wegnahm, dann blieb nicht wirklich was übrig.
Wesentlich schwieriger war es dem Wolf begreiflich zu machen, dass es für uns zu kompliziert war ihn in Wolfsgestalt mit nach Deutschland zu nehmen.

Überhaupt war das ziemlich verschärft mit dem sprechen zu können. Das ging auch nur wenn man das unbedingt wollte aber da nicht so richtig dran dachte sondern einfach was sagte, irgendwie aus dem Bauch heraus. Werwolf sein scheint außer mit Kopf abreißen auch so einiges mit Bauchgefühl zu tun zu haben. Auf jeden Fall konnten wir ihm begreiflich machen, das wir ihm morgen Klamotten besorgen mussten und das wir dann nach Deutschland flögen, dass er selbst dann noch nen Ausweis bräuchte haben wir irgendwie vergessen. Dafür dass er sich die ganze Zeit geweigert hatte seine Menschengestalt anzunehmen, war er dann ganz schön eitel und so musste ich ihm erstmal zeigen wie man sich kämmt und rasiert. Wir hatten leider nur einen Damenbeinrasierer oder sowas, sodass es für das Gesicht bei ner Scheere und nem kurzen Stoppelbart blieb. Der hatte aber auch viele Haare der Kerl, alle so Richtung rotbraun wie die komischen Flecken um seine Augen in der Huskygestalt. Das biss sich irgendwie und betonte die nochmal besser.

Am Nachmittag ging es dann zum Flughafen, wir waren früh dran, zumindest für unseren Flug weil wir ja auch noch irgendwie mehr Tickets brauchten. Aber wir kamen nie dazu uns Gedanken über die Tickets zu machen, oder über Blauauges fehlende Papiere.
In der Eingangshalle des Flughafen standen sie. Jede Menge große, böse Scheißwölfe.
Thore war da und Summer, und noch ein paar andere, die ich nicht erkennen konnte, so schnell wie ich mich umgedreht hatte.
Elle rief nur wir sollten rennen und schon düste sie ab. Die anderen wussten aus unseren Erzählungen, dass wir jetzt in der Scheiße steckten und taten es ihr gleich. Ich musste nen Moment nachdenken. Sie hatte die ganze Zeit auf den Teddy geachtet und ihn nie weggelassen, obwohl ich den schon längst für zu unpraktisch befunden hatte. Hier war ne Stadt und ich war in der Stadt bestimmt besser als die Wölfe in Menschengestalt, ich übte beinahe jeden Tag durch eine Stadt zu laufen und Hindernisse zu nehmen. Während ich losrannte packte ich den Teddy am Arm. Und von jetzt an galt, über Geländer und über Stein, aber brich dir kein Bein und blos nicht in ner geraden Linie laufen.

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Klassentreffen

TS-Runde Montag 19.02.12
Erzähler: Clawdeen
Spieler: Celestin (stinkend reicher Mentalist), Bolle (Automechaniker und Hühne), HaJü (Chemielehrer), Frank (Polizist und Zombielarper)

Mittwoch, 10. März 2010
So wie der Tag begonnen hatte so endete er auch. Nach einer erfolgreichen Cowboy-Celestinaufführung, die mir gleich sogar Aussichten auf weitere Auftritte brachte, lernte ich dann aber doch noch etwas neues. Leider nichts über das kleine Wesen in meinem Aquarium, aber mit der Aussicht auf weitere Cowgirlauftritte von Mariel konnte mich das Eldorado nicht das fürchten lehren.

Donnerstag, 11. März 2010
Nacht alleine unten im Keller verbracht, dass stinkt. Aber meine neue Untermieterin war mir noch immer nicht ganz geheuer und da war mir eine Sicherheitstür zwischen ihr und meinem schlafenden Leib doch lieber als keine. Zumindest bis wir irgendwann, hoffentlich möglichst bald, einen Weg fanden miteinander zu kommunizieren. Ich hatte kein Problem mit ihr, würde auch für nette Inneneinrichtung und Verköstigung sorgen, aber das mit dem Morden, darüber musstne wir noch sprechen.
Bis jetzt konnte von Kommunikation kaum die Reden sein, den Zettel hatte sie ignoriert, meinen Bleistift angefressen. Aber meine Fütterungsversuche schienen erfolgsversprechender zu sein, zwar mochte sie keine Weintrauben, aber die Krabbe hatte sie sich geschnappt und verzerrt. Immerhin, die hatte ich ja auch extra für sie von Lilly mitbringen lassen.
Ja. Lilly war auch nicht mehr die, die sie mal war. Überfiel sie mich doch plötzlich mit einem Interview für die Zeitung Aquagirl. Ich hatte nicht einmal die Zeit, mir noch ein paar Informationen durchzuschauen und von Lilly gabs auch keine zum Termin dazu, na das konnte ja was werden.
Ziemlich pünktlich klingelte es dann an der Tür, nur kurz vorher waren die Snacks und Erfrischungsgetränke angekommen, die ich eiligst noch bestellt hatte.
Vielleicht, hatte ich mit denen daneben gegriffen, ich hatte doch irgendwie mit älteren Menschen gerechnet, nicht mit zwei so … überaus jungen Damen, wie sie da vor meiner Tür standen.

Einen kurzen Moment zögerte ich, aber entschied mich dann doch gegen den sonst klassischen Handkuss wie ihn eine jede Dame, abgesehen von Lilly, die mein Haus betreten wollte, über sich ergehen lassen musste. Statt dessen zeigte ich mich von einer anderen Seite höflich und nahm den beiden ihre Jacken ab. Die eine war ziemlich klein und hatte weiße, leicht pinke Haare die sie irgendwie zerzaust trug. Erinnerte mich an eine Löwenmähne, bis auf das Löwinnen keine Mähnen hatten. Vermutlich war sie deswegen auch so grimmig und stürzte sich gleich mit der Kamera auf meine Aquarien. Musste vermutlich ihre Komplexe irgendwie abbauen, die anderen Löwinnen ohne Mähne ließen soch ein Aussehen sicherlich nicht ungestraft. Hilde Adams, gewogen, gemessen und für zu grimmig empfunden.
Etwas ganz anderes war da das junge hoffentlich Fräulein Tresta, Lucy mit Vornamen. Es hatte schonmal bessere Vornamen gegeben und auch das Tragen eines Kostüms sollte sie lieber Lilly überlassen, aber ihre braunen Augen und ihre blasse Haut umrahmt von braunen leicht lockigen Haaren faszinierte mich irgendwie.
Viel mehr als die Fragen die sie mir zu den Aquarien stellte. Einen kurzen Moment lang wollte ich die Augen verdrehen und die ihren aufgeben, egal wie hübsch sie waren, aber sie fing gar nicht mit der ganzen Süßwasseraquarienkiste an, sondern erläuterte mir lediglich, dass sie wegen denen wenig Ahnung von Salzwasserauqarien hatte. Na um so besser, ich nämlich auch nicht.
Ich versuchte mich geschickt um die persönlicheren Fragen herumuwinden und einen guten Eindruck zu machen, damit wir uns später noch einmal wiedertreffen konnten. Und meine Anstrengungen wurden belohnt. Sie wollte noch mehr zu meinem Lebenslauf wissen, und war bereit sich dazu von mir zu einem Abendessen einladen zu lassen. Zu zweit und nicht mitten am Tag. Nicht das ich etwas gegen zu dritt und bei Tageslicht gehabt hätte, aber so umwerfend waren sicherlich weder ich, noch diese Hilde.

Dann musste ich schon packen und düste eben rüber um Mariel abzuholen und dann nach Leipzig.
Manchmal stand ich kurz davor ein Auto zu kaufne in das auch Gepäck passte oder mehr als zwei Personen, aber dann benutzte ich meines auf einer deutschen Autobahn und wusste sogleich wieder warum ich auf beides verzichtete.
Die beiden Vorstellungen verliefen gut, ich verkaufte einige DVDs und auch Bücher, nahm einige Bestellungen auf und lies es mir abgesehen von diesen lästigen Nebensächlichkeiten reichlich gut gehen.
Es gab hervorragendes Essen, unsere Unterbringung kam beinahe meiner eigenen gleich, neine eigentlich übertraf sie sie sogar, weil ich mich nicht vor meiner Meerjungdäumelinin verstecken musste und wesentlich angenehmere Gesellschaft im Bett bei mir hatte, als in dem klapprigen Reisebett unten im Keller.
Das bedeutete zwar auch schon wieder Wellness und Spa, das hatten wir am Sonntag erst gehabt, aber vermutlich verschaffte mir das etwas mehr Zeit in der kommenden Woche, nicht nur für neue Bekanntschaften mit gewissen Lucys, ich würde mich auch mal wieder bei ein paar alten Freunden sehen lassen müssen.

Freitag, 12. März 2010
Wenn man vom Teufel sprach. Auf der Rückfahrt von Leipzig, die wir erst recht spät antraten, naja eigentlich auch nicht viel später als ich sonst so aufstand, erreichte mich eine Mitteilung von Lilly. Klassentreffen, heute Abend.
Na das konnte ja was werden. Erst wollte ich überhaupt nicht fahren, aber dann viel mir ein, dass die Alternative ein überdrehter Bildhauer war, den ich mit Mariel ertragen musste, die wahrscheinlich noch hellauf begeistert wäre jemanden so was auch immerigen mal kennen zu lernen.
Dann doch lieber ein Klassentreffen mit einem Haufen Idioten die mich nicht interessieren und die ich hoffentlich auch nicht interessiere. Wobei, vielleicht gab es ja die ein oder andere…
Erstmal brachte ich Mariel nach Hause und dann ging es zu mir. Lilly hatte noch irgendwelchen Papierkram zu erledigen, aber den sollte sie auf Montag verschieben. Ich wollte jetzt lieber die Videos durchsehen, vor allem nachdem sie so gut gewesen war, die Kamera während meines kleinen Aquagirl-Lucy-Besuches kurz zu verstecken und später wieder aufzubauen. Einfach unbezahlbar die liebe Frau Schwartz.
Es war kaum etwas zu sehen, nur einmal kam meine kleine UNtermieterin aus ihrem Stein hervor um die Krabbe zu fressen, so viel zur Kommunikation.
Lilly glaubte noch immer nicht so recht an unsere Meerjungdäumelinin, dachte das wären nur von mir finanzierte Montagen oder soetwas, hielt sich aber an die Sache mit dem Buch und hatte sogar weitergeschrieben. Na sowas?
Schlummerte da etwa eine kleine Autorin?
Sie wollte heute eher Schluss machen, hatte eine Verabredung fürs Kino und zum Essen, die sie sicherlich verdient hatte.
Mit mehr als nur ein wenig Neid auf das Abendprogramm verabschiedete ich sie nach unserer allwöchentlichen Partie auf der Fechtbahn. Mitlerweile war ich mir sicher, dass sie sich absichtlich schlecht anstellte um sich darüber zu muckieren, was für eine Schufterei das hier bei mir doch war.

Danach nahm ich eine Dusche, machte mich fertig und fuhr mit Mariel zu dieser Ausstellung.
Gott sei dank erkannte sie im Laufe der ersten Stunde dann doch, was ich schon in den ersten zwei Minuten erkannt hatte. Dieser ich will den Namen hier nicht niederschreiben, war nichts als eine aufgeblasene, heiße Luft versprühende, ach lassen wir das.
Als auch nach einer Stunde sonst keine für Mariel oder mich interessanten Gäste auftauchten, zogen wir uns zurück, gingen noch gemütlich zusammen Essen, bevor ich sie um kurz nach Acht verlies um auf dieses Klassentreffen zu fahren. Konnte ja jetzt im Nachhinein schlecht zugeben, dass ich nur dorthin wollte um von der Ausstellung zu entkommen.

Um etwa 20:45 traf ich dann an unserer alten Gesammtschule ein. Dauerte ne Weile bis ich mich zurecht gefunden hatte, aber da nur noch wenig vom Schulgebäude zu so später Stunde erleuchtet war, dauerte es nicht lange bis ich die Feierlichkeiten aufgespürrt hatte. Bei der nicht vorhandenen Geräuschkulisse wohl eher die Trauerfeier. An der Tür wurde ich von unserem altem Vertrauenslehrer begrüßt, der mich nichtmal erkannte. Dämlicher Chemieheini, naja die Haare waren wohl etwas gewachsen seit unserer letzten Begegnung und auch die Kleidung und der Gehstock waren neu.
Wie üblich erntete ich so einiges an neugierigen Blicken als man mich bemerkte. Aber bei den Gedanken an Chemie regte sich etwas in mir. Eventuelle hübsche Damen mussten bis später warten bevor ich ihnen mit meiner Aufmerksamkeit schmeicheln konnte. Widerwillig blieb ich erstmal bei unserem Hans-Jürgen stehen, irgendwie war das ungwohnt. Ein Herr Arnold war da wesentlich vertrauter. Auf jeden Fall wollte ich ihn Fragen ob er das Wasser meines Aquariums mal untersuchen könnte. Es wäre sicherlich gut zu wissen, ob es das Wasser war, was einen umbrachte oder doch der Bewohner. Wie schon mit der Weintraube während des Interviews war es auch hier nicht ganz einfach eine halbwegs plausible Begründung hervorzubringen, aber wie das bei Fachdeppen so ist, war er hellauf begeistert wenn ihn jemand auf seine Kenntnisse und Fertigkeiten ansprach. Ich ließ Minute um MInute aufgeregten Chemiegeplappers über mich ergehen und hoffte, dass ich die Entnahme eines ganzen Liters aus dem Aquarium überleben würde. Lilly musste auf jeden Fall dabei sein und mir Rückendeckung geben.
Als dann die letzten qualvollen Sekunden endlich überstanden waren und ich mich weiblicheren Besuchern unseres Klassentreffens widmen wollte stürzte eine von ihnen bestürzt heraus. Einen kurzen Moment zögern. Nein, zu mager und so war mit der heute ehe nichts mehr anzufangen.
Also über lies ich die edle-Ritter-Masche unserem HaJü, ob der überhaupt etwas damit anzufangen wusste?
Leider war es dann auch gleich um den Rest der Damenwelt geschehen. Lydia und Agnes zogen sich auf die Toilette zurück, natürlich zu zweit, Ms. Ich weiß alles Sieglinde die jetzt Sekretärin war, haha, ich könnte wetten die hatte nichtmal halb so viel drauf wie Lilly, musste noch wem in den Arsch kriechen. Lydia hatte jetzt vier Kinder und hatte vorhin stolz die Fotos präsentiert. Mädchen, wofür hat denn die Wissenschaft Kondome und Pillen und all die anderen feinen Dinge erfunden? Sicher nicht um vier Kinder zu zeugen oder zu gebähren.

Also blieb mir nichts anderes übrig, als mich zu meiner Unterhaltung mit den Herren der Schöpfung abzugeben, ich entschied mich für Bolle, bei dem konnte man sich wenigstens sicher sein, dass er ehrlich meinte was er sagte.
Aber zu viel Unterhaltung kamen wir nicht. Er wollte keine Bohle trinken, meinte er könne nicht aufhören wenn er erst einmal trank und hätte sich dann nicht mehr im Griff. Aber dafür trank man doch überhaupt erst zu viel oder nicht? Naja, wenn man es einfach so mit einem Gorillamännchen aufnehmen konnte, dann musste man wahrscheinlich vorsichtiger sein. Dabei hatte ich doch nur nett sein wollen, einfach so, als Ausnahme.
Mehr als ein du hast doch mal einen Jackpot gewonnen bekam ich nicht dafür und warum ich denn nicht weg gezogen wäre?
Ja verdammt ich hab den Jackpot gewonnen. Weil ich ein Gewinner bin und immer bekomme was ich will.
Ich hab nicht nur den Jackpot gewonnen, meine Shows kommen gut an, meine Bücher verkaufen sich nciht nur hier sondern auch Englischsprachig ziemlich gut und nachher würde ich dir mal zeigen, wie ich auch heute Abend noch eine Frau gewann. So. Nicht wegziehen am Arsch. Hast du mal mein Haus gesehen? Wer würde denn da wegziehen. Zieh du doch weg du, du Gorilla.
Denn es gab auch Dinge die ich verloren hatte. Dinge die mehr Wert waren als mein Haus, als mein Konto und als die Zinsen die ich jeden Monat bekam.
Dinge wie die See.
Dämliches kleines Wortspiel, aber anders konnte ich es mir kaum eingestehen.

Zum Glück ertönte ein weiterer Schrei, sodass wir nicht noch mehr Zeit miteinander verbringen mussten. Frank stürzte als erster aus dem Raum, war der nicht damals mit dieser Marina zusammengewesen? Wo war sie eigentlich, ich dachte sie hätte damals ganz gut ausgesehen.
Bolle und ich folgten etwas langsamer, aber als ich im Flur ankam traute ich meinen Augen kaum.
Lydia lag böuchlings auf dem Boden, nicht dass diese Pose nicht sehr gut zu ihrem früheren Lebensstil gepasst hätte, aber der gewaltige irgendwie goldmetallern aussehende Schleimhaufen der sich da langsam über sie schob und sich bereit machte sie wie eine Amöbe aufzunehmen und zu verdauen wirkte irgendwie abturnend. Phygozytose nannte man das glaub ich, aber Biologie war ja nicht anwesend, nur Chemie.
Frank, Bolle, und Herr Chemie machten sich sofort daran Lydia aus dem goldenen Schleim zu ziehen. Schien nicht sehr ätzend zu sein, zumindest schienen ihre Füße trotz des Tauziehens noch weitesgehend intakt. Es dauerte eine Weile, bis die drei sie befreien konnte, der Schleim war wohl stärker als unser Gorilla samt Verstärkung. Ich versuchte zunächst mit meinem Gehstock nach den Tentakeln zu schlagen, aber damit hatte ich kaum Erfolg, als ich dann den Anweisungen Arnolds folgte, für die Bolle wohl irgendwie zu dumm war zeigte dass auch nicht den gewünschten Effekt, obwohl ich mich verdammt nochmal anstrengte. Der gloreiche Retter sein machte sich immer gut. Aber wie schon in der Schule ereigneten sich nur Katastrophen wenn man versuchte zu tun was ein Lehrer sagte. Statt den Lamettablob irgendwie zu beeindrucken sorgte ich eher dafür, dass niemand mehr sehen konnte wo Lydia aufhörte und der Blob anfing, lies zu allem Unglück noch den Löscher mitten in den Schaum fallen und meinen Stab hatte ich auch nicht mehr.
So viel zum Retter oder Ritter, das konnte ich mir wohl abschminken für heute.

Irgendwie schafften die anderen es dann doch Lydia zu befreien, nur damit Bolle den Tentakeln in die Falle gehen konnte. Doch die Ablenkung nutzte ich um sie in Sicherheit zu bringen, wenn ich gegen das Viech selbst schon nichts ausrichten konnte. Während ich noch mit Lydia beschäftigt war, nein nicht so, kamen einige Leute die Treppe hoch gelaufen und begannen aus vollen Rohren zu feuern.

Ich hatte in den letzten fünf Jahren schon so einiges an Geschichten gehört, mir so einiges vorgestellt ausgedacht und niedergeschrieben. Das Lametta-Tentakelwesen war daher auf meiner Interessantheitsskalla nicht sehr hoch gestiegen. So etwas taugte vielleicht für billige Actionfilme, aber was meine Bücher anging, da brauchte ich antropomorphere Antagonisten. Mehr soetwas wie Meerjungdäumelininnen, jemand mit Verstand. Hirnlose und dazu noch überaus unästhetische Monster konnte nun wirklich keiner gebrauchen, das würde ncihtmal reichen um ein Kapitel zu füllen und selbst damit würde ich mich noch lächerlich machen.
Wer da allerdings die Treppe hochkam stieg in meiner Interessantheitsskala sofort auf Platz, lasst mich kurz nachdenken, 9 von 10. Die 10 war reserviert.
Es handelte sich um die beiden Aquagirls von gestern Mittag mit männlicher Begleitung. Hoffentlich nur was das ghostbustern anging.
Aus vollen Rohren feuernd beharkten sie das Wesen, welches nun von uns ablies und begann auf sie zuzukriechen. Wie in guten Actionfilmen oder Computerspielen, ja als ich jünger war und noch nicht wusste was die Realität zu bieten hatte, wichen sie langsam zurück und deckten es mit einem wahren Hagel aus Kugeln ein. Ich eilte an dem Monster vorbei, hob unterwegs meinen Stab auf und wollte sie im Nahkampf verteidigen damit sie weiter schießen könnten.
Allerdings kam das Wesen nicht mehr dazu noch einmal mit den Tentakeln nach jemandem zu greifen.
Die Löwin verdrückte sich, aber überlies ihre Pistole Frank, der wohl Polizist war. Hans-Jürgen war der erste Streich, doch Frank folgte sogleich. Ob ich von dem wohl mehr über meine Meerjungfrau erfahren konnte?

Auf jeden Fall war es, als hätte jemand einen Schalter umgelegt und der Schleimhaufen wurde von den nächsten Kugeln mit denen Frank, Lucy und hoffentlich nicht Lucys Freund in Fetzen gerissen bis nichts mehr überblieb als ein Haufen Dreck am Boden. Von dem Mr. Chemie natürlich sofort ein paar Proben nehmen musste. Das klingt vielleicht abfällig, aber ich hätte es auch getan, wenn ich nicht gewusst hätte, dass er es sowieso nicht lassen könnte.
Also beschäftigte ich mich lieber mit jemandem, von dem man einiges mehr lernen konnte als von dem Dreck auf dem Boden, Aquagirl Lucy. Es schien ihr peinlich zu sein, als ich sie darauf ansprach und mit meinen Vermutungen die beiden wären nciht nur wegen des Interviews bei mir gewesen konnte sie nicht sehr viel anfangen. Das Abendessen aber stand noch, also vielleicht doch nicht der Freund?
Der kümmerte sich jetzt sowieso erstmal um Lydia, gemeinsam mit der Minilöwin. Da musste ich das grimmig entschlossene Gesicht wenigstens nicht ertragen. Schade, dass das Wesen dann doch so schnell den Geist aufgegeben hatte, womit sie wohl zurückgekommen wäre? Vielleicht einer Geisterfalle oder soetwas? Wie hießen die DInger noch die man dafür brauchte? Protonenstrahler?
An der Pistole zumindest war irgendwas besonderes, oder zumindest an der Munition und nur mit viel Mühe konnten wir Frank dazu überreden sie zurückzugeben, die Munition, die Pistole wollte er erst einmal sicherheitsverwahren. Scheiß Polizei.
Immerhin bestellte er Pizza für alle, damit Lucy uns alles erklären konnte.
Ich änderte meine Bestellung in einen Salat, zweimal Abendessen direkt hintereinander musste nicht sein.

Und dann lauschte ich gebannt Lucys Worten, während ich angestrengd versuchte ihre braunen Augen und Haare nicht zu offen anzustarren. Gutaussehende Monsterjägerinnen sollten verboten werden.

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Buch II, Akt I: Infiziert

Tisch-Runde Freitag 09.03.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri-Krieger), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Svetlana (Tzimisce Koldun), Viktor (Lasombra)

Noch bevor Sorin die Versammlung verlassen konnte, tauchte Maximilian auf. Er war schwer verletzt von einer Auseinandersetzung mit den Assamiten und wies Verätzungen durch deren kaustisches Blut am ganzen Körper auf.
Er wies den Ahnenret darauf hin, dass es in den Slums weitere Morde gegeben hatte und eine Krankheit sich Epidemieartig ausbreitete.

Nach kurzer Beratschlagung beschlossen sowohl Reynaud als auch Adonai sich die erkrankten näher anzusehen. Während Reynaud sein medizinisches Wissen nutzte und mit Maximilians Hilfe mehrere verwundete untersuchte, um sich danach noch in der Bücherei umzusehen, verschaffte sich Adonai eher gewaltsam Zugang zu einem Haus tief in den Slums. Dort setzte er sein Auge ein um die Lebenskraft eines erkrankten Mädchens zu beurteilen und kam so wie auch Reynaud und Melissa zu dem Schluss, dass es sich um eine Influenza handeln musste.

Am nächsten Tag wollten sie sich zur Mitte der Nacht erneut mit Sorin treffen.
Nach und nach trafen alle in Durgas Herrschersitz, dem Waisenhaus ein. Nur Svetlana und Sorin ließen auf sich warten.
Doch dies war nicht der einzige Grund warum die Versammlung erst verspätet stattfand.
Durga hatte am Tag zuvor besuch von den Zwillingen Sascha und Olga aus Balgrad gehabt und erfahren, dass man für ein ganz bestimmtes Ritual kein Blutsband haben durfte. Nun wolte sie von Reynaud wissen, ob er ein Mittel kannte um sich von Blutsbanden zu befreien. Außer dem Tod des Herrn und viel Zeit wusste er nur, dass es eventuell eine weietere Möglichkeit gab.
Aber um diese herauszufinden verlangte er eine stattliche Belohnung, um die Durga natürlich feilschen musste. Die beiden brauchten etwa zwei Stunden um sich auf 50 Flaschen Blutwein zu einigen.

Adonai und Melissa vertrieben sich die Zeit schweigend und vor sich hinstarrend. Bis Melissa schließlich den Raum verlies und kurz bevor auch Reynaud und Durga wieder eintraten mit Srin zurückkehrte. DIeser war gerade dabei gewesen einen Sterblichen in ein Abbild Caesars zu formen und hatte darüber die Zeit vergessen.
Viktor erwähnte noch kurz, dass er einen Räuber in den Slums gestellt hatte und ihn den Wachen übergeben hatte, bevor das Thema auf Svetlana kam, die noch immer verschwunden war. Eigentlich hätte sie ihre Tochter an der Burg absetzen und schon längst wieder hier sein müssen.
Sorin rückte nach und nach damit heraus, das wohl Shukaris ebenfalls auf ihrer Burg war und sie deswegen wohl in Schwierigkeiten war. Er wollte sich aber auf keinen Fall mit ihm anlegen und lehnte jeden Vorschlag einzugreifen, Hilfe zu leisten oder sonst irgendwie mit dem ehemaligem Inconnu in Berührung zu treten grundsätzlich ab.

Die anderen Waren erst unschlüssig, aber Durga hatte noch ein Hühnchen mit Shukaris zu rupfen und Melissa wollte ihre Schwester nicht alleine lassen, weswegen dann doch alle am nächsten Abend aufbrachen und zu Svetlanas Burg reisten.
Das Tor wurde versperrt von Shukaris, dem es ziemliche gal war, was der Klüngel von ihm wollte, und dass Durga ihre Abmachung für beendet erklärte.
Darüber, dass niemand Adonai darüber aufgeklärt hatte, dass die Schlange die diesen vergiftet hatte von ihm stammte und dass er es auch selbst nicht erraten hatte, amüsierte er sich dann aber doch.
Zum Abschied ließ er alle hilflos mit ansehen, wie er Durgas und Melissas Herzen stahl und sie der jeweils anderen in die Brust pflanzte. Würde eine von beiden sterben, war es um beide geschehen.
Dann verschwand er und lies sie in die Burg eindringen, wo sie Svetlana in ihrem Tronsal fanden, alle ihre Szlachte lagen erschlagen zu Füßen ihres Trones.

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Buch II, Akt I: Assamiten & Eine Einladung von Markov

Tisch-Runde Freitag 24.02.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri-Krieger), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Svetlana (Tzimisce Koldun), Viktor (Lasombra)

Vor zwei Nächten erst, hatten sie die fremden Vampire gestellt, in der letzten Nacht konnten sie der blutigen Mörderin habhaft werden, doch noch immer kehrte keen Ruhe ein, in Kronstadt.
Die Sonne war noch nicht lange vom Himmel verschwunden, als eine völlig aufgebrachte Magdalena in die Domäne des Prinzen platzte und vor Assamiten warnte.
Der Schrecken der mit den Türken reiste hatte Kronstadt erreicht.
Die Assamiten hatten Jaris ermordert, aber sie handelten nicht in eigenem Auftrag, sie wurden von Rabakti erpresst, die ein gewisses Alamut an die westlichen Vampire verraten wollte, solten sie nicht gehorchen.
Sie überreichte ihnen ein gefährliches Gift, in Form einer Schlange, und eine Kanope, in der sich Durgas Herz befand, damit sie besser mit den Kainiten der Stadt fertig werden konnten.
Sie sollten jeden einzelnen aus Rache für Constantine, Saron und Jean umbringen und wurden dafür mit jahrtausende altem Blut und der entsprechenden Seele bezahlt.
Kaum hatte sie die Nachrichten überbracht, verschwand sie auch schon wieder, sie wollte nach ihrem Kind Florenz sehen.

Der restliche Ahnenrat, abzüglich Maximilians, der sich wohl ebenfalls versteckte, beratschlagte sich kurz, machte sich dann aber auf um die Assamiten zu jagen.
Sie wollten sich dazu Magdalenas Hilfe versichern, da diese die Dunkle Gabe des Sehens sehr weit entwickelt hatte, aber als sie in der Bücherei ankamen, war sie bereits untergetaucht.
Auf ihren Streifzügen durch die Stadt entdeckte Adonai die Assamiten schließlich, sie lagen im Hinterhalt um die Kainiten zu überfallen. Reynaud entfesselte ein Feuer, das sein Ziel leider verfehlte und dann nicht nur die Assamiten in die Flucht schlug sondern auch die Kainiten Krostadts selbst.

Als sich alle wieder gesammelt hatten und man sicher war, dass die Bürger das Feuer unter Kontrolle hatten, wollten sie sich zu DUrgas Domäne zurückziehen, wurden unterwegs aber mehrfach von den Assamiten attackiert.
Diese hatten ihre Gegner untersschätzt, sie wurde durch Rabakti zur Eile angetrieben und konnten nicht so umsichtig vorgehen, wie sie es sonst vielleicht getan hätten.
Ihre Hast endete schließlich in ihre Untergang, der erste wurde durch Reynaud empor gehoben und konnte so nicht fliehen, woraufhin er von Adonai und Melissa außer Gefecht gesetzt wurde, ein weiterer wurde durch einen gezielten Schwerthieb Adonais in Starre getrieben und der dritte verendete auf Sorins Klinge, die er aus einer Windböe auftauchend von hinten durch den Assamiten bohrte.

Sorin Markov wollte nicht nur ein persönliches Bündnis mit dem Klüngel seiner Töchter schließen, er wollte sie auch einladen an einer Versammlung der Machthaber Transylvaniens teilzunehmen, auf der man beratschlagen wollte, wie man den Türken und Assamiten zu begegnen dachte.
Einige der Voivoden hatten laut Sorin beschlossen Dracula, den Pfähler zu einem der ihren zu machen.
Der Ahnenrat nahm die Einladung an und erklärte sich sogar dazu bereit Dracula zu Markovs neuem Schloss zu geleiten, endlich hatten sie die Gelegenheit wieder auf Reisen zu gehen, gerade Durga blickte dem gern entgegen.
Auch ein Bündnis um den uralten Vampirglyphen die sie einst gefunden hatten weiter zu entschlüsseln und gegen Erdgebundene und in die Hölle verbannte Dämonen vorzugehen waren sie bereit zu schließen.

Und so hatten sie noch 5 Tage um sich vorzubereiten, bis Sorin sie mit dem Wind nach Hermanstadt bringen würde.

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