Die Nacht der Wölfin, Teil 6

TS-Runde Montag 12.03
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adriano, Charly, Ciprian, Daniel, Mortima

Donnerstag, 02.06. Dreiviertelmond

Gerade sind alle Garou in der Lobby des Krankenhauses zusammen gekommen als auch schon Taylors Handy klingelt. Sven ist gleich am Bahnhof und wartet darauf abgeholt zu werden. Eigentlich wollte er erst später kommen, aber die Ereignisse des Morgens veranlassten ihn dazu, sofort zu seinem Rudel zurückzukehren.
Die anderen gehen nach draußen in den Park, damit sie sich ein wenig unterhalten können ohne von übermäßig vielen Menschen belauscht zu werden.
Die Kölner wollen mehr über die beiden neuen Werwölfe erfahren und lernen, auch von Marie, vom Fall der weißen Heuler und das ihre ehemalige Stammesheimat Schottland nun den Tänzern der Schwarzen Spirale gehörte, wie sich die verdorbenen Heuler nun nannten. Daher hate Mortima bis jetzt noch keine anderen Garou getroffen, die nicht wahnsinnig oder wilde Bestien oder beides waren und die ihm nicht an die Gurgel wollten. Das erklärte auch warum er erstmal bei den anderen blieb, es galt nicht nur mehr zu lernen, zum ersten Mal war er nicht mehr allein auf der Welt sondern konnte in der Nähe anderer Wölfe sein.
Ciprian war gezielter nach Köln gekommen, er wollte einem Phönix dienen und hatte irgendwie gespürt, dass es hier einen Phönix gab.

Während ihrer Unterhaltungen kamen sie irgendwie auf Ciprians Hunde, Anubis und Osiris zu sprechen, die sie seit dem Dom nicht mehr gesehen hatten. Der Dom, an dem es vor SEK-Männern und Hundefängern nur so wimmelte. Entsetzen ergriff Ciprian und die ein oder andere Sorgenträne rann über seine Wange.
Sie hinterließen nur schnell eine Nachricht für Taylor an der Rezeption und machten sich dann auf um nicht nur die Hunde sondern auch andere beim Umbrareisen verlorene Gegenstände zurückzuholen.
Am Dom herrschte der übliche Betrieb.
Von der Panik am Morgen und den Ordnungshütern fehlte jede Spur, oder vielleicht doch nicht?
Adriano meinte dort einen Mann und eine Frau zu erkennen, die sie irgendwie auffällig unaufällig beobachtete.
Und was war mit dieser Punkerin die Charly mit den Worten „Nicht schon wieder“ begrüßte und sofort berichten konnte, dass die Hundefänger keine Hunde abtransportiert hatten?
Mortima bekam all dies nicht mit, er stürmte sofort in den Dom bis ganz nach oben, aber seine Ausrüstung blieb verschwunden.
Auch Ciprians lautstarke Rufe, für die er mehr als nur einen seltsamen Blick erntete blieben unbeantwortet.
Doch dann meldete sich Agrippina. Sie hatte nicht nur die Hunde, auch die Ausrüstungsgegenstände in Sicherheit gebracht.
Sie wollte sich bei den Wölfen einschmeicheln und gutstellen, war an einem Nichtangriffspakt interessiert. Sie half ihnen sogar den Todesgürtel zu überwinden, als es Adriano trotz der Nähe zum mächtigsten Tor der Stadt nicht gelingen wollte seitwärts zu gehen. Aber es war ja auch mitten am Tag.

Als der Phönix einen klagenden Schmerzensschrei ausstieß musste Charly sich abstützen und auch Adriano wäre ohne Maries Hilfe sicher gestürzt. Die Bande ihres Rudels waren fort. Dies konnte nur eine Bedeutung haben. Sven und Taylor waren zu Gaia gegangen. Sie fackelten nicht lange, wechselten diesmal mit den Hunde erneut zurück in die materielle Ebene und stürmten Richtung Bahnhof.
Auf dem Gleis konnten sie Taylors und Svens Spur ausmachen und ihr bis zum Parkplatz folgen, wo sie sich in einen alles überwältigenden Geruch frischen Blutes verwandelte.
Versteckt zwischen den Reihen der parkenden Autos lehnten Sven und Taylor an Taylor’s neuem Auto, als würden sie sich ausruhen. Allerdings mit aufgeschlitzter Kehle und Einschusslöchern in Brust und Kopf.
Die Überlebenden schafften die Leichen in Taylors Auto und Charly fuhr es begleitet von Ciprian in den Königsforst, an Darzels Hügel wollten sie sich alle wiedertreffen.

Marie die wenig begeistet davon war sich schon wieder zu trennen, begleitete natürlich Adriano und Mortimer ins Krankenhaus.
Zielstrebig suchten sie die Pathologie und Katias Leiche auf. Doch dann wussten sie niciht genau, was sie mit ihr anfangen sollten.
Es war unmöglich hier zwischen den Welten zu gehen und dann kam noch hinzu, dass man Katia kaum bewegen konnte.
Schließlich einigten sie sich darauf, sich noch weiter aufzuteilen. Marie verfügte über Gaben, die ihr helfen würden unentdeckt mit der Leiche bis zum Königsforst zu kommen und Mortima und Adriano sollten einfach dorthin laufen.

Als sie endlich ankamen waren Charly und Ciprian bereits tief in Darzels Finsternis, gerade am Wachhaus auf der Mitte der Brücke zu seiner Festung. Dort hatte ein seltsam aussehendes, nachtschwarzes Harpyenwesen zunächst den Weg versperren wollen, erschauderte dann aber und gab den Weg frei.
Von hier an mussten sie dann die Leichen nicht mehr über den Boden schleifen, unter der Führung einer Sidhe-Ritterin trugen vier gewaltige Trolle zwei Bahren auf denen Taylor und Sven ruhten durch die Finsternis. Enge Pfade schlängelten sich an den Stalagtitenförmigen Türmen der Stadt hinab, bis sie in einen großen Sall kamen, wo die Bahren auf Altären abgestellt wurden.
Die Fae verließen den Raum und überließen ihn den Garou, nicht ohne ihnen kostbare Totengewänder, Öle und alles was sie sonst noch brauchten um die Toten zu reinigen und auf ihre Bestattung vorzubereiten zu hinterlassen.
Adriano kümmerte sich um Taylor und Sven und zog sich dann mit den anderen zurück damit Charly sich in Ruhe von Katia verabschieden konnte, die in der Zwischenzeit von Marie und einigen Trollen auf einem dritten Altar abgelegt worden war.

Dann war es so weit, sie trugen die drei auf einen großen Scheiterhaufen, der sich auf einer Plattform befand, die nur über einen schmalen Weg erreichbar war.
Sie bahrten die Leichen auf und steckten den Scheiterhaufen in Brand. Es war als wären sie ganz allein in der Finsternis, nur eine Hand voll Wölfe erhellt von dem Feuer das ihre gefallenen Gefährten verzehrte.
Mit einem schottisch-keltischem Trauerlied, dass er von seiner Tätigkeit als Feuerkünstler auf mittelalterlichen Spektakula kannte machte Mortima den Anfang.
Dann übernahm Charly und machte ihrem Vorzeichen und ihrer Aufgabe als Mondtänzer alle Ehre.
Ihre Worte hallte aus den tiefen der Finsternis wieder und wurden von den Fae aufgegriffen, mit Musik und Gesang ergänzt, der nicht endete bevor die Feuer nur noch glimmende Kohlen waren.

In einem kurzen Gespräch mit Darzel bedankte sich Charly für diese Gelegenheit und besiegelte einen Pakt mit dem Hexenkönig Aillils, der iihrem kleinen Bruder Schutz versprach im Austausch für ihren Zorn.
Für mehr hatten sie keine Zeit, denn Darzel wusste bereits, dass weitere Wölfe in Köln eingetroffen waren und dem Mond Trauer und Zorn entgegenheulten.
Erst als sie die Finsternis verließen konnten auch die Garou das heulen hören. Es war Solarienne die den Tod ihrer Kinder und Katias betrauerte und es war der Krieg, der ihr Vergeltung versprach.

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