Die Nacht der Wölfin, Teil 7

TS-Runde Montag 26.03
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adriano, Charly, Daniel, Mortima

Donnerstag 02.06. Dreiviertelmond

Kaum das es dämmerte sandte man Daniel via Mondbrücke zur Loreley von wo aus er ohne großartige Unterbrechung direkt weiter nach Köln reisen wollte. Zunächst sah es so aus, als ob er die ganzen 160km mit einem dreigängigen Damenrad hinter sich bringen müsste aber es war noch nicht all zu spät und so konnte er vom Bahnhof eines kleinen Städtchens mit dem Zug nach Köln fahren.

In Köln angekommen nahm er gleich Kontakt zu den Punkern auf der Platte auf und wurde an Daniela verwiesen. Die junge Frau bot ihm ohne große Umschweife Unterkunft bei sich in der WG an, die sich über einem Museum fand.
Die WG passte nicht so wirklich zu ihr, oder zu irgend jemandem. Stellenweise war sie absolut chaotisch, und an anderen Stellen sehr teuer und absolut ordentlich eingerichtet. Dort mussten sehr seltsame Menschen ein Dach teilen.
Daniela führte Daniel in ihr Zimmer und bot ihm eine Matraze und einen Schlafsack an, den er nur nach Benutzung waschen müsste. Nach einer gemeinsamen Zigarette legte er sich hin, nutzte den Schlafsack aber nur als Kopfkissen.
Daniela machte es sich auf der Fensterbank gemütlich und beobachtete noch eine Weile den Nachthimmel, zumindest bis Daniel endlich eingeschlafen war.

Als die jungen Garou Darzels Finsternis verließen machten sie sich relativ direkt auf, um sich mit Solarienne zu treffen, die um ihre Welpen heulte, bis sie eintrafen.
Doch unterwegs zögerte Marie einmal kurz. Es gäbe da etwas, was die anderen nicht über sie wüssten, eine dunkle Vergangenheit. Aber sie hätte nichts mit den grauenvollen Ereignissen der letzten Tage zu tun, sie würde bei Zeiten alles erklären, aber fürst erste müssten sie ihr einfach vertrauen.

Sie entschieden sich durch die Penumbra zu laufen und am Dom wieder zu wechseln, aber Anubis und Osiris erschwerten das Seitwärts wechseln, sodass es ihnen erstmal nicht gelang. Dies führte zu einem kleinen Zwist zwischen Charly und Agrippina, die wollte, dass die Wölfe ihr halfen die Webernetze zu beseitigen die die Spinnen deswegen anbringen würden. Charly stand dem eher feindlich gegenüber, aber Adriano erklärte sich einverstanden.
Dann half Agrippina ihnen in die materielle Ebene zu wechseln, von wo aus sie schnell Pauls Haus und Garten erreichten.

Solarienne und auch Lunas Fänge erwarteten sie bereits. Die Silberklaue zeigte sich wie erwartet empört über Maries Anwesenheit und reagierte reichlich agressiv. Adriano war kurz davor dazwischen zu gehen, aber Marie zeigte sich unterwürfig und so war die Angelegenheit für Solarienne schnell geklärt.

Sie drängte darauf Rache zu üben, an denen die ihre Kinder umgebracht hatten, die Paul so schwer verwundet hatten, dass es fraglich war ob er je wieder aufwachen würde. Was mit den anderen Rudelmitgliedern gewesen ist wusste sie noch nicht.
Kirenti hatte bereits die Fährten aufgenommen und so bereitete Kiyam eine Mondbrücke vor, an dessen Ende das erste Ziel liegen würde, das Polizeipräsidium.
Bevor alle Fänge sich in gewaltige Wolfsbestien verwandelten, dem Urshul ähnlich, aber größer noch als der Crinos, gab es eine kurze Diskussion darüber wer sie alles begleitete. Adriano und Charly wollten helfen, aber Ciprian und Mortima wollten keine Menschen morden über eine Fehde die sie nicht richtig verstanden.

Wie ein Komet schlugen die Garou im Präsidium ein und ließen keinen Stein auf dem anderen, auch kein einziger Wagen, einfach nichts blieb intakt. Dann ging es weiter, durch die Umbra zu den verschiedenen Polizisten. Manche waren zu Hause, einige schon in den Betten, andere noch mit Freunden unterwegs. Zielstrebig führte Kirenti das leicht vergrößerte Rudel von einem zum nächsten, die Wölfe sprangen aus der Penumbra, rissen das Ziel und verschwanden wieder.
Eine Nacht des Schreckens in Köln, eine Nacht in der Krieg herrschte.
Aber so schnell die Wölfe gallopieren konnten, so schnell alles begonnen hatte, so schnell war der Rachefeldzug wieder beendet.

Niemand war entkommen.

Blutverschmiert wollten sie gerade erneut von Pauls Garten aufbrechen, erst zu Charlys Bruder, dann zu Mortimas Leuten und dann zur Loreley als erneut Wolfsgeheul in Köln ertönte.
Es war Singt-das-Lunenlicht, Adrianos Mutter, die nicht am Caern hatte warten wollen.

Auch Daniel wurde von dem Heulen wieder wach und erkannte es als einen weiteren Garou. Er verabschiedete sich von Daniela, die mehr zu verstehen schien als gut für sie war und selbst auch irgendwas zu verbergen hatte. Und machte sich auf zu der Wölfin die dort heulte.
Er erreichte gerade den Park, als auch Lunas Fänge eintrafen und Solarienne ihn attackierte, sie wollte wissen wer er war, was er in Köln machte, leicht hätte er ein Feind seien können.
Er stellte sich mehr als widerwillig vor und offenbarte, dass er eine Nachricht für Charly hatte, die er ihr erst überreichte, nachdem er sich per Perso von ihrer Identität hatte überzeugen können.

Alle weiteren Gespräche wurden aber auf die Fahrt und das Abendbrot am Caern vertagt, einige sogar bis zum nächsten Tag, denn es war mitlerweile doch sehr früh geworden.

Bei den Fianna konnten sich alle den Bauch vollschlagen mit Brot und Wildschwein, und sich dann in Jurten für die Gäste zur Ruhe begeben. Mortima fühlte sich hier deutlich wohl, obgleich es ihm etwas unangenehm war, dass die anderen Fianna schon Geschichten von ihm gehört hatten, fühlte er sich hier dank ihrer Art und dank ihres Aussehens zu Hause.
Der-mit-dem-Hirsch-rennt war heimgekehrt und hatte endlich zu dem Stamm in den ihn ein Geist des Totems persönlich aufegenommen hatte gefunden.

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