Der Berliner Elefant

TS-Runde Montag 02.04.12
Erzähler: Clawdeen
Spieler: Celestin (stinkend reicher Mentalist), Bolle (Automechaniker und Hühne), HaJü (Chemielehrer), Frank (Polizist und Zombielarper)
Plus 2 Solositzungen mit Clawdeen

Freitag 12. März

So spannend waren ihre Worte dann leider doch nicht, dafür war sie umso umwerfender, wenn sie ein Stück Pizza abbiss, kaute und herunterschluckte.
Wäre ich doch nur schon alleine mit ihr gewesen, die anderen befanden sich noch in der Phase des vielleicht nicht Glaubens, in der Phase, in der sie die Verrücktheit der Welt anzweifelten.
Ich, ich hab ne Zahl gefunden und die Zahl hat mich zum Gewinner gemacht. Ich hab mit Leuten gesprochen, die mir ziemlich unglaubwürdige Gespenstergeschichten erzählten und ich habe Bücher daraus gemacht, weil es irgendwie Spaß machte. Weil ich andere daran teilhaben lassen wollte, aber zu behaupten es gäbe Gespenster.
Naja, ich war wohl schon exzentrisch genug.
Zwischen den größtenteils langweilig bis nervigen Fragen meiner ehemaligen Mitschüler und meines Lehrers konnte ich auch ein paar interessante mogeln.
Mir ging es da eher um meine Mini-Arielle.
Ich musste dem kleinen Frauchen unendlich dankbar sein, sie hatte mir bewiesen, dass an den Gespenstergeschichten mehr als Einbildung dran war.
Sie hatte dazu geführt, dass ich die Aquagirl-Leute kennen lernte und damit Lucy.
Ein ähnliches Gespräch wie jetzt hätte es vielleicht auch etwas später, auf andere Art und Weise geben können und vor allem ohne dieses „Da muss es doch eine Regierungsbehörde für geben“- Geplapper.

Jetzt zu den Top-Nachrichten. Lucy, Hilde und der Kerl arbeiteten nicht nur zu dritt, in Berlin gabs noch ein paar mehr von denen, mit einer kleinen Filiale und sie hatten eine Precog. ESP. Außerdem schnappte ich sowas wie Lernen im Zusammenhang mit deren Precog auf. Bingo.
Gewinner und jetzt hatte ich den Hauptgewinn.
Danke, kleine Meerjungfrau, das werd ich dir niemals vergessen.
Auch schien Lucy nicht mit dem anderen Kerl, der sich gemeinsam mit Hilde um die Weiber kümmerte, zusammen zu sein oder so.
Dann wurde noch geputzt. Hilde und HaJü erwarteten sowas wie, dass ich mit aufräumte. Mal ernsthaft, Leute, für sowas gibt es Putzfrauen. Wenn ihr hier rumballert und den Wackelsteinpudding überall verteilt und das dann nachts wegmachen wollt, dann ist das euer Problem. Hättet ihr gewartet, hätte ich für morgen früh ne Reinigung organisiert. Naja, nicht mein Problem. Auf jeden Fall tat es gut, der grummeligen Löwenfrau beim Putzen zuzusehen und aus ihrer Reaktion wusste ich, dass ich verstanden wurde.
Wäre sie irgendwie nicht da gewesen, oder hätte noch was anderes zu tun gehabt und Lucy hätte alleine putzen müssen, wäre der ganze Sachverhalt natürlich ein anderer gewesen. Also erst mal warten. Dann schlug ich ihr vor, sie nach Hause zu fahren, was sie erst mit den anderen beiden absprechen musste, bevor sie einwilligte.

HaJü drückte ich noch eine Visitenkarte in die Hand, damit wenigstens der eine, der sich nicht total dämlich angestellt hatte, was die ganze Angelegenheit betraf, mit mir Kontakt aufnehmen konnte, falls er mal Redebedarf hatte oder sowas.
Außerdem wollte ich mich ja noch wegen des Wassers bei ihm melden, von daher schadete es sicher nicht, wenn er auch die Möglichkeit hatte, sich bei mir zu melden. Auch hier wurde wieder erwartet, dass ich da blieb, um – keine Ahnung – das Buffet wegzuräumen. Stümper.
Ich fuhr lieber Lucy nach Hause, viel interessanter. Außerdem konnte ich so noch ein wenig privat mit ihr sprechen und unser gemeinsames Abendessen auf den morgigen Abend legen.
An der Tür zu dem Haus, in dem sich ihre Wohnung befand, trennten wir uns, ohne Umarmung und Kuss oder dergleichen. Sehr schade, hätte gerne gekostet.
Die Chance, ihre Wohnung zu sehen hab ich aber vertan, indem ich ihr meine Not um einen Schlafplatz offenbarte, gleichzeitig aber auch noch mein Bedürfnis nach Luxus zum Ausdruck brachte. Verspielt. Da müsste ich das nächste Mal vorsichtiger sein.

Wieder im Auto überlegte ich, welches Hotel ich nehmen würde und entschied mich für Hotel Mariel. Sie war nur gerade so eben noch wach, aber ich war auch schon ziemlich müde, daher hätte ich mit einer putzmunteren Mariel nichts mehr anfangen können.
So kuschelten wir uns nur zusammen in ihr Bett und schliefen dann auch schon ein.
Am nächsten Morgen ließen wir es uns erst mal gut gehen, nicht nur, was das von mir bestellte Frühstück und die gemeinsame Dusche anging. Dann verabschiedete ich mich recht zügig, hatte heute noch so einiges vor, und von dem meisten musste Mariel nichts wissen, da es Punkte beinhaltete wie Lucy einen Bikini zu kaufen, damit sie heute Abend mit mir in den Pool steigen konnte, mit ihr um 20 Uhr essen zu gehen und auch, mir einen als Gehstock getarnten Rapier anfertigen zu lassen.

Die Mitte sollte sich als am schwierigsten erweisen, derlei Klingenwaffen waren in Deutschland verboten und daher wollte der Schmied mir keine verkaufen. Ob ich irgendwie auf legalem Weg daran kam, wusste er auch nicht, da würde ich dann wohl den Frank mal fragen müssen. Irgendwozu musste so ein nerviger Polizist ja auch gut sein. So wie Bolle. Der wollte für mich, auf eine Bitte hin, Ausschau nach einem gebrauchten VW-Bus halten. Entweder würde ich in Zukunft öfter mal mit dem Lehrer und meinen ehemaligen Klassenkameraden unterwegs sein oder mit Lucys Leuten. Wie dem auch sei, sah ich Zeiten auf mich zukommen, in denen lediglich ein weiterer Sitzplatz nicht ausreichen würde. Hatte mich am Donnerstag schon geärgert, dass ich nicht Lilly und Mariel hatte mitnehmen können. Beim Verkauf der DVDs und Bücher hätte mir Lilly sicher gut zur Hand gehen können.
Manchmal wunderte ich mich, warum ich das alles überhaupt mache, aber dann denke ich schnell an Fluch der Karibik: „Nimm was du kriegen kannst und gib nichts wieder zurück!“

Samstag, 13. März

Pünktlich um 19:55 Uhr hielt ich unten an der Straße, wartete und gab dann per Telefon Bescheid, dass ich da war.
Ich führte sie zu einem Chinesen aus und aß ein bisschen von allem, aber insgesamt nicht zu viel, mit vollem Magen würde aus meinen restlichen Plänen für den Abend nichts werden. Zu allem gab es für mich ein Radler und für Lucy Weißwein. Ich sollte mir vielleicht neben dem VW-Bus noch ein weiteres Auto samt Chauffeur zulegen, damit ich auch trinken konnte.
Bei mir angekommen ging es auf stillen Sohlen, ohne Schuhe, ins Wohnzimmer, um uns an die Meerjungfrau anzuschleichen. Das wäre sicherlich nicht nötig gewesen, denn als sie uns erblickte, kam sie von allein heraus und begrüßte Lucy, oder doch mich, ich war mir nicht ganz sicher.
Auf jeden Fall schien sie um einiges zutraulicher zu werden.
Ich wollte Lucy demonstrieren, wie sie eine Krabbe fraß, aber sie machte sich große Sorgen um unsere Sicherheit.
Die Meerjungfrau hatte nämlich nicht nur meinen Aquarienputzer auf dem Gewissen, sondern auch noch zwei weitere Personen in Berlin und in Templin. Vermutlich nicht meine, aber insgesamt schienen diese Wesen recht mordlüstern zu sein.
Schade. Hoffentlich behielt meine ihre guten Manieren bei, ich hätte sie gerne in angemessenem Maße für die Veränderungen, die sich in meinem Leben nach und nach einstellten, belohnt.
Mit meiner Antwort hatte sie definitiv nicht gerechnet, aber trotzdem begleitete Lucy mich in den Keller, wo ich sie zu meiner Fechtbahn und den Spinden führte. Nicht nur das Anlegen der Ausrüstung, um die Nixe zu füttern gefiel ihr, sie schien einem Duell nicht abgeneigt, was wiederum mich erfreute.
Etwa zwanzig Minuten später waren wir wieder oben, diesmal ganz in Weiß, mit Masken aus Drahtgeflecht, um unsere Köpfe zu schützen.
Ich kam mir ein bisschen dämlich vor. Die Nixe hatte mich bis jetzt nicht angegriffen und ich glaubte nicht, dass sie dies noch tun würde, aber um Lucy zu beruhigen und vor allem sie in dem Anzug zu sehen, war mir ein bisschen Albernheit ganz recht.

Diesmal stand eine Krabbe auf dem Speiseplan, ein Stück Rinderfilet und Banane. Rinderfilet mochte sie lieber als die Krabbe und verputzte es blitzschnell, ziemlich beeindruckend für ihre Größe. Ein Schwarm von denen würde auch dem Ruf von Piranhas alle Ehre machen.
Am interessantesten war ihr Verhalten bezüglich der Banane. Ihr schien die Konsistenz zu gefallen und sie setzte sich nicht nur auf die Scheibe, sondern rieb sich auch damit ein, bis sie über und über beschmiert war mit Bananenmatsch. Ziemlich gute Idee, die würd ich später mit Lucy mal aufgreifen.
Die Nixe riss sich auch ein paar Stückchen von der Banane ab um diese zu probieren, aber es schien nicht ihren Geschmack zu treffen.
Definitiv Fleischfresser.

Lucy beunruhigte das zutrauliche Verhalten meiner Nixe mir gegenüber ein wenig, aber ich genoss es. Sie meinte vielleicht wäre es eine Masche um näher an mich ran zu kommen, um mich kalt zu machen. Mit Maschen kannte ich mich aus, die der Nixe gefiel mir ganz gut, trotzdem werd ich den Teufel tun und ihr die Gelegenheit geben, meine bloße Haut zu berühren, auch auf die Zange würde ich nicht verzichten. Lieber kein Körperkontakt mit der 5cm großen Nixe und dafür nicht mit ner Lunge voller Wasser auf dem Boden liegen. Irgendwie unheimlich, dass so ein kleines zierliches Ding mit dem Tod in Verbindung stehen soll, so gefährlich sein sollte.
Auf der anderen Seite gab es auch irgendwelches Giftgetier, Fische, Spinnen, Wanzen, die so übel sind, dass ein Stich ein Todesurteil war. Dann doch lieber kleine nackte Frauen, definitiv mehr mein Stil.

Wo wir schon mal die Anzüge angelegt hatten, konnten wir auch gleich den Keller unsicher machen. Allerdings gab es heute Abend noch so viel zu tun, dass kaum mehr Zeit als für eine Runde blieb. Wie Lilly hatte sie nicht wirklich eine Chance, aber sie zeigte deutlich mehr Ehrgeiz. Vielleicht würde ich dann endlich mal einen würdigen Gegner haben, um auch meine Fähigkeiten zu trainieren. Was ich gegen den Steinschleim hatte ausrichten können, hatte mich gelinde gesagt mehr als frustriert. Aber ich hatte es im Hinterkopf gehalten. Wenn es gefährlich wurde, bräuchte ich Leute wie Frank und Bolle an meiner Seite, die sich um die körperlichen Arbeiten bei der Erforschung des Übernatürlichen kümmerten.

Dann ging es nach oben auf die Couch, die ich direkt vor dem Pool positionierte, um die Überwachungsvideos meines neuen Lieblingsaquariums zu schauen. Während wir die Videos durchschauten, ließ ich den Pool schon mal eine vernünftige Temperatur von 31° C annehmen und öffnete die Abdeckung, um meine Füße im Wasser baumeln zu lassen.
Die alten Überwachungsvideos waren nichts im Vergleich zu dem, was meine Nixe, ich sollte ihr dringend einen Namen geben, gerade abgeliefert hatte. Aber in den Aufzeichnungen von gestern bis heute Abend fanden sich noch einige interessante Szenen.
Einmal spielte sie mit der Rosine Fußball, was mich dazu veranlasste zu überlegen, ihr etwas zu spielen zu kaufen. Der Catwalk entlang der Fensterfront des Aquariums war nicht schlecht, aber am besten gefiel mir was sie mit dem Bleistift unternahm. Sie probierte ihn noch einige Male, aber da er nicht aus Fleisch bestand, begeisterte er sie weiterhin nicht wirklich. Dafür stellte sie ihn auf, rammte ihn in den Boden und hielt sich mit ausgestrecktem Arm daran fest, während sie mehr als possierlich im Kreis darum herum schritt. Noch etwas Übung und sie würde eine prima Stangentänzerin abgeben.
Alles ganz nett, aber ich hätte zu gerne mit ihr kommuniziert. Sie hätte den Bleistift besser verwenden können, um mir damit eine Nachricht zu schreiben, aber es war wohl zu viel verlangt von ihr zu erwarten, unsere Sprache zu sprechen oder gar zu schreiben. Vielleicht konnte ich irgendwann mit einem Unterwassermikrofon und entsprechendem Lautsprecher mit ihr kommunizieren.

Aber Nixen beiseite, langsam wurde es Zeit, sich der Frau neben mir zu widmen. Mit einem Bad im Pool war sie einverstanden, aber der Bikini, den ich ihr gekauft hatte, den schien sie mir irgendwie übel zu nehmen, nur um dann nackt in den Pool zu steigen. Etwas anzuziehen nur um es dann wieder auszuziehen, erschien ihr sinnlos. Schade eigentlich, eine Frau in Unterwäsche oder Bademode sah viel interessanter aus als eine nackte. Die Gedanken daran, was wohl verborgen war unter einem Hauch von Nichts, die Vorfreude des Auspackens machten das Anlegen von Stoff in meinen Augen definitiv den Aufwand wert. Trotzdem wollte sie mir den Spaß nicht gönnen.

Ich selbst war mit Hose und Hemd in den Pool gestiegen und war mir darüber im Klaren, dass es alleine ziemlich lächerlich werden würde, wenn ich versuchte, mich auszuziehen. War also auf ihre Hilfe angewiesen.

Was danach geschah, war nicht, was ich erwartet hatte. Irgendwie war ihr die Lust vergangen, so grauenvoll konnte die Vorstellung von dem, was unter meinem Hemd verborgen lag, doch gar nicht sein? Aber statt mich aus Hemd und Hose zu schälen, half sie mir nur bei dem Hemd und die Hose blieb, wo sie war. Sie entschuldigte sich und redete etwas von falschen Signalen. Ich würde sie nicht falsch nennen, nur irreführend. Welche Frau begleitete einen Mann nach dem Dinner nach Hause, gut, eine Jägerin, aber ging dann auch noch vollkommen nackt mit ihm in den Whirlpool und wollte dann weiter nichts?

Was ich noch weniger verstand waren ihre Küsse, vor allem die nach dem Rückzieher. Sie wollte nicht auf eine Liste. Ich ging einfach mal davon aus, dass sie die Liste der Frauen meinte, mit denen ich ein paar Mal im Bett war? Nicht ganz einfach, ich führte keine Listen, zumindest nicht über die Frauen, mit denen ich mal Spaß gehabt hatte. Dafür führte ich eine Liste mit Frauen, bei denen meine Küsse echte Zuneigung bedeuteten und nicht bloß Teil eines Vorspiels waren, um in Stimmung zu kommen. Eine nicht sehr lange Liste. Sie war Nummer Vier. Eins und zwei konnte man kaum zählen, sie waren noch in der Schule gewesen, als ich noch jung und unerfahren war. Nummer Drei war Oceané. Und jetzt saß ich hier mit Nummer Vier im Pool und meine Welt drehte sich im Kreis.

Wie konnte man nicht mehr wollen und dann solche Küsse geben? Wie gut ihre Küsse mir gefielen, hätte sie außerhalb des Wassers an meiner ausgebeulten Hose erkennen können. Mir schwante Übles für den Rest des Abends.

Schließlich verließen wir mein Wohzimmer samt Badeparadies, ich trocknete sie ab, half ihr in ihre Klamotten und konnte immer noch nicht fassen, dass ich ihren Rückzieher einfach so hin nahm. Ich hatte keine Sekunde darüber nachgedacht, dass es Teil eines Spiels war, dass sie vielleicht hoffte, von mir zu etwas anderem überredet oder gar verführt zu werden. Ich war ein wenig enttäuscht und ihr „Ich mag dich“ war definitiv kein Ersatz dafür, was man sonst hätte gemeinsam erleben können. Aber dieses „Ich mag dich“ war anders. Es hatte irgendwas Ehrliches. Ich konnte ihr nicht böse sein, irgendwie hatte sie mich verzaubert. Hatte mich dazu gebracht, mehr von ihr zu wollen als eine schnelle Eroberung und ein paar Nächte oder vielleicht auch Monate erfüllt von wilden, schlaflosen Nächten. Aber nicht durch ihre Verweigerung. Wenn das so einfach wäre, dann wäre ich nicht Meister Moreau und sie hätte vermutlich niemals von meinem Ruf, was Frauen anging gehört. 21-jährige Mädchen, nein, Jägerinnen sollten nicht so küssen dürfen, sollten nicht so gucken dürfen, sollten mich nicht verzaubern dürfen.

Ich geleitete sie durch den Flur zurück zum Eingang und half ihr in Schuhe und Jacke. Die ganze Zeit darauf bedacht, keine Miene zu verziehen und den Unmut meiner Geschlechtsorgane über die nicht gehaltenen Versprechen zu verbergen. Baggy Pants wären sicherlich wesentlich geeigneter dazu gewesen, mir eine angenehme Gangart zu ermöglichen, aber etwas derart Geschmackloses befand sich nicht in meinem Besitz und wäre auch nicht weniger unauffällig gewesen.

Wir mussten nicht weit fahren, übernachteten in einem Hotel in Templin. Ich hatte angerufen, als ich sie allein im Pool zurückließ, um Handtücher und neue Klamotten zu besorgen. Vorsichtig versuchte ich unsere Gespräche und Neckereien in eine Richtung zu leiten, in der ich herausfinden konnte, wie sie sich vorstellte, ja, was eigentlich? Da war ich mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz sicher, vermutlich bekam ich deswegen keine gescheitere Antwort als Weltfrieden. Mit einem Lächeln, welches mir zeigte, dass meine Frage mindestens so seltsam war wie die Models, die ihn sich sonst wünschten, komisch.

Es gab zwar noch zwei Einbettzimmer, aber nach denen stand mir definitiv nicht der Sinn. Ich war allerdings doch etwas überrascht, als in dem Zimmer nur ein Bett stand, ziemlich ehebetthaft. So hatte ich mir das nicht vorgestellt und Lucy wohl auch nicht. Zumindest benahm sie sich nicht, als ob sie eine Nacht mit mir im Bett hatte kommen sehen. Also rief ich den Zimmerservice und ließ uns eine weitere Decke bringen und ein paar Kissen. Lucy guckte mich fragend an, während ich die Kissen als Trennwand im Bett positionierte und ihr den Deckenbezug reichte, damit sie ein Nachtgewand hatte.

In den nächsten schlaflosen Stunden versuchte ich herauszufinden, was sie unter „Ich mag dich“ verstand und was das für mich bedeuten sollte, aber irgendwie kamen wir da aus zwei ganz verschiedenen Welten. Außerdem versuchte sie ihre Vorstellung davon, wie ich mich verhalten sollte, auf mich abzuwälzen. Wenn ich wüsste, was sie von mir erwartete, dann hätte ich ja wohl nicht gefragt. So blieb sie dabei nicht auf irgendwelchen Listen landen zu wollen.

Mittlerweile waren wir im Bett gelandet. Sie nackt, ich mit Shorts, nur getrennt durch die Wand aus Kissen, die ich errichtet hatte. Wie gerne hätte ich diese Wand durchbrochen, sie berührt, liebkost und geküsst, bis sie ihren Widerstand aufgegeben hätte, bis wir zusammen sein könnten. Danach wäre sie nicht auf einer Liste gelandet, ich wäre nicht meines Weges gegangen und hätte das nächste Ziel gejagt. So wie ich mich danach sehnte mit ihr zusammen zu sein, von ihr zu lernen, sie zu beobachten und vielleicht einmal gemeinsam zu jagen, so sehnte sich auch mein Körper danach, mit dem ihren zusammen zu sein. Für mich waren das zwei unterschiedliche Verlangen, die bei ihr zusammen liefen, sonst aber nicht immer Hand in Hand miteinander gingen.

Nehmen wir Lilly zum Beispiel, sie bedeutete mir ziemlich viel und ich würde beinahe alles für sie tun, aber sexuelles Verlangen war da irgendwie noch nie ein Thema gewesen. Und das sicher nicht, weil sie schlecht aussah. Mariel auf der anderen Seite war verdammt gut im Bett und als Künstlerin auch nicht ganz uninteressant, aber irgendwie war sie doch zu jung und naja, wäre sie nicht so überaus gut darin, meine Unersättlichkeit zu stillen wäre es wohl bei den paar anfänglichen, mehr als heißen Begegnungen auf diversen Partys geblieben. Lucy war kaum älter, aber ganz anders. Was sie erlebt hatte, die Jagd hatte sie gezeichnet, sie älter werden lassen, als sie aussah. So versuchte ich es zur Abwechslung mal mit der Wahrheit und versprach ihr alles, was ich geben konnte.

Wie sich das für schlaue Frauen gehörte, wollte sie wissen, was das für mich bedeutete. Gar nicht einfach zu beantworten diese Frage. Ich beugte mich zu ihr herüber, die Kissen hatte sie weggeräumt, ein Bett war ein Bett, und flüsterte ihr zu, dass es bedeutete, dass eine bestimmte Frau mein Leben bald verlassen würde. Ich wollte Platz schaffen für sie. Auch wenn ich auf sie warten müsste. Das würde ich sogar eine ganze Weile machen. Eine Weile könnte lang werden, besonders für einen Celestin. Aber das war nicht wichtig. Wenn ich etwas wirklich wollte, war ich bereit, Opfer dafür zu bringen. Ich hatte mehr werden wollen als ein Mensch, hatte in die zwischen unserer Welt verborgene Welt eintauchen wollen. Dafür hatte ich verschiedene Kontinente bereist, mich mit Abschaum abgegeben und alles geopfert, was ich früher einmal geliebt hatte. Jetzt, mehr als fünf Jahre später, stand ich kurz davor zu erreichen, was mir vorgeschwebt hatte. Hoffentlich musste ich keine fünf Jahre auf Lucy warten, sonst bräuchte ich definitiv eine Bettheizung und vielleicht ein paar Hunde oder Katzen.

Auf jeden Fall schien sie zu spüren, dass mehr an meinen Worten war als nur der Plan, mit ihr ins Bett zu steigen, Sex mit ihr zu haben und sich dann zu verdrücken. Nach dem Löschen des Lichtes und einem verdammt guten Gute-Nacht-Kuss drehte ich mich um, um zu schlafen und sie in Ruhe schlafen zu lassen. Sie aber robbte noch näher an mich heran, als sie es eben schon getan hatte, schmiegte sich an mich an und legte einen Arm um mich. Als ich ihren Oberkörper an meinem Rücken spürte, erschauerte ich kurz und griff schnell nach ihrer Hand, um mich abzulenken. Die Berührung ihrer nackten Haut auf meiner, das Wissen darum, dass es nur meine Shorts waren, die uns von einer in Schweiß gebadeten Nacht trennten, verlangte mir mehr als ein bisschen Konzentration ab. Aber ich schaffte es. Drehte mich nicht um, sondern schlief irgendwann ein, in ihrem Arm.

Sonntag, 14. März

Am nächsten Morgen gab es Brunch auf dem Zimmer, bevor wir uns fertig machten und ich sie nach Berlin fuhr, zu einer geschäftlichen Verabredung. Wir kamen wirklich aus verschiedenen Welten. Für sie war das, was wir hier teilten, irgendwie eine Vorstufe. Für mich war es weitaus seltener, als mit einer Frau das Bett zu teilen. Die meisten wachten am nächsten Morgen ohne mich auf, weil ich schon im Keller war und an meinem nächsten Buch arbeitete oder recherchierte. Auf den Morgen danach konnte ich gut und gerne verzichten.

Ich setzte sie nicht direkt am Starbucks ab, sondern eine Straße weiter und fuhr dann selber erst planlos durch die Stadt, bis ich einen Plan hatte, was ich unternehmen würde in den anderthalb Stunden die mir blieben bis zum Treffen mit Lucy und meiner Schulklasse. Wie sich das liest. Einfach lächerlich.

Ich servierte Mariel per SMS ab. Schade eigentlich. Die eine oder andere Marielnacht zwischendurch wäre sicherlich sehr entspannend geworden. Aber hier ging es um mehr als Entspannung. Natürlich wollte sie das nicht auf sich sitzen lassen. Für sie kam es aus heiterem Himmel, natürlich konnte sie es nicht verstehen, weil sie ihren Platz nicht kannte. Ich ließ mich zu einem Treffen breitschlagen, kaufte mir aber kurz vorher noch etwas Undercoverzeug und legte ihr nahe, sich von niemandem sehen zu lassen.

In einer billigen Kneipe versicherte ich ihr nicht besonders glaubhaft, aber gerade glaubhaft genug für meine Mariel, dass wir nicht mehr zusammen sein könnten, weil man mir schaden wollte, der Mord an meinem Aquarienarbeiter sei erst der Anfang gewesen. Sie wollte es nicht so recht glauben, aber ich erklärte ihr, dass die Polizei bereits mit drin steckte und ich gleich ein Treffen hätte. Dass ich nicht wollte, dass ihr etwas zustieß, dass man ihr etwas antat, um mich zu verletzen. Als sie Undercovertreffen vorschlug, brachte mich das etwas in Verlegenheit. Undercovertreffen wären sicherlich nicht schlecht gewesen. Wenn die Weile sich allzu sehr streckte, hätte ich mich heimlich mit ihr treffen und mich ausleben können.
Nein.
Weg ist weg. Es ging nicht und dabei blieb es.
Bis Mariel wütend von dannen zog.
Ob das besser war, als ihr zu sagen, dass ich eine Neue hatte? Keine Ahnung.
Mir egal.

Ich zog mich wieder um und machte mich auf den Weg, um mich mit Hajü und den beiden Deppen zu treffen. Um 16:30 Uhr, zum Glück hatte ich mit Mariel nicht wirklich lange gebraucht, sonst wäre ich vielleicht zu spät gekommen, traf ich mich dann mit HaJü, Bolle und Frank unten bei den „Ganesha Tours“, einem Reisebüro, dass den Jägern wohl als Tarnung galt. Lucy holte uns ab und führte uns nach und nach durch die verschiedenen Räumlichkeiten. Wir beide gaben uns professionell, von dem vorigen Abend konnte keiner der anderen auch nur einen Hauch ahnen.

Die Räume waren jeweils nicht besonders groß, aber von meiner Warte her ziemlich professionell eingerichtet, insofern man das für eine Gruppe von Leuten, die das Übernatürliche jagten, sagen konnte. Zuerst kamen wir in sowas wie deren Bücherei, einem Raum, der ihren Recherchen über die Zielobjekte gewidmet war. Hier arbeitete auch ein junger Mann, der für ihre Fake-Identitäten zuständig war. Ich konnte es mir nicht verkneifen, rief ihn im Raum stehend an und fragte ihn, ob er mir in meiner Aquagirl-Privatausgabe lieber mehr über Nixen schreiben könnte als über Salzwasseraquarien, was ihn zum Auflegen veranlasste.
Er verstand nicht direkt und Lucy schien wenig begeistert, als sie meinen Scherz aufklären musste.
Schade, dass es die Zeitschrift nicht wirklich gab, so eine rasende Reporterin wäre sicherlich nützlich gewesen. Für Fälle mit aquatischen Kreaturen zumindest.

Später wurden wir noch durch verschiedene weitere Räume geführt, einen Konferenzraum, einen Foto- und Filmraum, ein Physiklabor und ein Chemie- und Biologielabor. Würde mich schon ein paar Monate kosten mich entsprechend auszurüsten, aber nicht zu lange. Sollte die Leute mal fragen, ob sie Lilly spezifischere Infos schicken könnten, um einen Finanzplan auszuarbeiten.

Dann setzte mich Lucy bei Velinka ab, dem Precog der Ghanesha-Leute, und ging mit den anderen woanders hin. Hätte mir besser gefallen, wenn Lucy der Precog gewesen wäre, dann hätten wir uns das mit der Weile warten auch sparen können, weil sie gewusst hätte, das es mir ernst mit ihr war.
Vielleicht hätte sie sich dann aber auch gleich verabschiedet, weil sie einen Ausrutscher gesehen hätte? Ausrutscher? Was für ein Blödsinn. Ich hatte sie extra gefragt, was sie erwartete und von meinen Partys war keine Rede gewesen und irgendwie schien sie sich zumindest denken zu können, was da so vor sich ging. Ich fing schon an zu denken als sei ich irgendwie vergeben, grauenvoll.

Nach der Führung und einer Menge Gerede lud ich Lucy zu mir nach Hause ein. Sie schien erst unschlüssig, ob sie annehmen sollte oder nicht, aber meine Nixe gab den Ausschlag. Mir war ein Plan eingefallen wie ich vielleicht doch noch mit der kleinen Dame kommunizieren könnte. Aber dazu benötigte ich Hilfe. Ich hatte es erst mit Lilly machen wollen, aber ich wollte sie keiner Gefahr aussetzen. Lucy kannte die Gefahr und wusste, worauf sie sich einließ. Außerdem hatte ich so einen Vorwand, einen weiteren Abend mit ihr zu verbringen. Mit ihrer einzigen Bedingung war ich mehr als einverstanden: Sie um spätestens 03:00 Uhr wieder zu Hause abzusetzen, war kein Problem.

Kaum eine halbe Stunde nach unserer Abfahrt öffnete ich die Tür und führte sie ins Wohnzimmer. In der Cocktail- und Snackküche stellte ich einen kleinen Teller mit verschiedenen Happen für die Nixe zusammen. Banane, Weintraube, Krabbe und Fleisch, und für Lucy auch noch eine süße Sauce für die Krabben. Wir positionierten uns einander gegenüber seitlich vom Aquarium. Meine Nixe musste uns gut sehen können und auch die Kamera hatte alles im Blick. Die Nixe begrüßte mich wieder auf diese seltsame Art und Weise. Sie legte ihre Hände an die Scheibe und presste ihre Nase in der Mitte dagegen. Ich erwiderte den Gruß, indem ich meinen Finger gegen die Scheibe drückte, genau da, wo sie sie auch berührte. Immer darauf hoffend, dass ihr Zauber durch Berührung und nichts anderes ausgelöst wurde. Sie tat so, als würde sie meine Fingerkuppe umfassen, bis ich mich losmachte und den Schutzhandschuh anlegte.

Dann begannen wir mit dem Schauspiel. Ich zeigte auf eine Krabbe und setzte einen fragenden Gesichtsausdruck auf, zog gleichzeitig die Schultern und Arme leicht nach oben, um eine Frage zu symbolisieren. Lucy wies ich an zu nicken, falls sie es haben wollte. Deutlich und langsam, dann etwas eifriger nickte sie. Ich stippte die Krabbe in die Sauce und steckte sie ihr in den Mund. Aber nicht einfach so. Als ich meine Hand zurück zog, strich ich mit den Fingerkuppen ganz sacht über ihre Lippen. Nicht nur die Nixe sollte etwas vom heutigen Abend haben.

Ich wiederholte das Spiel mit der Weintraube und dem Bananenstück. Ich glaube, die Banane ließ sie sich nur füttern, um in den Genuss in der entsprechenden Streicheleinheit zu kommen. Was hatten diese Frauen nur alle gegen Bananen? Mit Schokolade waren die einfach prima.

Dann war meine kleine Freundin an der Reihe, mit den gleichen Gesten fragte ich sie, ob sie eine Krabbe wolle und sie nickte tatsächlich. Sie hatte verstanden. Wäre ich nicht so auf Lucys Lippen konzentriert gewesen, hätte ich mir nicht vorgestellt, wie es wäre, mit meinen Lippen und meiner Zunge zu tun, was bis jetzt nur meine Finger versprachen.

Als nächstes wollte ich ihr zeigen, wie man „Nein“ sagte, ein Wort, das ich lieber nicht in Lucys Wortschatz gewusst hätte. Aber auf Grund der geplanten Experimente wollte ich, dass meine Nixe Bescheid geben konnte, wenn es ihr zu viel wurde.

Mein Wunsch ging in Erfüllung, Lucy kannte wirklich kein „Nein“. Selbst das rohe Stück Filet ließ sie sich auf die Zunge legen. Ob ich so gut streicheln konnte? Aber auch an mir gingen die Streicheleinheiten nicht spurlos vorbei. Ein oder zwei Häppchen mehr und ich hätte mich wie ein wildes Tier auf sie gestürzt. Etwas, das man meiner Meinung nach gar nicht zu oft tun konnte.

Erst mal musste ich jetzt Nachschub holen, während Lucy noch immer auf dem Fleisch herum kaute. So zäh war das bestimmt nicht, oder besser sollte es bei diesem Preis auch im rohen Zustand nicht sein. Ich schnitt einige neue mundgerechte Stücke für Lucy, und als sie zu mir herübersah, salzte ich das eine Stück so stark, dass jedem klar sein musste, dass man es auf keinen Fall verspeisen konnte. Streicheln hin oder her. Aber irgendwie musste ich ja um die Sache mit dem wilden Tier herum kommen. Sie verstand meinen Punkt und schüttelte bei dem Salzfilet den Kopf.
Auch dies verstand meine Nixe. Nachdem sie das nächste Stück Fleisch, nicht das gesalzene, wobei es in ihrem Medium wahrscheinlich egal war, verspeist hatte, lehnte sie ein weiteres ab.

Einen solchen Stoffwechsel hätten sicherlich viele Frauen gerne gehabt, selbst ich würde mich nicht beklagen. Jeden Tag mehr als das Doppelte des eigenen Körpergewichts essen und trotzdem nicht zulegen? Das war auf jeden Fall beneidenswert.

Nach diesem erfolgreichen Experiment, bei dem die Nixe abermals darauf verzichtete, mich zu attackieren oder umzubringen, verabschiedete ich mich mit der Fingergeste von ihr und führte Lucy nach oben ins Schlafzimmer. Natürlich mit einem Teller voller Weintrauben, auf ein paar weitere Runden Lucyfütterung wollte ich nicht verzichten.

Mein Schlafzimmer kam ihr sehr befremdlich vor. Ich meine, gut, es gab kein Bett, dafür bestand der ganze Boden aus Matratzen. So fiel man immer weich und niemals aus dem Bett. Auch sonst versprach der Raum maximalen Komfort, zudem der riesige TFT an der Decke nur einen kleinen Teil beitrug. Lucy war mehr als skeptisch und wollte mir nicht glauben, wie angenehm ein solches Zimmer im Vergleich zum Hotel der letzten Nacht war. Schließlich demonstrierte ich es einfach, indem ich den Teller und die Gläser abstellte und mich einfach auf die weichen Matratzen fallen ließ. Kurz darauf folgte sie mir, wahrscheinlich noch immer nicht davon überzeugt, dass ich ihr zwar an die Wäsche wollte, mich aber durchaus beherrschen konnte. Ab und zu. Ein bisschen. Auf allen Vieren krabbelte sie näher zu mir hin, ließ sich neben mir nieder.

Mir kam irgendwie in den Sinn, sie nach ihrem Leben zu fragen. Keine Ahnung, was mich da geritten hat, Lucy leider nicht. Sie war kein Aquagirl, hatte sich aber bei der Führung so angehört, als ob sie zu den Jägern gehören würde, die neben der Monsterjagd auch noch einen richtigen Beruf hatten. Das stimmte nur so halb, sie kellnerte an zwei Tagen die Woche in einer Bowlingbar. Darauf musste ich Lilly ansetzen und dann mal da vorbeischauen. Es geht doch nichts über eine gute Überraschung.

Ich kniete jetzt über ihr, meine Arme links und rechts von ihrem Kopf, ihre Beine zwischen den meinen. Ich wollte sie nicht bedrohen, ihr immer noch die freie Wahl lassen, wann sie in den Genuss meiner Liebkosungen kam, trotzdem wurde sie irgendwie nervös. Hatte sie gar nicht nötig. Schon mit der ersten Frage, die sie mir stellte, warf sie mich völlig aus der Bahn. Sie wollte wissen, welche von den dreien, die ich ernsthaft geküsst hatte, mich noch festhielt, an welche ich gestern kurz gedacht hatte, als sie mich fragte, ob ich Frauen verstünde. Ich hatte ihr meine Geschichte sowieso erzählen wollen, aber irgendwie traf sie mich trotzdem mit der Frage. Machte mich verwundbar, nackter, als ich jemals ohne Kleidung sein könnte.

Also erzählte ich ihr davon, dass ich einst nur Bart Silverstein, ein einfacher junger Mann in ihrem Alter gewesen sei. Als ich dann den Jackpot gewann, hatte ich endlich die Möglichkeit, meinen okkulten Studien nachzugehen, wo und wie viel ich wollte. Ich erzählte ihr, wie ich darüber meine große Liebe verlor und zu Celestin Moreau wurde und dieses Haus hier designen ließ. Nicht so theatralisch wie mit 18 in den Kampf gegen ein von einem Gespenst besessenes Auto verwickelt zu werden und dabei den Freund, die erste große Liebe, zu verlieren. Irgendwie mehr so nach der selber Schuld-Nummer. Aber ich konnte nicht anders. Ich musste es tun und ich würde es wieder tun.

Während ich sprach, wusste ich schon, was als nächstes kommen würde. Sie hielt es für reichlich seltsam, hier in einem Grabmal für meine vergangene Liebe zu hausen. Aber es war kein Grabmal.
Es hatte ein Monument sein sollen um mich zu erinnern, an das, was ich verloren hatte. Aber durch den Prozess es zu entwickeln, bei seiner Geburt zuzusehen, es wachsen zu sehen und darin zu leben und zu lieben, naja, hauptsächlich die fleischliche Variante, war es zu meinem Palast geworden und ich zu Celestin Moreau. Es hatte nur noch wenig mit Oceané zu tun und ich würde nicht mein Haus aufgeben, um mit ihr abzuschließen. Glaube ich.

Irgendwie schaffte ich es dann doch, mich aus meinen Geschichten heraus zu winden und lenkte das Thema wieder auf sie. Über mich konnte man so viel lesen, gab es gar nicht viel zu wissen, aber sie war 21, hatte mir den Kopf total verdreht und ich wusste im Grunde genommen nichts von ihr.
Dies sollte sich aber nicht durch eine Erzählung ändern, sondern eine Einladung.

Sie lud mich tatsächlich ein, bei ihr zu wohnen, in einer kleinen, weitestgehend luxusfreien Wohnung irgendwo in Berlin. Und ich war wirklich neugierig genug, um zuzusagen. Allerdings stellte sie mir noch zwei Bedingungen: Ich durfte jederzeit gehen, aber wenn ich ging, dann müsste ich Lebewohl sagen. Kein Ding. Ich war ein Fan offener und klarer Absichten. Vielleicht nicht immer klarer Ansagen, wenn man so an Mariel zurückdachte, aber meine Absicht war klar. Hau ab. Die zweite Bedingung war da schwieriger. Kein Sex. Ganz pauschal. Ohne zeitliche Begrenzung, ohne Erläuterung. Ich war ziemlich kurz davor aufzustehen und zu Mariel zu fahren um ihr zu erzählen, dass die Polizei den Schuldigen gefasst hatte, keine weitere Gefahr bestand und natürlich eine Runde Versöhnungssex zu genießen. Aber vorher wollte ich genauer wissen, wie sie sich das vorstellte.

Sex war für Lucy alles, schloss sogar Zungenküsse bereits ein. Das war schwierig. Keine Partys mehr, schade. Ich konnte ihr, was das anging, nicht folgen. Sex war für mich oftmals nicht mehr als eine gute Unterhaltung, ein Schluck teurer Wein oder eine gute Zigarette. Nur eben mit Damen, mit denen man sich meistens lieber nicht unterhalten wollte. Küsse hingegen waren da anders. Die Küsse, die wir beide teilten, gingen für mich deutlich über Sex hinaus. Zumindest den Sex, wie ich ihn mit Mariel und den meisten anderen Frauen hatte.

Vielleicht war sie wirklich eine Hexe, denn ich hörte mich schon einwilligen, hatte schneller meine Sachen gepackt und weitere für den Abtransport durch Lilly bereit gelegt, als ich all die schönen Leiber an meinem inneren Auge vorbei ziehen sah, die ich in nächster Zeit nicht mehr genießen könnte. Die ich niemals wieder genießen könnte? Was war hier verdammt nochmal los? Sollte mich bei den anderen Ghanesha-Leuten vielleicht mal erkundigen, vorsichtig versteht sich, ob sie keine dahingehende Begabung aufwies.

Durch ihr Chaos von Wohnung, die ich vielleicht als Gästezimmer bezeichnet, hätte führte sie mich in ihr Schlafzimmer. In einem gnädigen Moment hatte sie sich dazu durchgerungen, mich nicht auf die Couch zu verbannen. Das Schlimme daran wäre gewesen, dass ich es vermutlich sogar mitgemacht hätte, für ein paar Nächte. Naja, wohl eher Stunden. Aber nach dem Whirlpool und der Nacht im Hotel hatte ich mir einen Platz in ihrem Bett verdient und würde nicht ihre Couch wählen. Selbst wenn das hieß, dass ich mich zusammenreißen musste, keinen Sex mit ihr zu haben.

Sie wollte ihrer neuen Liste definitiv alle Ehre machen. Nackt im Whirlpool, nackt im Bett und das alles ohne Sex. Das war wie für immer die Luft anzuhalten. Bevor wir müde Arm in Arm einschliefen, galt es aber noch einige Dinge zu klären.

Die Heizung war nicht an und wir brauchten mehr Decken und Kissen. Ob der Lichtlosigkeit wollte sie gehen, aber ich verbot ihr aufzustehen. Da ich mich hier aber nicht auskannte und es außerhalb der Bettdecke schon ziemlich kalt war und ich sicherlich Jahrhunderte gebraucht hätte ließ ich sie dann doch gehen. Ich erledigte in der Zeit eine viel wichtigere Aufgabe und konzentrierte mich voll und ganz darauf das Bett schonmal anzuwäremen. Zwei verschiedene Decken brauchten wir eigentlich nicht, aber wer wusste schon, wie kalt es in so einem Gästezimmer ohne Haus drum herum nachts werden mochte. Lieber vorsicht als Nachsicht, doppelt hält besser und sicherlich auch noch ein paar Redewendungen mehr.

Wieder lagen wir gemeinsam unter einer Decke und nackt im Bett. Diesmal hatte ich auf die Shorts verzichtet, sie sollte spüren, was ihr Benehmen für Konsequenzen haben mochte und was sie verpasste. Aber es war noch immer eine letzte Definitionslücke zu klären. Ich legte meine Hände auf ihre Füße und ließ sie langsam nach oben wandern. Ich wollte wissen, wo ich sie überall berühren durfte und welche Zonen verboten waren. An den Knien angekommen nahm sie meine Hände und legte sie sich auf den Bauch, von wo sie sie bis kurz vor ihre Brüste führte. Dann ging es ohne ihre Brüste auch nur zu streifen weiter zum Dekolleté. Ihr Hals, ihr Gesicht, ihre Arme, alles andere war erlaubt. Auch als ich sie auf den Bauch drehte und langsam vom Nacken über die Schultern an ihr hinab fuhr, erhob sie keine Einwände. Ich nutzte die Gelegenheit um ihr Gesäß nicht nur abzutasten, sondern auch sanft darüber zu streicheln und kurz etwas fester zuzupacken, bevor ich an der Außenseite ihrer Oberschenkel meine Reise in Richtung ihrer Füße fortsetzte und endete, wo ich begonnen hatte. Nun, da wir alles geklärt hatten, schlang ich meine Arme um sie. Diesmal war ich es, der sich an ihren Rücken anschmiegte.

Nach ein bis drei gefühlten Ewigkeiten, in denen ich mich ganz auf meine Atmung konzentrierte und nicht auf die Berührung ihrer Haut, schlief ich endlich ein.

Montag, 15. März

Als ich am nächsten morgen aufwachte war das Bett neben mir leer. Verdammt nochmal. So ging das aber nicht, da musste ich nochmal ein ernstes Wörtchen mit der lieben Lucy sprechen. Das konnte sie doch jetzt und hier nicht mit mir machen.
In den letzten beiden Tagen hatte ich mir redlich verdient mit ihr gemeinsam aufzuwachen. Verdammt nochmal ich war der Celestin in dieser Wohnung. Ich stand morgens auf und war nicht da, niemand sonst. Spieß umgedreht na toll.
So fühlte sich das also an. Nicht sehr prickelnd. Wenig begeisternd. Aber da lag ein Brief. Briefe schrieb ich nicht, ich schickte dafür Lilly, die dann den Müll rausbrachte. Oder so nett war mir bescheid zu geben damit ich die entsprechende Dame verabschieden konnte, falls sie es wert war sich nochmals mit ihr zu treffen.

Also nahm ich mir den Brief auf dem Geheimnisse geschrieben stand, öffnete ihn um zu lesen was sie nicht sagen wollte. Mit einem „Hau ab“ rechnete ich nicht. Man lud niemanden zu sich nach Hause ein und schrieb dann am nächsten Tag „Lebewohl“. Naja man nicht, Celestins ab und zu schon, wenn auch nicht so knapp.
Zwischen den Zeichenutensilien und meinem „Get Lost“ hatten ein paar Tage gelegen.
Schon wieder ging mein Kopf mit mir durch. Ich war und blieb Celestin und wenn jemand sich so verhielt, dann war ich das und niemand sonst. So einfach war das. Trotzdem dachte ich darüber nach. Nur wenige Sekunden versteht sich. Dann war der Brief auch schon geöffnet und ich konnte ihn lesen.

„Der letzte hat zwei Jahre lang gewartet.“

Was war das? „Get Lost“ in Lucy-sprache? Extra für Celestins?
Wenn es hier nur darum ging, dann hätte ich nicht zwei Tage gewartet. So verlockend war sie was das anging nicht. Ich meine sie sah schon gut aus, aber das taten viele junge Frauen. Das ganze Theater nur um mit ihr ins Bett zu kommen? Das war es nicht wert, da hätte ich lieber zwei wilde Tage bei Mariel oder auf diversen Parties verbringen können. Einfacher, schneller, unkomplizierter.
Nein meine liebe Lucy, ich war mit zu ihr gekommen, weil sie in mir Dinge, Gefühle weckte, die ich so schon lange nicht mehr gefühlt hatte. Ein bisschen wie das aufspüren und verfolgen einer heißen Spur, für ein neues Buch. Nein besser noch, eine Spur zu einem Zauberspruch einem Ritual oder dergleichen, dass es mir ermöglichen würde diese klägliche menschliche Existenz hinter mir zur lassen und endlich mehr zu werden.
So fühlte sich das an.
Was nicht hieß, dass ich keinen Sex mit ihr wollte. Ich wollte lediglich nicht nur Sex sondern auch Sex mit ihr. Und auch nicht im Sinne von mit anderen Frauen in der gleichen Woche sondern im Sinne von zu meiner Zeit mit Lucy auch noch Zeit für Sex mit Lucy.
Ich würde sie schon noch dazu bringen es auch zu wollen, ihr Stück für Stück demonstrieren, dass ihre Grenzen völlig sinnlos waren und das es nicht auf die Zeit ankam.
Ich hatte 5 Jahre auf einen echten Precog gewartet, naja auf irgendwas. Wenn ich etwas wirklich, wirklich wollte konnte ich warten bis ich es hatte und danach immer noch gehen. Andere Sachen wollte man behalten, wenn man sie erstmal hatte um sie zu hegen zu pflegen und immer wieder zu genißen und sich an ihrem Anblick zu erfreuen. Dazu gehörten meine Nixe, die mir offenbart hatte, das mein Leben kein Traum war und dazu gehörte auch Lucy, weil … sie einfach Lucy war.

Als sie wiederkam hatte sie Kaffee dabei und wirkte irgendwie verunsichert mich noch hier zu sehen.
Irgendwie hatte sie den Unterschied zwischen „auch“ und „wegen“ noch nciht so ganz verstanden.
Ich winkte sie näher zu mir heran. Ich hatte große Lust auf Lucy und keine auf gekauften Kaffee. Der konnte mit meiner Maschiene sowieso nicht mithalten.
Ich winkte sie zu mir heran, zog sie näher zu mir und küsste sie. Erst zärtlich, aber dann leidenschaftlicher, voller Verlangen.
Ich ließ sie spüren, dass ich wegen ihr hier war, nicht wegen kurzweiliger Unterhaltung.
Und dann begann ich mit der Umsetzung meines Plans.

Gemeinsam gingen wir ins Badezimmer, wo ich sie auszog. Stück für Stück, Schicht für Schicht. Nur den Slip lies ich übrig für sie selbst.
Sie ließ schon mal Wasser ein und irgendwas zusätzlich um ein Schaumbad zu fabrizieren. Eine kleine Badenixe, wie es mir in letzter Zeit ganz gut gefiel. Kein Wunder, dass ihr der Whirlpool gefallen hatte.
Während sie schwupp-dich-wupp-dich schon im Bad und damit hinter dem Schaum verschwunden war, sorgte ich dafür, dass der Raum entsprechend temperiert war und zog den Teppich neben die Badewanne um mich darauf zu setzen.
Erst alleine aufstehen und dann noch nackt auf kalte Fliesen?
Ein ander mal vielleicht. Aber eher nicht.

Dämlicher Schaum versperrte einem die ganze Sicht und ich saß hier auf dem Präsentierteppich herum. Das musste auch Lucy stören. Meine überwältigende Nacktheit musste unerträglich für sie sein, oder sie hatte das mit den Signalen schon wieder vergessen.
Ernsthaft. Wer versuchte jemand damit zu verscheuchen ihm 2 Jahre ohne Sex anzudrohen und zog ihn noch am gleichen Morgen zu sich in die Badewanne?
Irgendwas stimmte da ganz gehörig nicht, was die Relationen anging.
Auf jeden Fall trainierte sie damit ganz gehörig meine Selbstbeherrschung. Ich wünschte nur ich könnte irgendwie die Muskeln trainieren, die für den Verschluss gewisser Blutgefäße zuständig waren. Hätte nie gedacht, dass ich mal das genaue Gegenteil von dem trainieren wollte, was den meisten Männern wünschenswert vorkam.
Aber die Berührungen ihrer nackten Haut unter Wasser unter dem Schaum, allein die Aussicht darauf sich mit ihr in diese Badewanne zu zwängen machten das mit der Selbstbeherrschung ziemlich schwierig. Trotz des dafür viel zu warmen wassers, sackte ein gehöriger Teil meines Blutes in tiefere Regionen ab und lies mir gerade genug Kapazität übrig um mich zu beschweren, wie grausam es doch war mir eine zweijährige Enthaltsamkeit aufzuerlegen und mich dann zu sich in die Badewanne zu ziehen.

„Ich helfe dir,“ sagte sie beugte sich zu mir herüber und streckte den Arm aus. Tauchte mit der Hand in den Schaum vor mir ein und ich musste die Luft anhalten für das was als nächstes kam. Machte mich schon auf die Berührung gefasst die nun unweigerlich folgen musste.
Plötzlich schwappte das Wasser in der ganzen Badewanne hin und her, als sie ihre Hand ruckartig aus dem Wasser erhob und mir Schaum mitten ins Gesicht schleuderte. Ich brauchte einen Moment um zu realisieren, was sie getan hatte, denn damit hatte ich definitiv nicht gerechnet.
Schnell hatte ich mich wieder gesammelt und zahlte es ihr mit gleichen Mitteln heim. Nur das sie dabei vermutlich keine Hintergedanken hatte, keine Erwartungen anderer Natur. Die Badewanne und das ganze Zimmer verwandelt sich mehr und mehr in ein Krisengebiet und über unsere Schaumschlacht in einem viel zu kleinen Badewanne vergaß auch ich was wir gerade nicht taten.
Es gab keinen Gewinner, aber verloren hatte definitiv jeder Quadratzentimeter im Raum der nicht nass werden wollte.
Die Wanne war nicht mehr ganz so gut gefüllt und die Temperatur auf ein erträgliches Maß gesunken. Ich bugsierte mich neben sie in die Wanne, wie im Bett lagen wir seitlich voreinander und sahen uns an. Wir wischten uns Gegenseitig die Haare aus dem Gesicht, die in einer Badewanne mehr als lästig werden konnten. Normalerweise badete ich mit Zopf wenn das Baden andere Gründe als die Reinlichkeit hatte. Ich näherte mich ihrem Gesicht und bevor ich mehr als die Hälfte des weges zurückgelegt hatte trafen sich unsere Lippen zu traumhaften Küssen. Nicht lang und schlabberig sondern Kurze prägnante Küsse, getrennt nur von Sekundenbruchteilen, nur selten lange genug um neuen Atem zu schöpfen.
Obwohl sie mir beinahe den Verstand raubten, kam mir irgendwann in den sinn, das meine Lust, die sie sicher deutlich und nicht nur Oberhalb der Wassers spürte ihr unangenehm sein könnte, gerade in dieser Position. Also trennte ich mich widerwillig von ihr, suchte eine Lösung und fand einen Schwamm.
Keinen synthetischen, sondern ein richtig echten, die in denen auch Staatenbildende Garnelen leben konnten.
Naja, darauf wies ich sie nicht hin, als ich begann sie zu waschen.
Ich erledigte jeden Handgriff langsam und sorgfältig, konzentrierte mich immer nur auf das Stück Lucy, welches gerade unter dem Schwamm war, bis sie ganz und gar sauber sien musste. Ihre Brüste, die ich nicht berührern durfte, behelligte ich auch mit dem Schwamm nciht. Zumindest nicht direkt. Ich lies ihn Wasser einsaugen und presste ihn dann über ihrem Dekoltee aus. Eigentlich auch verboten, aber nicht explizit, ich meine sollte ich jetzt keinen Schwamm mehr auspressen dürfen?
Dies sollte der erste Schritt sein, auf dem langen Weg der Erkenntnis zur Sinnlosigkeit ihrer zweiten Regel.

Dann war sie an der Reihe. Ich hatte ihr keine Grenzen gesetzt aber ihre Grenzen galten wohl für uns beide. Obgleich ich ihrem Grinsen entnehmen konnte wie sehr sie genoss meinen Oberkörper mit dem Schwamm zu bearbeiten legte sie ihn weg, als sie meine Taille erreichte.
Da musste ich wohl wie vereinbart selbst Hand anlegen.

Handtücher schienen da eine gänzlich andere Geschichte zu sein, denn sich abtrocknen zu lassen oder ihrerseits mich abzutrocknen war überhaupt kein Problem. Aber auch lange nicht so anregend wie das Waschen. Ich schlang mir meines um die Hüften und sprach aus, was ich von ihren Regeln und ihrem Verhalten hielt. Ich verstand es einfach nicht. Niemand den ich kannte würde das was wir gerade getan hatten nciht als Sex zählen und niemand den ich kannte hätte dabei so gut durchgehalten. Ich selbst hatte es kaum geschafft der Verlockung zu widerstehen. Wäre es nicht zuerst zu warm und dann schon zu kalt gewesen, weiß ich nicht ob ich mich an ihre regeln hätte halten können, oder ob ich sie jetzt schon lange vor Vollendung meines Planes zum Ausschalten der Regeln gebrochen hätte.

Als Antwort war sie schneller angezogen als ich gucken konnte und dann schon aus dem Bad verschwunden.
So viel dazu. Memo an mich selbst, dafür hatte man sonst eine gute Assistentiin, einfach nur noch Taten und keine Worte mehr sprechen lassen, zumindest im Bezug auf diese dumme kein-Sex-Regel.
Erst im Wohzimmer holte ich sie ein und ergriff ihre Hand. Sie sah mich einen kurzen Moment fragend an, bevor ich sie Richtung Schlafzimmer zog und sie Verstand.
Damit ihre frische Kleidung nicht verknitterte machte ich mich abermals dran sie zu entfernen.
Jedes einzelne Stück war wie ein wunderbares Weihnachtsgeschenk. Naja, ihrer Haut war das Geschenk und die Kleidung nur das achtlos bei Seite geworfene Papier.
So viel zum verknittern.

Um nicht zu erfrieren verschwand ich unter der Decke und nahm sie mit. In meinem Arm kam sie zur Ruhe und meine nächsten Fragen brachten sie auch innerlich zur Ruhe. Keine Ahnung wo sie schon wieder war oder was sie erwartete. Aber ich wollte jetzt erstmal wissen wie diese Lucy, die mir den Kopf verdreht hatte entstanden war, wo sie herkam, was geschehen war bis sie ihren Freund mit 19 Jahren an dieses dämliche Gespenst im Auto verloren hatte.

Und so begann sie zu erzählen.

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