Archiv für Juni 2012

Interludium: Der Kranich aus Kabul

Tisch-Runde Freitag 01.06.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri Antitribu), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), Tomás (Brujah)

Sie klärten noch einige Fragen mit Merneith, bevor sie sich verabschiedeten. Als letztes bot sie an, ihnen zu verraten wie man eine Schlange töten konnte. Natürlich war dies mit einer Gegenleistung und einer Reise verbunden, einer Reise nach Ägypten. Was hätte es auch sonst seien sollen?
Sie selbst wollte sie auf dieser Reise nach Osten nicht begleiten, sie wollte zurückkehren in ihre Heimat und dazu sollte man sie enthaupten. Die jüngeren Kainiten waren zuerst etwas verwirrt, aber sie erklärte es sei wohl eine Art Abkürzung die sie nehmen wollte. Erst schien es, als seien Adonai und die anderen unwillig sie in den Tod zu schicken, aber dann erbarmten sich Reynaud und Tomas. Reynauds erster Versuch mit seiner Thaumaturgie blieb erfolglos und so musste Tomas mit etwas mehr als einem Schwerthieb nachhelfen.

Die Reise ging weiter und als sie die ersten Ausläufer des Himalaya erreichten trennten sie sich von dem Hauptteil der Karawane und zogen mit ihren Kutschen und dem Wagen sowie Geletischutz alleine Richtung Kabul weiter. Wieder ging es ins Gebirge und mit den Bergen schienen sie auf dieser Reise kein Glück zu haben. Sie waren eine knappe Woche unterwegs, als eine ganze Gruppe wild gekleideter Menschen mit seltsamen Waffen ihnen entgegenkam. Geführt von einer Frau in einem perlmuttfarbenem Sari, oder soetwas ähnlichem. In ihrer rechten Hand trug sie eine Lanze mit einer roten Fahne daran. In den kommenden Verhandlungen kam es dazu, dass ein weiterer Wan Kuei auftauchte, in dunkle Rüstung gehüllt und mit einem dritten Auge auf der Stirn. Er sprach schlecht über Saulot und behauptete, dieser wäre unwürdig gewesen und sei deshalb aus der Gefolgsschaft des großen Arhat Xue verbannt worden. Diese Beleidigungen endeten in einem Duell, welches Adonai für sich entscheiden konnte, mit einem Leben am seidenen Faden hängend. Der Wan Kuei verfügte ebenfalls über eine schützende Aura und konnte sich einem dunklen Schatten gleich so schnell bewegen wie ein Assamit. Aber seinen sechs mit flammenden Schwertern bewaffneten Armen fehlte die Treffsicherheit die Adonais Auge ihm verlieh. Er durchdrang zwar immer wieder Adonais Verteidigung und fügte diesem klaffende Wunden zu, hauptsächlich dadurch, dass seine Schwerter brannten, bis ihn schließlich Adonais dritter Schlag traf und zu Boden streckte. Es dauerte eine Weile, in der die beiden Untoten von den Sterblichen ihrer Seiten tranken um sich von dem Kampf zu erholen, während sie gemeinsam weiter nach Kabul reisten.

Die Frau hielt die Vampire für eine Armee und sie war sich nicht ganz sicher wie sie ihnen begegnen sollte. Auf der einen Seite wollte sie keinen Kampf mit dieser Streitmacht riskieren. Gerade erst hatten die ihren Kabul von den Assamiten zurückerobert, dabei wohl auch Verluste erlitten, jetzt wollten sie nicht schon wieder gegen derart mächtige Gegner antreten. Statt dessen boten sie an, sie zu unterweisen wie man sich als Untoter an den Höfen der Wan Kuei in Asien benahm und ihnen dann auch noch im Austausch für einen Gefallen Zeichen zu geben, die sie als Verbündete des Hofes des Weißen Tigers ausgaben, damit sie ungehindert passieren konnten. Sie brachten die Kainiten und auch sich selbst durch eines der Seitenstadttore in einen kleinen Gasthof. Die Fahzeuge wurden auf dem Platz abgestellt und zusätzlich hatte man einen kleinen Raum zur Verfügung. Der Rest der Stadt war noch von den Osmanen besetzt, weswegen man sich ruhig verhalten musste, auf eine Rückeroberung durch Menschen konnte man erst in den nächsten Jahren hoffen. Sie zeigten sich ihren Möglichkeiten entsprechend, Badezuber mit Gefäßen im Pferdestall um sich von der Reise zu erholen, als zuvorkommende Gastgeber. Die Wan Kuei hatten gemerkt, dass weitere Vampire in den Gefährten mitgeführt wurden und boten sich an diese zu heilen und auf deren Erwachen zu warten, weil sie auch ihnen eine Gelegenheit bieten wollten sich zu beweisen und die Zeichen zu erhalten. Bis es schließlich soweit war, wollte Adonais ehemalige Gegnerin diesen unterrichten. Seine Kampfkunst hatte sie schwer beeindruckt und nun wollte sie ihm helfen Erleuchtung zu erlangen und von den Irrtümern der Kainiten abzurücken. Adonai hielt sein Wissen aus den letzten vierhundert Jahren keinesfalls für unerleuchteten Schwachsinn, wie es die Wan Kuei immer wider herüber brachten und wurde schlussendlich nciht weiter unterrichtet.

Als es dann soweit war, positionierten sie den Sarkophag in dem kleinen Raum und Reynaud öffnete ihn, während Tomas für die Sichherheit sorgte. Eszter befreite zunächst Melissa, die anstatt sich zu erheben zunächst einmal zusammenbrach und sich kaum rühren konnte. Anders verhielt es sich bei Durga, welche zwar noch sehr benebelt aber sonst Herr ihrer selbst war. SIe verstand schnell was es war wonach es Melissa verlangte und verwies die anderen des Raumes. Sie heizte einem der beiden Gefäße ordentlich ein und überlies sie dann Melissa. An Hand der Schreie konnte man hören, dass es ihr schon bald wieder besser ging. Den Rest der Nacht verbrachten Durga und Melissa dann gemeinsam, alles andere musste für eine Nacht verschoben werden.

In der kommenden Nacht erfuhren die beiden Schläfer in einer kurzen Lagebesprechung wo und bei wem sie zu Gast waren und brachen dann Hals über Kopf auf. Nicht ohne, dass Melissa sich noch im Geiste der anderen erkundigte wie man diese Wan Kuei töten konnte, wie man mit ihnen fertig werden konnte. Sie waren noch nicht weit gekommen, als die Frau im Perlmuttsari sie mit den Soldaten die sie schon im Gebirge dabei hatte erwartete. Sie streute noch Salz in die Wunden einer negativen Prägung, als sie versuchte die anderen mit Drohungen davon zu überzeugen zu bleiben, bevor sie weiterzogen. Trotz dieser Drohungen entwickelte sich noch ein Gespräch zwischen Durga, Adonai und der Wan Kuei. Aber die Unfähigkeit beider Fraktionen von ihren eingfahrenen Standpunkten abzurücken verurteilte dieses zum Scheitern, mal abgesehen von den fünfzig Bewaffneten und der Androhung irgendwelcher Geisterflammen.

Und so verließen die Kainiten Kabul und reisten gen Süden, Richtung Quilon.

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Die Nacht der Wölfin Teil 11, Abschluss Der Feldübung

TS-Runde Montag 07.05
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adriano, Charly, Daniel, Mortima

Der Schlüssel passte in die alte Gittertür, die sich auch ohne Probleme öffnen lies. Aber der Schlüssel bedeutete nicht in die alte Bunkeranlage eindringen zu können. Er war nur ein Zeiger für den richtigen Ort gewesen. Um in den Bunker eindringen zu können, mussten die Garou noch einige andere alte Sicherheitstüren überwinden. Einige waren schwergängiger als andere, aber keine konnte ihnen den Zugang verwehren. In ihren Menschlingsgestalten durchkämmten sie die alte Anlage, erfüllt von schlechter Luft, sie musste hier ein halbes Jahrhundert oder länger gestanden haben, ohne einen einzigen frischen Luftzug. Ob Waffenkammer oder altes Schlafquartier, nirgends fand sich ein Hinweis auf ihr Ziel. War dies vielleicht nur ein weiter Hinweis, so wie der Schlüssel? Schließlich erreichten sie einen Raum durch den Tageslich in den Untergrund fiel. EIne leiter führte nach oben. Skeptisch und vorsichtig, die Leiter war nicht mehr sehr stabil, kletterten sie einer nach dem anderen nach draußen. Zuerst ging Adriano und als letztes sollte Ciprian gehen. Er passte fast nicht durch den engen Aufstieg und bei seiner Kletterpartie zerstörte er so gut wie alles, was von der Leiter noch übrig war. Mortima hatte nicht aufgepasst und befand sich noch unten, nachdem Ciprian hinaufgeklettert war. Es war nicht einfach für ihn, aber gerade so eben konnte er die Überreste der Leiter nutzen um auch hinauf zu kommen.

Wieder an der frischen Luft fanden sie eine Lichtung, auf der ein weißer Wolf auf sie wartete. Sein Fell war irgendwie anders als das von Solarienne, als das aller anderen Silberfänge die sie bis jetzt gesehen hatte. Es war irgendwie weißer und weniger silbrig, nicht so fein. Er strahlte Stärke und Widerstandskraft aus, ein Kampf gegen ihn würde hart werden. Doch bevor man einen Kampf begann, musste man sich versichern, dass man wusste gegen wen man alles kämpfte, erklärte er. Während der Ahroun die Stäre des Gegners mit seinem Auge maß, sollte andere Rudelmitglieder die Penumbra und das Zwielicht nach weiteren Gegnern absuchen. Die Feinde der Werwölfe konnten sich nicht nur in dieser Welt verstecken, sondern auch in einer ganzen Reihe anderer Orte. Normalerweise würden die Mitglieder eines Rudels dann bieten, wer zuerst gegen den Feind kämpfen durfte um Ruhm und Ehre zu erlangen. Dabei ging es nciht darum möglichst viel zu bieten, man bot umgekehrt. Man bot auf bestimmte Gaben, auf bestimmte Gestalten oder Waffen zu verzichten und den Gegner trotzdem zu besiegen. Dann würde man in Zweikämpfen gegeneinander antreten, bis eine Seite gewonnen hatte. Allerdings musste man vorsichtig sein, sobald der erste Wolf eines Rudels starb, konnte es passieren das seine Rudelmitglieder dem Kuruth verfielen, worauf man sich vorbereiten musste. So viel zum Kampf gegen Gaiatreue Werwölfe. Bei Tänzern der Schwarzen Spirale brauchte man sich nur an diese Regeln zu halten, denn sie fielen nicht unter Lunas Gesetze, noch unter die der Litanei.
Die jungen Garou einigten sich darauf Mortima den Vortritt zu lassen, der sich gleich auf Sommerjäger stürzte.
Dieser wich seinem Angriff aus und machte dem Kampf ein kurzes Ende, mit einem Biss hätte er Mortima den Kopf abgerissen. Den anderen erging es danach nicht besser. Reichlich unkoordiniert stürzten sie sich auf den weißen Wolf, aber er war zu schnell, zu geübt. Keiner von ihnen konnte ihm wirklich nahe kommen, bevor er sie mit einem einzigen Angriff niederstreckte. Nur Daniel gelang es ihm eine Wunde zuzufügen, als er die Führung übernahm und gleichzeitig mit Charly und Marie angriff um etwas Ablenkung zu haben.

Nachdem sich alle von ihren blauen Flecken erholt hatte erklärte Sommerjäger ihnen, dass sie besser zusammenarbeiten mussten, gemeinsame Manöver vollführen. Es gab zwar wenig Wölfe, die es mit ihm im Kampf aufnehmen konnten, aber Bedrohungen aus der Geisterwelt waren oftmals so gefährlich, dass man sie nur als gut eingespieltes Rudel zu Fall bringen konnte. Auf dem Rückweg erzählte er ein wenig von sich selbst. Wie Mortima kam er aus Schottland, aber er war den Tänzern der Schwarzen Spirale nicht entkommen. Umgenau zu sein stammte er sogar aus einer ihrer Septen. Er war ein Metis, ein Kind zweier Werwölfe. Die Tänzer züchteten in ihren Septen Metis, denn nur so konnten sie gewährleisten, dass sie zahlreich genug waren um es mit den anderen Stämmen überhaupt aufnehmen zu können. Aber Sommerjäger war nicht wie andere Metis, weder sein Körper noch sein Geist zeigten die für Metis üblichen Abnormalitäten auf. Er war nicht nur nicht geistesgestört oder verkrüppelt, gezeichnet, er war geradezu perfekt. Er war der Perfekte Metis, eines der Zeichen der Apokalypse. Deswegen griffen auch einige Rudel, unter anderem auch Solarienne den Caern an, an dem er aufwuchs. Unter zahlreichen Opfern retteten sie ihn, um gegen den Wyrm und die Zeichen der Apokalypse zu agieren um Gaia noch etwas Zeit zu verschaffen. Dann wurde er in verschiedenen Caerns der Gaiatreuen Stämme aufgezogen, aber er schloss sich keinem der Stämme an. Er beschloss sich auf eine Reise zu machen, er machte sich auf die Suche nach dem Sommerland, in das man nur gelangen konnte, wenn man mit sich selbst im reinen war. Dort würde er dann mit Gaias Hilfe herausfinden wo die Tänzer das Totem der weißen Heuler gefangen hielten und seinen Stamm neu gründen.
Doch ncoh war er nciht bereit den Weg ins Sommerland zu finden, vielleicht musste er dazu erst akzeptieren wo er herkam, wer seine Eltern waren? Im Caern zog er sich zurück um mit seiner alten Freundin Solarienne zu sprechen, während die jungen Garou unter sich blieben und sich über etwas Bier und Wildschwein hermachten.

Eine der Ältesten der Fianna gesellte sich zu ihnen. Gerade war keiner ihrer Theurgen hier um eine Mondbrücke zu den Glaswandlern zu öffnen. Darum versuchte sie den jungen Garou so gut es geht davon zu berichten welche Gefahren in den Städten auf sie lauerten. Es gab Vampire, die beinahe alle Institutionen der Menschen kontrollierten, die sich nciht in den Händen des Wyrms befanden. Sie nährten sich vom Blut der Menschen und trugen dazu bei, dass vor allem die Versammlungsorte der Menschen, wie Diskotheken, in ihren Klauen ruhten. Charly würde sich andere Freizeitbeschäftigungen suchen müssen. Von den Geistern die die Städte bei Tag unsicher machen sprach sie kaum, mit denen sollten sie sich mitlerweile ja schon auskennen. Aber sie sprach von Männern die Hightechgeräte nutzten um Gabengleiche Effekte nutzten, Männer die der Weberin dienten udn die alles übernatürliche ausrotten wollten. Sie sprach von Jägern und von Magiern und von den Heerscharen, Azlu und Beshilu, uralte Spinnen- und Rattengeister die gegen die Barriere ankämpften und Menschen als Wirte nutzten um sich vor den Garou zu verstecken. In den Städten gab es unendlich viele Feinde, ganz ohne die Häuter die sich auch noch in Köln herum trieben, ganz ohne die Menschen mit denen man eventuell aneinander geriet weil man gegen ihre Gesetze verstieß.

Danach beratschlagten sie sich noch eine Weile untereinander. Adriano und Charly wollten zurück nach Köln gehen, sie wollten Rache üben und für ihr gewähltes Revier kämpfen. Ciprian wollte sich ihrem Rudel anschließen, er mochte sie und wollte zu einem Rudel gehören, welches einen Geist aus dem Chor des Phönix zum Totem hatte. Mortima hatte nur darauf gewartet, dass ihn jemand fragte und wollte sich auch dem neu entsehenden Rudel anschließen. Nur Daniel war etwas weniger enthusiastisch. Aber er wollte nach Köln und dazu würde er sich dem Rudel der anderen anschließen. Marie hatte ja schon offenbart, dass sie bei Adriano und Charly bleiben wollte, sich ihrem Rudel anschließen wollte. So blieb nur noch das Problem des Totems zu lösen. Um zu einem Rudel zu werden, brauchte man ein totem und sie wollten den Phönix des Weltenherzens erneut zu ihrem machen. Doch dieser war sehr geschwächt. Singt-das-Lunenlicht nahm Kontakt zu anderen Feuergeistern auf und fand heraus, dass sie mindestens vier Leute verbrennen mussten um den Phönix des Weltenherzen aus seinem Schlummer zu erwecken, damit er wieder ihr Totem sein konnte.

Wo sie diese Leute hernehmen sollten und was dabei noch verbrannte, sorgte für eine nächtelange Diskussion unter den Garou.

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Interludium: Durch die Wüste

Tisch-Runde Freitag 18.05.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: -1h Adonai (Salubri Antitribu), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), -1h Samnang (Wahrer Brujah), Tomás (Brujah)

Sie folgten den Spuren geführt von Vlad durch den Schnee. Unte reinem kleinen Felsvorsprung in der Flanke des Berges fanden sie eine von Vlad errichtete Scheußlichkeit. Aus den Körpern von drei Wolflingen hatte er eine Art Banner gemacht und aufgestellt. Den einen hatte er seinem Namen entsprechend auf einem Knöchernen Stab gepfählt, abe rzusätzlich eine Querstange angebracht sodass der Wolfling nciht nur gepfählt sondenr auch gekreuzigt im Gebirge hing. Die anderen beiden hatte er gehäutet und dem aufgespießten die Häute als Umhang umgelegt, wie bei römischen Offizieren, die sich mit Wolfspelzen brüsteten. Aus ihren Rippen hatte er eine Art Zaun errichtet, in dessen mitte die sonstigen Überreste verstreut lag. Wie er dei Wolflinge getötet hatte, wollte er nciht offenbaren, auch nciht warum er im letzten Kampf nicht eingegriffen hatte.

Als sie den Bergarm dann ganz umrundet hatten fanden sie ihre Herde und auch die vermissten Ghule. Alle hatten sich ausgezogen und lagen nackt im Schnee an die Flanke des Berges geschmiegt. Drei große Schlanke Frauen kümmerten sich um die Menschen, immer wieder bückten sie sich, ergriffen eine Hand voll Schnee und rieben die Erfrierenden damit ein. Adonai warnte die anderen, er kannte diese Kreaturen aus seiner Heimat. Es waren Yuki Onna, Schneefrauen. Geister die man nicht besiegen konnten, die mit dem Schnee kamen und Männer dazu brachten im Schnee zu erfrieren. Adonai und Samnang unterhielten sich mit den Schneefrauen, wurden von diesen aber ziemlich schnell um den Finger gewickelt. Ihre Gedanken wurden so verdreht, dass sie den Lügen der Schneefrauen glabten und mithalfen die Menschen dem Berg zu opfern um diesen zu besänftigen. Reynaud durchschaute die Frauen recht schnell, und testete seine Dunklen Gaben gegen sie. Erst schleuderte er eine von ihnen gegen die Felswand und dann, als er sah, dass sie ihm nichts entgegensetzen konnten schleuderte er sie die Bergflanke herab. Bevor er sich den anderen beiden zuwenden konnten flohen diese. Die Kainiten kümmerten sich darum die Menschen wieder in warme Kleidung zu stecken. Reynaud trocknete und wärmte ihre Kleidung, während Thomas und Adonai sie untersuchten und die am schwersten Verletzten heilten sie mit ihrer Vitae. Vier konnten nicht gerettet werden, doch ihr Blut sollte den Reisenden helfen noch weiter zu kommen.

Ohne weitere Übergriffe konnten sie das Gebirge hinter sich lassen und über Tiflis nach Baku reisen. Aber dafür waren sie jetzt im Gebiet der Assamiten.
Auf Grund der Verluste in ihrer Herde, wenn gleich gering, waren sie nicht auf dem Höhepunkt ihrer Kräfte als sie mit den Assamiten verhandelten. Außerdem wollten sie sich auf feindlichem Gebiet bedeckt halten.
Sie gaben sich für Kainiten der Camarilla aus und im Austausch für Vitae, dem Bevorzugten Zahlungsmittel der Assamiten, wurde ihnen gewährt die Stadt zu durchqueren und dort zu jagen. Das Jagdrecht bekamen allerdingscnur jene, die mit ihrem eigenen Blut zahlten, was Adonai und Viktor verweigerten. Schnell stellte sich heraus, dass sie auch beobachtet wurden um sicher zustellen, dass sie ihre Auflagen auch wirklich einhielten. Trotzdem kam es noch zu einem kleinen Zwischenfall mit Eszter. Sie hatte ihren Guhl bereits vor den Verhandlungen in die Stadt geschickt und dafür sollte sie jetzt bezahlen, mit Vitae oder ihrem Leben und dem des Ghuls. Beinahe wären die Verhandlungen an Sprachbarrieren und ihrer Blindheit gescheitert, aber dann verstand sie doch ncoh, was man von ihr wollte und fügte sich den Herren der Stadt. Danach verweilte die Reisegruppe nicht mehr lange in der Stadt, Victor hatte sie mitsamt Wagen auf einem großen Schiff einquartiert, mit dem sie das kaspische Meer überqueren und so lange Monate in der Kutsche überspringen konnten.

Auf der anderen Seite des Meeres wartete nichts als Wüste auf sie, Wüste und winzige Ortschaften die kaum reichten die Vorräte wieder aufzustocken die sie während der Wüstenreise von einem zum nächsten verbrauchten. Gäbe es nicht zwischendrin immer wieder Karawansereien gieriger Händler die von dem Verkehr der Seidenstraße profitieren wollten, wäre eine solche Reise beinahe unmöglich gegewesen. Zumindest wäre sicherlich ein Großteil der Mitreisenden, diesen Teil der Reise bestritten sie als Teil einer größeren Karawane, völlig Blutleer im Fernen Osten angekommen.

Nach anderthalb Monaten kräftezährender Reise durch die Wüste trug es sich zu, dass die verschiedenen Führer der Karawanen Rat bei diesen seltsamen Mitreisenden suchten. Seit Tagen zeichnete sich am Horizont ein Gewaltiger Sandsturm ab. Ein Sandsturm dieser Größe war für eine Wüste in der es kaum Sand gab schon ungewöhnlich genug, aber, so waren sich alle Führer einig, er bewegte sich auch nciht, wie er es hätte tun müssen. Da man davon ausgehen konnte, dass er auch weiterhin seine Position nciht verändern würde, einigte man sich darauf viel näher an den Sturm heranzureiten und dann Späher auszuschicken. Noch während die Späher unterwegs waren konnten die Reisenden mit ansehen wie die Staubfront, die sich über den gesamten Horitzont erstreckte, unter gewaltigem Getöse in sich zusammenbrach.

Verborgen in der Sturmwolke hatte wohl eine gewaltige Schlacht getobt. Es waren Kämpfer aus aller Herren Länder aus allen Zeiten an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen, sodass schnell die Vermutung aufkam ein Capadoziander wäre an der Schlacht beteiligt gewesen. Jetzt hatten alle Kämpfer eines gemeinsam, der Sand hatte ihnen das Fleisch in Fetzen gerissen und Knochen wie uralte Rüstungen und Waffen blank poliert, nur um sie danach mit einer feinen Schicht gelben Staubs zu bedecken. Erst nachdem sie Tage durch die Überreste des Schlachtfeldes gezogen war und die Stimmung unter den Sethskindern immer drückender wurde, zeigten sich erste Anzeichen für den Gegner dieser Auseinandersetzung. Es waren Kreaturen aus Stein, bedeckt mit seltsamen Zeichen, die Samnang als nordafrikanisch identifizierte. Neben Skorpionen und gewaltigen, geflügelten Sphinxen gab es vor allem etwa drei Meter große aus Stein zusammengesetzte Gestalten mit riesigen Tierschädeln statt Köpfen, bewaffnet mit imposanten ägyptischen Ritualwaffen. Zwei Inconnu kamen ihn entgegen, verweilten kurz um Viktor zu grüßen und gingen dann ihres Weges, einen kräftigen, rothaarigen Afrikaner an Ketten und gepfählt hinter sich herschleifend.

In einer Menschenansammlung, die von Eszter schnell vertrieben wurde, fanden sie eine von vier Steinstatuen bewachte frau in den weißen Gewändern einer Kriegerin, mit goldenen Flügeln, die sie mit ihren Armen aufspannen konnte. Sie gehörten nicht zu der Frau selbst, nur zu ihrem Gewand. Noch während die Kainiten überlegten, was sie mit ihr anstellen sollten, zerbarsten ihre steinernen Wächter einer nach dem anderen. Noch bevor der letzte nichts weiter als ein bewaffneter Haufen Steine war, trat Adonai an sie heran und versuchte mit ihr zu sprechen. Es dauerte eine Weile, aber dann hatten sie eine gemeinsame Sprachen gefunden und unterhielten sich fortan auf Latein in Durgas Wagen, in Abgeschiedenheit von Schaulustigen.

Merneith beklagte den Verlust ihres Meisters. Mit gewaltigem Gefolge waren sie hierher gereist um den Klüngel mit dem Wissen über die Uralten Vampirtafeln zu treffen. Nadirah, eine Prophetin aus Jeans Blutlinie, hatte ihre Route gesehen., was sie nicht gesehen hatte waren die zwei Inconnu, die auftauchten und Merneiths Meister im Kampf stellten, besiegten und entführten. Jetzt war sie allein übrig und musste versuchen ihnen zu erklären, was ihr Meister hätte erklären wollen. Sie versuchte ihnen zu vermitteln, dass die Ursprünge der Kainiten so wie sie im Buch Nod standen nur Mythen waren, geschrieben von den Gewinnern der Geschichte. Sie berichtete, dass die Diener Gottes erklärte Feinde der vampirischen Rasse waren und diese Auslöschen wollten. Dies würde aber in einer Freisetzung der Dämonen resultieren und die Hölle auf Erden bedeuten. Selbst einige Gruppen der Vampire strebten diesem Ziel entgegen, wie die Baali. Deswegen hatte es vor etwa 1000 Jahren einen Krieg gegeben in dem die 13 Clans vereint gegen die Baali und das von ihnen beherschte Sassanidische Reich gezogen waren. Die Baali waren geschlagen worden und ihre Mitglieder in alle Winde zerstreut, aber der Sieg war zu spät erfolgt. Die Baali hatten bereits einen mächtigen General der Dämonen in diese Welt gerufen, und die Apokalypse drohte die Welt wie sie bis dahin bekannt war zu verschlingen. Drei Krieger stellten sich dem Dämonenfürsten entgegen und schafften es ihn mit einem komplexen Ritual zu binden und so das Ende der Welt aufzuschieben. Diese drei Vampire waren als Binder bekannt und trugen die namen Shukaris, Sidonie und Sorin. Aber damit war die Finsternis nicht geschlagen, Shukaris war im Laufe des Krieges bis aufs Mark verdorben wurden, er verriet seine Gefährten und seinen Clan um seine eigenen finsteren Zielen nachzugehen.

Das Gefängnis des Dämonenfürstens war nicht für die Ewigkeit geschaffen worden, mit der Zeit verlor es an Kraft und erlaubte dem Dämonenfürsten Einflus auf diese Welt zu nehmen. Unter dem Namen Kupala wurde er als Übel der Transsylvanischen Lande bekannt. Um seine Fesseln zu stärken, so sagte Merneith, sollten die Kainiten ans Ende der Welt reisen und die Bishamon suchen. Diese verfügten über uraltes Wissen der Geomantie, älter noch als das der Setiten, mit dem man Kupala weiterhin gefangen halten könnte.

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