Interludium: Durch die Wüste

Tisch-Runde Freitag 18.05.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: -1h Adonai (Salubri Antitribu), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), -1h Samnang (Wahrer Brujah), Tomás (Brujah)

Sie folgten den Spuren geführt von Vlad durch den Schnee. Unte reinem kleinen Felsvorsprung in der Flanke des Berges fanden sie eine von Vlad errichtete Scheußlichkeit. Aus den Körpern von drei Wolflingen hatte er eine Art Banner gemacht und aufgestellt. Den einen hatte er seinem Namen entsprechend auf einem Knöchernen Stab gepfählt, abe rzusätzlich eine Querstange angebracht sodass der Wolfling nciht nur gepfählt sondenr auch gekreuzigt im Gebirge hing. Die anderen beiden hatte er gehäutet und dem aufgespießten die Häute als Umhang umgelegt, wie bei römischen Offizieren, die sich mit Wolfspelzen brüsteten. Aus ihren Rippen hatte er eine Art Zaun errichtet, in dessen mitte die sonstigen Überreste verstreut lag. Wie er dei Wolflinge getötet hatte, wollte er nciht offenbaren, auch nciht warum er im letzten Kampf nicht eingegriffen hatte.

Als sie den Bergarm dann ganz umrundet hatten fanden sie ihre Herde und auch die vermissten Ghule. Alle hatten sich ausgezogen und lagen nackt im Schnee an die Flanke des Berges geschmiegt. Drei große Schlanke Frauen kümmerten sich um die Menschen, immer wieder bückten sie sich, ergriffen eine Hand voll Schnee und rieben die Erfrierenden damit ein. Adonai warnte die anderen, er kannte diese Kreaturen aus seiner Heimat. Es waren Yuki Onna, Schneefrauen. Geister die man nicht besiegen konnten, die mit dem Schnee kamen und Männer dazu brachten im Schnee zu erfrieren. Adonai und Samnang unterhielten sich mit den Schneefrauen, wurden von diesen aber ziemlich schnell um den Finger gewickelt. Ihre Gedanken wurden so verdreht, dass sie den Lügen der Schneefrauen glabten und mithalfen die Menschen dem Berg zu opfern um diesen zu besänftigen. Reynaud durchschaute die Frauen recht schnell, und testete seine Dunklen Gaben gegen sie. Erst schleuderte er eine von ihnen gegen die Felswand und dann, als er sah, dass sie ihm nichts entgegensetzen konnten schleuderte er sie die Bergflanke herab. Bevor er sich den anderen beiden zuwenden konnten flohen diese. Die Kainiten kümmerten sich darum die Menschen wieder in warme Kleidung zu stecken. Reynaud trocknete und wärmte ihre Kleidung, während Thomas und Adonai sie untersuchten und die am schwersten Verletzten heilten sie mit ihrer Vitae. Vier konnten nicht gerettet werden, doch ihr Blut sollte den Reisenden helfen noch weiter zu kommen.

Ohne weitere Übergriffe konnten sie das Gebirge hinter sich lassen und über Tiflis nach Baku reisen. Aber dafür waren sie jetzt im Gebiet der Assamiten.
Auf Grund der Verluste in ihrer Herde, wenn gleich gering, waren sie nicht auf dem Höhepunkt ihrer Kräfte als sie mit den Assamiten verhandelten. Außerdem wollten sie sich auf feindlichem Gebiet bedeckt halten.
Sie gaben sich für Kainiten der Camarilla aus und im Austausch für Vitae, dem Bevorzugten Zahlungsmittel der Assamiten, wurde ihnen gewährt die Stadt zu durchqueren und dort zu jagen. Das Jagdrecht bekamen allerdingscnur jene, die mit ihrem eigenen Blut zahlten, was Adonai und Viktor verweigerten. Schnell stellte sich heraus, dass sie auch beobachtet wurden um sicher zustellen, dass sie ihre Auflagen auch wirklich einhielten. Trotzdem kam es noch zu einem kleinen Zwischenfall mit Eszter. Sie hatte ihren Guhl bereits vor den Verhandlungen in die Stadt geschickt und dafür sollte sie jetzt bezahlen, mit Vitae oder ihrem Leben und dem des Ghuls. Beinahe wären die Verhandlungen an Sprachbarrieren und ihrer Blindheit gescheitert, aber dann verstand sie doch ncoh, was man von ihr wollte und fügte sich den Herren der Stadt. Danach verweilte die Reisegruppe nicht mehr lange in der Stadt, Victor hatte sie mitsamt Wagen auf einem großen Schiff einquartiert, mit dem sie das kaspische Meer überqueren und so lange Monate in der Kutsche überspringen konnten.

Auf der anderen Seite des Meeres wartete nichts als Wüste auf sie, Wüste und winzige Ortschaften die kaum reichten die Vorräte wieder aufzustocken die sie während der Wüstenreise von einem zum nächsten verbrauchten. Gäbe es nicht zwischendrin immer wieder Karawansereien gieriger Händler die von dem Verkehr der Seidenstraße profitieren wollten, wäre eine solche Reise beinahe unmöglich gegewesen. Zumindest wäre sicherlich ein Großteil der Mitreisenden, diesen Teil der Reise bestritten sie als Teil einer größeren Karawane, völlig Blutleer im Fernen Osten angekommen.

Nach anderthalb Monaten kräftezährender Reise durch die Wüste trug es sich zu, dass die verschiedenen Führer der Karawanen Rat bei diesen seltsamen Mitreisenden suchten. Seit Tagen zeichnete sich am Horizont ein Gewaltiger Sandsturm ab. Ein Sandsturm dieser Größe war für eine Wüste in der es kaum Sand gab schon ungewöhnlich genug, aber, so waren sich alle Führer einig, er bewegte sich auch nciht, wie er es hätte tun müssen. Da man davon ausgehen konnte, dass er auch weiterhin seine Position nciht verändern würde, einigte man sich darauf viel näher an den Sturm heranzureiten und dann Späher auszuschicken. Noch während die Späher unterwegs waren konnten die Reisenden mit ansehen wie die Staubfront, die sich über den gesamten Horitzont erstreckte, unter gewaltigem Getöse in sich zusammenbrach.

Verborgen in der Sturmwolke hatte wohl eine gewaltige Schlacht getobt. Es waren Kämpfer aus aller Herren Länder aus allen Zeiten an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen, sodass schnell die Vermutung aufkam ein Capadoziander wäre an der Schlacht beteiligt gewesen. Jetzt hatten alle Kämpfer eines gemeinsam, der Sand hatte ihnen das Fleisch in Fetzen gerissen und Knochen wie uralte Rüstungen und Waffen blank poliert, nur um sie danach mit einer feinen Schicht gelben Staubs zu bedecken. Erst nachdem sie Tage durch die Überreste des Schlachtfeldes gezogen war und die Stimmung unter den Sethskindern immer drückender wurde, zeigten sich erste Anzeichen für den Gegner dieser Auseinandersetzung. Es waren Kreaturen aus Stein, bedeckt mit seltsamen Zeichen, die Samnang als nordafrikanisch identifizierte. Neben Skorpionen und gewaltigen, geflügelten Sphinxen gab es vor allem etwa drei Meter große aus Stein zusammengesetzte Gestalten mit riesigen Tierschädeln statt Köpfen, bewaffnet mit imposanten ägyptischen Ritualwaffen. Zwei Inconnu kamen ihn entgegen, verweilten kurz um Viktor zu grüßen und gingen dann ihres Weges, einen kräftigen, rothaarigen Afrikaner an Ketten und gepfählt hinter sich herschleifend.

In einer Menschenansammlung, die von Eszter schnell vertrieben wurde, fanden sie eine von vier Steinstatuen bewachte frau in den weißen Gewändern einer Kriegerin, mit goldenen Flügeln, die sie mit ihren Armen aufspannen konnte. Sie gehörten nicht zu der Frau selbst, nur zu ihrem Gewand. Noch während die Kainiten überlegten, was sie mit ihr anstellen sollten, zerbarsten ihre steinernen Wächter einer nach dem anderen. Noch bevor der letzte nichts weiter als ein bewaffneter Haufen Steine war, trat Adonai an sie heran und versuchte mit ihr zu sprechen. Es dauerte eine Weile, aber dann hatten sie eine gemeinsame Sprachen gefunden und unterhielten sich fortan auf Latein in Durgas Wagen, in Abgeschiedenheit von Schaulustigen.

Merneith beklagte den Verlust ihres Meisters. Mit gewaltigem Gefolge waren sie hierher gereist um den Klüngel mit dem Wissen über die Uralten Vampirtafeln zu treffen. Nadirah, eine Prophetin aus Jeans Blutlinie, hatte ihre Route gesehen., was sie nicht gesehen hatte waren die zwei Inconnu, die auftauchten und Merneiths Meister im Kampf stellten, besiegten und entführten. Jetzt war sie allein übrig und musste versuchen ihnen zu erklären, was ihr Meister hätte erklären wollen. Sie versuchte ihnen zu vermitteln, dass die Ursprünge der Kainiten so wie sie im Buch Nod standen nur Mythen waren, geschrieben von den Gewinnern der Geschichte. Sie berichtete, dass die Diener Gottes erklärte Feinde der vampirischen Rasse waren und diese Auslöschen wollten. Dies würde aber in einer Freisetzung der Dämonen resultieren und die Hölle auf Erden bedeuten. Selbst einige Gruppen der Vampire strebten diesem Ziel entgegen, wie die Baali. Deswegen hatte es vor etwa 1000 Jahren einen Krieg gegeben in dem die 13 Clans vereint gegen die Baali und das von ihnen beherschte Sassanidische Reich gezogen waren. Die Baali waren geschlagen worden und ihre Mitglieder in alle Winde zerstreut, aber der Sieg war zu spät erfolgt. Die Baali hatten bereits einen mächtigen General der Dämonen in diese Welt gerufen, und die Apokalypse drohte die Welt wie sie bis dahin bekannt war zu verschlingen. Drei Krieger stellten sich dem Dämonenfürsten entgegen und schafften es ihn mit einem komplexen Ritual zu binden und so das Ende der Welt aufzuschieben. Diese drei Vampire waren als Binder bekannt und trugen die namen Shukaris, Sidonie und Sorin. Aber damit war die Finsternis nicht geschlagen, Shukaris war im Laufe des Krieges bis aufs Mark verdorben wurden, er verriet seine Gefährten und seinen Clan um seine eigenen finsteren Zielen nachzugehen.

Das Gefängnis des Dämonenfürstens war nicht für die Ewigkeit geschaffen worden, mit der Zeit verlor es an Kraft und erlaubte dem Dämonenfürsten Einflus auf diese Welt zu nehmen. Unter dem Namen Kupala wurde er als Übel der Transsylvanischen Lande bekannt. Um seine Fesseln zu stärken, so sagte Merneith, sollten die Kainiten ans Ende der Welt reisen und die Bishamon suchen. Diese verfügten über uraltes Wissen der Geomantie, älter noch als das der Setiten, mit dem man Kupala weiterhin gefangen halten könnte.

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