Interludium: Der Kranich aus Kabul

Tisch-Runde Freitag 01.06.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri Antitribu), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), Tomás (Brujah)

Sie klärten noch einige Fragen mit Merneith, bevor sie sich verabschiedeten. Als letztes bot sie an, ihnen zu verraten wie man eine Schlange töten konnte. Natürlich war dies mit einer Gegenleistung und einer Reise verbunden, einer Reise nach Ägypten. Was hätte es auch sonst seien sollen?
Sie selbst wollte sie auf dieser Reise nach Osten nicht begleiten, sie wollte zurückkehren in ihre Heimat und dazu sollte man sie enthaupten. Die jüngeren Kainiten waren zuerst etwas verwirrt, aber sie erklärte es sei wohl eine Art Abkürzung die sie nehmen wollte. Erst schien es, als seien Adonai und die anderen unwillig sie in den Tod zu schicken, aber dann erbarmten sich Reynaud und Tomas. Reynauds erster Versuch mit seiner Thaumaturgie blieb erfolglos und so musste Tomas mit etwas mehr als einem Schwerthieb nachhelfen.

Die Reise ging weiter und als sie die ersten Ausläufer des Himalaya erreichten trennten sie sich von dem Hauptteil der Karawane und zogen mit ihren Kutschen und dem Wagen sowie Geletischutz alleine Richtung Kabul weiter. Wieder ging es ins Gebirge und mit den Bergen schienen sie auf dieser Reise kein Glück zu haben. Sie waren eine knappe Woche unterwegs, als eine ganze Gruppe wild gekleideter Menschen mit seltsamen Waffen ihnen entgegenkam. Geführt von einer Frau in einem perlmuttfarbenem Sari, oder soetwas ähnlichem. In ihrer rechten Hand trug sie eine Lanze mit einer roten Fahne daran. In den kommenden Verhandlungen kam es dazu, dass ein weiterer Wan Kuei auftauchte, in dunkle Rüstung gehüllt und mit einem dritten Auge auf der Stirn. Er sprach schlecht über Saulot und behauptete, dieser wäre unwürdig gewesen und sei deshalb aus der Gefolgsschaft des großen Arhat Xue verbannt worden. Diese Beleidigungen endeten in einem Duell, welches Adonai für sich entscheiden konnte, mit einem Leben am seidenen Faden hängend. Der Wan Kuei verfügte ebenfalls über eine schützende Aura und konnte sich einem dunklen Schatten gleich so schnell bewegen wie ein Assamit. Aber seinen sechs mit flammenden Schwertern bewaffneten Armen fehlte die Treffsicherheit die Adonais Auge ihm verlieh. Er durchdrang zwar immer wieder Adonais Verteidigung und fügte diesem klaffende Wunden zu, hauptsächlich dadurch, dass seine Schwerter brannten, bis ihn schließlich Adonais dritter Schlag traf und zu Boden streckte. Es dauerte eine Weile, in der die beiden Untoten von den Sterblichen ihrer Seiten tranken um sich von dem Kampf zu erholen, während sie gemeinsam weiter nach Kabul reisten.

Die Frau hielt die Vampire für eine Armee und sie war sich nicht ganz sicher wie sie ihnen begegnen sollte. Auf der einen Seite wollte sie keinen Kampf mit dieser Streitmacht riskieren. Gerade erst hatten die ihren Kabul von den Assamiten zurückerobert, dabei wohl auch Verluste erlitten, jetzt wollten sie nicht schon wieder gegen derart mächtige Gegner antreten. Statt dessen boten sie an, sie zu unterweisen wie man sich als Untoter an den Höfen der Wan Kuei in Asien benahm und ihnen dann auch noch im Austausch für einen Gefallen Zeichen zu geben, die sie als Verbündete des Hofes des Weißen Tigers ausgaben, damit sie ungehindert passieren konnten. Sie brachten die Kainiten und auch sich selbst durch eines der Seitenstadttore in einen kleinen Gasthof. Die Fahzeuge wurden auf dem Platz abgestellt und zusätzlich hatte man einen kleinen Raum zur Verfügung. Der Rest der Stadt war noch von den Osmanen besetzt, weswegen man sich ruhig verhalten musste, auf eine Rückeroberung durch Menschen konnte man erst in den nächsten Jahren hoffen. Sie zeigten sich ihren Möglichkeiten entsprechend, Badezuber mit Gefäßen im Pferdestall um sich von der Reise zu erholen, als zuvorkommende Gastgeber. Die Wan Kuei hatten gemerkt, dass weitere Vampire in den Gefährten mitgeführt wurden und boten sich an diese zu heilen und auf deren Erwachen zu warten, weil sie auch ihnen eine Gelegenheit bieten wollten sich zu beweisen und die Zeichen zu erhalten. Bis es schließlich soweit war, wollte Adonais ehemalige Gegnerin diesen unterrichten. Seine Kampfkunst hatte sie schwer beeindruckt und nun wollte sie ihm helfen Erleuchtung zu erlangen und von den Irrtümern der Kainiten abzurücken. Adonai hielt sein Wissen aus den letzten vierhundert Jahren keinesfalls für unerleuchteten Schwachsinn, wie es die Wan Kuei immer wider herüber brachten und wurde schlussendlich nciht weiter unterrichtet.

Als es dann soweit war, positionierten sie den Sarkophag in dem kleinen Raum und Reynaud öffnete ihn, während Tomas für die Sichherheit sorgte. Eszter befreite zunächst Melissa, die anstatt sich zu erheben zunächst einmal zusammenbrach und sich kaum rühren konnte. Anders verhielt es sich bei Durga, welche zwar noch sehr benebelt aber sonst Herr ihrer selbst war. SIe verstand schnell was es war wonach es Melissa verlangte und verwies die anderen des Raumes. Sie heizte einem der beiden Gefäße ordentlich ein und überlies sie dann Melissa. An Hand der Schreie konnte man hören, dass es ihr schon bald wieder besser ging. Den Rest der Nacht verbrachten Durga und Melissa dann gemeinsam, alles andere musste für eine Nacht verschoben werden.

In der kommenden Nacht erfuhren die beiden Schläfer in einer kurzen Lagebesprechung wo und bei wem sie zu Gast waren und brachen dann Hals über Kopf auf. Nicht ohne, dass Melissa sich noch im Geiste der anderen erkundigte wie man diese Wan Kuei töten konnte, wie man mit ihnen fertig werden konnte. Sie waren noch nicht weit gekommen, als die Frau im Perlmuttsari sie mit den Soldaten die sie schon im Gebirge dabei hatte erwartete. Sie streute noch Salz in die Wunden einer negativen Prägung, als sie versuchte die anderen mit Drohungen davon zu überzeugen zu bleiben, bevor sie weiterzogen. Trotz dieser Drohungen entwickelte sich noch ein Gespräch zwischen Durga, Adonai und der Wan Kuei. Aber die Unfähigkeit beider Fraktionen von ihren eingfahrenen Standpunkten abzurücken verurteilte dieses zum Scheitern, mal abgesehen von den fünfzig Bewaffneten und der Androhung irgendwelcher Geisterflammen.

Und so verließen die Kainiten Kabul und reisten gen Süden, Richtung Quilon.

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