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Das letzte Mahl, Teil 3

TS-Runde Montag 07.02.12
Erzähler: LostShadow
Spieler: Elias, Ulrych

Wie Ullrych und ich gedacht hatten waren sie wirklich schon hier. Allerdings gab es keine Geheimtür, sie saßen einfach vor unseren Augen.
Und wir hatten sie nicht gesehen, einfach so. Verfluchte Kinder des Sartans. Sie begrüßten uns als wäre ncihts gewesen, als hätten sie uns einen Gefallen getan, als sie uns verfluchten und uns ihren Feinden zum Fraß vorwarfen.
Schweine. Aber erstmal spielten wir mit.
Ich war nciht erpicht darauf, schon wieder verstümmelt zu werden. Nicht weil ich Angst davor hatte oder die Schmerzen scheute.
Ich wollte nicht aufhören zu existieren.
Ich wollte einen Weg finden sie alle dafür zu bestrafen was sie uns angetan hatten und ich wollte einen Weg finden ins Licht zurück zu kehren.
Wenn ich mich mutwillig verstümmeln ließe, dann brauchte ich Blut um mich zu heilen.
Das Blut musste ich den Menschen rauben, vielleicht die Kontrolle an die Bestien in mir verlieren.
Das war es, was ich nicht wollte. Scheiß auf meinen Unterkiefer, meinen Arm, was auch immer. Aber Menschen, selbst wenn sie nicht ganz aufrecht im Glauben waren, verdienten Besseres.
Verdienten es von mir beschützt zu werden, nicht von mir gejagt zu werden.

Für Giovanni sollten wir einen Brief überbringen, an diesen Japhet um den sich der Zwist zwischen den verschiedenen Vampiren drehte.
Ein Brief, bevor sie ihn umbringen würden, was wohl darin stand?
Im Austausch für das Überbringen des Briefes würden sie uns mehr über unsere neue Daseinsform lehren, mehr als dieser Torr uns hatte erzählen können.
Mich interessierte nicht, warum, oder wieso. Wenn ein Vampir sterben würde war das nur gut für mich.
Vielleicht wurden ja ein paar mehr draus, wenn er sich zur Wehr setzte.

Wie auch immer.
Noch in der selben Nacht verließen wir den Gasthof wieder mit der Kutsche.
Bran und der Stinker kamen auch mit, das Ullrych dabei war, war klar. Er hegte ebenfalls einen Groll auf unsere vampirischen „Freunde“.
Er teilte ihnen sogar mit, das wir keine Freunde wahren, dass wir nciht ihre Geliebten verlorenen Kindern waren, sondern das wir mitspielten weil wir etwas wollten.
Ich hatte mit einer Bestrafung gerechnet, aber sie nahmen es einfach so hin.
Verstehe einer diese Kreaturen.

Ullrych und ich unterhielten uns, über Waffen, über Sport über Kinderspiele. Nur Gott und die Welt erwähnten wir nicht, ich wollte nicht streiten.
Meine Mitfahrer waren dei einzigen auf der ganzen Welt, von denen man sagen konnte, dass sie auf meiner Seite waren. Zumindest ein kleines bisschen. So lange wir gemeinsam in dieser dummen Situation steckten.
Plötzlich kippte unsere Kutsche auf die Seite.
Pfeile surrten durch die Luft und schlugen ein. Sie brannten.
Jemand der wusste womit man uns beikommen konnte. Wundervoll.
Ullrych spähte nach draußen und sah… Kirchendiener.
Ich konnte nicht gegen sie kämpfen, ich wollte sie nicht töten.
Er sah das anders, wenn sie uns angriffen würde er sie töten sagte er.
Aber sie waren im Recht, wir waren des Sartan und sie waren Gottes Kinider, sie hatten jedes Recht uns zu stellen uns zu ermorden.
Es wäre mir nur lieber gewesen sie hätten mit anderen Geschöpfen der Nacht begonnen. Mit anderen als uns.
Wir standen doch auf der selben Seite, wir mussten uns nicht bekämpfen.
Ich versuchte sie davon zu überzeugen sich zurückzuziehen, aber sie wollten einfach nicht hören.

Ließen uns nicht fliehen und setzten uns nach als wir versuchten Rodrigo mitzunehmen.
Ich hätte ihn sterben lassen. Lieber er als als die Kirchendiener.
Aber Ullrych stellte sich ihnen entgegen.
Er war um einiges mächtiger als ich, oder irgend ein Mann den ich jemals gesehen hatte. Wie ein Blitz fuhr er durch sie hindurch, und schnitt sie wie Reife Ähren.
Ich stand ihm bei, ihre Waffen brannten wie die Sonne und ohne ihn würde ich niemals meine Rache bekommen.
Am Ende hatte ich einen getötet und einen weiteren leicht verwundet, all die anderen waren von Ullrych gefällt worden. Er war unglaublich stark und ziemlich schnell.
Nur einer war übrig. Selbst der Priester war gefallen, aufgespießt von Ullrychs Bastardschwert, dass er ihm kurzer hand entgegenschleuderte, als dieser versuchte uns zu vertreiben.
Vertreiben mit der Macht Gottes.
Die Macht Gottes. Ich kochte vor Wut. Brodelte vor Zorn. Ich hatte immer nur die Macht meiner Schwerter besessen.
Warum?
Ich hatte mich für ihn in die Finsternis begeben, um sein Licht zu verbreiten. Um die Menschen zu beschützen.
Und er hatte mich nciht beschützt.
Aber diese hier wurden beschützt. Beschützt vor mir.
Was hatte ich falsch gemacht?
Warum liebte GOtt mich nicht?
Sogar sein Blut war mir verwehrt. Gott verwehrte mir seine Hilfe voll und ganz. Es verätzte mich, einzelne tropfen brannten sich durch meinen Mund.
Ich hasste ihn dafür.

Diesem Hass verlieh ich Ausdrcuk in dem ich ihm eine meiner Klingen in den Kopf borte. Von unten durch den Mund, durch den Gaumen ins Gehirn.
Stirb!
Stirb weil du bekommen hast, was mir verwehrt wurde.
Stirb weil er dich liebt und mich nicht.
Stirb! Verdammt!

Die anderen wollten mit mir darüber reden was geschehen war. Schweigt verdammt.
Habt ihr nicht verstanden was gerade passiert ist? Gott teilte uns mit, dass er nicht jeden von uns liebte. Dass wir ihn nicht kümmerten.
Schweigt doch einfach.

Nur kurze Zeit später erreichten wir das Kloster des heiligen Timotheus.
Der Frieden der von diesem Ort ausstrahlte war erhaben.
Auf ewig will ich ihn in meinem Herzen tragen.
Dieser Iaphet, lebte hier in Frieden mit den Mönchen.
Sie wussten was er war, sie halfen ihm Trotzdem. Halfen uns und baten uns ihr Blut an.
Ich sah Ullrych an und wir hatten unsere Seite in diesem Spiel gefunden.
Dann eröffneten wir Japhet, was die anderen für ihn bereit hielten. Er wollte mit seinem Macher reden, der als Gestalt aus Licht erschien. Engelsgleich.
Er versprach uns Erlösung, wenn wir das Tier in uns besiegten und einem Weg des Himmels folgten.
Er sagte wir müssen dazu zurückkehren an den Ort meines Hasses und unseren Opfern vergeben.
Dies waren Worte wie sie auch von ihm hätten kommen können. Er war ein Engel, ein Bote Gottes.

Meine Wahl war getroffen.

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Das letzte Mahl, Teil 2

TS-Runde Montag 26.12.11
Erzähler: LostShadow
Spieler: Elias, Ulrych

Wo bin ich da nur hereigeraten? Eine neue Nacht brach an und einer nach dem anderen erwachten wir auf unseren Schlafstätten.
Ich wusste nicht, was von uns erwartet wird, und der Sinn nach Konversation stand mir auch nicht. Der einzige mit dem ihch jetzt gerne reden würde wird mir jetzt sicher nicht antworten. Aber vielleicht kann ich ja irgendwann, irgendwas tun um meine Seele von der Finsternis zu reinigen die sie umfing?
Dieser dämliche Ghul, Hardestadts Handlanger im Bezug auf seine neuen Handlanger, glaubte zwar, Gott wäre ein gütiger Gott und würde vergeben.
Aber Vergebung finden können nur Menschen und auch nur jene aufrechten Glaubens.
Alle anderen werden des Widersachers sein. So wie ich es nun war. Aber ich würde mich nicht einfach fügen, und eine Kreatur des Teufels werden.
Diese ganzen Kreaturen würden schon noch sehen was sie davon hatten mich in ihre Reihen zu holen und als Laufburschen zu benutzen.

Hardestadt. Vielleicht war er früher mal ein imposanter Mann. Aber seine Zeit als Geschöpf Sartans hat seinen Geist definitiv erschöpft.
Anstatt auf seinen Verstand zu bauen, spielte er jetzt nur noch lächerliche Machtspielchen und verließ sich auf seine Kräfte. Erbärmlich.
Ich meine bitte, uns mit ein bischen Feuer zu erschrecken, wo wir noch keine Erfahrung haben das Tier in uns zu kontrollieren?
Große Vorstellung. Nicht. Und dann wog er meinen Taten gegeneinander ab und beschloss, dass es mutiger war in einen Raum mit einem kleinen Feuerchen zu treten als ihm, einem König unter den Kreaturen Sartans die Stirn zu bieten. Ich hätte anders geurteilt.
Er aber bestrafte mich für den Mut dem ich ihn bewies.

Nachdem er seinen Spaß mit mir hatte, erklärte er uns seinen Plan. Wir sollten uns bei unseren Erschaffern einschleichen und herausfinden wann diese irgendeinen anderen Vampir umbringen wollten.
Aber gerne doch, nur nicht auf deine Weise Hardestadt. Wenn du uns tot sehen willst, bring uns wenigstens selbst um.
Ich überlegte mir einen neuen, anderen und nach Absprache mit Ulrych und dem Stinker auch realistischeren Plan, dem wir nachgehen wollte.
Wir würden diesen Teufeln die uns aus dem Licht Gottes verbannt hatten erst einmal die Wahrheit sagen, und später entscheiden auf welche Seite wir uns Schlugen, Hardestadt oder diesse Giovanni. Eigentlich war es mir egal, ich wollte nur, dass möglichst viele von ihnen starben. Wie auch immer ich dies bewerkstelligen konnte, so würde ich handeln.

Doch es gab noch einige Hindernisse zu überwinden. Der Hunger mit dem der Widersacher uns verflucht hatte machte sich bemerkbar und Hardestadts Ghul hatte uns in ein kleines Dorf gefahren. Dort sollten wir unseren Hunger stillen, an lebenden Menschen abartig. Und ich war scheinbar auch noch damit verflucht nur bestimmtes Blut trinken zu können, also konnte ich nicht auf Tiere ausweichen, die sowieso für nichts anderes als Nahrungszwecke gut waren.
Ulrych wollte einfach irgend jemanden überfallen, seinen Hunger an irgendeiner armen Seele stillen.
So weit war es also um seinen Glauben bestellt. Aber ich wollte nicht stehlen. Auch kein Blut.
Auch als Mensch war ich nciht frei gewesen von Sünde, aber all meine Verfehlungen geschahen im Auftrag des Ordens, im Auftrag der Kirche, im Auftrag Gottes.
Sie würden mir nicht das Tor zum Himmelreich verwehren.
Jede Sünde die ich jetzt beging, würde ich zu verantworten haben. Obwohl ich bereits verdammt war wollte ich nicht noch tiefer sinken, ich konnte es einfach nicht.
In einer schmierigen Schenke suchte ich eine Frau auf, von der ich glaubte trinken zu können.
Ich erzählte ihr von meiner Verdammnis, berichtete ihr, dass ein Mann der Kirche ihrer Hilfe bedurfte und sie wollte mir helfen.
Ich ergriff ihre Hand, tat so als wolle ich sie küssen.
Natürlich im verborgenen einer kleinen Nische, sorgfältig darauf bedacht, dass uns niemand beobachtete.
Meine Fänge kamen hervor und statt sie zu Küssen drangen sie in sie ein.
Bohrten sich in das wunderbare, weiße Fleisch ihres Unterarms und daraus hervor quoll das Elixier des Lebens.
Ich wollte nur ein paar wenige Schlücke nehmen, nicht viel. Wollte der Frau nicht mehr Schaden als unbedingt notwendig.
Dem Hunger des Sartan nachzugehen, hieß dem Sartan selbst zu dienen, ihn zu stärken.
Ich wollte Leben, darum musste ich trinken.
Aber ich wollte nicht töten.
Es war als würde ich flüssiges Feuer trinken, das Elixier des Lebens selbst, der Inhalt des Sangreals.
Ich konnte nicht absetzen.
Ich wollte sie nicht verletzen.
Zu viel.
Viel zu viel.
Aber ich konnte nicht aufhören.
Es war wieder da.
Die Finsternis in mir hatte sich geregt. Sie ehatte sich gestreckt und ausgebreitet und nun erfüllte sie mich.
Es war nicht ich der sie nicht los lies und in gierigen Schlücken immer weiter trank.
Es war die Finsternis in mir.
Ich lehrte meinen wunderbaren Sangreal und tobte durch die Stadt.
Einige Menschen erkannten meine glühenden Augen die ich nun nicht länger verbergen konnte und wollten mir Einhalt gebieten.
Auch sie wurden verschlungen von dem Tier in mir.
Erst viel später kam ich zur Besinnung.

Ullrych war bei mir. Er hatte mir geholfen die Finsternis einzuschließen. Sie durfte nie wieder heraus.
Ich musste ihr die Tür versperren und den Schlüssel wegwerfen.
Der Ghul war entsetzt von unseren Taten.
Bitte was hatte er denn erwartet?
Wie mit dem Feuer schien es Hardestadt Spaß zu bereiten uns entdecken zu lassen, was dieser Fluch alles mit sich brachte. Wenn jemand dabei starb kümmerte es ihn nicht und das obwohl einer seiner Freunde so viel darauf gab unerkannt unter den Menschen zu leben.
Ich hasste den alten Teufel. Eines Tages würde ihn meine Vergeltung treffen, dass schwor ich mir.
Eines Tages würde er bezahlen für die vier Menschen die ich seinetwegen verschlungen hatte.
Vier Menschen die ich niemals vergessen durfte.

Unterwegs gaben uns weitere Menschen den Anlass sie umzubringen.
Ein paar Straßenräuber, die völlig unvorbereitet versuchten unsere Kutsche zu überfallen.
Während unser stinkender Freund sich unter den Sitzbänken der Kutsche verkroch, sahen Ulrach und ich uns an.
Er war ein Krieger, ich ein Mörder im Namen Gottes.
Kaum eine halbe Minute später lagen sie alle im Staub. Erschossen oder durch unsere Klingen gefällt.
Ich kennzeichnete ihre Leichen als Räuber und danach machten wir uns daran den Baumstamm aus dem Weg zu räumen mit dem sie uns aufgehalten hatten.
Mit jeder Nacht die verging wurde mir mehr und mehr bewusst wie es um meine Seele bestellt war.
Mit jeder Nacht mehr offenbarten sich weitere teuflische Kräfte.
Und der Widersacher verschenkte nichts ohne, dass man den entsprechenden Preis dafür zahlen musste.

Dann konnten wir endlich weiterfahren. Es dauerte nicht lange bis wir das Gasthaus in dem die Verschwörer verweilen sollten erreichten.
Doch es war wie verhext. Die Menschen im Gasthaus waren nicht mehr als Marionetten die immer wieder die gleichen Handlungen vollführten.
Immer und immer wieder.
Erst hatte ich gedacht die Verschwörer wären noch nciht hier gewesen.
Aber sie waren es. Und sie hatten den Menschen hier irgendetwas angetan.
Eine weitere Sünde, für die ich sie eines Tages zahlen lassen würde.

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Das letzte Mahl, Teil 1

TS-Runde Montag 26.12.11
Erzähler: LostShadow
Spieler: Bran, Elias, Ulrych

Der Winter war bald zu Ende und die Tage würden länger werden. Der Winter war die Jahreszeit der Nacht und in der Nacht regierte die Finsternis. Wie ich bald herausfinden sollte, war damit nicht die Abwesenheit des Glaubens und der Güte im Herzen der Ketzer gemeint, sondern weitaus schlimmeres.
Ich trainierte gerade im Innenhof, als die Finsternis ihre Tentakeln nach mir ausstreckte.
Es schneite und aus dem Schnee schälte sich ein Dienstbote. Er hatte einen Brief, geschrieben auf kostbarstem Papier, für mich.
Ich wollte ihn nicht hier draußen öffnen, er wäre im Schnee nur beschädigt worden.
Also ging ich hinein.
Es war eine Einladung zu einem Festmahl. Von einem gewissen Claudius Giovanni. Eine Einladung nach Rumänien in seinen Herrschersitz.
Welcher Torr, lud jemanden wie mich ein, zu einem Abendmahl, nach Rumänien? Jemand, der es sich leisten konnte, jemand der so überlegen war, dass er einen einfachen Menschen nicht fürchten musste.
Ich zeigte meinem Sephirot die Einladung und teilte ihm mit, dass ich ihr folgen würde um den Giovanni auf den Grund zu gehen.
Der letzte Fehler meines Lebens, der mich nicht nur das selbige kosten würde sondern meine Seele gleich dazu. Mit ewiger Verdammnis werde ich eines Tages dafür zahlen müssen.

Dann packte ich meine Sachen und brach am nächsten Morgen mit einer schwarzen Kutsche ohne Fenster auf. Dies hätte das Zeichen sein sollen, nicht ohne einen ganzen Chor von Archonten zu den Giovannis aufzubrechen, aber noch glaubte ich nicht an die Schauermärchen, die hier und da grassierten. Schauermärchen darüber, was in der Finsternis wirklich lauerte und warum wir sie fürchteten.
Nach einer langen und überaus langeweiligen Kutschenfahrt durch den Schnee machten wir schließlich Halt in einem den Giovanni gehörenden Gasthaus. Es war der letzte Stopp, bevor wir sein Anwesen betreten würden.

Man teilte mir mit, dass noch eine ganze Reihe weiterer Gäste erwartet wurden, 13 welch eine langeweilige Zahl. Die Herren sollten sich schämen für ihre Einfallslosigkeit. Die anderen stammten aus jedweder Schicht, vom einfachen Bettler bis zu einer hohen Gräfin. Nach welchen Kriterien hatte man uns denn bitte ausgewählt hier zu erscheinen?
Als die versprochenen 13 Gäste eingetroffen waren, betrat ich die Taverne und wurde von einem Verrückten Mönch begrüßt. Er warnte mich vor der Finsternis und wurde dafür später von Soldaten auf grausamste bestraft. Armer Narr. So ein Theater an einem solchen Ort.
Hätte er sich doch nur selbst in Sicherheit gebracht oder konkrete Warnungen ausgesprochen. So half er weder sich. noch mir. Welch eine Verschwendung.
Ich gesellte mich in eine finstere Ecke, wie üblich. In den finsteren ecken, mussten einfach Leute wie ich sitzen, wo kämen wir denn sonst hin und lernte Ulrych kennen. Einen Mann unter Waffen aus Prag, aber kein Jakobiter. Äußerst seltsam. Wie er wohl zu den Jakobitern stand?

Wir waren jedenfalls nicht die einzigen, die gerne beobachteten. Eine alte Frau machte ebenfalls keinen Hehl daraus, dass sie neugierig auf die vielen Gäste war. Wer konnte ihr das schon verübeln. Unter anderen Umständen hätte ich vielleicht versucht hier und da Informationen über die ein oder andere Suspekte Gestalt zu erlangen. Aber die Giovanni waren das Ziel, nicht die anderen Gäste. Also wartete ich beobachtete ich und trank nicht zu viel, bis ich schlielich ins Bett ging.

Am nächsten morgen gesellte ich mich dann doch einmal zu der alten Frau, aber was sie so redete war gänzlich unspeltakulär oder sie konnte sich gut verstellen. Vermutlich letzteres, denn wie sich später herausstellte war sie ein Vampir. Aber wie konnte sie an diesem Morgen wach sein und mit mir frühstücken? Seltsam seltsam.

Am Nachmittag wurden wir dann zum Anwesen gefahren, zusammengefercht in viel zu kleinen Kutschen, ohne auf Standeszugehörigkeit oder Geruchssinn Rücksicht zu nehmen. Wir waren keine Gäste, wir waren Opfer die geschächtet und ausgeblutet werden sollten.
Vorher aber wurden wir von denen die uns verspeisen wollten weichgeklopft, wie ein Schnitzel, so drückte es zumindest unser überheblicher Gastgeber aus. Soll er nur Reden. Eines Tages wird meine Rache ihn mit den Strahlen der aufgehenden Sonne begrüßen. Dann kann er dem Morgenrot seinen Bockmist erzählen.
Jadviga, eine Adlige vom Clan der Könige, führte mich spazieren bevor wir schließlich in einem kahlen Raum ankamen. Ich hätte nicht gedacht, dass es in der sonst so prunkvollen Villa überhaupt so triste Räume gab. Vermutlich wollte man sich mit den entsprechenden Beschäftigungen nicht die teuren Möbel versauen. Ich sollte ein armes kleines Mädchen auspeitschen um zu beweisen, dass ich in der Lage wäre zu führen. Sowas lächerliches.
Pein und Marter sind Bestrafungen die man austeilt um den Menschen ihre Fehler vor Augen zu führen auf das sie sich bessern können. Denn jeder von uns hat reichlich Fehler die der Bestrafung bedürfen und Makel die es auszubessern galt. Eine kleine Dienerin auspeitschen, dass ürde niemanden von uns weiterbringen.
In mir keimte ein Verdacht. Ich holte aus, fuhr herum und schlug nach der Werten Jadviga. Unterrichtsstunde Nummer eins, verstehen wann und wofür Bestrafung angemessen war. Leider war sie unglaublich schnell. Schnell genug um meiner Gerechtigkeit und meiner Weisheit zu entkommen. Keine Frau konnte so schnell seien, sie war des Teufels. Ich würde sie verbrennen.
Doch bevor ich dazu kam irgendetwas zu tun überreichte sie der Dienerin die Peitsche und befahl ihr mich auszupeitschen. Sie schwafelte irgendetwas davon, dass ich ein Lamm wäre. Pah, Lamm. Ich bin der Tod. Bringe ihn über jene, die das Licht des herrn nciht länger verdient haben. Aber erstmal wurde ich ausgepeitscht. Es gelang mir nicht, das mädchen aufzhalten und so erwischte sie mich mit der Peitsche. NIcht besonders feste zum Glück.
Sie hatte sich nichtmal widersetzt, sondern den Willen ihrer dämonischen Herrin einfach ausgeführt.
Ich hätte gerne einen Scheiterhaufen zur Hand gehabt um ihre Seele zu läutern und sie gen Himmel zu schicken. So blieb mir nichts anderes übrig als ihr die Kehle zu durchtrennen und so ihren Qualen hier auf Erden ein Ende zu bereiten, bevor sie tiefer und tiefer in die Verdammnis abrutschte.

Dafür musste ich bezahlen. Die Dämonin raubte mir das Bewusstsein und gefesselt wurde ich zurück zur Tafel gebracht, wo ich etwas später wieder erwachte. Wir durften eine Weile zuhören in der Claudius Giovanni von seinen vermutlich nicht sehr ausgefeilten Plänen berichtete, ganz in der Manier eines herkömmlichen Gauners, der glaubte alles unter Dach und fach zu haben.
Erst tötete man seine Opfer, dann sprach man zu ihren Leichen. Wenn man denn unbedingt was erzählen wollte. Viel sicherer. Wird er auch noch lernen irgendwann. Sowohl Ulrychs als auch meine Befreiungsversuche schlugen fehl, wegen uns war sein Verhalten sicherlich kein Fehler.
Aber die Feinde aus den Reihen der Untoten tauchten auf und attackierten das Anwesen.
Wir gerieten als Kanonenfutter zwischen die Fronten.
Und wurden gefangengesetzt. Seine Feinde waren offensichtlich um einiges schlauer als wir. Dachte ich zumindest, bis sie nachdem sie uns im Kerker schmoren ließen, bis sie mit der Befragung begannen. Allesammt Narren diese Untoten.
Und meine Seele hatte sie geraubt. Mich hatten sie verdammt.
Aber die Finsternis in die sich mich gestürzt hatten würde nicht ändern wer oder was ich war.
Ich bin ein Krieger meines Sephirots, ich bringe den Tod. Und jetzt hatte ich eine wunderbare Gelegenheit mir die Nacht von innen anzusehen und sie von innen zu bekämpfen.
Den Hardestadt lies Ullrych, Bran, einen Schmied aus England, und den Stinker auf Durgas anraten am Leben. Sie meinte wir würden ihm noch behilflich sein. Gut das ich mit der alten Dam gefrühstückt hatte, vielleicht bewog sie das uns unter die Arme zu greifen?
Aber freu dich nciht zu früh lieber Hardestadt.
Nur das du nicht die Nummer 1 bist, heißt nicht, dass du nicht auf meiner Liste stehst.
Amen.

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Elias von Falkenstein

Aussehen: Elias von Falkenstein [Mandavar]

Alter: 34
Geschätztes Alter: Mitte 30
Haare: Blond, reichen bis zur Mitte des Rücken, Pferdeschwanz
Augen: eisgrau
Rasse: Kaukasier
Nationalität: Herzogtum Kleve
Größe: 1,83m
Gewicht: 85kg
Geschlecht: männlich

Elias ist ein hochgewachsener, schlanker und kräftiger Mann. Er bewegt sich mit der Eleganz einer Raubkatze, denn wie diese ist er ein eiskalter Killer.
Im Stützpunkt seines Ordens trägt er normalerweise eine schlichte dunkle Robe mit Kaputze, wie die eines Mönches. Auf der Jagd nach Ketzern und Hexen trägt er normalerweise einen schwarzen Kutschermantel und einen Lederhut. Außer seinen stahlgrauen Augen und seinen langen blonden Haaren kann man dann nicht viel von ihm erkennen. Auch die schwarzen Handschuhe und Schnallenstiefel sind aus Leder gemacht.
Sollte der Auftrag gefährlicher sein, legt er ein Kettenhemd, Lederrüstung und Lederzeug an um sich zu schützen.
Bewaffnet ist er mit zwei schlanken, leicht gebogenen Klingenwaffen, die sich in einem Kreuzgurt auf seinem Rücken befinden, die Griffe schauen aus entsprechenden Öffnungen im Mantel auf dem Rücken hervor.
Um die Hüften trägt er zusätzlich einen breiten Gürtel an dem Halfter für 2 kunstvoll verzierte Steinschlosspistolen befestigt sind.

Er ist eine düstere, bedrohliche Gestalt die fremde zunächst mit Arwohn betrachtet. Handelt es sich um Katholiken, Anhänger des einzigen wahren Glaubens ist er zuvorkommend und höflich. Handelt es sich um Ketzer wartet er nur auf einen Fehltritt und den Auftrag sie zu richten.

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