Archiv für die Kategorie VtDA: Transylvanische Chroniken

Interludium: Der Kranich aus Kabul

Tisch-Runde Freitag 01.06.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri Antitribu), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), Tomás (Brujah)

Sie klärten noch einige Fragen mit Merneith, bevor sie sich verabschiedeten. Als letztes bot sie an, ihnen zu verraten wie man eine Schlange töten konnte. Natürlich war dies mit einer Gegenleistung und einer Reise verbunden, einer Reise nach Ägypten. Was hätte es auch sonst seien sollen?
Sie selbst wollte sie auf dieser Reise nach Osten nicht begleiten, sie wollte zurückkehren in ihre Heimat und dazu sollte man sie enthaupten. Die jüngeren Kainiten waren zuerst etwas verwirrt, aber sie erklärte es sei wohl eine Art Abkürzung die sie nehmen wollte. Erst schien es, als seien Adonai und die anderen unwillig sie in den Tod zu schicken, aber dann erbarmten sich Reynaud und Tomas. Reynauds erster Versuch mit seiner Thaumaturgie blieb erfolglos und so musste Tomas mit etwas mehr als einem Schwerthieb nachhelfen.

Die Reise ging weiter und als sie die ersten Ausläufer des Himalaya erreichten trennten sie sich von dem Hauptteil der Karawane und zogen mit ihren Kutschen und dem Wagen sowie Geletischutz alleine Richtung Kabul weiter. Wieder ging es ins Gebirge und mit den Bergen schienen sie auf dieser Reise kein Glück zu haben. Sie waren eine knappe Woche unterwegs, als eine ganze Gruppe wild gekleideter Menschen mit seltsamen Waffen ihnen entgegenkam. Geführt von einer Frau in einem perlmuttfarbenem Sari, oder soetwas ähnlichem. In ihrer rechten Hand trug sie eine Lanze mit einer roten Fahne daran. In den kommenden Verhandlungen kam es dazu, dass ein weiterer Wan Kuei auftauchte, in dunkle Rüstung gehüllt und mit einem dritten Auge auf der Stirn. Er sprach schlecht über Saulot und behauptete, dieser wäre unwürdig gewesen und sei deshalb aus der Gefolgsschaft des großen Arhat Xue verbannt worden. Diese Beleidigungen endeten in einem Duell, welches Adonai für sich entscheiden konnte, mit einem Leben am seidenen Faden hängend. Der Wan Kuei verfügte ebenfalls über eine schützende Aura und konnte sich einem dunklen Schatten gleich so schnell bewegen wie ein Assamit. Aber seinen sechs mit flammenden Schwertern bewaffneten Armen fehlte die Treffsicherheit die Adonais Auge ihm verlieh. Er durchdrang zwar immer wieder Adonais Verteidigung und fügte diesem klaffende Wunden zu, hauptsächlich dadurch, dass seine Schwerter brannten, bis ihn schließlich Adonais dritter Schlag traf und zu Boden streckte. Es dauerte eine Weile, in der die beiden Untoten von den Sterblichen ihrer Seiten tranken um sich von dem Kampf zu erholen, während sie gemeinsam weiter nach Kabul reisten.

Die Frau hielt die Vampire für eine Armee und sie war sich nicht ganz sicher wie sie ihnen begegnen sollte. Auf der einen Seite wollte sie keinen Kampf mit dieser Streitmacht riskieren. Gerade erst hatten die ihren Kabul von den Assamiten zurückerobert, dabei wohl auch Verluste erlitten, jetzt wollten sie nicht schon wieder gegen derart mächtige Gegner antreten. Statt dessen boten sie an, sie zu unterweisen wie man sich als Untoter an den Höfen der Wan Kuei in Asien benahm und ihnen dann auch noch im Austausch für einen Gefallen Zeichen zu geben, die sie als Verbündete des Hofes des Weißen Tigers ausgaben, damit sie ungehindert passieren konnten. Sie brachten die Kainiten und auch sich selbst durch eines der Seitenstadttore in einen kleinen Gasthof. Die Fahzeuge wurden auf dem Platz abgestellt und zusätzlich hatte man einen kleinen Raum zur Verfügung. Der Rest der Stadt war noch von den Osmanen besetzt, weswegen man sich ruhig verhalten musste, auf eine Rückeroberung durch Menschen konnte man erst in den nächsten Jahren hoffen. Sie zeigten sich ihren Möglichkeiten entsprechend, Badezuber mit Gefäßen im Pferdestall um sich von der Reise zu erholen, als zuvorkommende Gastgeber. Die Wan Kuei hatten gemerkt, dass weitere Vampire in den Gefährten mitgeführt wurden und boten sich an diese zu heilen und auf deren Erwachen zu warten, weil sie auch ihnen eine Gelegenheit bieten wollten sich zu beweisen und die Zeichen zu erhalten. Bis es schließlich soweit war, wollte Adonais ehemalige Gegnerin diesen unterrichten. Seine Kampfkunst hatte sie schwer beeindruckt und nun wollte sie ihm helfen Erleuchtung zu erlangen und von den Irrtümern der Kainiten abzurücken. Adonai hielt sein Wissen aus den letzten vierhundert Jahren keinesfalls für unerleuchteten Schwachsinn, wie es die Wan Kuei immer wider herüber brachten und wurde schlussendlich nciht weiter unterrichtet.

Als es dann soweit war, positionierten sie den Sarkophag in dem kleinen Raum und Reynaud öffnete ihn, während Tomas für die Sichherheit sorgte. Eszter befreite zunächst Melissa, die anstatt sich zu erheben zunächst einmal zusammenbrach und sich kaum rühren konnte. Anders verhielt es sich bei Durga, welche zwar noch sehr benebelt aber sonst Herr ihrer selbst war. SIe verstand schnell was es war wonach es Melissa verlangte und verwies die anderen des Raumes. Sie heizte einem der beiden Gefäße ordentlich ein und überlies sie dann Melissa. An Hand der Schreie konnte man hören, dass es ihr schon bald wieder besser ging. Den Rest der Nacht verbrachten Durga und Melissa dann gemeinsam, alles andere musste für eine Nacht verschoben werden.

In der kommenden Nacht erfuhren die beiden Schläfer in einer kurzen Lagebesprechung wo und bei wem sie zu Gast waren und brachen dann Hals über Kopf auf. Nicht ohne, dass Melissa sich noch im Geiste der anderen erkundigte wie man diese Wan Kuei töten konnte, wie man mit ihnen fertig werden konnte. Sie waren noch nicht weit gekommen, als die Frau im Perlmuttsari sie mit den Soldaten die sie schon im Gebirge dabei hatte erwartete. Sie streute noch Salz in die Wunden einer negativen Prägung, als sie versuchte die anderen mit Drohungen davon zu überzeugen zu bleiben, bevor sie weiterzogen. Trotz dieser Drohungen entwickelte sich noch ein Gespräch zwischen Durga, Adonai und der Wan Kuei. Aber die Unfähigkeit beider Fraktionen von ihren eingfahrenen Standpunkten abzurücken verurteilte dieses zum Scheitern, mal abgesehen von den fünfzig Bewaffneten und der Androhung irgendwelcher Geisterflammen.

Und so verließen die Kainiten Kabul und reisten gen Süden, Richtung Quilon.

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Interludium: Durch die Wüste

Tisch-Runde Freitag 18.05.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: -1h Adonai (Salubri Antitribu), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), -1h Samnang (Wahrer Brujah), Tomás (Brujah)

Sie folgten den Spuren geführt von Vlad durch den Schnee. Unte reinem kleinen Felsvorsprung in der Flanke des Berges fanden sie eine von Vlad errichtete Scheußlichkeit. Aus den Körpern von drei Wolflingen hatte er eine Art Banner gemacht und aufgestellt. Den einen hatte er seinem Namen entsprechend auf einem Knöchernen Stab gepfählt, abe rzusätzlich eine Querstange angebracht sodass der Wolfling nciht nur gepfählt sondenr auch gekreuzigt im Gebirge hing. Die anderen beiden hatte er gehäutet und dem aufgespießten die Häute als Umhang umgelegt, wie bei römischen Offizieren, die sich mit Wolfspelzen brüsteten. Aus ihren Rippen hatte er eine Art Zaun errichtet, in dessen mitte die sonstigen Überreste verstreut lag. Wie er dei Wolflinge getötet hatte, wollte er nciht offenbaren, auch nciht warum er im letzten Kampf nicht eingegriffen hatte.

Als sie den Bergarm dann ganz umrundet hatten fanden sie ihre Herde und auch die vermissten Ghule. Alle hatten sich ausgezogen und lagen nackt im Schnee an die Flanke des Berges geschmiegt. Drei große Schlanke Frauen kümmerten sich um die Menschen, immer wieder bückten sie sich, ergriffen eine Hand voll Schnee und rieben die Erfrierenden damit ein. Adonai warnte die anderen, er kannte diese Kreaturen aus seiner Heimat. Es waren Yuki Onna, Schneefrauen. Geister die man nicht besiegen konnten, die mit dem Schnee kamen und Männer dazu brachten im Schnee zu erfrieren. Adonai und Samnang unterhielten sich mit den Schneefrauen, wurden von diesen aber ziemlich schnell um den Finger gewickelt. Ihre Gedanken wurden so verdreht, dass sie den Lügen der Schneefrauen glabten und mithalfen die Menschen dem Berg zu opfern um diesen zu besänftigen. Reynaud durchschaute die Frauen recht schnell, und testete seine Dunklen Gaben gegen sie. Erst schleuderte er eine von ihnen gegen die Felswand und dann, als er sah, dass sie ihm nichts entgegensetzen konnten schleuderte er sie die Bergflanke herab. Bevor er sich den anderen beiden zuwenden konnten flohen diese. Die Kainiten kümmerten sich darum die Menschen wieder in warme Kleidung zu stecken. Reynaud trocknete und wärmte ihre Kleidung, während Thomas und Adonai sie untersuchten und die am schwersten Verletzten heilten sie mit ihrer Vitae. Vier konnten nicht gerettet werden, doch ihr Blut sollte den Reisenden helfen noch weiter zu kommen.

Ohne weitere Übergriffe konnten sie das Gebirge hinter sich lassen und über Tiflis nach Baku reisen. Aber dafür waren sie jetzt im Gebiet der Assamiten.
Auf Grund der Verluste in ihrer Herde, wenn gleich gering, waren sie nicht auf dem Höhepunkt ihrer Kräfte als sie mit den Assamiten verhandelten. Außerdem wollten sie sich auf feindlichem Gebiet bedeckt halten.
Sie gaben sich für Kainiten der Camarilla aus und im Austausch für Vitae, dem Bevorzugten Zahlungsmittel der Assamiten, wurde ihnen gewährt die Stadt zu durchqueren und dort zu jagen. Das Jagdrecht bekamen allerdingscnur jene, die mit ihrem eigenen Blut zahlten, was Adonai und Viktor verweigerten. Schnell stellte sich heraus, dass sie auch beobachtet wurden um sicher zustellen, dass sie ihre Auflagen auch wirklich einhielten. Trotzdem kam es noch zu einem kleinen Zwischenfall mit Eszter. Sie hatte ihren Guhl bereits vor den Verhandlungen in die Stadt geschickt und dafür sollte sie jetzt bezahlen, mit Vitae oder ihrem Leben und dem des Ghuls. Beinahe wären die Verhandlungen an Sprachbarrieren und ihrer Blindheit gescheitert, aber dann verstand sie doch ncoh, was man von ihr wollte und fügte sich den Herren der Stadt. Danach verweilte die Reisegruppe nicht mehr lange in der Stadt, Victor hatte sie mitsamt Wagen auf einem großen Schiff einquartiert, mit dem sie das kaspische Meer überqueren und so lange Monate in der Kutsche überspringen konnten.

Auf der anderen Seite des Meeres wartete nichts als Wüste auf sie, Wüste und winzige Ortschaften die kaum reichten die Vorräte wieder aufzustocken die sie während der Wüstenreise von einem zum nächsten verbrauchten. Gäbe es nicht zwischendrin immer wieder Karawansereien gieriger Händler die von dem Verkehr der Seidenstraße profitieren wollten, wäre eine solche Reise beinahe unmöglich gegewesen. Zumindest wäre sicherlich ein Großteil der Mitreisenden, diesen Teil der Reise bestritten sie als Teil einer größeren Karawane, völlig Blutleer im Fernen Osten angekommen.

Nach anderthalb Monaten kräftezährender Reise durch die Wüste trug es sich zu, dass die verschiedenen Führer der Karawanen Rat bei diesen seltsamen Mitreisenden suchten. Seit Tagen zeichnete sich am Horizont ein Gewaltiger Sandsturm ab. Ein Sandsturm dieser Größe war für eine Wüste in der es kaum Sand gab schon ungewöhnlich genug, aber, so waren sich alle Führer einig, er bewegte sich auch nciht, wie er es hätte tun müssen. Da man davon ausgehen konnte, dass er auch weiterhin seine Position nciht verändern würde, einigte man sich darauf viel näher an den Sturm heranzureiten und dann Späher auszuschicken. Noch während die Späher unterwegs waren konnten die Reisenden mit ansehen wie die Staubfront, die sich über den gesamten Horitzont erstreckte, unter gewaltigem Getöse in sich zusammenbrach.

Verborgen in der Sturmwolke hatte wohl eine gewaltige Schlacht getobt. Es waren Kämpfer aus aller Herren Länder aus allen Zeiten an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen, sodass schnell die Vermutung aufkam ein Capadoziander wäre an der Schlacht beteiligt gewesen. Jetzt hatten alle Kämpfer eines gemeinsam, der Sand hatte ihnen das Fleisch in Fetzen gerissen und Knochen wie uralte Rüstungen und Waffen blank poliert, nur um sie danach mit einer feinen Schicht gelben Staubs zu bedecken. Erst nachdem sie Tage durch die Überreste des Schlachtfeldes gezogen war und die Stimmung unter den Sethskindern immer drückender wurde, zeigten sich erste Anzeichen für den Gegner dieser Auseinandersetzung. Es waren Kreaturen aus Stein, bedeckt mit seltsamen Zeichen, die Samnang als nordafrikanisch identifizierte. Neben Skorpionen und gewaltigen, geflügelten Sphinxen gab es vor allem etwa drei Meter große aus Stein zusammengesetzte Gestalten mit riesigen Tierschädeln statt Köpfen, bewaffnet mit imposanten ägyptischen Ritualwaffen. Zwei Inconnu kamen ihn entgegen, verweilten kurz um Viktor zu grüßen und gingen dann ihres Weges, einen kräftigen, rothaarigen Afrikaner an Ketten und gepfählt hinter sich herschleifend.

In einer Menschenansammlung, die von Eszter schnell vertrieben wurde, fanden sie eine von vier Steinstatuen bewachte frau in den weißen Gewändern einer Kriegerin, mit goldenen Flügeln, die sie mit ihren Armen aufspannen konnte. Sie gehörten nicht zu der Frau selbst, nur zu ihrem Gewand. Noch während die Kainiten überlegten, was sie mit ihr anstellen sollten, zerbarsten ihre steinernen Wächter einer nach dem anderen. Noch bevor der letzte nichts weiter als ein bewaffneter Haufen Steine war, trat Adonai an sie heran und versuchte mit ihr zu sprechen. Es dauerte eine Weile, aber dann hatten sie eine gemeinsame Sprachen gefunden und unterhielten sich fortan auf Latein in Durgas Wagen, in Abgeschiedenheit von Schaulustigen.

Merneith beklagte den Verlust ihres Meisters. Mit gewaltigem Gefolge waren sie hierher gereist um den Klüngel mit dem Wissen über die Uralten Vampirtafeln zu treffen. Nadirah, eine Prophetin aus Jeans Blutlinie, hatte ihre Route gesehen., was sie nicht gesehen hatte waren die zwei Inconnu, die auftauchten und Merneiths Meister im Kampf stellten, besiegten und entführten. Jetzt war sie allein übrig und musste versuchen ihnen zu erklären, was ihr Meister hätte erklären wollen. Sie versuchte ihnen zu vermitteln, dass die Ursprünge der Kainiten so wie sie im Buch Nod standen nur Mythen waren, geschrieben von den Gewinnern der Geschichte. Sie berichtete, dass die Diener Gottes erklärte Feinde der vampirischen Rasse waren und diese Auslöschen wollten. Dies würde aber in einer Freisetzung der Dämonen resultieren und die Hölle auf Erden bedeuten. Selbst einige Gruppen der Vampire strebten diesem Ziel entgegen, wie die Baali. Deswegen hatte es vor etwa 1000 Jahren einen Krieg gegeben in dem die 13 Clans vereint gegen die Baali und das von ihnen beherschte Sassanidische Reich gezogen waren. Die Baali waren geschlagen worden und ihre Mitglieder in alle Winde zerstreut, aber der Sieg war zu spät erfolgt. Die Baali hatten bereits einen mächtigen General der Dämonen in diese Welt gerufen, und die Apokalypse drohte die Welt wie sie bis dahin bekannt war zu verschlingen. Drei Krieger stellten sich dem Dämonenfürsten entgegen und schafften es ihn mit einem komplexen Ritual zu binden und so das Ende der Welt aufzuschieben. Diese drei Vampire waren als Binder bekannt und trugen die namen Shukaris, Sidonie und Sorin. Aber damit war die Finsternis nicht geschlagen, Shukaris war im Laufe des Krieges bis aufs Mark verdorben wurden, er verriet seine Gefährten und seinen Clan um seine eigenen finsteren Zielen nachzugehen.

Das Gefängnis des Dämonenfürstens war nicht für die Ewigkeit geschaffen worden, mit der Zeit verlor es an Kraft und erlaubte dem Dämonenfürsten Einflus auf diese Welt zu nehmen. Unter dem Namen Kupala wurde er als Übel der Transsylvanischen Lande bekannt. Um seine Fesseln zu stärken, so sagte Merneith, sollten die Kainiten ans Ende der Welt reisen und die Bishamon suchen. Diese verfügten über uraltes Wissen der Geomantie, älter noch als das der Setiten, mit dem man Kupala weiterhin gefangen halten könnte.

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Interludium: Aufbruch gen Osten

Tisch-Runde Freitag 04.05.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri Antitribu), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), Samnang (Wahrer Brujah), Tomás (Brujah)

Zwei Nächte vergingen, bevor alle Mitglieder des Klüngels und die neuen Gäste eine Einladung bekamen, sich in der dritten vor Durgas Haus einzufinden. Während sie darauf warteten zu erfahren, weswegen Melissa, der Seneschall, sie herbestellt hatte, füllten sich die Straßen rund um Durgas Waisenhaus mit Menschen, nackten Menschen. Männern, Frauen und Szlachta. Sie drängten sich Leib an Leib um alle dem Haus möglichst nah zu sein.

Dann nahmen drei Vampire ihren Platz in der Menge ein. Drei Engeln gleich legten sich die Frauen vor dem Haus in den Staub. Braune, rote und schwarze Haare vermischten sich mit dem Staub und Dreck der Kronstädter Straßen. Ein kleines Mädchen trat aus der Menge, schritt über die Engel wie einen schmutzigen Teppich und ging die Kronstädter Vampire, die der Zeremonie beiwohnten, ignorierend zur Tür, um klopfend um Einlass zu bitten. Sie verschwand kurz im Haus und kehrte dann gefolgt von Durga zurück. All die Menschen und die drei Engel, selbst das kleine Mädchen, waren Melissa und sie legten sich vor Durga in den Staub, machten sich ihr zum Geschenk. Sie wollten Durga nicht verlieren, wollten ihr verdeutlichen, dass sich in den letzten Nächten nichts geändert hatte und verschenkten daher, was ihnen am meisten bedeutete.

Durga holte einen Sari aus dem Haus und hüllte Melissa darin ein, bevor sie sie in ihr Haus führte und für den Rest der Nacht verschwand. Die anderen blieben ohne, dass man ihnen auch nur einen Moment Aufmerksamkeit geschenkt hatte, zurück. Adonai stellte die beiden Brujah-Gäste einander vor, während Reynaud und Eszter stillschweigend den Konversationen der drei lauschten. Es ging um Karthago und die Tristheit, welche die Nacht über alle Länder dieser Welt legte.

Die Zeit bis zum Aufbruch nach Osten verging ohne weitere größere Ereignisse. Adonai und Samnang trainierten mit Bocken ihre Schwertkampffähigkeiten, wenn Adonai nicht gerade damit beschäftigt war, sich aus Durgas albtraumhaften Illusionen zu befreien oder ihr im Austausch für diese Unterweisung den Kampf mit Klingenwaffen näherzubringen. Auch Vlad beanspruchte einiges von Adonais Zeit, hatte er doch beschlossen, diesem die Ehre zu erweisen, ihn verwandeln zu dürfen. Nur hatte sein baldiger Erzeuger die große Ehre, die ihm zuteil wurde noch nicht begriffen, und so musste sich Dracula redlich ins Zeug legen diesem zu beweisen, dass er ein würdiges Kind sein würde; auch wenn ihm diese Bezeichnung weniger als überhaupt nicht zusagte. Viktor organisierte die Reise und überwachte die Fertigstellung des Sarkophags.

Melissa hatte ihre Töchter bereits in die Verwaltung ihres Stockes eingewiesen und konnte so die letzten Tage vor ihrer langen Starre damit verbringen von Durga Hindi zu lernen, nicht ohne dabei die gemeinsame Zeit mehr als zu genießen. Durgas Terminplan war ziemlich voll, sie musste nicht nur die Hindi-Stunden, Nahkampfunterricht bei Adonai, private und geschäftliche Treffen mit Melissa unterbringen. Auch wollte sie sich um ihre Gäste kümmern und einen Termin mit Reynaud und Samnang vereinbaren. Beide hatten das Bündnis noch nicht mit Blut besiegelt und so lud sie sie ein, um sie unter Adonais Aufsicht dazu zu zwingen, ihren Rachefeldzug gegen Shukaris zu unterstützen.

Am Abend vor Reisebeginn fanden sich Durga, Eszter und Melissa am Sarkophag ein, um sich in Starre zu begeben. Beide in Gewändern, die nicht aufwändiger waren als Eszters übliche Bekleidung, begaben sich in Position, um von Eszter die kunstvoll geschnitzten Pfähle zu empfangen. Doch als die Priesterin sich mit erhobenem Pfahl auf Durga zu bewegte, verlor diese die Kontrolle über ihr Tier und stürzte sich wie eine wilde Bestie auf die überraschte Priesterin, die schneller auf dem Boden lag, als sie gucken konnte. Nachdem sie sich fasste, schaffte sie es, sich von der Wilden zu befreien, während Melissa Durgas Tier wieder unter Kontrolle brachte. Danach umschlang sie Durga liebevoll von hinten. Sie wollte sie nicht festhalten, das hätte sie in ihrem Zustand so oder so nicht geschafft. Es ging darum ihr Geborgenheit zu schenken, dem Pfahl gemeinsam entgegen zu treten.

Dann machte sich ein kleiner Konvoi, bestehend aus Durgas riesigem neuen Wagen und drei dunklen Kutschen auf den Weg gen Osten. Nicht nur Kainiten, auch einige Ghule und Gefäße waren dabei sowie reichlich Kleider für die Damen und Tonnen Proviant für Sterbliche und Tiere. Aber Proviant für die Kainiten wurde vernachlässigt. Es wären weitere Kutschen oder eine Hode Sklaven, die hinterdrein trotteten, notwendig gewesen, um die Vampire zu versorgen.vZu Beginn der Reise auf dem kurzen Abschnitt von Kronstadt nach Bukarest und von dort weiter in das winzige Constanta fiel dies kaum auf, es lohnte sich einfach nicht, in Wäldern und Wildnis zwischen den Städten zu jagen. Denn in diesen war der Tisch reichhaltig gedeckt und die Kronstädter wurden nach Adonais Anmeldungen bei den jeweiligen Voivoden nicht nur höflich empfangen, sie bekamen auch die Erlaubnis in den Städten zu jagen.

Aber die Reise an der Küste des schwarzen Meeres entlang nach Norden war weiter und wesentlich anstrengender. Man hatte sich darauf geeinigt diesen Weg zu gehen, um nicht durch das Gebiet des Osmanischen Reichs zu müssen, um nicht durch das Gebiet der Assamiten zu müssen, die im Krieg mit den europäischen Clans lagen.vDie weiten Steppen waren nicht nur menschenleer, auch an Jagdwild gab es kaum. Jeden dritten Tag konnten sie nicht weiterreisen, sondern mussten halten, um im Umland nach Hasen, Rehen und Vögeln zu jagen. Selbst mit der Mithilfe aller Ghule gab es nicht genug Blut für alle. Nach und nach hungerten die Kainiten aus und nur ihrem Alter und den damit verbundenen Reserven verdankten sie es, bis zu einem größeren Fischerdosrf zu kommen, in dem sie sich wieder sättigen konnten. Reynaud und Tomás waren besonders erfolgreich. Ersterer konnte mit der Kraft seines Willens ganze Familien unter seine Kontrolle bringen und sich von ihnen nähren, Tomás berauschte die Damenwelt in der einzigen Taverne des Dorfes derart, das sie sich schnell mit den restlichen Frauen des Dorfes füllte, die auch am Fest und seinen Küssen teilhaben wollten.

Der restliche Weg bis Odessa, im Norden des Schwarzen Meeres, war nicht mehr besonders weit und so trafen sie dort ein, ohne erneut völlig ausgehungert zu sein. Bei ihrer Ankunft konnten sie miterleben, wie eine Armee mongolischer Reiter von den Szlachta und Vohzd eines gewaltigen Unholdes abgeschlachtet wurde. Von den kleineren Kreaturen fiel die eine oder andere den Reitern zum Opfer, aber die größeren pflügten sich durch die Reihen der Sterblichen, als wären sie nichts weiter als Getreide. Besonders eine Kreatur, elefantengroß mit einem riesigen Maul und einem kleinen humanoiden Körper wütete unter den Menschen. Sie setzte nicht nur ihre Klauen und das riesige Maul ein, sie brachte die Elemente selbst dazu, sich gegen die Menschen zu verschwören und sie zu vernichten. Als keiner mehr am Leben war, bewegte sie sich an der Spitze ihrer Horde auf die Neuankömmlinge aus Kronstadt zu, aber sie war nicht auf eine weitere Probe des Krieges aus. Sie begrüßte die Kainiten, allen voran Viktor, den sie von der Kupalasnacht, an der er vor etwa 200 Jahren teilgenommen hatte, noch kannte.

Um dieser Nacht Willen und aus Gastfreundschaft lud sie die Reisenden in ihre mächtige Burg ein und erlaubte ihnen auch in der Stadt zu jagen. Sie durften sogar einige Tage verweilen, um sich auf die Weiterreise angemessen vorzubereiten, wurden sogar vor den Wölfen des Sturms in den Bergen um Tiflis gewarnt, mit Silber könnte man sie fernhalten. Tomás konnte die anderen davon überzeugen einige Leute unter Waffen anzuheuern, sie mit Blut zu verführen um sie als Proviant mitzführen, Adonais Vorschlag, sie schlafend in einem Wagen unterzubringen, konnte mangels Durchführungsmöglichkeiten nicht umgesetzt werden.

Mit einigen Silberpfeilen und einem versilbertem Schwert ging es dann an der nördlichen Küste des Schwarzen Meeres entlang wieder nach Osten Richtung Tiflis. Dort sollte laut Viktor ein gewaltiges Schiff warten, in dem die Fahrzeuge untergebracht werden konnten um das Kaspische Meer zu überqueren, ohne es wie zuvor das Schwarze Meer komplett umrunden zu müssen. Aber in den Bergen vor Tiflis sollten nach Sheoldred, der Flüsternden, der Voivodin von Odessa, Wolflinge hausen. Diese machten sich auch kaum, dass man mit dem schwierigen Weg durch das Gebirge begann, bemerkbar. In jeder Nacht heulten sie bedrohlich in der Nähe der kleinen Karawane, aber griffen noch nicht an. War es die Furcht vor dem Silber, welche sie auf Abstand hielt, oder wollten sie die Kainiten durch ihr Geheul und die Furcht, den nächsten Sonnenuntergang nicht mehr zu erleben, erst mürbe machen, bevor sie angriffen?

Dann eines Abends war es soweit, der Angriff hatte begonnen. Aber anders als erwartet. Die Kutschen lagen verlassen dar. Nur Vlad begrüßte die Vampire, alle anderen waren fort und er hatte sie nicht ohne massive Gewalt anzuwenden aufhalten können. Sie seien einfach in den Schnee davongeschritten, wusste er zu berichten. Söldner, Ghule, selbst die Kinder waren fort.

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Interludium: Reisevorbereitungen

Tisch-Runde Freitag 20.04.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri Antitribu), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), Tomás (Brujah), Viktor (Lasombra)

Rasch flohen die Kainiten von der mit Blut, Asche und Unrat besudelten Hügelkuppe unter der die Kathedrale lag.
Kurz vor EInbruch des Tages erreichten sie Sorins Burg in die sie alle eingeladen wurden, alle bis auf Durga und Melissa. Auch der Wagen war nicht länger willkommen und stand gefährlich nahe an der Schlucht.
Das Gespräch welches sich daraufhin zwischen Durga und Sorin entwickelte verstanden nicht alle und nach einer kurzen Unterbrechung durch Adonai und Viktor zogen die beiden sich gefolgt von Melissa in einen Besprechungsraum zurück um das geschlossene Bündnis und den Zwist der zwischen ihnen stand zu bereden.

Am nächsten Abend brachen sie Richtung Kronstadt auf, wo sie etwa zwei Wochen später wieder ankamen und sich um ihre Angelegenheiten kümmerten, bis etwa zwei Wochen später Besuch aus Ungarn eintraf. Die Priesterin, welche die Hochzeitszeremonie durhführen sollte, samt eines Brujahs als Leibwächter war eingetroffen. Auch Vlad war noch bei Durga zu Gast. Er hatte sich allein aus der Kathedrale gekämpft und war den Reisenden später über den Weg gelaufen und aufgelesen worden. Er brauchte etwas Zeit für sich, wollte von nun an nicht mehr Spielball der großen Tzimiscen sein, sondern selbst bestimmen wer ihn wann verwandelte. Eine Andeutung zu diesem Thema seitens Adonai schien ihn sehr zu interessieren.

In der anschließenden Versammlung des Klüngels offenbarte Durga den anderen, dass die Zeremonie nicht in Kronstadt stattfände, sondern in Indien, da man sich auf die Suche nach einem Heiler für ihr geschwächtes Klüngelmitglied begeben müsste.
Außerdem offenbarte sie ein weiteres Ziel, Rache. Von nun an sollten alle danach streben mächtiger zu werden, ihre Schwächen auszugleichen und ihre Stärken auszubauen um sich für einen Kampf gegen Shukaris zu wappnen. Er sollte nicht bald statt finden, man machte sich keine Illusionen. Nicht in den nächsten Jahrhunderten aber Shukaris würde sterben. Nein nicht nur er würde sterben, auch alle seine Verbündeten sollten fallen.
Dieses Bündnis bekräftigten sie indem jeder, außer Melissa, von seinem Blut gab, auf den Sari den Shukaris ihr vor langer Zeit zum Geschenk machte, und zusah, wie dieser in Brand gesteckt wurde und langsam verbrannte.

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Buch II, Akt I: Kathedrale des Fleisches

Tisch-Runde Freitag 06.04.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri Antitribu), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), Samnang (True Brujah)

Sie reisten ein paar Tage weiter, als sie Waffenlärm im Wald hörten, ein gutes Stück entfernt vom Wagen. Es klang als kämpften einige Bewaffnete gegen Wölfe. Wider ihres besseren Wissens eilten sie zum Ort der Waffengeräusche. Dort kämpften zwei Dutzend bewaffnete Sterbliche, zwei Assamiten und ein weiterer Südländer gegen ein Rudel finsterer Werwölfe, zum Teil bewaffnet.
Sofort griffen Adonai und die anderen unterstützend in den Kampf ein, nur Viktor und Arianne blieben am Planenwagen um auf ihn aufzupassen.
Adonai nahm es alleine mit einem der Werwölfe auf und trieb ihn zur Flucht. Durga, Melissa und Reynaud kümmerten sich um einen weiteren und setzten ihm derart zu, dass sein Körper schon ziemlich geschwächt war, als Adonai sich ihm zuwandte und ihn enthauptete.
Der Südländer mischte auch tatkräftig mit, was nichts daran änderte das er und Adonai am Ende in Starre auf dem Boden lagen. Allerdings hatten sie zuvor genug Schaden angerichtet, als dass es die anderen drei schaffen konnten auch den letzten der Werwölfe zu Boden zu strecken.
Vlad beobachtete den ganzen Kampf auf sein Schwert gestützt, einen Apfel essend.

Während die Kainiten ihre Wunden leckten, verschwanden allerdings die Körper der Werwölfe, ihnen den garaus machen schien alles andere als einfach. Durga und Reynaud erweckten Adonai aus der Starre und Melissa kümmerte sich um Samnang.
Dann ging es nach einigen Hirschkühen und dem Gefolge des Assamiten als Erfrischung zurück zum Planwagen um den Weg fortzusetzen. Dabei einigte man sich darauf dem Assamiten, der unterwegs war um den seinen die Nachricht zu überbringen die Kampfhandlungen gegen die Camarilla einzustellen, mittels Beherrschung zu manipulieren und dadurch die Beziehung zwischen Assamiten und Camarilla weiter zu verschlechtern.

Auf der Reise gab es nicht viel Nahrung, und so überredete Durga Vlad dazu immer mal wieder etwas von seinem Blut mit ihr zu teilen. Auch Melissa musste sich an den Pfähler halten, denn ihr Verlangen nach bestimmten Inhaltsstoffen im Blut ihrer Opfer zwang sie dazu auch immer wieder von ihm zu trinken. Dabei konnten die beiden etwas mehr nehmen als von einem normalen Menschen, immerhin war er ein Wiedergänger, aber wirklich ernähren konnten die beiden sich nicht von ihm.

Das nächste Dorf welches sie fanden, war schon von Annarchen überrannt worden, aber etwas später konnten sie sich dann doch noch an der Sterblichen Bevölkerung eines Dorfes laben, bis sie schließlich Markovs neue Festung am Tihutapass erreichten.
Er nahm sie mehr oder weniger freundlich auf und schickte Dracula am nächsten Abend weiter zur Kathedrale des Fleisches.

Yorrak, einer der grauenvollsten Methusalems vom Clan der Tzimisce, wollte den Sohn des Drachens selbst in die Reihen des Clans aufnehmen. Den Kainiten war dies nicht ganz geheuer, wer die Kathedrale des FLeisches betrat, kehrte in der Regel nicht zurück.

Bevor sie aufbrachen berichtete der schwer verletzte Sorin noch von seinem Zusammentreffen mit Shukaris. Beinahe wäre es ihm gelungen mit Hilfe eines erwachten Magiers diesen auszuschalten, aber irgendwer warnte Shukaris, sodass ihm Hilfe zuteil wurde und er der Falle entkommen konnte.

In die Kathedrale wurden sie von Yorrak selbst eingeladen und konnten so mit ansehen, wie dieser den Pfähler wandeln wollte und dann aber von der Kathedrale selbst angegriffen und verschlungen wurde.
Die Kainiten flohen alle mehr doer weniger rasch aus der Kathedrale, waren aber nicht schnell genug. Sie zog sich zusammen, kontraktierte und erbrach sie in einem gewaltigen Schwall aus Unrat in die Asche des Hexenhügels.

Von den in der Kathedrale gefangenen Seelen hörten alle jene mit der Gabe des Sehens nur noch ein Wort, dass ihnen einen Schauder über den Rücken laufen lies:

„Kupala, Kupala, Kupala, …“

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Buch II, Akt I: Eine Lebhafte Auseinandersetzung

Tisch-Runde Freitag 23.03.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), Viktor (Lasombra)

In der Stadt wurden sie von Sorin begrüßt, der darauf bestand im Vorfeld gewarnt zu haben, dass eine Reise zu Shukaris nichts brächte. Durga würdigte ihn keines Blickes bevor sie einfach an ihm vorbeistapfte. Melissa folgte ihr zum Waisenhaus, während Adonai, Reynaud und Viktor den Rest der Nacht damit verbrachten zu Jagen.
Reynaud hatte zunächst wenig Erfolg, fand dann aber in den Slums eine Gruppe junger Erwachsener die von einer Influenza-Überlebendenfeier nach Hause gingen und konnte sich nach Herzenslust bedienen.
Viktor hatte es etwas bequemer, er konnte einfach durch die Finsternis wandeln um jedes beliebige Haus zu betreten, nachdem es ihn gelüstete und seinen Durst an den schlafenden Insassen stillen.
Melissa verabschiedete sich kurz bei Durga, wollte dieser aber schon in einer Stunde wiedersehen, es galt den Antrag und die Geschehnisse noch einmal genauer zu besprechen.

Am nächsten Abend wurde der Klüngel, wie vereinbart, von Sorin in Hermanstadt abgesetzt. Er selbst wolle sich jetzt um Svetlana kümmern, die noch immer nicht wieder auf freiem Fuß war.
Dann schritten Durga und Melissa voran, durch die Stadt und den Hügel hinauf auf Burg Hermanstadt zu. Adonai schritt in der Mitte etwas hinter den beiden, diesmal gewandet in ein Kettenhemd und einige ergänzende Plattenteile, mit einem Wappenrock Kronstadts und passendem Umhang mit Kaputze. Mit gesenktem Blick und mürrischer Laune, als europäischer Brujah posieren war nicht das, was er sich unter Ehre vorstellte, bewachte er seinen Prinzen und seinen Auftragsziel. Reynaud und Viktor folgten wenige Schritte später, der eine in einer prunkvollen Robe, der andere in seiner üblichen aber keineswegs weniger Prunkvollen Adelskleidung.

An der Burg, hatte man sie nicht auf der Gästeliste stehen, aber als Sorins Name genannt wurde, entschuldigte man sich beim Prinzen von Kronstadt und führte sie durch die Wirren des schlosses und einen Geheimgang in einen prächtig ausstaffierten und mit Menschen und Kainiten überfüllten Ballsaal.
Rechts vom Eingang ind er Ecke stand ein kleines Podest, auf dem ein römischer Centurio stand, ein recht alter Kainit, da er den ganzen Raum mit seiner Majestät erfüllte und das obwohl die Burg als Elysium galt.
Prinz Otto, der Ventrue der hier als Herrscher eingesetzt worden war, nachdem Marusca verschwand begrüßte den Klüngel kurz, erklärte sich dazu bereit sie anderen Gästen vorzustellen und verschwand dann aber genausoschnell wie er gekommen war wieder um andere Kainiten miteinander bekannt zu machen.
In der Ecke linker Hand stand Nova Arpad mit zwei Ahninnen der Tremere, laut Reynaud eher weniger wichtigen Persönlichkeiten. Durga ging so gleich zu ihr hinüber und tauschte einige bissige Kommentare aus, während Malgorzata Reynaud warnte, dass man alle Tremere die sich gegen den Clan entschieden hatten und für Goratrix arbeiteten markiert hatte. Wer einen solchen sah, sollte ihn sofort umbringen und man schickte sogar ganze Klüngel Gargylen nach ihnen aus, das Wissen der Tremere sollte nicht in falsche Hände geraten.

Melissa machte Vladimir Rustovitch ihre Aufwartung, dem Voivoden der Voivoden, der gemeinsam mit der vierarmigen Razkoljna von Polen und einigen anderen Voivoden in der Ecke schräg gegenüber des Centurios und seiner Ventrue-Speichellecker stand und diesen finstere Blicke zuwarf, vorbei an der gewaltigen Eisstatue einer Tänzerin. Direkt an dieser hielt sich eine fein gekleidete Dame auf, die den Vampiren aus Kronstadt freundlich zulächelte. Als Viktor sich später mit ihr unterhielt stellte sie sich Als Arianne, Ahn vom Klan der toreador vor, wohnhaft in Buda-Pest von wo aus sie ein sehr effizientes Netzwerk an Informanten zu unterhalten schien. Sie war bestens informiert über die Vorgänge in den Siebebbürgen und daran interessiert etwas von Durgas Blutwein zu erstehen. Aber auch sonst war sie eine reizende Gesprächspartnerin die Viktor gleich in ihren Bann zog und reges Interesse an dessen Auslandsgeschäften zeigte.

Durga hatte sich eben erst die Leiden Razkoljnas angehört, die über die Männer mit den Kreuzen klagte, die sich in ihrer Heimat ausgebreitet hatten, seit sie das letzte Mal in Starre fiel, als die Tür in den Ballsaal unter einigen mächtigen Axthieben zerbarst und in den Raum geschleudert wurde.

Sofort breitete sich unter den Menschen Panik aus, aber die anwesenden Vampire sahen sich nciht bedroht. Obgleich einer der jüngeren Tzimiscen von den hereinstürmenden Annarchen in Stücke gehackt wurde, richteten diese keinen großen Schaden an. Einer der jungen Kainiten wurde emporgehoben und mit dermaßender Wucht gegen die Wand geschleudert, das er bereits Asche war, als er den Boden erreichte. Ein anderer ging gleich in Flammen auf während ein weiterer von dutzenden Schattententakeln in Fetzen gerissen wurde, Viktor und seine Erzeugerin Lucita hatten sich ihm zugewand.
Durga lies einen der Angreifer mit Hilfe eines Cruac-Rituals erstarren und um die letzten beidne kümmerte sich Dominus, der Centurio. Er riss ihnen die Herzen heraus und ging dann, als wäre nichts gewesen zurück auf sein Podest, von wo er die Panik der Menschen unter Kontrolle brachte.

Melissa und Reynaud begannen den letzten der Annarchen zu foltern, Reynaud trainierte seine Gabe Dinge nur mit Hilfe seines Geistes zu bewegen durch die drastische Umgestaltung des Körpers des Opfers.
Durga aber dachte einen Moment nach, schnappte sich dann zwei Krüge mit Bier vom Buffet und begann dann eine kleine Unterhaltung mit Vlad dem Pfähler, der in der Nähe der Voivoden stand und seines Schicksals harrte.
Keinen Moment zu früh wie es schien, die Stadt war nicht nur von 6 Annarchen angegriffen worden und die anderen hatten einige Häuser in der Stadt, aber auch Burg Hermanstadt angegriffen und in Brand gesetzt.
Kaum das Dominus mitteilte, dass er das Elysium auf Grund des Brands verlassen würde, brach eine Panik aus.
Nicht nur die Kainiten fürchteten um ihr Leben auch die Menschen gerieten in Panik.

Aber Viktor behielt einen kühlen Kopf, er hatte sich bis gerade mit Lucita unterhalten und schlug jetzt vor die Wand nach einem Geheimgang abzusuchen, in der Finsternis würden sie ihn spüren können. Schon bald wurde er fündig, hinter einem der Teppiche befand sich wirklich ein geheimgang, auch ein Bediensteter schien diesen zu suchen, aber ein paar Meter an der falschen Stelle. Ohne sich um diesen zu kümmern, benachrichtigte er über Reynaud, der sich gleich gedacht hatte, das Viktor der Ausweg war, seinen Prinzen. Lucita konnte sich um sich selbst kümmern, aber Arianne nahm sein Angebot sie aus der Todesfalle zu führen dankend an. Melissa, Durga und auch Dracula wurden von Reynaud zum Geheimgang geführt und gemeinsam verschwanden sie hinter dem Wandteppich und aus der Burg.
Nicht ohne das Ende des Geheimganges mit einem Feuer zu versiegeln, sodass ihnen niemand mehr folgen konnte.

Durga wollte schon in die Stadt davonstürmen, aber Melissa hielt sie auf. Schließlich einigte man sich darauf, dass Vlad die Kutsche holte damit die Vampire den Feuern in der Stadt nicht zu Nahe kamen. Gemeinsam fuhren sie dann auf dem Planenwagen davon, Durga und Vlad auf dem Kutschbock, Adonai, Arianne, Reynaud und Viktor hinten.

Am Tor wurden sie von einer großen Gruppe Annarchen aufgehalten, aber man erkannte Durga als den Prinzen von Kronstadt. Da sie ihre Stadt neutral hielten und bei der Vernichtung Tzimisces geholfen hatten, ließ man sie unbehelligt passieren.

Den Rest der Nacht verbrachten die Vampire und auch Vlad schweigend, wobei er später von Durga aufgefordert wurde sich auszuruhen, damit er tags Wache halten konnte. Man überlegte ob man ihm Trauen könne, aber er versicherte mehrmals glaubhaft, dass er ein Ehrenmann war und nciht vergessen würde, wer ihm geholfen hatte den eventuellen Scharfrichtern zu entkommen. Außerdem hatte man sowieso keine Wahl, wenn er gewollt hätte, hätten ihn die zwei Drohnen und auch ein bisschen Erde nicht davon abgehalten die Kainiten während des Tages umzubringen.
Das hätte schon einer der Vampire mittels Beherrshung selbst in die Hand nehmen müssen.
So ruhte er sich in den frühen Morgenstunden hinten im Wagen aus, wachte des Tags über den gewaltigen Planwagen und am nächsten Abend erwachten alle genauso wie sie sich zuvor schlafen legten, nur ein bisschen hungriger.

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Buch II, Akt I: Infiziert

Tisch-Runde Freitag 09.03.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri-Krieger), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Svetlana (Tzimisce Koldun), Viktor (Lasombra)

Noch bevor Sorin die Versammlung verlassen konnte, tauchte Maximilian auf. Er war schwer verletzt von einer Auseinandersetzung mit den Assamiten und wies Verätzungen durch deren kaustisches Blut am ganzen Körper auf.
Er wies den Ahnenret darauf hin, dass es in den Slums weitere Morde gegeben hatte und eine Krankheit sich Epidemieartig ausbreitete.

Nach kurzer Beratschlagung beschlossen sowohl Reynaud als auch Adonai sich die erkrankten näher anzusehen. Während Reynaud sein medizinisches Wissen nutzte und mit Maximilians Hilfe mehrere verwundete untersuchte, um sich danach noch in der Bücherei umzusehen, verschaffte sich Adonai eher gewaltsam Zugang zu einem Haus tief in den Slums. Dort setzte er sein Auge ein um die Lebenskraft eines erkrankten Mädchens zu beurteilen und kam so wie auch Reynaud und Melissa zu dem Schluss, dass es sich um eine Influenza handeln musste.

Am nächsten Tag wollten sie sich zur Mitte der Nacht erneut mit Sorin treffen.
Nach und nach trafen alle in Durgas Herrschersitz, dem Waisenhaus ein. Nur Svetlana und Sorin ließen auf sich warten.
Doch dies war nicht der einzige Grund warum die Versammlung erst verspätet stattfand.
Durga hatte am Tag zuvor besuch von den Zwillingen Sascha und Olga aus Balgrad gehabt und erfahren, dass man für ein ganz bestimmtes Ritual kein Blutsband haben durfte. Nun wolte sie von Reynaud wissen, ob er ein Mittel kannte um sich von Blutsbanden zu befreien. Außer dem Tod des Herrn und viel Zeit wusste er nur, dass es eventuell eine weietere Möglichkeit gab.
Aber um diese herauszufinden verlangte er eine stattliche Belohnung, um die Durga natürlich feilschen musste. Die beiden brauchten etwa zwei Stunden um sich auf 50 Flaschen Blutwein zu einigen.

Adonai und Melissa vertrieben sich die Zeit schweigend und vor sich hinstarrend. Bis Melissa schließlich den Raum verlies und kurz bevor auch Reynaud und Durga wieder eintraten mit Srin zurückkehrte. DIeser war gerade dabei gewesen einen Sterblichen in ein Abbild Caesars zu formen und hatte darüber die Zeit vergessen.
Viktor erwähnte noch kurz, dass er einen Räuber in den Slums gestellt hatte und ihn den Wachen übergeben hatte, bevor das Thema auf Svetlana kam, die noch immer verschwunden war. Eigentlich hätte sie ihre Tochter an der Burg absetzen und schon längst wieder hier sein müssen.
Sorin rückte nach und nach damit heraus, das wohl Shukaris ebenfalls auf ihrer Burg war und sie deswegen wohl in Schwierigkeiten war. Er wollte sich aber auf keinen Fall mit ihm anlegen und lehnte jeden Vorschlag einzugreifen, Hilfe zu leisten oder sonst irgendwie mit dem ehemaligem Inconnu in Berührung zu treten grundsätzlich ab.

Die anderen Waren erst unschlüssig, aber Durga hatte noch ein Hühnchen mit Shukaris zu rupfen und Melissa wollte ihre Schwester nicht alleine lassen, weswegen dann doch alle am nächsten Abend aufbrachen und zu Svetlanas Burg reisten.
Das Tor wurde versperrt von Shukaris, dem es ziemliche gal war, was der Klüngel von ihm wollte, und dass Durga ihre Abmachung für beendet erklärte.
Darüber, dass niemand Adonai darüber aufgeklärt hatte, dass die Schlange die diesen vergiftet hatte von ihm stammte und dass er es auch selbst nicht erraten hatte, amüsierte er sich dann aber doch.
Zum Abschied ließ er alle hilflos mit ansehen, wie er Durgas und Melissas Herzen stahl und sie der jeweils anderen in die Brust pflanzte. Würde eine von beiden sterben, war es um beide geschehen.
Dann verschwand er und lies sie in die Burg eindringen, wo sie Svetlana in ihrem Tronsal fanden, alle ihre Szlachte lagen erschlagen zu Füßen ihres Trones.

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Buch II, Akt I: Assamiten & Eine Einladung von Markov

Tisch-Runde Freitag 24.02.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri-Krieger), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Svetlana (Tzimisce Koldun), Viktor (Lasombra)

Vor zwei Nächten erst, hatten sie die fremden Vampire gestellt, in der letzten Nacht konnten sie der blutigen Mörderin habhaft werden, doch noch immer kehrte keen Ruhe ein, in Kronstadt.
Die Sonne war noch nicht lange vom Himmel verschwunden, als eine völlig aufgebrachte Magdalena in die Domäne des Prinzen platzte und vor Assamiten warnte.
Der Schrecken der mit den Türken reiste hatte Kronstadt erreicht.
Die Assamiten hatten Jaris ermordert, aber sie handelten nicht in eigenem Auftrag, sie wurden von Rabakti erpresst, die ein gewisses Alamut an die westlichen Vampire verraten wollte, solten sie nicht gehorchen.
Sie überreichte ihnen ein gefährliches Gift, in Form einer Schlange, und eine Kanope, in der sich Durgas Herz befand, damit sie besser mit den Kainiten der Stadt fertig werden konnten.
Sie sollten jeden einzelnen aus Rache für Constantine, Saron und Jean umbringen und wurden dafür mit jahrtausende altem Blut und der entsprechenden Seele bezahlt.
Kaum hatte sie die Nachrichten überbracht, verschwand sie auch schon wieder, sie wollte nach ihrem Kind Florenz sehen.

Der restliche Ahnenrat, abzüglich Maximilians, der sich wohl ebenfalls versteckte, beratschlagte sich kurz, machte sich dann aber auf um die Assamiten zu jagen.
Sie wollten sich dazu Magdalenas Hilfe versichern, da diese die Dunkle Gabe des Sehens sehr weit entwickelt hatte, aber als sie in der Bücherei ankamen, war sie bereits untergetaucht.
Auf ihren Streifzügen durch die Stadt entdeckte Adonai die Assamiten schließlich, sie lagen im Hinterhalt um die Kainiten zu überfallen. Reynaud entfesselte ein Feuer, das sein Ziel leider verfehlte und dann nicht nur die Assamiten in die Flucht schlug sondern auch die Kainiten Krostadts selbst.

Als sich alle wieder gesammelt hatten und man sicher war, dass die Bürger das Feuer unter Kontrolle hatten, wollten sie sich zu DUrgas Domäne zurückziehen, wurden unterwegs aber mehrfach von den Assamiten attackiert.
Diese hatten ihre Gegner untersschätzt, sie wurde durch Rabakti zur Eile angetrieben und konnten nicht so umsichtig vorgehen, wie sie es sonst vielleicht getan hätten.
Ihre Hast endete schließlich in ihre Untergang, der erste wurde durch Reynaud empor gehoben und konnte so nicht fliehen, woraufhin er von Adonai und Melissa außer Gefecht gesetzt wurde, ein weiterer wurde durch einen gezielten Schwerthieb Adonais in Starre getrieben und der dritte verendete auf Sorins Klinge, die er aus einer Windböe auftauchend von hinten durch den Assamiten bohrte.

Sorin Markov wollte nicht nur ein persönliches Bündnis mit dem Klüngel seiner Töchter schließen, er wollte sie auch einladen an einer Versammlung der Machthaber Transylvaniens teilzunehmen, auf der man beratschlagen wollte, wie man den Türken und Assamiten zu begegnen dachte.
Einige der Voivoden hatten laut Sorin beschlossen Dracula, den Pfähler zu einem der ihren zu machen.
Der Ahnenrat nahm die Einladung an und erklärte sich sogar dazu bereit Dracula zu Markovs neuem Schloss zu geleiten, endlich hatten sie die Gelegenheit wieder auf Reisen zu gehen, gerade Durga blickte dem gern entgegen.
Auch ein Bündnis um den uralten Vampirglyphen die sie einst gefunden hatten weiter zu entschlüsseln und gegen Erdgebundene und in die Hölle verbannte Dämonen vorzugehen waren sie bereit zu schließen.

Und so hatten sie noch 5 Tage um sich vorzubereiten, bis Sorin sie mit dem Wind nach Hermanstadt bringen würde.

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Buch II, Akt I: Gäste, Dürre & Morde

Tisch-Runde Freitag 10.02.12
Erzähler: Clawdeen
Spieler: Adonai (Salubri-Krieger), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Svetlaa (Tzimisce Koldun), Viktor (Lasombra)

10 Jahre nun ist es her, seit wir nach Kronstadt zurückkehrten und unsere Tochter Aurelia die Burg übernahm.
10 Jahre nun ist es her, seit wir Durga schenkten, was wir nicht verstehen konnten.
10 Jahre in denen wir sie nicht nur zu den Ritualen ihres Zirkels sahen.
Wir waren wieder Seneschall und erfüllten unsere Aufgaben mit größter Sorgfalt, auch wenn es ihr immer wieder Freude bereitete unser Amt zu übergehen.
Es war nicht wichtig.
Wir sind nicht hier um vergängliche Macht auszuüben.
Eines Tages würden wir uns einer dunklen Flut gleich erheben und unvergänglich sein.
Doch jetzt waren wir in Kronstadt. Wieder einmal. Doch nicht, weil wir nicht genau wussten wohin, weil wir nicht genau wussten, was die Zeit für uns bereit hielt.
Wir waren hier wegen dieser einen Nacht, die so vieles verändert hatte.
Wir waren hier wegen so vielen Nächten in denen wir uns verändert hatten und doch gleich geblieben waren.
Da war dieses Gefühl, lange vergessen, aufgetaucht nach unserem langen Schlaf und unseren Träumen.
Ob sie es uns eingeflößt hatte um uns zu unterwerfen?
Es war uns egal, so lange wir es ein weiteres Mal spüren konnten.
Wir waren süchtig danach, wie wir süchtig waren nach dem von Fleischeslust erfülltem Blut der Sethskinder.
Nichts war süßer als die Qualen uns das eine was wir begehrten vorzuenthalten. Außer sie schlussendlich zu erkennen.
Nichts war süßer als ihr Blut.
Dabei war sie nicht Melissidae.

10 Jahre vergingen und Viktor kehrte wieder einmal von einer seiner Reisen zurück.
Was trieb ihn nur immer in den Osten?
Es gab dort nichts von Wert. Zukünftige Drohnen gab es auch hier genug.
Wie hatten wir es gehasst, als er das letzte Mal fortgegangen war, wie hatte unser Blut danach geschriehen in seiner Nähe zu sein, sich um ihn zu kümmern.
Diesmal wünschten wir er wäre fort geblieben.
Er brachte Erinnerungen an vergangen Zeiten mit.
Aber wir hatten die Vergangenheit hinter uns gelassen. Sorin war nichts mehr und der Groll auf unsere Schwester unwichtig.
Wir hatten sogar mit ihr kooperiert um uns Fagerasuli zu bemächtigen. Hatten ihr danach geholfen ebenfalls einen Voivoden zu verschlingen.
Wir konnten uns noch an ihre ungläubigen Blicke erinnern, als sie unseren Verrat erkannten.
Konnten uns an die Jahrzehnte der Folter erinnern, keine Nacht wie die andere.
Es war lästig sich zusätzlich um seine Pflichten iin Kronstadt zu kümmern, ohne die Dinge nach unserem Gutdünken regeln zu können.
Es war lästig sich mit Jaris auseinanderzusetzen.
Aber der Kainit hatte keine Visionen. Eines Nachts würden wir alles sein, und er noch immer alleine.
Dann würden wir ihn Durga zum Fraß vorwerfen, sie schien einen besonderen Hass auf die Ventrue zu verspüren, seit Constantine und Nova.

Außerdem brachte er Gäste mit, wollte ihnen das Gastrecht in der Stadt gewähren.
Gäste die er im fernen Osten, aufgelesen hatte, wie die Erinnerungen die niemand benötigte.
Drei dunkelhäutige Vampire in seltsamer Kleidung, die eine Seltsame Sprache sprachen und sich noch seltsamer benahmen.
Wie konnte er sie mitbringen und ihnen Gastrecht gewähren, wo er selbst ständig fort war und wir jede Nacht auf der Hut sein mussten, auf der Hut vor den Assamiten die aus dem Osten kamen um unser Blut zu stehlen
Um unseren Schwarm hinab in das CHaos stürzen zu lassen.
Wie konnte er?
Es war gut, dass er nicht Seneschall war, gut dass wir kein Rudel mehr waren.
Tag und Nacht ließen wir die Fremden nicht aus den Augen, beobachteten sie durch die Augen unserer Drohnen.
Tag und nacht folgten wir dem Brujah Salem und den zwei Kainitinen die er schützte. Rasu, einer kleinen Ishtari, einer munteren Kainitin die sich hauptsächlich in gold und gelb gewandete.
Auch ihre düster dreinblickende, stämmigere Gefährtin Marian, eine Laibon, wurde von uns beobachtet.
Wir hatten nie von ihrem Blut gehört, aber niemand hatte von unserem Blut gehört, oder von den Eclairé.
Wir lebten in einer Zeit großer Veränderungen des Blutes, es war unwichtig wie man sich nannte.
Interessanter war, dass die anderen berichteten, dass auch die Kainiten aus fernsten Ländern an unser aller Stammvater, Kain den Brudermörder glaubten.
Würden wir ihn verehren, statt der dunklen Mutter, würden wir Jeans Idol verehren, hätten wir dann Pläne geschmiedet um unsere Schwester zu verschlingen?

Nachdem wir in einer Versammlung des Ahnenrats die Dürre erörtert hatten und Pläne besprochen hatten um die Felder durch Gräben, mit dem Fluss verbunden, zu bewässern, unterbreiteten wir den anderen den Vorschlag mehr Ordnung in das Chaos der Sethskinder Kronstadts zu bringen. Aber Viktor lehnte unsere Vorschläge entschieden ab.
Warte nur ab. Unsere Geduld war unendlich. Eines Tages, würdes du auf Reisen gehen und wir würden hier sein.
Wenn du dann ein oder zwei Generationen später wiederkämest, wäre alles bereits strukturiert, perfektioniert.
Von uns erdacht, von Svetlana berechnet, von Drohnen, Geld und Verlockung durchgeführt.

Maximilian berichtete uns von einigen Leichen in den Slums, die ihn beunruhigten.
Es waren zwei arme Fleischwürmer, ein Schmied und eine Dirne.
Niemand wichtiges, aber Durga kannte sie und sie war wohl recht beliebt gewesen.
Man hatte ihr die Kehle aufgeschnitten und ihn erdrosselt.
Nichts besonderes, es gab auch keine Gifte in ihnen, nur einen Hauch von Krankheit in ihrem Leib.
Wie gerne hätten wir sie in Stücke gerissen, unser Verlangen an ihnen gestillt, das eine Verlangen, das Durga nur unzureichend befriedigen konnte.
Taten nur im Geist vollbracht zählten nicht, sie waren nicht wahr, nur ein Traum.
Aber Durga verstand den Unterschied nicht.
Trotzdem hielten wir uns weiter an die Stille des Blutes und die Regeln niemanden zu verschlingen.
WIr wollten weder die Aufmerksamkeit der Kirche, die sich dank Magdalena nciht besonders genau umsah, noch die des Pfählers auf unsere Stadt lenken.
Der Pfähler. Eine neue Idee. Wir mussten mit Durga darüber sprechen.

Nachdem also die Untersuchung der Tatorte und auch der Leichen nichts weiter ergeben hatte, und Svetlana damit prahlte dass sie essen konnte, wollten wir die Sache eigentlich ruhen lassen.
Aber Maximilian war besorgt und so versicherten wir ihm, dass wir uns trotzdem weiter umsehen würden um auf die Sethskinder in seinem Gebiet zu achten.
Ja Svetlana, wir hatten gesehen, wie du uns demonstrieren musstest, das wir selbst wenn wir unseren Männchen den Kopf hätten abreißen dürfen nicht wie du waren und sie nicht hätten verspeisen können.
Ein weiterer Grund warum wir die Stille des Blutes achteten. Was brachte es schon den Kopf abzureißen ohne ihn zu verspeisen?
Es war ihre Vergeltung dafür, dass sie unsere Besorgnis um Durga lindern musste, dass wir uns erneut entwickelt hatten und diese Entwicklung nicht mit ihr teilten?
Glaubest du wirklich wir würden dich verwandeln, dir Perfektion schenken, nachdem du sie zwei Wochen hattest? Wir wussten nicht, was du ihr geben konntest, aber du wusstest mehr über die dunkle Mutter als wir. Noch etwas, was euch verband, glaubtest du wirklich, da würden wir noch mehr Aufmerksamkeit auf dich lenken? Nein Svetlana.

Und dieser Adonai erst.
Er hatte ihr dieses seltsame Kleidungsstück geschenkt.
Er hatte die Worte nicht sehr klug gewählt und so bat sie uns darum sein Geschenk näher zu untersuchen.
Es war ein wichtiges Gewand für ihn gewesen, er hatte sich Jahrhunderte darum gekümmert, es hatte seiner, war es Liebe?, gehört, seinem Sorin. Und jetzt wollte er das Durga es hatte.
Wir überlegten ob wir es ihr berichten sollten, oder etwas anderes erdenken.
Aber wenn die Lüge herauskäme, ständig umschwärmte er sie, dann würde es nicht für uns sprechen.
Sie war unsere Blume, egal welche Schätze er ihr schenkte.
Und wenn sie sich ihm zuwand, wie eine Sonnenblume der Sonne, sich seinem roten Schein zuwand, dann würden wir ihn zerquetschen.
Zerquetschen wie wir Fagarasuli zerquetscht hatten.
Szlachta schliefen nicht und nicht mehr lange und unser Drache würde sich erheben.
Der Drache könnte die Sonne jederzeit verschlingen, wenn sie hoch am Himmel hing und wir alle schliefen.
Stehle nicht unsere Blume.

Es wäre schade um ihn, er war ein guter Stachel, ohne den wir nicht noch in dieser Nacht gemerkt hätten, dass man sich erdreistet hatte die Hauptmänner unserer Truppen zu enthaupten.
Das war etwas anderes als Sethskinder in den Slums zu schlachten.
Wir hatten schon seine Vorgänger bezirzt, das Militär gemeinsam mit Reynaud unter unsere Kontrolle gebracht und jemand brachte diese Kontrolle einfach um.
Wie konnte, wer auch immer es gewesen war es wagen? Wusste er nicht, dass Vergeltung folgen würde? Dass er mit seinem Leben für unseren Besitz zahlen müsste, weil er sich nicht an die Spielregeln gehalten hatte?

In der folgenden Nacht tauchten zwölf weitere Leichen auf. Einige wiesen Kehlenschnitte auf anderen war durch die Handgelnke das Blut geraubt worden.
Wollte da jemand verbergen, dass er ein Vampir war, das Blut und ihre Leben gegen unser Verbot durch ihre Hände rauben?
Oder war es vielleicht gar kein Vampir? War es etwas anderes?
Wir beobachteten die Tatorte und sahen drei Personen immer wieder, an den verschiedenen Orten.
Einen ungeplfegten zotteligen Mann an den Leichen mit aufgeschlitzer Kehle.
Ein junges Mädchen und einen Jüngling, der oftmals einen Alkoholisierten Eindruck machte, an den blutleeren Leichen. Wart ihr die Mörder? Warum habt ihr das Blut gestohlen? Was wollt ihr damit?

Außerdem erfuhren wir von unserer Drohne, dass der Mann, den Rasu aus der Stadt begleitet hatte, nicht mit ihr wiederkehrte.
Genug war genug. Die anderen glaubten, diese drei hätten auch die Mörder sein können, täuschten unseren Verstand wie ein Nosferatu oder Jean es getan hätten.
Sie vergaßen, das zumindest ein Teil der Morde tagsüber geschah. Aber es war egal. Hauptsache wir verschwanden.
Wir hätten dann zwar keinen Grund mehr Durga an jedem Tag tief in unseren Stock zu bringen, aber wir mussten uns auch nciht mehr darum sorgen, dass unser Prinz einem Attentat zum Opfer fiel.
Niemand durfte unsere Blume bedrohen.

Die drei verhielten sich bei einer Gegenüberstellung sehr widerspenstig. Nichts war bewiesen, vermutlich würden wir ihnen kaum etwas beweisen können, aber Rasu verrit, dass sie es war, die Adonai verflucht hatte.
Wie dumm von ihr. Natürlich forderte er ein Gottesurteil. Die Feuerprobe, sehr geschickt von ihm.
Salem sprang ein und wollte sich lieber duellieren.
Mit dem Leben darum kämpfen Rasu zu verschonen.
Seine Schützlinge waren mit dem Duell nciht einverstanden, oder mit unseren Bedingungen.
Nehmt sie lieber an, vor 150 Jahren hatten wir gegen die Mongolen gekämpft, wir wussten wie ein Krieg aussah. Und in den letzten 150 Jahren waren wir nicht weicher geworden, außer für Durga.

Wie erwartet, führte sein drittes Auge ihn sicher ans Ziel und nach Adonais erstem Streich ging Salem in einem Funkenregen unter, nichts als Asche blieb zurück.
Schon vorher hatten wir den anderen verdeutlicht, die drei umzubringen.
Adonai war gut, Kontrolle war besser.
Wir selbst waren keine große Kämpferin, noch nicht, aber die Perfektion hatte bereits begonnen.
Dafür hatte Svetlana mit einer Handbewegung Rasu veschlungen und ihren Kopf der noch aus dem Boden des Amphitheater schaute in Flammen gesetzt.
Reynaud beobachtete, wir wir versuchten Marian mit unserem Flügel zu zerfetzen.
Es gelang uns nicht, wir hatten weder genug Kraft, noch genug Übung, sie riss sich einfach los und wollte fliehen, aber Viktor beendete die Flucht mit seinen Armen der Finsternis.
Er war also doch zu etwas gut.
Frustriert setzten wir unsere Macht gegen ihren Körper ein und raubten ihr das Gesicht mit der einen Hand, während wir mit der anderen ihre Arme und Beine verschmolzen.
So würde sie erst einmal keine Probleme mehr bereiten.

Rasu war wirklich alt, sie überlebte die Umarmung der Erde und auch ihren brennenden Kopf.
Adonai wollte sie umbringen, aber wir waren uns nicht ganz sicher, ob ihr Fluch nciht über ihren Tod hinaus Bestand hatte.
Wenn wir stürben, würden unsere Drohnen und allen denen wir Struktur gebracht hatten ins Chaos fallen uns sich nciht darüber emporheben können.
Es könnte sein, das der Fluch über den Tod hinaus bestand hätte.
Also verhandelten wir.
Sie lies sich darauf ein, glaubte uns, in dem Moment sprachen wir noch die Wahrheit.
Aber als Svetlana und Reynaud uns mit ihr zum Stadttor begleiteten, und wir vergasen den Zulu zu verlassen, sich aber Reynaud darum kümmerte, dass wir nicht auffielen mussten wir lächeln.
Diesmal hatte er keine Gegenleistung verlangt.
Rasu würde ihm gehören.
Wir holten aus, richteten unsere Hand gegen sie und bohrten ihr die Rippe ins Herz.
Doch sie verlor kein Blut, und fiel nicht in Starre wie wir es erwartet hatten. Sie wurde direkt zu Staub.
Einen Moment verloren wir die Fassung, fauchten enttäuscht auf, aber als wir uns zu Raynaud umdrehten, den Zulu verließen um uns zu entschuldigen, dass er seinen Geist nciht mit dem ihren verschmelzen konnte, dass er alleine bleiben musste, waren alle Masken wieder aufgesetzt.

Es gab immer noch Marian, die wir mit in unseren Stock nahmen um sie dort zu foltern. Er konnte sie untersuchen, und war wirklich kreativ, als er sah, wie wir ihre Flucht verhindern würden, mit seinen Vorschlägen sie zu peinigen.
Er gab ihr so zwar die Möglichkeit sich jederzeit selbst umzubringen, so viel Selbstständigkeit gewährten wir sonst nicht, aber er würde es schon lernen. Er war noch jung, wie Durga.

Am nächsten Tag wurden weitere Leute ermordet. Rund um unsere Zuflucht verteilt.
Wer war noch in der Stadt?
Wollte man uns für unseren Verrat gestern bestrafen? Nein sie hatten keine Ghule hier, oder hatten sie welche geschaffen?
Nein, es waren diese beiden Jünglinge, was trieb sie nur an?
Aber die letzte Nacht war anstrengend gewesen, wir mussten erst Blut eintreiben, bevor wir uns umsehen konnten.
Wir besprachen mit Magdalena, wir wir uns morgen am Tag umsehen würden.
Niemand wusste, wie leicht es für uns war in den Leib einer Drohne zu schlüpfen und durch die Sonne zu gehen.
Nur Svetlana wusste es und auch Durga, wir hatten kaum Geheimnisse vor ihr, Magdalena musste schon selbst kreativ werden. Sollte sie glauben wir hätten die Gabe das dritte Auge zu benutzen und außerhalb unseres Leibs zu sehen so weit gemeistert wie Jean.

Unter Durgas Aufsicht folterten wir Maryam. Noch hatten wir keine Fragen an sie, wollten nur unseren Standpunkt klar machen. Aber Durga musste Fragen und sie musste eien dumme Antwort geben.
Wir hatten sie eigentlich gehen lassen wollen, später. Aber sie waren hergekommen um uns Ärger zu machen, so jemand würde nicht gehen.
Gestern schon hatte Reynaud Blut bekommen um sie zu untersuchen, heute brauchte er neues, seine Untersuchungen waren fehlgeschlagen.
Damit sie nicht einfach verging wie Rasu es getan hatte, fütterten wir sie mit unserem Blut.
Drei Nächte noch, dann war sie gebunden, dann würde sie schon reden. Dann würden wir herausfinden wer genau uns warum Ärger machen wollte.

Während wir beschäftigt waren, jagte Adonai durch die Stadt. Er wollte die Mörder finden, die weiter ihr Unwesen trieben.
Tatsächlich spürte er sie auf und kam zu uns um uns an den vermuteten Ort zu führen. Es war in einer der vornehmeren Gegenden, eines von zwei teuren Anwesen.
Obwohl wir einfach hätten eindringen können, gerade mit Adonai an unserer Seite, entschieden wir uns für eine unauffäligere Variante. Wir schickten einen leinen Zeugen in eines der Häuser, aber dies war nicht das Haus, in dem Adonai das Blut gewittert hatte.
Also gingen wir in das andere. Wir erinnerten Durga an die Haarnadel aus Paris, aber diesmal gelang es ihr nicht. War sie eingerostet? Auf unserer Haut war ihre Nadel flink wie eh und je.
Vielleicht sollten wir sie mehr fordern, was solche Aktivitäten anging. Es war nciht gut wenn man nicht gefordert wurde.
Wir übernahmen und formten unsere Finger zu einem Schlüssel um die Tür zu öffnen.
Eine gute Idee, der wir bis jetzt noch nie nachgegangen waren, aber Durga hielt es für geschummelt. Warum?
Im Haus öffnete Adonai sein drittes Auge und sah Leben und Tod im Keller und weiteres Leben im oberen Geschoss.
Adonai ging vor, Durga, Reynaud und wir folgten, Svetlana musste sich um ihre erste Tochter kümmern und Viktor war,… ja wo war er eigentlich?
Im Keller fanden wir ein seltsames Becken voller Blut. Trotz der großen Menge brachte es keinen von uns aus der Fassung. Irgendetwas stimmte hier nicht.
Reynaud kostete davon, eine seiner Qualitäten als Tremere war es sich mit Blut besonders gut auszukennen. WIe erwartet stamme es von vielen verschiedenen Personen.
Aber warum ermordete man sie alle, ohne Rücksicht auf die Spuren zu nehmen? Was war mit dem Blut geschehen? Warum jetzt?
Adonai betäubte die Alkoholnase, welche in der Ecke schnarchte, mit seiner Berührung und dann gingen wir nach oben.
Dort fanden wir das junge Mädchen welches wir an den Tatorten wahrgenommen hatten.
Sie war hübsch, schlief ruhig und war ein Mensch, aber irgendwie… anders.
Sie war es gewesen. Wieso? Was hatte sie damit bezweckt? Was konnte jemand wie sie mit dem Blut anfangen?
Wir wollten es herausfinden. Sie sollte uns gehören. Sie würde sich anpassen und uns dienen.

Wir glaubten nicht richtig zu hören als Durga ihren Tod befahl. Sofort forderten wir Adonai auf einzuhalten, aber er war davon überzeugt, sie sei das Böse.
Böse? Was soll das schon sein? Welch ein sinnloses Wort.
Wir stellten uns ihm in den Weg, wollten nicht, dass sie starb. Sie sollte uns dienen, uns bereichern.
Ob die anderen bemerkten, das wir Angst hatten? Verzeifelt waren?
Da die Kainiten geschlagen waren, hatten wir nur menschliche Drohnen hier. Und sie waren nicht direkt an unserer Seite.
Was wenn Adonai uns einfach bei Seite fegte?
Was wenn er die Gelegenheit nutzte um uns zu vernichten, um Durga für sich zu haben. Wir wussten, dass er sie wollte. Er wusste, dass wir es verabscheuten. Wir hatten unsere Fassung verloren als wir sie in seinem elenden Gewand gesehen hatten.
Ob wir ihn mit unserer Stimme aufhalten konnten? Wohl kaum.
Wir würden es bei Durga tun müssen. Aber dann würde er uns erst recht bestrafen.
Wir konnten es still erledigen, nur in ihrem Kopf.
Nein, wir durften es nicht tun. Sie würde es nicht verstehn. Warum wollte sie überhaupt, dass das Mädchen starb, es konnte sie kaum interessieren, dass Adonai es für böse hielt.
Wir beide waren um ein vielfaches grausamer, hatten viele Leben mehr genommen, als der junge Wurm.
Oh.
So war das also.
Wir baten sie um ein Gespräch unter vier Augen.
Hier ging es nicht um böse oder nicht. Hier ging es um Sie und uns. Nicht um das Mädchen, nicht um Adonai.
Schließlich gelangten wir zu einer Einigung.
Sie war nicht perfekt.
Aber sie würde es sein.
Dann begaben wir uns zur Ruhe, mit Durga an unserer Seite.
Unser Altar musste vergößert werden.

Zufrieden bohrten wir uns in ihre Seite, umschlangen sie bevor wir in die Weiten unserer Drohnen entschwanden.
Heute gab es viel zu tun.
Sie würde unsere Nähe noch eine Weile genießen können, bevor auch sie entschwand.

Dann in ein paar Stunden würden wir geweckt.
Unser Leib blieb bei Durga, während wir sie in Gestalt des Dieners verließen.
Wir verabschiedeten uns und gingen hinauf in das gleißende, sengende und brennende Licht der Sonne.
Es war abscheulich, ein Narr wer es vermisste.
Kaum hatten wir das Haus verlassen, mussten wir erneut gegen den Fluch ankämpfen, wir drohten aus unserem Körper geschleudert zu werden. Vertriben von ihren Strahlen, vertrieben in die FInsternis.
Doch wir obsiegent, unser Griff war fest.

Dann gingen wir wieder zu dem Haus und machten uns daran alles zu unersuchen und auf Nummer drei zu warten.

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Akt III: Die Freisetzung, Nachspiel

Tisch-Runde Freitag 27.01.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri-Krieger), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Viktor (Lasombra)

Wären sie doch alle nur etwas schneller gewesen. Als der Szlachta Fleischbrocken aus Jean herausriss, begann dieser sich um die Hände des Szlachtas herum in Asche zu verwandeln. In einem orangerotem feurigen Funkenregen fiel ihm das Fleisch von den Knochen die zu Staub warden, als sie auf dem Boden aufschlugen.
Durga sperrte einen der Szlachta in eienr fürcterlichen Realität ein, in der er dazu gezwungen war gegen ihre Illusion der Fledermaus zu kämpfen und Svetlana gelang es einen in das Erdreich hinab zu ziehen. Reynaud duckte sich zwischen unzähligen Klauen und Armen hindurch und brachte mit einer bloßen Berührung das Blut eines Szlachtas zum Kochen, was dieser nicht überlebte.
Danach unterstützten sie die Annarchenarmee tatkräftig und drangen mittlere und kleine Szlachta mordend weiter und weiter zum Zentrum der Ruinen.
Vor einem der Abstiege in die Finsternis Tzimisces Grabstätte angekommen, erreichte sie ein alter Bekannter aus Buda Pest in einer Windhose. Es war Adonai, ein Ahn der Salubri der auf em Pfad der Krieger wandelte. Er war von einem Freund geschickt worden um Svetlana und Melissa zu beschützen und sie dabei zu unterstützen weitere Quellen vampirischen Wissens anzusammeln. Die uralten Vampirglyphen aus dem Turm der Basarabs und auch auf Durgas Torque hatten seiner Meinung nach etwas mit den Dämonen zu tun gegen die sein Freund und er kämpften.
Von den übrig gebliebenen Kainiten verspürte keiner große Lust sein Leben in Tzimisces Gruft zu riskieren und so machten sie sich auf den Rückweg nach Kronstadt.
Der WInd flüsterte ihnen einen bedrohlichen Abschiedsgruß zu: „Narren, diese Neulinge. Ich habe eure Beteiligung an der Sache gesehen und ihr werdet eure Belohnung zu angemessener Zeit erhalten.“

Ohne den Schutz der Annarchen mussten sie sich allein dem Angriff eines kleinen Rudels Werwölfe stellen.
Dabei mussten sie erleben, dass auch die Wolflinge über eine Art Disziplinen verfügen, mit denen sie das Tier im inneren der Vampire einschüchtern können und zwar so sehr, dass es für sie kaum möglich war effektiv gegen die Wolflinge vorzugehen. Einer kämpfte sich einfach durch Viktors Schattenwolke und hackte diesem beinahe den Kopf ab, selbst die Erde von Svetlana beschworen konnte den Wolfling nicht gefangen halten. Die anderen beiden kämpften gegen Adonai, der von einer roten Aura geschützt wurde, die ihn zusätzlich zu seiner Samurairüstung vor den mächtigen Hieben der Werwolfwaffen schützte. Er öffnete das rote Auge auf seiner Stirn und jeder seiner Streiche traf perfekt ins Ziel.
Nach 4 Hieben, die alleine ausgereicht hätten um Neulinge in Starre zu treiben oder einen Menschen umzubringen musste sich auch der Rudelführer de Werwölfe geschlagen geben.
Die Wolflinge zogen sich in die Penumbra zurück und garantierten Adonai freien Abzug durch ihr Revier.
Im Anschluss verspürten sowohl Adonai als auch Victor großen Durst, aber die Wolflinge verhinderten, dass Durga Rehe zu ihnen rief um sich zu nähren.
Der Morgen nahte und es kam die Zeit, da die Kainiten übertagen mussten. Sie ließen sich von Svetlana in der Erde versenken, die selber nach Kronstadt fliegne würde um dort zu nächtigen.
Unterwegs wollte sie sich noch in einem kleinen Dorf nähren, war aber so ausgemergelt, dass sie in Raserei verfiel und bedauerlicherweise viel zu viele der Dorfbewohner dahinraffte.
Nun würden diese nie wieder Schmerzen erleiden können, nichts mehr daraus Lernen können und … sie hätten nicht sterben sollen. Doch Svetlana bereute ihre blutigen Taten nur zum Teil und machte einen gefährlichen Schritt in Richtung ihres Tiers.
Am nächsten Abend erhoben sich die anderen drei Kainiten wieder und mussten feststellen, das die Wolflinge ihre Ruhestätte gefunden hatten und Viktors Pferde vertrieben worden waren. Aber aus irgendwelchen Gründen hatten die Wölfe darauf verzichtet, sie auszugraben und umzubringen.

Der Rest der Reise verlief Ereignislos und so kamen sie wieder in ihrer Stadt in Kronstadt an.
Dort wurde Durga zum Prinzen und auch zur Führerin des Rudels und setzte das Ritual der Vaulderie ab.
Aus dem Rudel wurde eher so etwas wie ein loser Zusammenschluss guter Freunde, die viel miteinander durchgestanden haben.
Sie söhnten sich mit den anderen Vampiren in ihrer Stadt aus und mehrten nicht nur ihren eigenen Reichtum sondern auch den der Stadt, sodass Kronstadt die Bauernaufstände relativ unbeschadet überstand.
Svetlana und Melissa verstärkten ihre Zusammenarbeit und spielten die verschiedenen Koldunen der Umgebung gegeneinander aus, bis sie zwei von ihnen ausschalten konnten und deren Plätze einnahmen.
Dadurch wurden die Gebiete dreier Voivoden und das Kronstadts geeint, zu einem gemeinsamen Machtfaktor in Transylvanien, mit denen die anderen Kainiten rechnen mussten.

Diese geballte macht bekam Mediasch und Nova Arpad in den folgenden Jahrzehnten zu spüren. Bis es schließlich zu einer Belagerung und Einnahme der Stadt durch die Truppen der anderen Prinzen der Siebenburgen geführt von den Kainiten Kronstadts kam.
Nova Arpad konnte mit Hilfe der Tremere erneut entkommen, aber ihre Rechte Hand Constantine wurde gestellt und musste für sein Verhalten gegenüber Durga auf ärgste Büßen.
Damit war die Macht der östlichen Ventrue in Transylvanien endgültig gebrochen und das Äscherne Konzil aufgelöst.

Was würden Durga und die Ahnen von Kronstadt wohl als nächstes unternehmen?

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