Archiv für die Kategorie VtDA: Transylvanische Chroniken

Interludium: Der Kranich aus Kabul

Tisch-Runde Freitag 01.06.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri Antitribu), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), Tomás (Brujah)

Sie klärten noch einige Fragen mit Merneith, bevor sie sich verabschiedeten. Als letztes bot sie an, ihnen zu verraten wie man eine Schlange töten konnte. Natürlich war dies mit einer Gegenleistung und einer Reise verbunden, einer Reise nach Ägypten. Was hätte es auch sonst seien sollen?
Sie selbst wollte sie auf dieser Reise nach Osten nicht begleiten, sie wollte zurückkehren in ihre Heimat und dazu sollte man sie enthaupten. Die jüngeren Kainiten waren zuerst etwas verwirrt, aber sie erklärte es sei wohl eine Art Abkürzung die sie nehmen wollte. Erst schien es, als seien Adonai und die anderen unwillig sie in den Tod zu schicken, aber dann erbarmten sich Reynaud und Tomas. Reynauds erster Versuch mit seiner Thaumaturgie blieb erfolglos und so musste Tomas mit etwas mehr als einem Schwerthieb nachhelfen.

Die Reise ging weiter und als sie die ersten Ausläufer des Himalaya erreichten trennten sie sich von dem Hauptteil der Karawane und zogen mit ihren Kutschen und dem Wagen sowie Geletischutz alleine Richtung Kabul weiter. Wieder ging es ins Gebirge und mit den Bergen schienen sie auf dieser Reise kein Glück zu haben. Sie waren eine knappe Woche unterwegs, als eine ganze Gruppe wild gekleideter Menschen mit seltsamen Waffen ihnen entgegenkam. Geführt von einer Frau in einem perlmuttfarbenem Sari, oder soetwas ähnlichem. In ihrer rechten Hand trug sie eine Lanze mit einer roten Fahne daran. In den kommenden Verhandlungen kam es dazu, dass ein weiterer Wan Kuei auftauchte, in dunkle Rüstung gehüllt und mit einem dritten Auge auf der Stirn. Er sprach schlecht über Saulot und behauptete, dieser wäre unwürdig gewesen und sei deshalb aus der Gefolgsschaft des großen Arhat Xue verbannt worden. Diese Beleidigungen endeten in einem Duell, welches Adonai für sich entscheiden konnte, mit einem Leben am seidenen Faden hängend. Der Wan Kuei verfügte ebenfalls über eine schützende Aura und konnte sich einem dunklen Schatten gleich so schnell bewegen wie ein Assamit. Aber seinen sechs mit flammenden Schwertern bewaffneten Armen fehlte die Treffsicherheit die Adonais Auge ihm verlieh. Er durchdrang zwar immer wieder Adonais Verteidigung und fügte diesem klaffende Wunden zu, hauptsächlich dadurch, dass seine Schwerter brannten, bis ihn schließlich Adonais dritter Schlag traf und zu Boden streckte. Es dauerte eine Weile, in der die beiden Untoten von den Sterblichen ihrer Seiten tranken um sich von dem Kampf zu erholen, während sie gemeinsam weiter nach Kabul reisten.

Die Frau hielt die Vampire für eine Armee und sie war sich nicht ganz sicher wie sie ihnen begegnen sollte. Auf der einen Seite wollte sie keinen Kampf mit dieser Streitmacht riskieren. Gerade erst hatten die ihren Kabul von den Assamiten zurückerobert, dabei wohl auch Verluste erlitten, jetzt wollten sie nicht schon wieder gegen derart mächtige Gegner antreten. Statt dessen boten sie an, sie zu unterweisen wie man sich als Untoter an den Höfen der Wan Kuei in Asien benahm und ihnen dann auch noch im Austausch für einen Gefallen Zeichen zu geben, die sie als Verbündete des Hofes des Weißen Tigers ausgaben, damit sie ungehindert passieren konnten. Sie brachten die Kainiten und auch sich selbst durch eines der Seitenstadttore in einen kleinen Gasthof. Die Fahzeuge wurden auf dem Platz abgestellt und zusätzlich hatte man einen kleinen Raum zur Verfügung. Der Rest der Stadt war noch von den Osmanen besetzt, weswegen man sich ruhig verhalten musste, auf eine Rückeroberung durch Menschen konnte man erst in den nächsten Jahren hoffen. Sie zeigten sich ihren Möglichkeiten entsprechend, Badezuber mit Gefäßen im Pferdestall um sich von der Reise zu erholen, als zuvorkommende Gastgeber. Die Wan Kuei hatten gemerkt, dass weitere Vampire in den Gefährten mitgeführt wurden und boten sich an diese zu heilen und auf deren Erwachen zu warten, weil sie auch ihnen eine Gelegenheit bieten wollten sich zu beweisen und die Zeichen zu erhalten. Bis es schließlich soweit war, wollte Adonais ehemalige Gegnerin diesen unterrichten. Seine Kampfkunst hatte sie schwer beeindruckt und nun wollte sie ihm helfen Erleuchtung zu erlangen und von den Irrtümern der Kainiten abzurücken. Adonai hielt sein Wissen aus den letzten vierhundert Jahren keinesfalls für unerleuchteten Schwachsinn, wie es die Wan Kuei immer wider herüber brachten und wurde schlussendlich nciht weiter unterrichtet.

Als es dann soweit war, positionierten sie den Sarkophag in dem kleinen Raum und Reynaud öffnete ihn, während Tomas für die Sichherheit sorgte. Eszter befreite zunächst Melissa, die anstatt sich zu erheben zunächst einmal zusammenbrach und sich kaum rühren konnte. Anders verhielt es sich bei Durga, welche zwar noch sehr benebelt aber sonst Herr ihrer selbst war. SIe verstand schnell was es war wonach es Melissa verlangte und verwies die anderen des Raumes. Sie heizte einem der beiden Gefäße ordentlich ein und überlies sie dann Melissa. An Hand der Schreie konnte man hören, dass es ihr schon bald wieder besser ging. Den Rest der Nacht verbrachten Durga und Melissa dann gemeinsam, alles andere musste für eine Nacht verschoben werden.

In der kommenden Nacht erfuhren die beiden Schläfer in einer kurzen Lagebesprechung wo und bei wem sie zu Gast waren und brachen dann Hals über Kopf auf. Nicht ohne, dass Melissa sich noch im Geiste der anderen erkundigte wie man diese Wan Kuei töten konnte, wie man mit ihnen fertig werden konnte. Sie waren noch nicht weit gekommen, als die Frau im Perlmuttsari sie mit den Soldaten die sie schon im Gebirge dabei hatte erwartete. Sie streute noch Salz in die Wunden einer negativen Prägung, als sie versuchte die anderen mit Drohungen davon zu überzeugen zu bleiben, bevor sie weiterzogen. Trotz dieser Drohungen entwickelte sich noch ein Gespräch zwischen Durga, Adonai und der Wan Kuei. Aber die Unfähigkeit beider Fraktionen von ihren eingfahrenen Standpunkten abzurücken verurteilte dieses zum Scheitern, mal abgesehen von den fünfzig Bewaffneten und der Androhung irgendwelcher Geisterflammen.

Und so verließen die Kainiten Kabul und reisten gen Süden, Richtung Quilon.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Interludium: Durch die Wüste

Tisch-Runde Freitag 18.05.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: -1h Adonai (Salubri Antitribu), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), -1h Samnang (Wahrer Brujah), Tomás (Brujah)

Sie folgten den Spuren geführt von Vlad durch den Schnee. Unte reinem kleinen Felsvorsprung in der Flanke des Berges fanden sie eine von Vlad errichtete Scheußlichkeit. Aus den Körpern von drei Wolflingen hatte er eine Art Banner gemacht und aufgestellt. Den einen hatte er seinem Namen entsprechend auf einem Knöchernen Stab gepfählt, abe rzusätzlich eine Querstange angebracht sodass der Wolfling nciht nur gepfählt sondenr auch gekreuzigt im Gebirge hing. Die anderen beiden hatte er gehäutet und dem aufgespießten die Häute als Umhang umgelegt, wie bei römischen Offizieren, die sich mit Wolfspelzen brüsteten. Aus ihren Rippen hatte er eine Art Zaun errichtet, in dessen mitte die sonstigen Überreste verstreut lag. Wie er dei Wolflinge getötet hatte, wollte er nciht offenbaren, auch nciht warum er im letzten Kampf nicht eingegriffen hatte.

Als sie den Bergarm dann ganz umrundet hatten fanden sie ihre Herde und auch die vermissten Ghule. Alle hatten sich ausgezogen und lagen nackt im Schnee an die Flanke des Berges geschmiegt. Drei große Schlanke Frauen kümmerten sich um die Menschen, immer wieder bückten sie sich, ergriffen eine Hand voll Schnee und rieben die Erfrierenden damit ein. Adonai warnte die anderen, er kannte diese Kreaturen aus seiner Heimat. Es waren Yuki Onna, Schneefrauen. Geister die man nicht besiegen konnten, die mit dem Schnee kamen und Männer dazu brachten im Schnee zu erfrieren. Adonai und Samnang unterhielten sich mit den Schneefrauen, wurden von diesen aber ziemlich schnell um den Finger gewickelt. Ihre Gedanken wurden so verdreht, dass sie den Lügen der Schneefrauen glabten und mithalfen die Menschen dem Berg zu opfern um diesen zu besänftigen. Reynaud durchschaute die Frauen recht schnell, und testete seine Dunklen Gaben gegen sie. Erst schleuderte er eine von ihnen gegen die Felswand und dann, als er sah, dass sie ihm nichts entgegensetzen konnten schleuderte er sie die Bergflanke herab. Bevor er sich den anderen beiden zuwenden konnten flohen diese. Die Kainiten kümmerten sich darum die Menschen wieder in warme Kleidung zu stecken. Reynaud trocknete und wärmte ihre Kleidung, während Thomas und Adonai sie untersuchten und die am schwersten Verletzten heilten sie mit ihrer Vitae. Vier konnten nicht gerettet werden, doch ihr Blut sollte den Reisenden helfen noch weiter zu kommen.

Ohne weitere Übergriffe konnten sie das Gebirge hinter sich lassen und über Tiflis nach Baku reisen. Aber dafür waren sie jetzt im Gebiet der Assamiten.
Auf Grund der Verluste in ihrer Herde, wenn gleich gering, waren sie nicht auf dem Höhepunkt ihrer Kräfte als sie mit den Assamiten verhandelten. Außerdem wollten sie sich auf feindlichem Gebiet bedeckt halten.
Sie gaben sich für Kainiten der Camarilla aus und im Austausch für Vitae, dem Bevorzugten Zahlungsmittel der Assamiten, wurde ihnen gewährt die Stadt zu durchqueren und dort zu jagen. Das Jagdrecht bekamen allerdingscnur jene, die mit ihrem eigenen Blut zahlten, was Adonai und Viktor verweigerten. Schnell stellte sich heraus, dass sie auch beobachtet wurden um sicher zustellen, dass sie ihre Auflagen auch wirklich einhielten. Trotzdem kam es noch zu einem kleinen Zwischenfall mit Eszter. Sie hatte ihren Guhl bereits vor den Verhandlungen in die Stadt geschickt und dafür sollte sie jetzt bezahlen, mit Vitae oder ihrem Leben und dem des Ghuls. Beinahe wären die Verhandlungen an Sprachbarrieren und ihrer Blindheit gescheitert, aber dann verstand sie doch ncoh, was man von ihr wollte und fügte sich den Herren der Stadt. Danach verweilte die Reisegruppe nicht mehr lange in der Stadt, Victor hatte sie mitsamt Wagen auf einem großen Schiff einquartiert, mit dem sie das kaspische Meer überqueren und so lange Monate in der Kutsche überspringen konnten.

Auf der anderen Seite des Meeres wartete nichts als Wüste auf sie, Wüste und winzige Ortschaften die kaum reichten die Vorräte wieder aufzustocken die sie während der Wüstenreise von einem zum nächsten verbrauchten. Gäbe es nicht zwischendrin immer wieder Karawansereien gieriger Händler die von dem Verkehr der Seidenstraße profitieren wollten, wäre eine solche Reise beinahe unmöglich gegewesen. Zumindest wäre sicherlich ein Großteil der Mitreisenden, diesen Teil der Reise bestritten sie als Teil einer größeren Karawane, völlig Blutleer im Fernen Osten angekommen.

Nach anderthalb Monaten kräftezährender Reise durch die Wüste trug es sich zu, dass die verschiedenen Führer der Karawanen Rat bei diesen seltsamen Mitreisenden suchten. Seit Tagen zeichnete sich am Horizont ein Gewaltiger Sandsturm ab. Ein Sandsturm dieser Größe war für eine Wüste in der es kaum Sand gab schon ungewöhnlich genug, aber, so waren sich alle Führer einig, er bewegte sich auch nciht, wie er es hätte tun müssen. Da man davon ausgehen konnte, dass er auch weiterhin seine Position nciht verändern würde, einigte man sich darauf viel näher an den Sturm heranzureiten und dann Späher auszuschicken. Noch während die Späher unterwegs waren konnten die Reisenden mit ansehen wie die Staubfront, die sich über den gesamten Horitzont erstreckte, unter gewaltigem Getöse in sich zusammenbrach.

Verborgen in der Sturmwolke hatte wohl eine gewaltige Schlacht getobt. Es waren Kämpfer aus aller Herren Länder aus allen Zeiten an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen, sodass schnell die Vermutung aufkam ein Capadoziander wäre an der Schlacht beteiligt gewesen. Jetzt hatten alle Kämpfer eines gemeinsam, der Sand hatte ihnen das Fleisch in Fetzen gerissen und Knochen wie uralte Rüstungen und Waffen blank poliert, nur um sie danach mit einer feinen Schicht gelben Staubs zu bedecken. Erst nachdem sie Tage durch die Überreste des Schlachtfeldes gezogen war und die Stimmung unter den Sethskindern immer drückender wurde, zeigten sich erste Anzeichen für den Gegner dieser Auseinandersetzung. Es waren Kreaturen aus Stein, bedeckt mit seltsamen Zeichen, die Samnang als nordafrikanisch identifizierte. Neben Skorpionen und gewaltigen, geflügelten Sphinxen gab es vor allem etwa drei Meter große aus Stein zusammengesetzte Gestalten mit riesigen Tierschädeln statt Köpfen, bewaffnet mit imposanten ägyptischen Ritualwaffen. Zwei Inconnu kamen ihn entgegen, verweilten kurz um Viktor zu grüßen und gingen dann ihres Weges, einen kräftigen, rothaarigen Afrikaner an Ketten und gepfählt hinter sich herschleifend.

In einer Menschenansammlung, die von Eszter schnell vertrieben wurde, fanden sie eine von vier Steinstatuen bewachte frau in den weißen Gewändern einer Kriegerin, mit goldenen Flügeln, die sie mit ihren Armen aufspannen konnte. Sie gehörten nicht zu der Frau selbst, nur zu ihrem Gewand. Noch während die Kainiten überlegten, was sie mit ihr anstellen sollten, zerbarsten ihre steinernen Wächter einer nach dem anderen. Noch bevor der letzte nichts weiter als ein bewaffneter Haufen Steine war, trat Adonai an sie heran und versuchte mit ihr zu sprechen. Es dauerte eine Weile, aber dann hatten sie eine gemeinsame Sprachen gefunden und unterhielten sich fortan auf Latein in Durgas Wagen, in Abgeschiedenheit von Schaulustigen.

Merneith beklagte den Verlust ihres Meisters. Mit gewaltigem Gefolge waren sie hierher gereist um den Klüngel mit dem Wissen über die Uralten Vampirtafeln zu treffen. Nadirah, eine Prophetin aus Jeans Blutlinie, hatte ihre Route gesehen., was sie nicht gesehen hatte waren die zwei Inconnu, die auftauchten und Merneiths Meister im Kampf stellten, besiegten und entführten. Jetzt war sie allein übrig und musste versuchen ihnen zu erklären, was ihr Meister hätte erklären wollen. Sie versuchte ihnen zu vermitteln, dass die Ursprünge der Kainiten so wie sie im Buch Nod standen nur Mythen waren, geschrieben von den Gewinnern der Geschichte. Sie berichtete, dass die Diener Gottes erklärte Feinde der vampirischen Rasse waren und diese Auslöschen wollten. Dies würde aber in einer Freisetzung der Dämonen resultieren und die Hölle auf Erden bedeuten. Selbst einige Gruppen der Vampire strebten diesem Ziel entgegen, wie die Baali. Deswegen hatte es vor etwa 1000 Jahren einen Krieg gegeben in dem die 13 Clans vereint gegen die Baali und das von ihnen beherschte Sassanidische Reich gezogen waren. Die Baali waren geschlagen worden und ihre Mitglieder in alle Winde zerstreut, aber der Sieg war zu spät erfolgt. Die Baali hatten bereits einen mächtigen General der Dämonen in diese Welt gerufen, und die Apokalypse drohte die Welt wie sie bis dahin bekannt war zu verschlingen. Drei Krieger stellten sich dem Dämonenfürsten entgegen und schafften es ihn mit einem komplexen Ritual zu binden und so das Ende der Welt aufzuschieben. Diese drei Vampire waren als Binder bekannt und trugen die namen Shukaris, Sidonie und Sorin. Aber damit war die Finsternis nicht geschlagen, Shukaris war im Laufe des Krieges bis aufs Mark verdorben wurden, er verriet seine Gefährten und seinen Clan um seine eigenen finsteren Zielen nachzugehen.

Das Gefängnis des Dämonenfürstens war nicht für die Ewigkeit geschaffen worden, mit der Zeit verlor es an Kraft und erlaubte dem Dämonenfürsten Einflus auf diese Welt zu nehmen. Unter dem Namen Kupala wurde er als Übel der Transsylvanischen Lande bekannt. Um seine Fesseln zu stärken, so sagte Merneith, sollten die Kainiten ans Ende der Welt reisen und die Bishamon suchen. Diese verfügten über uraltes Wissen der Geomantie, älter noch als das der Setiten, mit dem man Kupala weiterhin gefangen halten könnte.

Hinterlasse einen Kommentar

Interludium: Aufbruch gen Osten

Tisch-Runde Freitag 04.05.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri Antitribu), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), Samnang (Wahrer Brujah), Tomás (Brujah)

Zwei Nächte vergingen, bevor alle Mitglieder des Klüngels und die neuen Gäste eine Einladung bekamen, sich in der dritten vor Durgas Haus einzufinden. Während sie darauf warteten zu erfahren, weswegen Melissa, der Seneschall, sie herbestellt hatte, füllten sich die Straßen rund um Durgas Waisenhaus mit Menschen, nackten Menschen. Männern, Frauen und Szlachta. Sie drängten sich Leib an Leib um alle dem Haus möglichst nah zu sein.

Dann nahmen drei Vampire ihren Platz in der Menge ein. Drei Engeln gleich legten sich die Frauen vor dem Haus in den Staub. Braune, rote und schwarze Haare vermischten sich mit dem Staub und Dreck der Kronstädter Straßen. Ein kleines Mädchen trat aus der Menge, schritt über die Engel wie einen schmutzigen Teppich und ging die Kronstädter Vampire, die der Zeremonie beiwohnten, ignorierend zur Tür, um klopfend um Einlass zu bitten. Sie verschwand kurz im Haus und kehrte dann gefolgt von Durga zurück. All die Menschen und die drei Engel, selbst das kleine Mädchen, waren Melissa und sie legten sich vor Durga in den Staub, machten sich ihr zum Geschenk. Sie wollten Durga nicht verlieren, wollten ihr verdeutlichen, dass sich in den letzten Nächten nichts geändert hatte und verschenkten daher, was ihnen am meisten bedeutete.

Durga holte einen Sari aus dem Haus und hüllte Melissa darin ein, bevor sie sie in ihr Haus führte und für den Rest der Nacht verschwand. Die anderen blieben ohne, dass man ihnen auch nur einen Moment Aufmerksamkeit geschenkt hatte, zurück. Adonai stellte die beiden Brujah-Gäste einander vor, während Reynaud und Eszter stillschweigend den Konversationen der drei lauschten. Es ging um Karthago und die Tristheit, welche die Nacht über alle Länder dieser Welt legte.

Die Zeit bis zum Aufbruch nach Osten verging ohne weitere größere Ereignisse. Adonai und Samnang trainierten mit Bocken ihre Schwertkampffähigkeiten, wenn Adonai nicht gerade damit beschäftigt war, sich aus Durgas albtraumhaften Illusionen zu befreien oder ihr im Austausch für diese Unterweisung den Kampf mit Klingenwaffen näherzubringen. Auch Vlad beanspruchte einiges von Adonais Zeit, hatte er doch beschlossen, diesem die Ehre zu erweisen, ihn verwandeln zu dürfen. Nur hatte sein baldiger Erzeuger die große Ehre, die ihm zuteil wurde noch nicht begriffen, und so musste sich Dracula redlich ins Zeug legen diesem zu beweisen, dass er ein würdiges Kind sein würde; auch wenn ihm diese Bezeichnung weniger als überhaupt nicht zusagte. Viktor organisierte die Reise und überwachte die Fertigstellung des Sarkophags.

Melissa hatte ihre Töchter bereits in die Verwaltung ihres Stockes eingewiesen und konnte so die letzten Tage vor ihrer langen Starre damit verbringen von Durga Hindi zu lernen, nicht ohne dabei die gemeinsame Zeit mehr als zu genießen. Durgas Terminplan war ziemlich voll, sie musste nicht nur die Hindi-Stunden, Nahkampfunterricht bei Adonai, private und geschäftliche Treffen mit Melissa unterbringen. Auch wollte sie sich um ihre Gäste kümmern und einen Termin mit Reynaud und Samnang vereinbaren. Beide hatten das Bündnis noch nicht mit Blut besiegelt und so lud sie sie ein, um sie unter Adonais Aufsicht dazu zu zwingen, ihren Rachefeldzug gegen Shukaris zu unterstützen.

Am Abend vor Reisebeginn fanden sich Durga, Eszter und Melissa am Sarkophag ein, um sich in Starre zu begeben. Beide in Gewändern, die nicht aufwändiger waren als Eszters übliche Bekleidung, begaben sich in Position, um von Eszter die kunstvoll geschnitzten Pfähle zu empfangen. Doch als die Priesterin sich mit erhobenem Pfahl auf Durga zu bewegte, verlor diese die Kontrolle über ihr Tier und stürzte sich wie eine wilde Bestie auf die überraschte Priesterin, die schneller auf dem Boden lag, als sie gucken konnte. Nachdem sie sich fasste, schaffte sie es, sich von der Wilden zu befreien, während Melissa Durgas Tier wieder unter Kontrolle brachte. Danach umschlang sie Durga liebevoll von hinten. Sie wollte sie nicht festhalten, das hätte sie in ihrem Zustand so oder so nicht geschafft. Es ging darum ihr Geborgenheit zu schenken, dem Pfahl gemeinsam entgegen zu treten.

Dann machte sich ein kleiner Konvoi, bestehend aus Durgas riesigem neuen Wagen und drei dunklen Kutschen auf den Weg gen Osten. Nicht nur Kainiten, auch einige Ghule und Gefäße waren dabei sowie reichlich Kleider für die Damen und Tonnen Proviant für Sterbliche und Tiere. Aber Proviant für die Kainiten wurde vernachlässigt. Es wären weitere Kutschen oder eine Hode Sklaven, die hinterdrein trotteten, notwendig gewesen, um die Vampire zu versorgen.vZu Beginn der Reise auf dem kurzen Abschnitt von Kronstadt nach Bukarest und von dort weiter in das winzige Constanta fiel dies kaum auf, es lohnte sich einfach nicht, in Wäldern und Wildnis zwischen den Städten zu jagen. Denn in diesen war der Tisch reichhaltig gedeckt und die Kronstädter wurden nach Adonais Anmeldungen bei den jeweiligen Voivoden nicht nur höflich empfangen, sie bekamen auch die Erlaubnis in den Städten zu jagen.

Aber die Reise an der Küste des schwarzen Meeres entlang nach Norden war weiter und wesentlich anstrengender. Man hatte sich darauf geeinigt diesen Weg zu gehen, um nicht durch das Gebiet des Osmanischen Reichs zu müssen, um nicht durch das Gebiet der Assamiten zu müssen, die im Krieg mit den europäischen Clans lagen.vDie weiten Steppen waren nicht nur menschenleer, auch an Jagdwild gab es kaum. Jeden dritten Tag konnten sie nicht weiterreisen, sondern mussten halten, um im Umland nach Hasen, Rehen und Vögeln zu jagen. Selbst mit der Mithilfe aller Ghule gab es nicht genug Blut für alle. Nach und nach hungerten die Kainiten aus und nur ihrem Alter und den damit verbundenen Reserven verdankten sie es, bis zu einem größeren Fischerdosrf zu kommen, in dem sie sich wieder sättigen konnten. Reynaud und Tomás waren besonders erfolgreich. Ersterer konnte mit der Kraft seines Willens ganze Familien unter seine Kontrolle bringen und sich von ihnen nähren, Tomás berauschte die Damenwelt in der einzigen Taverne des Dorfes derart, das sie sich schnell mit den restlichen Frauen des Dorfes füllte, die auch am Fest und seinen Küssen teilhaben wollten.

Der restliche Weg bis Odessa, im Norden des Schwarzen Meeres, war nicht mehr besonders weit und so trafen sie dort ein, ohne erneut völlig ausgehungert zu sein. Bei ihrer Ankunft konnten sie miterleben, wie eine Armee mongolischer Reiter von den Szlachta und Vohzd eines gewaltigen Unholdes abgeschlachtet wurde. Von den kleineren Kreaturen fiel die eine oder andere den Reitern zum Opfer, aber die größeren pflügten sich durch die Reihen der Sterblichen, als wären sie nichts weiter als Getreide. Besonders eine Kreatur, elefantengroß mit einem riesigen Maul und einem kleinen humanoiden Körper wütete unter den Menschen. Sie setzte nicht nur ihre Klauen und das riesige Maul ein, sie brachte die Elemente selbst dazu, sich gegen die Menschen zu verschwören und sie zu vernichten. Als keiner mehr am Leben war, bewegte sie sich an der Spitze ihrer Horde auf die Neuankömmlinge aus Kronstadt zu, aber sie war nicht auf eine weitere Probe des Krieges aus. Sie begrüßte die Kainiten, allen voran Viktor, den sie von der Kupalasnacht, an der er vor etwa 200 Jahren teilgenommen hatte, noch kannte.

Um dieser Nacht Willen und aus Gastfreundschaft lud sie die Reisenden in ihre mächtige Burg ein und erlaubte ihnen auch in der Stadt zu jagen. Sie durften sogar einige Tage verweilen, um sich auf die Weiterreise angemessen vorzubereiten, wurden sogar vor den Wölfen des Sturms in den Bergen um Tiflis gewarnt, mit Silber könnte man sie fernhalten. Tomás konnte die anderen davon überzeugen einige Leute unter Waffen anzuheuern, sie mit Blut zu verführen um sie als Proviant mitzführen, Adonais Vorschlag, sie schlafend in einem Wagen unterzubringen, konnte mangels Durchführungsmöglichkeiten nicht umgesetzt werden.

Mit einigen Silberpfeilen und einem versilbertem Schwert ging es dann an der nördlichen Küste des Schwarzen Meeres entlang wieder nach Osten Richtung Tiflis. Dort sollte laut Viktor ein gewaltiges Schiff warten, in dem die Fahrzeuge untergebracht werden konnten um das Kaspische Meer zu überqueren, ohne es wie zuvor das Schwarze Meer komplett umrunden zu müssen. Aber in den Bergen vor Tiflis sollten nach Sheoldred, der Flüsternden, der Voivodin von Odessa, Wolflinge hausen. Diese machten sich auch kaum, dass man mit dem schwierigen Weg durch das Gebirge begann, bemerkbar. In jeder Nacht heulten sie bedrohlich in der Nähe der kleinen Karawane, aber griffen noch nicht an. War es die Furcht vor dem Silber, welche sie auf Abstand hielt, oder wollten sie die Kainiten durch ihr Geheul und die Furcht, den nächsten Sonnenuntergang nicht mehr zu erleben, erst mürbe machen, bevor sie angriffen?

Dann eines Abends war es soweit, der Angriff hatte begonnen. Aber anders als erwartet. Die Kutschen lagen verlassen dar. Nur Vlad begrüßte die Vampire, alle anderen waren fort und er hatte sie nicht ohne massive Gewalt anzuwenden aufhalten können. Sie seien einfach in den Schnee davongeschritten, wusste er zu berichten. Söldner, Ghule, selbst die Kinder waren fort.

Hinterlasse einen Kommentar

Interludium: Reisevorbereitungen

Tisch-Runde Freitag 20.04.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri Antitribu), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), Tomás (Brujah), Viktor (Lasombra)

Rasch flohen die Kainiten von der mit Blut, Asche und Unrat besudelten Hügelkuppe unter der die Kathedrale lag.
Kurz vor EInbruch des Tages erreichten sie Sorins Burg in die sie alle eingeladen wurden, alle bis auf Durga und Melissa. Auch der Wagen war nicht länger willkommen und stand gefährlich nahe an der Schlucht.
Das Gespräch welches sich daraufhin zwischen Durga und Sorin entwickelte verstanden nicht alle und nach einer kurzen Unterbrechung durch Adonai und Viktor zogen die beiden sich gefolgt von Melissa in einen Besprechungsraum zurück um das geschlossene Bündnis und den Zwist der zwischen ihnen stand zu bereden.

Am nächsten Abend brachen sie Richtung Kronstadt auf, wo sie etwa zwei Wochen später wieder ankamen und sich um ihre Angelegenheiten kümmerten, bis etwa zwei Wochen später Besuch aus Ungarn eintraf. Die Priesterin, welche die Hochzeitszeremonie durhführen sollte, samt eines Brujahs als Leibwächter war eingetroffen. Auch Vlad war noch bei Durga zu Gast. Er hatte sich allein aus der Kathedrale gekämpft und war den Reisenden später über den Weg gelaufen und aufgelesen worden. Er brauchte etwas Zeit für sich, wollte von nun an nicht mehr Spielball der großen Tzimiscen sein, sondern selbst bestimmen wer ihn wann verwandelte. Eine Andeutung zu diesem Thema seitens Adonai schien ihn sehr zu interessieren.

In der anschließenden Versammlung des Klüngels offenbarte Durga den anderen, dass die Zeremonie nicht in Kronstadt stattfände, sondern in Indien, da man sich auf die Suche nach einem Heiler für ihr geschwächtes Klüngelmitglied begeben müsste.
Außerdem offenbarte sie ein weiteres Ziel, Rache. Von nun an sollten alle danach streben mächtiger zu werden, ihre Schwächen auszugleichen und ihre Stärken auszubauen um sich für einen Kampf gegen Shukaris zu wappnen. Er sollte nicht bald statt finden, man machte sich keine Illusionen. Nicht in den nächsten Jahrhunderten aber Shukaris würde sterben. Nein nicht nur er würde sterben, auch alle seine Verbündeten sollten fallen.
Dieses Bündnis bekräftigten sie indem jeder, außer Melissa, von seinem Blut gab, auf den Sari den Shukaris ihr vor langer Zeit zum Geschenk machte, und zusah, wie dieser in Brand gesteckt wurde und langsam verbrannte.

Hinterlasse einen Kommentar

Buch II, Akt I: Kathedrale des Fleisches

Tisch-Runde Freitag 06.04.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri Antitribu), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), Samnang (True Brujah)

Sie reisten ein paar Tage weiter, als sie Waffenlärm im Wald hörten, ein gutes Stück entfernt vom Wagen. Es klang als kämpften einige Bewaffnete gegen Wölfe. Wider ihres besseren Wissens eilten sie zum Ort der Waffengeräusche. Dort kämpften zwei Dutzend bewaffnete Sterbliche, zwei Assamiten und ein weiterer Südländer gegen ein Rudel finsterer Werwölfe, zum Teil bewaffnet.
Sofort griffen Adonai und die anderen unterstützend in den Kampf ein, nur Viktor und Arianne blieben am Planenwagen um auf ihn aufzupassen.
Adonai nahm es alleine mit einem der Werwölfe auf und trieb ihn zur Flucht. Durga, Melissa und Reynaud kümmerten sich um einen weiteren und setzten ihm derart zu, dass sein Körper schon ziemlich geschwächt war, als Adonai sich ihm zuwandte und ihn enthauptete.
Der Südländer mischte auch tatkräftig mit, was nichts daran änderte das er und Adonai am Ende in Starre auf dem Boden lagen. Allerdings hatten sie zuvor genug Schaden angerichtet, als dass es die anderen drei schaffen konnten auch den letzten der Werwölfe zu Boden zu strecken.
Vlad beobachtete den ganzen Kampf auf sein Schwert gestützt, einen Apfel essend.

Während die Kainiten ihre Wunden leckten, verschwanden allerdings die Körper der Werwölfe, ihnen den garaus machen schien alles andere als einfach. Durga und Reynaud erweckten Adonai aus der Starre und Melissa kümmerte sich um Samnang.
Dann ging es nach einigen Hirschkühen und dem Gefolge des Assamiten als Erfrischung zurück zum Planwagen um den Weg fortzusetzen. Dabei einigte man sich darauf dem Assamiten, der unterwegs war um den seinen die Nachricht zu überbringen die Kampfhandlungen gegen die Camarilla einzustellen, mittels Beherrschung zu manipulieren und dadurch die Beziehung zwischen Assamiten und Camarilla weiter zu verschlechtern.

Auf der Reise gab es nicht viel Nahrung, und so überredete Durga Vlad dazu immer mal wieder etwas von seinem Blut mit ihr zu teilen. Auch Melissa musste sich an den Pfähler halten, denn ihr Verlangen nach bestimmten Inhaltsstoffen im Blut ihrer Opfer zwang sie dazu auch immer wieder von ihm zu trinken. Dabei konnten die beiden etwas mehr nehmen als von einem normalen Menschen, immerhin war er ein Wiedergänger, aber wirklich ernähren konnten die beiden sich nicht von ihm.

Das nächste Dorf welches sie fanden, war schon von Annarchen überrannt worden, aber etwas später konnten sie sich dann doch noch an der Sterblichen Bevölkerung eines Dorfes laben, bis sie schließlich Markovs neue Festung am Tihutapass erreichten.
Er nahm sie mehr oder weniger freundlich auf und schickte Dracula am nächsten Abend weiter zur Kathedrale des Fleisches.

Yorrak, einer der grauenvollsten Methusalems vom Clan der Tzimisce, wollte den Sohn des Drachens selbst in die Reihen des Clans aufnehmen. Den Kainiten war dies nicht ganz geheuer, wer die Kathedrale des FLeisches betrat, kehrte in der Regel nicht zurück.

Bevor sie aufbrachen berichtete der schwer verletzte Sorin noch von seinem Zusammentreffen mit Shukaris. Beinahe wäre es ihm gelungen mit Hilfe eines erwachten Magiers diesen auszuschalten, aber irgendwer warnte Shukaris, sodass ihm Hilfe zuteil wurde und er der Falle entkommen konnte.

In die Kathedrale wurden sie von Yorrak selbst eingeladen und konnten so mit ansehen, wie dieser den Pfähler wandeln wollte und dann aber von der Kathedrale selbst angegriffen und verschlungen wurde.
Die Kainiten flohen alle mehr doer weniger rasch aus der Kathedrale, waren aber nicht schnell genug. Sie zog sich zusammen, kontraktierte und erbrach sie in einem gewaltigen Schwall aus Unrat in die Asche des Hexenhügels.

Von den in der Kathedrale gefangenen Seelen hörten alle jene mit der Gabe des Sehens nur noch ein Wort, dass ihnen einen Schauder über den Rücken laufen lies:

„Kupala, Kupala, Kupala, …“

Hinterlasse einen Kommentar

Buch II, Akt I: Eine Lebhafte Auseinandersetzung

Tisch-Runde Freitag 23.03.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Reynaud (Tremere Antitribu), Viktor (Lasombra)

In der Stadt wurden sie von Sorin begrüßt, der darauf bestand im Vorfeld gewarnt zu haben, dass eine Reise zu Shukaris nichts brächte. Durga würdigte ihn keines Blickes bevor sie einfach an ihm vorbeistapfte. Melissa folgte ihr zum Waisenhaus, während Adonai, Reynaud und Viktor den Rest der Nacht damit verbrachten zu Jagen.
Reynaud hatte zunächst wenig Erfolg, fand dann aber in den Slums eine Gruppe junger Erwachsener die von einer Influenza-Überlebendenfeier nach Hause gingen und konnte sich nach Herzenslust bedienen.
Viktor hatte es etwas bequemer, er konnte einfach durch die Finsternis wandeln um jedes beliebige Haus zu betreten, nachdem es ihn gelüstete und seinen Durst an den schlafenden Insassen stillen.
Melissa verabschiedete sich kurz bei Durga, wollte dieser aber schon in einer Stunde wiedersehen, es galt den Antrag und die Geschehnisse noch einmal genauer zu besprechen.

Am nächsten Abend wurde der Klüngel, wie vereinbart, von Sorin in Hermanstadt abgesetzt. Er selbst wolle sich jetzt um Svetlana kümmern, die noch immer nicht wieder auf freiem Fuß war.
Dann schritten Durga und Melissa voran, durch die Stadt und den Hügel hinauf auf Burg Hermanstadt zu. Adonai schritt in der Mitte etwas hinter den beiden, diesmal gewandet in ein Kettenhemd und einige ergänzende Plattenteile, mit einem Wappenrock Kronstadts und passendem Umhang mit Kaputze. Mit gesenktem Blick und mürrischer Laune, als europäischer Brujah posieren war nicht das, was er sich unter Ehre vorstellte, bewachte er seinen Prinzen und seinen Auftragsziel. Reynaud und Viktor folgten wenige Schritte später, der eine in einer prunkvollen Robe, der andere in seiner üblichen aber keineswegs weniger Prunkvollen Adelskleidung.

An der Burg, hatte man sie nicht auf der Gästeliste stehen, aber als Sorins Name genannt wurde, entschuldigte man sich beim Prinzen von Kronstadt und führte sie durch die Wirren des schlosses und einen Geheimgang in einen prächtig ausstaffierten und mit Menschen und Kainiten überfüllten Ballsaal.
Rechts vom Eingang ind er Ecke stand ein kleines Podest, auf dem ein römischer Centurio stand, ein recht alter Kainit, da er den ganzen Raum mit seiner Majestät erfüllte und das obwohl die Burg als Elysium galt.
Prinz Otto, der Ventrue der hier als Herrscher eingesetzt worden war, nachdem Marusca verschwand begrüßte den Klüngel kurz, erklärte sich dazu bereit sie anderen Gästen vorzustellen und verschwand dann aber genausoschnell wie er gekommen war wieder um andere Kainiten miteinander bekannt zu machen.
In der Ecke linker Hand stand Nova Arpad mit zwei Ahninnen der Tremere, laut Reynaud eher weniger wichtigen Persönlichkeiten. Durga ging so gleich zu ihr hinüber und tauschte einige bissige Kommentare aus, während Malgorzata Reynaud warnte, dass man alle Tremere die sich gegen den Clan entschieden hatten und für Goratrix arbeiteten markiert hatte. Wer einen solchen sah, sollte ihn sofort umbringen und man schickte sogar ganze Klüngel Gargylen nach ihnen aus, das Wissen der Tremere sollte nicht in falsche Hände geraten.

Melissa machte Vladimir Rustovitch ihre Aufwartung, dem Voivoden der Voivoden, der gemeinsam mit der vierarmigen Razkoljna von Polen und einigen anderen Voivoden in der Ecke schräg gegenüber des Centurios und seiner Ventrue-Speichellecker stand und diesen finstere Blicke zuwarf, vorbei an der gewaltigen Eisstatue einer Tänzerin. Direkt an dieser hielt sich eine fein gekleidete Dame auf, die den Vampiren aus Kronstadt freundlich zulächelte. Als Viktor sich später mit ihr unterhielt stellte sie sich Als Arianne, Ahn vom Klan der toreador vor, wohnhaft in Buda-Pest von wo aus sie ein sehr effizientes Netzwerk an Informanten zu unterhalten schien. Sie war bestens informiert über die Vorgänge in den Siebebbürgen und daran interessiert etwas von Durgas Blutwein zu erstehen. Aber auch sonst war sie eine reizende Gesprächspartnerin die Viktor gleich in ihren Bann zog und reges Interesse an dessen Auslandsgeschäften zeigte.

Durga hatte sich eben erst die Leiden Razkoljnas angehört, die über die Männer mit den Kreuzen klagte, die sich in ihrer Heimat ausgebreitet hatten, seit sie das letzte Mal in Starre fiel, als die Tür in den Ballsaal unter einigen mächtigen Axthieben zerbarst und in den Raum geschleudert wurde.

Sofort breitete sich unter den Menschen Panik aus, aber die anwesenden Vampire sahen sich nciht bedroht. Obgleich einer der jüngeren Tzimiscen von den hereinstürmenden Annarchen in Stücke gehackt wurde, richteten diese keinen großen Schaden an. Einer der jungen Kainiten wurde emporgehoben und mit dermaßender Wucht gegen die Wand geschleudert, das er bereits Asche war, als er den Boden erreichte. Ein anderer ging gleich in Flammen auf während ein weiterer von dutzenden Schattententakeln in Fetzen gerissen wurde, Viktor und seine Erzeugerin Lucita hatten sich ihm zugewand.
Durga lies einen der Angreifer mit Hilfe eines Cruac-Rituals erstarren und um die letzten beidne kümmerte sich Dominus, der Centurio. Er riss ihnen die Herzen heraus und ging dann, als wäre nichts gewesen zurück auf sein Podest, von wo er die Panik der Menschen unter Kontrolle brachte.

Melissa und Reynaud begannen den letzten der Annarchen zu foltern, Reynaud trainierte seine Gabe Dinge nur mit Hilfe seines Geistes zu bewegen durch die drastische Umgestaltung des Körpers des Opfers.
Durga aber dachte einen Moment nach, schnappte sich dann zwei Krüge mit Bier vom Buffet und begann dann eine kleine Unterhaltung mit Vlad dem Pfähler, der in der Nähe der Voivoden stand und seines Schicksals harrte.
Keinen Moment zu früh wie es schien, die Stadt war nicht nur von 6 Annarchen angegriffen worden und die anderen hatten einige Häuser in der Stadt, aber auch Burg Hermanstadt angegriffen und in Brand gesetzt.
Kaum das Dominus mitteilte, dass er das Elysium auf Grund des Brands verlassen würde, brach eine Panik aus.
Nicht nur die Kainiten fürchteten um ihr Leben auch die Menschen gerieten in Panik.

Aber Viktor behielt einen kühlen Kopf, er hatte sich bis gerade mit Lucita unterhalten und schlug jetzt vor die Wand nach einem Geheimgang abzusuchen, in der Finsternis würden sie ihn spüren können. Schon bald wurde er fündig, hinter einem der Teppiche befand sich wirklich ein geheimgang, auch ein Bediensteter schien diesen zu suchen, aber ein paar Meter an der falschen Stelle. Ohne sich um diesen zu kümmern, benachrichtigte er über Reynaud, der sich gleich gedacht hatte, das Viktor der Ausweg war, seinen Prinzen. Lucita konnte sich um sich selbst kümmern, aber Arianne nahm sein Angebot sie aus der Todesfalle zu führen dankend an. Melissa, Durga und auch Dracula wurden von Reynaud zum Geheimgang geführt und gemeinsam verschwanden sie hinter dem Wandteppich und aus der Burg.
Nicht ohne das Ende des Geheimganges mit einem Feuer zu versiegeln, sodass ihnen niemand mehr folgen konnte.

Durga wollte schon in die Stadt davonstürmen, aber Melissa hielt sie auf. Schließlich einigte man sich darauf, dass Vlad die Kutsche holte damit die Vampire den Feuern in der Stadt nicht zu Nahe kamen. Gemeinsam fuhren sie dann auf dem Planenwagen davon, Durga und Vlad auf dem Kutschbock, Adonai, Arianne, Reynaud und Viktor hinten.

Am Tor wurden sie von einer großen Gruppe Annarchen aufgehalten, aber man erkannte Durga als den Prinzen von Kronstadt. Da sie ihre Stadt neutral hielten und bei der Vernichtung Tzimisces geholfen hatten, ließ man sie unbehelligt passieren.

Den Rest der Nacht verbrachten die Vampire und auch Vlad schweigend, wobei er später von Durga aufgefordert wurde sich auszuruhen, damit er tags Wache halten konnte. Man überlegte ob man ihm Trauen könne, aber er versicherte mehrmals glaubhaft, dass er ein Ehrenmann war und nciht vergessen würde, wer ihm geholfen hatte den eventuellen Scharfrichtern zu entkommen. Außerdem hatte man sowieso keine Wahl, wenn er gewollt hätte, hätten ihn die zwei Drohnen und auch ein bisschen Erde nicht davon abgehalten die Kainiten während des Tages umzubringen.
Das hätte schon einer der Vampire mittels Beherrshung selbst in die Hand nehmen müssen.
So ruhte er sich in den frühen Morgenstunden hinten im Wagen aus, wachte des Tags über den gewaltigen Planwagen und am nächsten Abend erwachten alle genauso wie sie sich zuvor schlafen legten, nur ein bisschen hungriger.

Hinterlasse einen Kommentar

Buch II, Akt I: Infiziert

Tisch-Runde Freitag 09.03.12
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adonai (Salubri-Krieger), Melissa (Tzimisce), Durga (Ravnos), Svetlana (Tzimisce Koldun), Viktor (Lasombra)

Noch bevor Sorin die Versammlung verlassen konnte, tauchte Maximilian auf. Er war schwer verletzt von einer Auseinandersetzung mit den Assamiten und wies Verätzungen durch deren kaustisches Blut am ganzen Körper auf.
Er wies den Ahnenret darauf hin, dass es in den Slums weitere Morde gegeben hatte und eine Krankheit sich Epidemieartig ausbreitete.

Nach kurzer Beratschlagung beschlossen sowohl Reynaud als auch Adonai sich die erkrankten näher anzusehen. Während Reynaud sein medizinisches Wissen nutzte und mit Maximilians Hilfe mehrere verwundete untersuchte, um sich danach noch in der Bücherei umzusehen, verschaffte sich Adonai eher gewaltsam Zugang zu einem Haus tief in den Slums. Dort setzte er sein Auge ein um die Lebenskraft eines erkrankten Mädchens zu beurteilen und kam so wie auch Reynaud und Melissa zu dem Schluss, dass es sich um eine Influenza handeln musste.

Am nächsten Tag wollten sie sich zur Mitte der Nacht erneut mit Sorin treffen.
Nach und nach trafen alle in Durgas Herrschersitz, dem Waisenhaus ein. Nur Svetlana und Sorin ließen auf sich warten.
Doch dies war nicht der einzige Grund warum die Versammlung erst verspätet stattfand.
Durga hatte am Tag zuvor besuch von den Zwillingen Sascha und Olga aus Balgrad gehabt und erfahren, dass man für ein ganz bestimmtes Ritual kein Blutsband haben durfte. Nun wolte sie von Reynaud wissen, ob er ein Mittel kannte um sich von Blutsbanden zu befreien. Außer dem Tod des Herrn und viel Zeit wusste er nur, dass es eventuell eine weietere Möglichkeit gab.
Aber um diese herauszufinden verlangte er eine stattliche Belohnung, um die Durga natürlich feilschen musste. Die beiden brauchten etwa zwei Stunden um sich auf 50 Flaschen Blutwein zu einigen.

Adonai und Melissa vertrieben sich die Zeit schweigend und vor sich hinstarrend. Bis Melissa schließlich den Raum verlies und kurz bevor auch Reynaud und Durga wieder eintraten mit Srin zurückkehrte. DIeser war gerade dabei gewesen einen Sterblichen in ein Abbild Caesars zu formen und hatte darüber die Zeit vergessen.
Viktor erwähnte noch kurz, dass er einen Räuber in den Slums gestellt hatte und ihn den Wachen übergeben hatte, bevor das Thema auf Svetlana kam, die noch immer verschwunden war. Eigentlich hätte sie ihre Tochter an der Burg absetzen und schon längst wieder hier sein müssen.
Sorin rückte nach und nach damit heraus, das wohl Shukaris ebenfalls auf ihrer Burg war und sie deswegen wohl in Schwierigkeiten war. Er wollte sich aber auf keinen Fall mit ihm anlegen und lehnte jeden Vorschlag einzugreifen, Hilfe zu leisten oder sonst irgendwie mit dem ehemaligem Inconnu in Berührung zu treten grundsätzlich ab.

Die anderen Waren erst unschlüssig, aber Durga hatte noch ein Hühnchen mit Shukaris zu rupfen und Melissa wollte ihre Schwester nicht alleine lassen, weswegen dann doch alle am nächsten Abend aufbrachen und zu Svetlanas Burg reisten.
Das Tor wurde versperrt von Shukaris, dem es ziemliche gal war, was der Klüngel von ihm wollte, und dass Durga ihre Abmachung für beendet erklärte.
Darüber, dass niemand Adonai darüber aufgeklärt hatte, dass die Schlange die diesen vergiftet hatte von ihm stammte und dass er es auch selbst nicht erraten hatte, amüsierte er sich dann aber doch.
Zum Abschied ließ er alle hilflos mit ansehen, wie er Durgas und Melissas Herzen stahl und sie der jeweils anderen in die Brust pflanzte. Würde eine von beiden sterben, war es um beide geschehen.
Dann verschwand er und lies sie in die Burg eindringen, wo sie Svetlana in ihrem Tronsal fanden, alle ihre Szlachte lagen erschlagen zu Füßen ihres Trones.

Hinterlasse einen Kommentar