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Die Nacht der Wölfin Teil 11, Abschluss Der Feldübung

TS-Runde Montag 07.05
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adriano, Charly, Daniel, Mortima

Der Schlüssel passte in die alte Gittertür, die sich auch ohne Probleme öffnen lies. Aber der Schlüssel bedeutete nicht in die alte Bunkeranlage eindringen zu können. Er war nur ein Zeiger für den richtigen Ort gewesen. Um in den Bunker eindringen zu können, mussten die Garou noch einige andere alte Sicherheitstüren überwinden. Einige waren schwergängiger als andere, aber keine konnte ihnen den Zugang verwehren. In ihren Menschlingsgestalten durchkämmten sie die alte Anlage, erfüllt von schlechter Luft, sie musste hier ein halbes Jahrhundert oder länger gestanden haben, ohne einen einzigen frischen Luftzug. Ob Waffenkammer oder altes Schlafquartier, nirgends fand sich ein Hinweis auf ihr Ziel. War dies vielleicht nur ein weiter Hinweis, so wie der Schlüssel? Schließlich erreichten sie einen Raum durch den Tageslich in den Untergrund fiel. EIne leiter führte nach oben. Skeptisch und vorsichtig, die Leiter war nicht mehr sehr stabil, kletterten sie einer nach dem anderen nach draußen. Zuerst ging Adriano und als letztes sollte Ciprian gehen. Er passte fast nicht durch den engen Aufstieg und bei seiner Kletterpartie zerstörte er so gut wie alles, was von der Leiter noch übrig war. Mortima hatte nicht aufgepasst und befand sich noch unten, nachdem Ciprian hinaufgeklettert war. Es war nicht einfach für ihn, aber gerade so eben konnte er die Überreste der Leiter nutzen um auch hinauf zu kommen.

Wieder an der frischen Luft fanden sie eine Lichtung, auf der ein weißer Wolf auf sie wartete. Sein Fell war irgendwie anders als das von Solarienne, als das aller anderen Silberfänge die sie bis jetzt gesehen hatte. Es war irgendwie weißer und weniger silbrig, nicht so fein. Er strahlte Stärke und Widerstandskraft aus, ein Kampf gegen ihn würde hart werden. Doch bevor man einen Kampf begann, musste man sich versichern, dass man wusste gegen wen man alles kämpfte, erklärte er. Während der Ahroun die Stäre des Gegners mit seinem Auge maß, sollte andere Rudelmitglieder die Penumbra und das Zwielicht nach weiteren Gegnern absuchen. Die Feinde der Werwölfe konnten sich nicht nur in dieser Welt verstecken, sondern auch in einer ganzen Reihe anderer Orte. Normalerweise würden die Mitglieder eines Rudels dann bieten, wer zuerst gegen den Feind kämpfen durfte um Ruhm und Ehre zu erlangen. Dabei ging es nciht darum möglichst viel zu bieten, man bot umgekehrt. Man bot auf bestimmte Gaben, auf bestimmte Gestalten oder Waffen zu verzichten und den Gegner trotzdem zu besiegen. Dann würde man in Zweikämpfen gegeneinander antreten, bis eine Seite gewonnen hatte. Allerdings musste man vorsichtig sein, sobald der erste Wolf eines Rudels starb, konnte es passieren das seine Rudelmitglieder dem Kuruth verfielen, worauf man sich vorbereiten musste. So viel zum Kampf gegen Gaiatreue Werwölfe. Bei Tänzern der Schwarzen Spirale brauchte man sich nur an diese Regeln zu halten, denn sie fielen nicht unter Lunas Gesetze, noch unter die der Litanei.
Die jungen Garou einigten sich darauf Mortima den Vortritt zu lassen, der sich gleich auf Sommerjäger stürzte.
Dieser wich seinem Angriff aus und machte dem Kampf ein kurzes Ende, mit einem Biss hätte er Mortima den Kopf abgerissen. Den anderen erging es danach nicht besser. Reichlich unkoordiniert stürzten sie sich auf den weißen Wolf, aber er war zu schnell, zu geübt. Keiner von ihnen konnte ihm wirklich nahe kommen, bevor er sie mit einem einzigen Angriff niederstreckte. Nur Daniel gelang es ihm eine Wunde zuzufügen, als er die Führung übernahm und gleichzeitig mit Charly und Marie angriff um etwas Ablenkung zu haben.

Nachdem sich alle von ihren blauen Flecken erholt hatte erklärte Sommerjäger ihnen, dass sie besser zusammenarbeiten mussten, gemeinsame Manöver vollführen. Es gab zwar wenig Wölfe, die es mit ihm im Kampf aufnehmen konnten, aber Bedrohungen aus der Geisterwelt waren oftmals so gefährlich, dass man sie nur als gut eingespieltes Rudel zu Fall bringen konnte. Auf dem Rückweg erzählte er ein wenig von sich selbst. Wie Mortima kam er aus Schottland, aber er war den Tänzern der Schwarzen Spirale nicht entkommen. Umgenau zu sein stammte er sogar aus einer ihrer Septen. Er war ein Metis, ein Kind zweier Werwölfe. Die Tänzer züchteten in ihren Septen Metis, denn nur so konnten sie gewährleisten, dass sie zahlreich genug waren um es mit den anderen Stämmen überhaupt aufnehmen zu können. Aber Sommerjäger war nicht wie andere Metis, weder sein Körper noch sein Geist zeigten die für Metis üblichen Abnormalitäten auf. Er war nicht nur nicht geistesgestört oder verkrüppelt, gezeichnet, er war geradezu perfekt. Er war der Perfekte Metis, eines der Zeichen der Apokalypse. Deswegen griffen auch einige Rudel, unter anderem auch Solarienne den Caern an, an dem er aufwuchs. Unter zahlreichen Opfern retteten sie ihn, um gegen den Wyrm und die Zeichen der Apokalypse zu agieren um Gaia noch etwas Zeit zu verschaffen. Dann wurde er in verschiedenen Caerns der Gaiatreuen Stämme aufgezogen, aber er schloss sich keinem der Stämme an. Er beschloss sich auf eine Reise zu machen, er machte sich auf die Suche nach dem Sommerland, in das man nur gelangen konnte, wenn man mit sich selbst im reinen war. Dort würde er dann mit Gaias Hilfe herausfinden wo die Tänzer das Totem der weißen Heuler gefangen hielten und seinen Stamm neu gründen.
Doch ncoh war er nciht bereit den Weg ins Sommerland zu finden, vielleicht musste er dazu erst akzeptieren wo er herkam, wer seine Eltern waren? Im Caern zog er sich zurück um mit seiner alten Freundin Solarienne zu sprechen, während die jungen Garou unter sich blieben und sich über etwas Bier und Wildschwein hermachten.

Eine der Ältesten der Fianna gesellte sich zu ihnen. Gerade war keiner ihrer Theurgen hier um eine Mondbrücke zu den Glaswandlern zu öffnen. Darum versuchte sie den jungen Garou so gut es geht davon zu berichten welche Gefahren in den Städten auf sie lauerten. Es gab Vampire, die beinahe alle Institutionen der Menschen kontrollierten, die sich nciht in den Händen des Wyrms befanden. Sie nährten sich vom Blut der Menschen und trugen dazu bei, dass vor allem die Versammlungsorte der Menschen, wie Diskotheken, in ihren Klauen ruhten. Charly würde sich andere Freizeitbeschäftigungen suchen müssen. Von den Geistern die die Städte bei Tag unsicher machen sprach sie kaum, mit denen sollten sie sich mitlerweile ja schon auskennen. Aber sie sprach von Männern die Hightechgeräte nutzten um Gabengleiche Effekte nutzten, Männer die der Weberin dienten udn die alles übernatürliche ausrotten wollten. Sie sprach von Jägern und von Magiern und von den Heerscharen, Azlu und Beshilu, uralte Spinnen- und Rattengeister die gegen die Barriere ankämpften und Menschen als Wirte nutzten um sich vor den Garou zu verstecken. In den Städten gab es unendlich viele Feinde, ganz ohne die Häuter die sich auch noch in Köln herum trieben, ganz ohne die Menschen mit denen man eventuell aneinander geriet weil man gegen ihre Gesetze verstieß.

Danach beratschlagten sie sich noch eine Weile untereinander. Adriano und Charly wollten zurück nach Köln gehen, sie wollten Rache üben und für ihr gewähltes Revier kämpfen. Ciprian wollte sich ihrem Rudel anschließen, er mochte sie und wollte zu einem Rudel gehören, welches einen Geist aus dem Chor des Phönix zum Totem hatte. Mortima hatte nur darauf gewartet, dass ihn jemand fragte und wollte sich auch dem neu entsehenden Rudel anschließen. Nur Daniel war etwas weniger enthusiastisch. Aber er wollte nach Köln und dazu würde er sich dem Rudel der anderen anschließen. Marie hatte ja schon offenbart, dass sie bei Adriano und Charly bleiben wollte, sich ihrem Rudel anschließen wollte. So blieb nur noch das Problem des Totems zu lösen. Um zu einem Rudel zu werden, brauchte man ein totem und sie wollten den Phönix des Weltenherzens erneut zu ihrem machen. Doch dieser war sehr geschwächt. Singt-das-Lunenlicht nahm Kontakt zu anderen Feuergeistern auf und fand heraus, dass sie mindestens vier Leute verbrennen mussten um den Phönix des Weltenherzen aus seinem Schlummer zu erwecken, damit er wieder ihr Totem sein konnte.

Wo sie diese Leute hernehmen sollten und was dabei noch verbrannte, sorgte für eine nächtelange Diskussion unter den Garou.

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Die Nacht der Wölfin Teil 10, Litanei, Geister und Feldübung

TS-Runde Montag 07.05
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adriano, Charly, Ciprian, Daniel, Mortima (1/2)

Sonntag, 05. Juni, Vollmond

Dann schlossen sie ihre Gespräche über die Litanei ab mit längeren Diskussionen darüber warum und wann man einen Anführer herausfordern oder nicht herausfordern durfte. Hier gab es einige Unklarheiten für die jungen Garou zu klären und natürlich auch wieder einige Punkte, die sie aus ihrer noch größtenteils menschlichen Sicht nur schwer nachzuvollziehen waren. Den Abschluss bildete das 13. Gesetz, welches besagte, dass man niemals etwas unternehmen durfte was zur Entweihung eines Caerns führte.

Montag, 06. Juni, Vollmond

Den Folgetag verbrachten sie wieder mit Adrianos Mutter, Sings-the-Lunelight. Dieses Mal ging es nicht um die verschiedenen Stämme und Mythologie sondern um die Geisterwelt. Sie erfuhren wie Geister so ticken, wie sie sich organisierten, wie man mit ihnen umgehen musste und wie man neue Gaben von ihnen lernten. Das nahmen Charly und Ciprian auch gleich war, indem sie sich neue Gaben beibringen ließen. Am Abend übten sie dann noch alle gemeinsam wie man ins Zwielicht blickte oder durch die Barriere direkt in den Schatten spähte. Den Abend schlossen sie dann damit ab, dass alle gemeinsam, aber jeder für sich in den Schatten hinüber wechselten.

Dienstag, 07. Juni, Dreiviertelmond

Nachdem Solarienne noch einmal die fünf formen mit ihnen durchgewechselt hatte und sie ihnen offenbarte, wie sie nur einzelne Körperteile verwandeln konnten, um unauffällig die Vorteile anderer Formen nutzen zu können, blieb ihnen der Rest des Tages um sich auf die Feldübung am Abend vorzubereiten.Ein alter bekannter von Solarienne hatte sich im Wald versteckt, und ein Gegenstand sowie ein Ort würde die Cliath zu ihm führen.

Am Abend dauerte es tatsächlich nicht besonders lange, bis sie den Geruch von etwas befremdlichem in der Nase hatten. Charly und Daniel konzentrierten sich darauf alle ihnen vom Caern bekannten Wolfsfährten zu finden und sicher zu stellen, dass sie nicht den falschen Wölfen folgten. Mit dieser Unterstützung dauerte es nicht lange, bis Adriano auf der Suche nach etwas metallsichem einen Laubhaufen fand, am Fuße eines Baumes. Sie waren zwar schon einmal, etwas weitläufiger an ihm vorbeigelaufen, aber hier musste es seien. Ciprian riet zur Vorsicht, in einer ähnlichen Situation war er mit einem Geist zusammengestoßen, der seitdem in seinem Tattoo hauste. Charly durchwühlte den Haufen, bis sie schließlich mit einem alten zum Teil aus Kupfer bestehendem, altem Schlüssel in der Schnauze wieder auftauchte. Ein Schlüssel, wussten sie, bedeutete, dass es auch irgendwo ein passendes Schloss geben musste. Vermutlich an einem Gebäude, einem altem Gemäuer. Und es dauert nicht lange bis sie tatsächlich etwas tiefer im Wald eine Mauer fanden und eine alte Eisentür, zu der der Schlüssel passte.

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Die Nacht der Wölfin Teil 9: Eid des Mondes & Litanei

TS-Runde Montag 09.04
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adriano, Charly, Ciprian, Daniel, Mortima

Samstag, 04. Juni, Vollmond

Den Tagüber verbrachte jeder der jungen Garou am Caern für sich. Die meisten Fianna waren unterwegs und würden erst am Abend wieder zurück sein, sodass es auch keine Gelegenheit gab sich mit der Septe vertrauter zu machen.
Charly traf sich mit Darzel um von ihrem Traum zu erzählen und machte sich danach ans quilten und patchworken. Adriano und Mortima schulten ihre Kampffertigkeiten, der eine mit Klauen der andere mit dem Schwert.
Alle warteten gespannt auf den Abend, an dem sie wie von Mortima angeregt gemeinsam jagen gehen wollten.
Er lies sich von einer älteren Fianna, die sich gerade Perlen in ihr rotes Haar flocht, erklären wo man hier jagen gehen konnte und dann machten sie sich schon auf den Weg.

Etwas abseits der Straße trabten sechs Wölfe Richtung Süden um das größere Waldgebiet, welches sich dort erstreckte unsicher zu machen. SIe hatten es auf Hochwild abgesehen und igorierten die Düfte von Hasen, Mäusen und anderem Kleigetier.
Es gab keine Raubtiere außer den Fianna hier in der Gegend und dementsprechend reichhaltig war der Wald gedeckt.
Sollte es Rotwild werden oder doch lieber Wildschwein. Über den Geschmack konnten sie sich nicht einigen, also schlug Marie vor, es aus der Perspektive der Jagd zu betrachten.
Bei Wildschweinen würde es beinahe unweigerlich auf einen Kampf hinauslaufen, bei den Hirsche ging es eher m Teamarbeit und geschickte Platzierung der einzelnen Garou und deren Zusammenarbeit.
Ciprian und Mortima schlichen mit dem Wind um die kleine Herde Rotwild die sie ausgemacht hatten herum und legten sich auf die Lauer. Die anderen vier begleiteten sie noch ein Stück und warteten dann, bis sie sich immer näher an die Kühe anschlichen und sie schließlich aufscheuchten um die ältere Kuh, ausgewählt von Adriano, auf das Versteck der anderen zuzutreiben.
Mortima sprang schließlich auf, erwischte die Kuh am Hals und machte ihr den gar aus.

Vollgefressen und ausgeruht kehrten sie später mit zwei fetten Keulen an den Caern zurück, wo Mortima sie grillen wollte um sie haltbarer zu machen. Das Grillen wurde dann aber doch vom Theurgen des Caerns, Connla übernommen, damit die anderen alle zusammen nach einer Zeitung suchen gehen konnten.
Von Solariennes Racheakten war noch nichts zu lesen, aber über Charlys Galopp durch die Stadt zum Dom, das Massaker vor Pauls Haus und auch Mrs. Winters Eingriff in Fukushima gab es reichlich Schlagzeilen, über die sie auch noch bei der Rückkehr an den Caern sprachen. Ciprian versteifte sich sehr auf den schwarzen Hund von Köln, der auf eine Mischung aus Charlys und Adrianos Taten zurückzuführen war. Marie nutzte dies um ihn zu erschrecken. Was als einfacher Streich gedacht war, entwickelte sich zu einem beinahe rudelweitem Lügenmärchen über einen bösen Geist.
Wegen der Geschichte besorgt schlief Ciprian in der folgenden Nacht nicht, sondern wachte über die anderen.
Die anderen waren beeindruckt von seiner Entschlossenheit setzten dann aber alles daran diesem Märchen ein Ende zu machen, ohne es aber als solches zu offenbaren.

Sonntag, 05. Juni, Vollmond

Die nächsten Stunden verbrachten sie dann damit mit Solarienne über die Litanei zu diskutieren. SIe hätte war lieber jemand anderen vorgeschoben, ihr war der Unterricht und das viele Gerede eigentlich zu wider, aber Charly zu Liebe lies sie sich breitschlagen. Hielt sich aber was Erläuterungen und Diskussionen anging eher zurück und überlies den Menschgeborenen das diskutieren. Nur hier und da musste sie eingreifen.
Während Charly am meisten Gesprächsbedarf hatte bei den Regeln in denen es sich um das Verbot von Beziehungen zwischen Garou drehte entwickelten sich die längsten Diskussionen bei den Punkten in denen es um Respekt und ehrenhaftes Handeln nicht nur gegenüber anderen Garou sondern allen Lebewesen ging.

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Die Nacht der Wölfin Teil 8: Vorzeichen und Stämme

TS-Runde Montag 09.04
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adriano, Charly, Ciprian, Daniel, Mortima

Freitag, 03. Juni, Vollmond

Auf Adrianos Anweisung hin teilten sich die Wölfe nach Geschlechtern getrennt auf die beiden übrigen Gästejurten auf.
Hier am Caern konnten sie sich endlich von den Strapazen der letzten Tage erholen, endlich in Ruhe ausruhen und schlafen.

Adriano verließ als erstes sein Lager, einen Haufen aus Schafs- und Wildschweinfellen der mindestens so weich und auf jeden Fall kuscheliger als jedes Bett in dem sie sonst so schliefen.
Draußen tobte er sich aus in dem er seine Klauen beim Kampf gegen einen Holzklotz wetzte.
Während er noch schwer beschäftigt war, stand auch Daniel auf, zwängte sich an den beiden Huskies, Anubis und Osiris vorbei und sah sich um.
Charly war bereits wach und pfiff ihn leise zu sich herüber. An einer Bierzeltganitur gab es Schalen für den Frühstücksbrei, Hafer mit frischen Früchten, von dem sie essen konnten.
Bis die anderen aufstanden und zu ihnen herüber kamen versuchte Charly die Lage in Köln und auch Solariennes Handeln zu erklären, stieß aber bei Daniel nur auf wenig Verständnis.
Bevor die anderen aufstanden kam Solariene noch kurz vorbei und verabschiedete sich mit einem vor Freude hüpfendem Herzen. Eines ihrer Kinder, das jüngere Mädchen hatte irgendwie überlebt und sie wollte sich sofort auf den Weg machen um sich darum zu kümmern.

Dann setzten sich nach und nach auch Adriano, Marie, Mortima dazu und etwas später auch Ciprian. Über die laufenden Diskussionen vergaß er glatt auch zu frühstücken.
Marie erzählte den anderen von ihrer Familie, wie sie Rudel die sich in der Nähe ihres Territoriums niederließen entzweite damit die anderen sie dann verjagen konnten. Dabei war schon der ein oder andere Gaiatreue Garou gestorben.
Sie fürchtete, dass ihr Rudel irgendwann kommen und sie zurückholen würde, sie wieder unterdrücken würde und vor allem sie zwingen würde sich mit einem der Blutsgeschwister fortzupflanzen, obwohl in den letzten Jahren keine Garou mehr zur Welt gebracht wurden.
Adriano war sich eher unschlüssig, ob er Marie helfen konnte, die Ereignisse der letzten Tage hatten ihn sehr mitgenommen. Aber Charly sah überhaupt nicht ein klein beizugeben. Sie würden zurück nach Köln gehen und es denen heimzahlen, die ihre Rudelmitglieder auf dem Gewissen haben und Marie konnten sie dabei auch Zuflucht gewähren, sofern sie sich alle gut darauf vorbereiteten und immer zusammen blieben.

Während des Frühstücks kamen Quin und Singt-das-Lunenlicht dazu und verkündeten den anderen, dass sie beschlossen hätten Mortima nicht selbst zu unterrichten, sondern den anderen nur dabei zu helfen ihn zu unterrichten.
Am heutigen Tag würde Singt-das-Lunenlicht, Adrianos Mutter, sich um sie kümmern. Auf dem Programm standen nicht nur den Menschen bekannte Werwolfsmythen und deren Wahrheitsgehalt, sondern auch die Aufgaben der verschiedenen Vorzeichen sowie die 16 Stämme der Garou.

Etwas abseits, auf einem gemütlichen Stück Wiese setzten sich alle im Kreis zusammen.
Ciprian nutzte die Gelegenheit um das Frühstück, welches er durch gebanntes zuhören verpasste nachzuholen und Charly machte sich daran eine Patchwork-Decke zu quilten. Zwischendrin unterbrach sie ihre Arbeit und bastelte ein Hundestofftier für Ciprian, welches diesen später dazu veranlasste etwas zu schnitzen, eine Kuh.

Bis zum frühen Nachmittag waren sie damit beschäftigt über verschiedene Mythen zu sprechen und sich über ihre Vorzeichen zu unterhalten. Dabei schweiften sie auch immer wieder vom Thema ab besprachen andere Dinge die sie bewegten, bis Adrianos Mutter schließlich meinte, sie hätten erstmal genug gedacht und nun wäre es Zeit sich bis zum Abend zu erholen.
Die Freizeit nutzten sie ganz unterschiedlich.
Adriano faulenzte im hohen Gras, bis er sichs chließlich daran machte mit Hilfe seiner Mutter eine neue Gabe zu erlernen. Dazu musste er sich mit einem Gepardengeist im Wettrennen messen, ein eher ungleicher Wettstreit bis der Gepard ihm schließlich die Gabe beibrachte. Ciprian schnitzte weiter, während er Charly, Marie und Mortimer dabei beobachtete wie letzterer den beiden Frauen Schwertkampfunterricht gab, allerdings nur mit Holzstöcken bewaffnet.
In der Zwischenzeit lernte Daniel noch etwas und zwar, dass die Loreley, eine recht große, sechsarmige Fischkreatur, es nicht schätzte wenn man an ihrem Caern rauchte. Sie wusste dies auch sehr effizient mit HIlfe eines Schwalls Wassers zu unterbinden.
Den gleichen Schwall setzte sie später auch ein, um Mortima, der nach dem Abendbrot eine heiße Feuerschau darbot, daran zu erinnern, dass der Tag noch nicht überstanden war und es noch einigen Geschichten zu lauschen galt.

Singt-das-Lunenlicht übernahm die Geschichte der Stämme von denen die anderen noch nichts gehört hatten. Sie berichtete von den Weißen Heulern, den Bunyip und Croatanern aber auch von den Sternenträumern, Uktena und Wendigo.
Die Stämme von denen sie schon etwas gehört hatten übernahmen die jüngeren Werwölfe selbst.

Nach dem der letzte Stamm endlich besprochen war und allen die Köpfe rauchten einigte man sich darauf am nächsten Abend gemeinsam jagen zu gehen. Darüber kam es zu einer kleinen Meinungsverschiedenheit zwischen Daniel und Mortima die damit endete, das Mortima den Schattenlord quer durch das ganze Tal jagte, immer wieder versuchte ihn vorsichtig zu packen ohne ihn zu verletzen nur damit dieser sich wieder herauswand und erneut verschwand.
Als ide beiden sich endlich wieder ein bisschen beruhigt hatten oder nicht mehr konnten, schnappten sich alle große Humpen voller Bier und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

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Die Nacht der Wölfin, Teil 7

TS-Runde Montag 26.03
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adriano, Charly, Daniel, Mortima

Donnerstag 02.06. Dreiviertelmond

Kaum das es dämmerte sandte man Daniel via Mondbrücke zur Loreley von wo aus er ohne großartige Unterbrechung direkt weiter nach Köln reisen wollte. Zunächst sah es so aus, als ob er die ganzen 160km mit einem dreigängigen Damenrad hinter sich bringen müsste aber es war noch nicht all zu spät und so konnte er vom Bahnhof eines kleinen Städtchens mit dem Zug nach Köln fahren.

In Köln angekommen nahm er gleich Kontakt zu den Punkern auf der Platte auf und wurde an Daniela verwiesen. Die junge Frau bot ihm ohne große Umschweife Unterkunft bei sich in der WG an, die sich über einem Museum fand.
Die WG passte nicht so wirklich zu ihr, oder zu irgend jemandem. Stellenweise war sie absolut chaotisch, und an anderen Stellen sehr teuer und absolut ordentlich eingerichtet. Dort mussten sehr seltsame Menschen ein Dach teilen.
Daniela führte Daniel in ihr Zimmer und bot ihm eine Matraze und einen Schlafsack an, den er nur nach Benutzung waschen müsste. Nach einer gemeinsamen Zigarette legte er sich hin, nutzte den Schlafsack aber nur als Kopfkissen.
Daniela machte es sich auf der Fensterbank gemütlich und beobachtete noch eine Weile den Nachthimmel, zumindest bis Daniel endlich eingeschlafen war.

Als die jungen Garou Darzels Finsternis verließen machten sie sich relativ direkt auf, um sich mit Solarienne zu treffen, die um ihre Welpen heulte, bis sie eintrafen.
Doch unterwegs zögerte Marie einmal kurz. Es gäbe da etwas, was die anderen nicht über sie wüssten, eine dunkle Vergangenheit. Aber sie hätte nichts mit den grauenvollen Ereignissen der letzten Tage zu tun, sie würde bei Zeiten alles erklären, aber fürst erste müssten sie ihr einfach vertrauen.

Sie entschieden sich durch die Penumbra zu laufen und am Dom wieder zu wechseln, aber Anubis und Osiris erschwerten das Seitwärts wechseln, sodass es ihnen erstmal nicht gelang. Dies führte zu einem kleinen Zwist zwischen Charly und Agrippina, die wollte, dass die Wölfe ihr halfen die Webernetze zu beseitigen die die Spinnen deswegen anbringen würden. Charly stand dem eher feindlich gegenüber, aber Adriano erklärte sich einverstanden.
Dann half Agrippina ihnen in die materielle Ebene zu wechseln, von wo aus sie schnell Pauls Haus und Garten erreichten.

Solarienne und auch Lunas Fänge erwarteten sie bereits. Die Silberklaue zeigte sich wie erwartet empört über Maries Anwesenheit und reagierte reichlich agressiv. Adriano war kurz davor dazwischen zu gehen, aber Marie zeigte sich unterwürfig und so war die Angelegenheit für Solarienne schnell geklärt.

Sie drängte darauf Rache zu üben, an denen die ihre Kinder umgebracht hatten, die Paul so schwer verwundet hatten, dass es fraglich war ob er je wieder aufwachen würde. Was mit den anderen Rudelmitgliedern gewesen ist wusste sie noch nicht.
Kirenti hatte bereits die Fährten aufgenommen und so bereitete Kiyam eine Mondbrücke vor, an dessen Ende das erste Ziel liegen würde, das Polizeipräsidium.
Bevor alle Fänge sich in gewaltige Wolfsbestien verwandelten, dem Urshul ähnlich, aber größer noch als der Crinos, gab es eine kurze Diskussion darüber wer sie alles begleitete. Adriano und Charly wollten helfen, aber Ciprian und Mortima wollten keine Menschen morden über eine Fehde die sie nicht richtig verstanden.

Wie ein Komet schlugen die Garou im Präsidium ein und ließen keinen Stein auf dem anderen, auch kein einziger Wagen, einfach nichts blieb intakt. Dann ging es weiter, durch die Umbra zu den verschiedenen Polizisten. Manche waren zu Hause, einige schon in den Betten, andere noch mit Freunden unterwegs. Zielstrebig führte Kirenti das leicht vergrößerte Rudel von einem zum nächsten, die Wölfe sprangen aus der Penumbra, rissen das Ziel und verschwanden wieder.
Eine Nacht des Schreckens in Köln, eine Nacht in der Krieg herrschte.
Aber so schnell die Wölfe gallopieren konnten, so schnell alles begonnen hatte, so schnell war der Rachefeldzug wieder beendet.

Niemand war entkommen.

Blutverschmiert wollten sie gerade erneut von Pauls Garten aufbrechen, erst zu Charlys Bruder, dann zu Mortimas Leuten und dann zur Loreley als erneut Wolfsgeheul in Köln ertönte.
Es war Singt-das-Lunenlicht, Adrianos Mutter, die nicht am Caern hatte warten wollen.

Auch Daniel wurde von dem Heulen wieder wach und erkannte es als einen weiteren Garou. Er verabschiedete sich von Daniela, die mehr zu verstehen schien als gut für sie war und selbst auch irgendwas zu verbergen hatte. Und machte sich auf zu der Wölfin die dort heulte.
Er erreichte gerade den Park, als auch Lunas Fänge eintrafen und Solarienne ihn attackierte, sie wollte wissen wer er war, was er in Köln machte, leicht hätte er ein Feind seien können.
Er stellte sich mehr als widerwillig vor und offenbarte, dass er eine Nachricht für Charly hatte, die er ihr erst überreichte, nachdem er sich per Perso von ihrer Identität hatte überzeugen können.

Alle weiteren Gespräche wurden aber auf die Fahrt und das Abendbrot am Caern vertagt, einige sogar bis zum nächsten Tag, denn es war mitlerweile doch sehr früh geworden.

Bei den Fianna konnten sich alle den Bauch vollschlagen mit Brot und Wildschwein, und sich dann in Jurten für die Gäste zur Ruhe begeben. Mortima fühlte sich hier deutlich wohl, obgleich es ihm etwas unangenehm war, dass die anderen Fianna schon Geschichten von ihm gehört hatten, fühlte er sich hier dank ihrer Art und dank ihres Aussehens zu Hause.
Der-mit-dem-Hirsch-rennt war heimgekehrt und hatte endlich zu dem Stamm in den ihn ein Geist des Totems persönlich aufegenommen hatte gefunden.

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Die Nacht der Wölfin, Teil 6

TS-Runde Montag 12.03
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adriano, Charly, Ciprian, Daniel, Mortima

Donnerstag, 02.06. Dreiviertelmond

Gerade sind alle Garou in der Lobby des Krankenhauses zusammen gekommen als auch schon Taylors Handy klingelt. Sven ist gleich am Bahnhof und wartet darauf abgeholt zu werden. Eigentlich wollte er erst später kommen, aber die Ereignisse des Morgens veranlassten ihn dazu, sofort zu seinem Rudel zurückzukehren.
Die anderen gehen nach draußen in den Park, damit sie sich ein wenig unterhalten können ohne von übermäßig vielen Menschen belauscht zu werden.
Die Kölner wollen mehr über die beiden neuen Werwölfe erfahren und lernen, auch von Marie, vom Fall der weißen Heuler und das ihre ehemalige Stammesheimat Schottland nun den Tänzern der Schwarzen Spirale gehörte, wie sich die verdorbenen Heuler nun nannten. Daher hate Mortima bis jetzt noch keine anderen Garou getroffen, die nicht wahnsinnig oder wilde Bestien oder beides waren und die ihm nicht an die Gurgel wollten. Das erklärte auch warum er erstmal bei den anderen blieb, es galt nicht nur mehr zu lernen, zum ersten Mal war er nicht mehr allein auf der Welt sondern konnte in der Nähe anderer Wölfe sein.
Ciprian war gezielter nach Köln gekommen, er wollte einem Phönix dienen und hatte irgendwie gespürt, dass es hier einen Phönix gab.

Während ihrer Unterhaltungen kamen sie irgendwie auf Ciprians Hunde, Anubis und Osiris zu sprechen, die sie seit dem Dom nicht mehr gesehen hatten. Der Dom, an dem es vor SEK-Männern und Hundefängern nur so wimmelte. Entsetzen ergriff Ciprian und die ein oder andere Sorgenträne rann über seine Wange.
Sie hinterließen nur schnell eine Nachricht für Taylor an der Rezeption und machten sich dann auf um nicht nur die Hunde sondern auch andere beim Umbrareisen verlorene Gegenstände zurückzuholen.
Am Dom herrschte der übliche Betrieb.
Von der Panik am Morgen und den Ordnungshütern fehlte jede Spur, oder vielleicht doch nicht?
Adriano meinte dort einen Mann und eine Frau zu erkennen, die sie irgendwie auffällig unaufällig beobachtete.
Und was war mit dieser Punkerin die Charly mit den Worten „Nicht schon wieder“ begrüßte und sofort berichten konnte, dass die Hundefänger keine Hunde abtransportiert hatten?
Mortima bekam all dies nicht mit, er stürmte sofort in den Dom bis ganz nach oben, aber seine Ausrüstung blieb verschwunden.
Auch Ciprians lautstarke Rufe, für die er mehr als nur einen seltsamen Blick erntete blieben unbeantwortet.
Doch dann meldete sich Agrippina. Sie hatte nicht nur die Hunde, auch die Ausrüstungsgegenstände in Sicherheit gebracht.
Sie wollte sich bei den Wölfen einschmeicheln und gutstellen, war an einem Nichtangriffspakt interessiert. Sie half ihnen sogar den Todesgürtel zu überwinden, als es Adriano trotz der Nähe zum mächtigsten Tor der Stadt nicht gelingen wollte seitwärts zu gehen. Aber es war ja auch mitten am Tag.

Als der Phönix einen klagenden Schmerzensschrei ausstieß musste Charly sich abstützen und auch Adriano wäre ohne Maries Hilfe sicher gestürzt. Die Bande ihres Rudels waren fort. Dies konnte nur eine Bedeutung haben. Sven und Taylor waren zu Gaia gegangen. Sie fackelten nicht lange, wechselten diesmal mit den Hunde erneut zurück in die materielle Ebene und stürmten Richtung Bahnhof.
Auf dem Gleis konnten sie Taylors und Svens Spur ausmachen und ihr bis zum Parkplatz folgen, wo sie sich in einen alles überwältigenden Geruch frischen Blutes verwandelte.
Versteckt zwischen den Reihen der parkenden Autos lehnten Sven und Taylor an Taylor’s neuem Auto, als würden sie sich ausruhen. Allerdings mit aufgeschlitzter Kehle und Einschusslöchern in Brust und Kopf.
Die Überlebenden schafften die Leichen in Taylors Auto und Charly fuhr es begleitet von Ciprian in den Königsforst, an Darzels Hügel wollten sie sich alle wiedertreffen.

Marie die wenig begeistet davon war sich schon wieder zu trennen, begleitete natürlich Adriano und Mortimer ins Krankenhaus.
Zielstrebig suchten sie die Pathologie und Katias Leiche auf. Doch dann wussten sie niciht genau, was sie mit ihr anfangen sollten.
Es war unmöglich hier zwischen den Welten zu gehen und dann kam noch hinzu, dass man Katia kaum bewegen konnte.
Schließlich einigten sie sich darauf, sich noch weiter aufzuteilen. Marie verfügte über Gaben, die ihr helfen würden unentdeckt mit der Leiche bis zum Königsforst zu kommen und Mortima und Adriano sollten einfach dorthin laufen.

Als sie endlich ankamen waren Charly und Ciprian bereits tief in Darzels Finsternis, gerade am Wachhaus auf der Mitte der Brücke zu seiner Festung. Dort hatte ein seltsam aussehendes, nachtschwarzes Harpyenwesen zunächst den Weg versperren wollen, erschauderte dann aber und gab den Weg frei.
Von hier an mussten sie dann die Leichen nicht mehr über den Boden schleifen, unter der Führung einer Sidhe-Ritterin trugen vier gewaltige Trolle zwei Bahren auf denen Taylor und Sven ruhten durch die Finsternis. Enge Pfade schlängelten sich an den Stalagtitenförmigen Türmen der Stadt hinab, bis sie in einen großen Sall kamen, wo die Bahren auf Altären abgestellt wurden.
Die Fae verließen den Raum und überließen ihn den Garou, nicht ohne ihnen kostbare Totengewänder, Öle und alles was sie sonst noch brauchten um die Toten zu reinigen und auf ihre Bestattung vorzubereiten zu hinterlassen.
Adriano kümmerte sich um Taylor und Sven und zog sich dann mit den anderen zurück damit Charly sich in Ruhe von Katia verabschieden konnte, die in der Zwischenzeit von Marie und einigen Trollen auf einem dritten Altar abgelegt worden war.

Dann war es so weit, sie trugen die drei auf einen großen Scheiterhaufen, der sich auf einer Plattform befand, die nur über einen schmalen Weg erreichbar war.
Sie bahrten die Leichen auf und steckten den Scheiterhaufen in Brand. Es war als wären sie ganz allein in der Finsternis, nur eine Hand voll Wölfe erhellt von dem Feuer das ihre gefallenen Gefährten verzehrte.
Mit einem schottisch-keltischem Trauerlied, dass er von seiner Tätigkeit als Feuerkünstler auf mittelalterlichen Spektakula kannte machte Mortima den Anfang.
Dann übernahm Charly und machte ihrem Vorzeichen und ihrer Aufgabe als Mondtänzer alle Ehre.
Ihre Worte hallte aus den tiefen der Finsternis wieder und wurden von den Fae aufgegriffen, mit Musik und Gesang ergänzt, der nicht endete bevor die Feuer nur noch glimmende Kohlen waren.

In einem kurzen Gespräch mit Darzel bedankte sich Charly für diese Gelegenheit und besiegelte einen Pakt mit dem Hexenkönig Aillils, der iihrem kleinen Bruder Schutz versprach im Austausch für ihren Zorn.
Für mehr hatten sie keine Zeit, denn Darzel wusste bereits, dass weitere Wölfe in Köln eingetroffen waren und dem Mond Trauer und Zorn entgegenheulten.
Erst als sie die Finsternis verließen konnten auch die Garou das heulen hören. Es war Solarienne die den Tod ihrer Kinder und Katias betrauerte und es war der Krieg, der ihr Vergeltung versprach.

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Die Nacht der Wölfin, Teil 5 Überfallkommando

TS-Runde Montag 27.02
Erzähler: Mandavar
Spieler: Adriano, Charly, Ciprian, Mortima, Taylor

Donnerstag, 02.06. Dreiviertelmond

Ciprian, ein Kind Gaias, machte sich früh am morgen auf um mit der Bahn von Bonn nach Köln zu fahren, dort, das spürte er ganz sicher, befand sich der Phönix, den er so lange gesucht hatte.
Gleichzeitig kam auch Mortima, der bis jetzt nur einen Hirschgeist aber noch nie andere Garou getroffen hatte in Köln an und begann nach dem aufstellen seines Zeltes am Dom Werbung zu machen, für das mittelalterliche Spektakel mit dem er durch Deutschland zog.
Gleichzeitig fuhr das Rudel aus dem Königsforst wieder zurück in die Stadt. Taylor für bei Paul und Solariennes Wolfskindern mit, Charly und Katia, Adriano und Marie nahmen das andere Auto und wollten zuerst Charly nach Hause bringen.

Kurz bevor sie ankammen rammte ein schwarzer Van sie von der rechten Seite. Charly und Adriano wurden zerquetscht und von verbogenem Metall aufgespießt. Adriano verkraftete das ganze nicht besonders und war in den nächsten Stunden weggetreten, während seine Wunden sich nur langsam regenerierten.
Durch die Frontscheibe des anderen Autos kam eine Gestalt geflogen, ein nackter Mann mit seltsam silbriger Haut und einigen Einschusslöchern im Kopf. Er prallte an Katias Auto ab, rollte darüber hinweg und schlug auf der anderen Seite auf, zog sich dabei einige üble Schürfwunden zu. Aber eigentlich hätte er sterben müssen, wie Charly und Adriano war er aber kein Mensch und überlebte den Zusammenprall.
Er rappelte sich wieder auf, hob seine Waffe und richtete sie auf Charly die sich gerade in die Gauruform verwandelte um sich auf den Gegner zu stürzen.
Noch bevor er Abdrücken konnte, hatte sich Katia irgendwie aus dem Auto gezwängt und warf sich dazwischen.
Anstelle des riesigen Gauru wurde sie in ihrer Menschlingsgestalt durchsiebt, allerdings nicht mit Blei, es waren silberne Kugeln.
Adriano kontte sich noch immer nicht rühren, aber Charly riss sich aus dem Auto und nahm Katia in ihre Arme, wurde wieder zum Menschen und versuchte ihr Beistand zu leisten, während sie Marie anwies einen Krankenwagen zu rufen.

Zur gleichen Zeit, machte sich Taylor mit seinem neuen Auto auf, um Paul, der ihn eben zuvor zu Hause abgesetzt hatte zu besuchen, aber als er bei Paul ankam war die ganze Straße gesperrt. Ein Polizist teilte ihm mit, nachdem Taylor ihm erfolgreich vorgaukelte er und Paul wären ein Paar gewesen, das Paul eine bewaffnete Auseinandersetzung provoziert hätte und sich jetzt auf der Intensivstation befände.
Als Taylor den anderen davon berichten wollte erfuhr er von einem immer noch geistig abwesendem Adriano von dem Autounfall und anschließendem Überfall.
Sofort machte sich Taylor auf den Weg.

Noch bevor der Krankenwagen ankam, nur die Sirenen waren bereits zu hören, verstarb Katia in Charlys Armen. Charlys Schmerz wurde zu Zorn und der Zorn trieb sie an, gab ihr Kraft.
Voller Wut verwandelte sie sich in den Hishu und rannte als gewaltiger Wolf durch die Straßen Kölns, eine Kette von UNfällen hinter sich herziehend.
Sie folgte dem unverkennbarem Geruch von Blut, Blut, Metall und Schießpulver, der Geruch des Duguthim.

Sie folgte dem Duguthim bis zum Dom, wo sie eine Panik unter den Menschen auslöste.
Dort waren Ciprian und Mortimer gerade dabei sich besser kennen zu lernen, miteinander vertraut zu machen und festzustellen, dass sie keine Feinde waren.
Sie versuchten auch Charly entsprechend zu begrüßen, aber in ihrem Zorn hatte sie keine Zeit für Ciprians Umarmung, mit der er wohl jeden anderen Garou bedachte.
Von den beiden aufgehalten machte sie ihrem Zorn etwas Luft, indem sie das Fluchtfahrzeug ihres Ziels in Fetzen riss, ein Motorrad, achtlos vor dem Dom liegend.
Als Mensch öffnet sie die Türen, brauch einen Moment um die Witterung aufzunehmen und dem Mörder ihrer Freundin durch das Kirchenschiff zu den engen Treppen nach oben zu folgen.
Ciprian war bedrückt, davon, dass keiner seine Herzlichkeit annahm und blieb verdattert unten vor dem Dom sitzen, Mortimer allerdings folgte Charly nach oben und nahm schon bald den seltsamen Geruch war, den der Duguthim verströmte. Was so roch, konnte kein Freund sein.
Oben angekommen erwartete der Duguthim sie bereits und wollte gerade weitere Werwölfe auf seiner Abschussliste hinzufügen, als Charly sich auch schon mitten in der vorwärts Bewegung wieder in den Hishu verwandelte und ihm mit nur einem Biss den Pistolenarm abriss. Mortima zog das Schwert, welches er als Schausteller des Spektakels dabei hatte, aber bevor er es benutzen konnte stürzte sich der Duguthim nach hinten über das Geländer vom Dom. Mit den Worten „Dann hole ich Taylor eben beim nächsten Mal!“ verschwand er und es blieb nichts als ein roter Fleck vor dem Dom von ihm übrig.

Diesen Fleck sahen weder Taylor, Adriano noch Marie, als sie endlich am Dom ankamen und sich sofort auf den Weg nach oben machten, Marie hatte Charly dort oben gespürt und pber die Verbindung im Rudel wussten die anderen, dass es auch Charly ganz und gar nicht gut ging. Mortima kam ihnen die Treppe herunter entgegen, er wollte den Duguthim unten weiter verfolgen, aber Taylor lies ihn nciht durch und trieb ihn vor sich her nach oben.
Mortima sah ein, dass es keinen Sinn hatte mit drei derart aufgebrachten Werwölfen einen Streit vom Zaum zu brechen und ging wieder nach oben, wo Charly immer noch dem Attentäter hinterherstarrte.

Draußen konnte Ciprian beobachten wie SEK-Mannschaften und Hundefänger den Platz und Seitenstraßen nach dem Wolf absuchten, der für das Chaos verantwortlich war. Schon bald fanden sie die Leiche am Dom und begannen Systematisch die Eingänge abzuriegeln, nur Ciprian konnte sich noch hineinstehlen und nach oben gehen um die anderen zu warnen.
Sie hörten ihn nicht kommen, aber beherzigten seine Warnung und zogen sich durch die Penumbra zurück um den schwer bewaffneten Einsatzkräften zu entgehen.
Nach einem kurz angebundenem Gespräch mit Agrippina, dem Geist, der das Tor im Dom für sich beanspruchte, mussten sie feststellen, dass der Kriegsgeist der für den Angriff verantwortlich war, schon über alle Berge entkommen war und sich irgendwo in die Nahe Umbra zurückgezogen hatte, das versicherte zumindest der Phönix.

Doch bevor sie die Reise auf sich nahmen um ihn zu verfolgen und zu stellen, wollten sie erst nach ihren Rudelmitgliedern im Krankenhaus sehen.
Ciprian und Mortima begleiteten sie dorthin, warteten dann aber in der EMpfangshalle, während die anderen in die Notaufnahme gingen um nach Katia zu sehen, Paul wurde derzeit operiert.

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