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Vom Flughafen nach Beauville, Teil 2

Tisch-Runde Samstag 14.04
Erzähler: Mandavar
Spieler: Elle (Ragabash), Kilian (Galliard), Liz (Ahroun), Lucano (Theurg)

Sonntag, 28. März 2010, Neumond

Ich weiß nicht genau wie lange wir fuhren. Am Anfang war die Fahrt noch ziemlich wild und ich musste aufpassen, dass Liz nichts passiert. Mir selbst gings auch nicht gerade gut. Da waren noch Summers Krallenspuren auf dem Rücken und meine Brust sah nach dem Konflikt mit dem Braunhaar auch nicht gerade berauschend aus. Die regenerierten so langsam vor sich hin, während sich auf dem Boden des Vans mein Blut mit dem von Liz mischte, dass aus ihrer nicht mehr wirklich vorhandenen Kehle quoll. Auf jeden Fall wussten wir jetzt, das da smit dem Kopfabreißen kein Scherz war. Wären diese komischen Soldaten nicht aufgetaucht dann wären wir alle wahrscheinlich nen Kopf kürzer. Zumindest außer Blauauge, der würde wohl noch immer Fangen spielen.
Dann hielt der Wagen, mitlerweile hatten die Wunden schon weitesgehend aufgehört alles vollzusiffen und Liz konnte auch gerade so eben wieder alleine gehen. Ich zwar auch, aber trotzdem lies ich mir gerne von Elle helfen. Dafür, dass sie mich stützte hätte ich dieses grauenvolle Jucken und Brennen während die Wunden verschwanden jederzeit wieder auf mich genommen. Die Schmerzen beim Entstehen der Furchen auf meinem Rücken waren gar nicht so groß gewesen, ging ziemlich schnell und Summers Klauen waren doch recht scharf.
Zumindest wenn man sie daran Maß was sie mit Liz Kehle und meinem Rücken angestellt hatten.

Ich hatte kaum Gelegenheit mir das Haus vor dem wir geparkt hatten anzusehen, da waren wir auch schon drinnen. Hatten direkt vor nem Seiteneingang geparkt oder so. Aber wenn ich das von drinnen richtig beurteilen konnte, dann war das Haus um einiges besser eingerichtet als die meisten Burgen bei uns. Wenn Elle erstmal da war, wäre sie sicherlich enttäuscht, wenn sie was erwartete, was mit so ner Villa hier mithalten konnte.
In dem großen Flurdings oder Empfangshallenteil führten zwei leicht runde Treppen an der Außenwand entlang in die obere Etage. Wir blieben aber erstmal unten und wurden in ein Teezimmer oder sowas gebracht.
Die Frau die uns hereinbat und führte, klang in etwa so wie die Stimme in unserem Kopf, weswegen ich einfach erstmal mitspielte.
Aber beim ersten Anzeichen von Kopf-Ab-Mentalität wäre ich weg. Naja, erstmal heilen, ausruhen und dann abhauen.
Ich muss ganz ehrlich sagen, nach den letzten Rettern in der Not hatte ich nicht wirklich Lust, es mir bei den neuen Rettern großartig bequem zu machen.
Egal wie hübsch das weiße Kleid der Hausherrin war oder wie lustig ihre langen Locken aussahen.
Aber zumindest sorgten diese neuen Retter wesentlich besser für uns. Wir bekamen Decken um uns einzupacken, damit wir nicht froren oder alles voll Bluteten und es gab auch was zu Essen.
Natürlich stürzte sich Blauauge wie ein Bekloppter auf die Pasteten und fraß sie dann alle vom Boden. Spinner. Wenn ich nicht so k.o. gewesen wäre vom Kampf gegen die anderen hätte ich da aber nochmal ein Wörtchen mitgeredet. Elle schien das egal zu sein und begnügte sich erstmal mit dem Obst, dass ich uns rüber geholt hatte. Liz schaffte nichtmal das eine Würstchen, welches Blauauge ihr gnädiger weise überlassen hatte, von den dutzend Pasteten die er verschlungen hatte. Der olle Vielfraß.
Dann gab es nochmal Nachschub von dem Blauauge auch reichlich verspeiste aber zumindest ein Tablett konnten wir uns teilen. Und als es danach noch Bolognese-Nudeln gab konnten auch wir anderen uns ordentlich satt essen. So viele Wunden zu heilen war nämlich ganz schön anstrengend. Vor allem wenn man sich nicht auf Vorrat bei jeder Gelegenheit den Bauch vollfraß.

Mit unserer neuen Retterin sprachen wir kaum, die sah uns ziemlich interessiert an und beim Essen zu. Auch für unsere heilenden Kräfte schien sie sich zu interessieren. Bin mir nicht ganz sicher, ob sie mir blos anbot mit den Wunden zu helfen, oder ob sie wirklich gerne an meinen Wunden rumgewerkelt hätte obwohl sie kein Arzt war. War dann lieber mal allein ins Bad gegangen um mich sauberzumachen und so. Als ich dann schonmal da war hab ich der Liz noch warme Wickeln gemacht. Keine Ahnung ob die gegen akute Kehlenlosigkeit halfen, aber ich hatte Wickeln immer gemocht, als kleiner Junge und krank und so.
Wenn Pearl LaMotte aber wirklich, wie sie schon sagte öfter Zwist mit unseren lieben Autowerkstattwölfen hatte, dann erfuhr sie an diesem Abend kaum was neues. Wir aber auch nicht. Sie war kein Wolf, konnte mit ihrer Stimme in unsere Gedanken sprechen wenn sie gar nicht da war, konnte wohl auch noch weitere Tricks. Aber sie gab sich keinen Namen und uns keine Liste was sie so konnte und was nicht. Nach komischem Chemiemutant roch sie schonmal nicht, auch wenn ich nicht wirklich wusste wonach sie roch. Meine Nase war von Pastetendampf erfüllt.
Aber ich war mir sicher, dass Chemiegestank irgendwie durch die Pasteten durch gekommen wäre.
Ich kann mich nicht erinnern, worüber wir noch so gesprochen haben, war so kaputt, dass ich mich nur noch an die Zimmer oben und die Betten erinnern kann.

Die Haushälterin führte uns irgendwann nach oben, da gab es zwei Gästezimmerähnliche Räume die wir nehmen konnten. Hätten auch unten bleiben können, da gabs ja auch jede Menge Felle und Decken, aber das fand ich irgendwie komisch. In dem einen Zimmer gab es zwei Betten und in dem anderen ne Doppelschlafcouch.
Blauauge beäugte uns neugierig und sah so aus als ob er wartete wo wir uns hinlegten, damit er wieder dazu kommen konnte.
Ich war mir unschlüssig was ich mit mir anfangen sollte.
Wäre gerne mit Elle allein in nem Zimmer gewesen, aber wollte auch keinen von den anderen allein lassen. Schließlich entschied ich mich für die Doppelcoutch, weil die Liz in dem Raum schon am PC saß und irgendwas tippte. Keine Ahnung.
Elle kam Gott sei dank direkt mit und kuschelte sich neben mich. Wäre sie da rübergegangen oder so, das hätt ich nicht gut gefunden. Hatte sie nicht gefragt was die Räume anging. Hoffentlich störte sie nicht, dass ich ständig der Liz hinterherlief, aber die war immer so ein bisschen abseits.
Der Blauauge drängte sich ständig in den Mittelpunkt, jetzt zum Glück nur am Fußende.
Elle wich mir nicht von der Seite und ich würde ihr auch nciht ernsthaft oder dauerhaft von der Seite weichen. Aber Liz war allein. Die nahm das alles ziemlich gelassen, aber so gelassen konnte man gar nicht sein, so einfach konnte man doch nicht einfach weggehen aus sienem Leben. Oder doch?
Für die Elle hätt ich das auch gemacht, aber das ist was andres.
Ich wollte einfach für sie da sein, wie eine Familie, wie ein Rudel, damit sie sich auch geborgen fühlte und irgendwie zu Hause.

Am nächsten morgen gab es ziemlich cooles Frühstück, wir wurden hier voll verwöhnt. Diesmal bekamen wir auch reichlich Würstchen und leckere Sachen ab, aber nicht etwa weil Blauauge Benehmen gelernt hatte. Er war draußen und tobte in dem riesen Garten rum und da konnte er auch erstmal bleiben. Erst als wir alle satt waren holten wir ihn rein und ich schmierte ihm dabei ein paar Brote und auch ein Croissant mit Marmelade. Also wenn ich ein Hund wäre ode rehm in Wolfsgestalt war, dann mochte ich definitiv keinen Süßkram mit Marmelade. Komischer Zeitgenosse.
Wir fraßen Frau LaMotte die Haare vom Kopf und die Haushälterin musste Nachschub ranschaffen um uns noch länger zu verpflegen. Essen besorgen da war Blauauge sofort Feuer und Flamm und ich entschloss mich ihn abzulenken. Als ich ihn reingeholt hatte, hatte er gerade nen Eichhörnchen verputzt, also ging ich mit ihm Eichhörnchen jagen. Ziemlich anstrengende Sache das. Und wirklich gut schmeckten die auch nicht, mal abgesehen davon, dass die ziemlich klein waren.
Irgendwann ließ ich Blauauge unten stehen, als die Haushälterin schon wieder da war und ging nach oben um mich auf die suche nach Elle zu machen.
Dauerte nicht lang eund da hatte ich sie auch schon gefunden. Sie zu erschnüffeln konnte ich vergessen. Oder besser ich musste es andersherum erledigen.
Da wo es überhaupt nicht nach Elle roch sondern nur nach komischem Shampoo, da fand ich sie schließlich.
Hatte mich heute morgen nur ner Katzenwäsche unterzogen aber das Bad hatte wohl noch einiges mehr zu bieten.
Die Badewanne in der die Elle nur mit der Nasenspitze aus nem megahaufen Schaum rausschaute sah ziemlich einladend aus und die Temperatur des Wassers verwandelte den ganzen Raum in eine Sauna.
Am liebsten wäre ich gleich mitreingesprungen und hätt mich noch mal ordentlich mit so ner Kratzbürste abgeschubbelt um mich danach so richtig schön an der rosa Elle vom Mississippi zu reiben. Mit so richtig schön frischer, glatter Haut. Mal ganz ohne Wunden, Morddrohungen und Stress, einfach zum entspannen. Zu Reiben?
Tja bei solchen Gedanken merkt man dass man nicht mehr alle Tassen im Schrank hat.
Ein echter junge sollte sein Mädchen küssen wollen und streicheln und so. Sich nicht an ihr reiben.
Hoffentlich blieb das so. Sollte das schlimmer werden, keine Ahnung. Wollte nicht so enden wie Blauauge.
Vielleicht musste man sich dann regelmäßig auf den Hinterkopf schlagen damit das mit dem Denkvermögen nicht aufhörte.

Wir hatten uns noch nicht lange darüber unterhalten, was wir jetzt als nächstes machen konnten als Blauauge auch in den Raum kam und Elle wie von der Tarantel gestochen aus dem Bad in ein Handtuch flog. Ohne scheiß, so schnell hab ich die noch nie gesehen. Nichtmal gestern als wir um unser Leben rannten.
Dann fiel uns auf das Liz weg war.
Blauauge und ich wollten sie suchen gehen. Mir war das ganze ein bisschen peinlich. Nö, nicht weil ich schon wieder Liz hinterherrannte. Ich hatte mir überhaupt nichts dabei gedacht, dass sie nicht da war. Aus den Augen aus dem Sinn. Kaum ist das Leben einmal schön sind irgendwie alle Sorgen vergessen? Naja nicht so ganz.
Zum Glück war Elle da etwas umsichtiger. Sonst wäre der Liz noch was passiert oder so.
Die litt nämlich unter Internet- und Telefonentzug und wahr mehrere Kilometer gejoggt um die Leitungen zu überprüfen.
Wäre ich im Traum nicht drauf gekommen.
Als Wölfe war das natürlich überhaupt kein Problem sie zu finden und auf dem Rückweg nebenher zu trotten, während sie joggte.
Wieder in der Villa war Blauauge schon wieder irgendwo verschwunden und Elle saß auf der Verande und hatte sich Sorgen um uns gemacht.
Freudig mit dem schwanzwedelnd lief ich auf sie zu, unterdrückte diesen dämlichen Drang mich an ihr zu reiben und lief schnell ins Haus um mir was anzuziehen.
Blos flott zurück in die Menschengestalt, da war das Verlangen erträglicher.
Den Rest des Tages unterhielten wir uns darüber ob und wie wir doch noch von hier fliehen konnten.
Nein LaMotte wollte uns bis jetzt noch nciht den Kopf abschlagen, ging nur so um die USA im allgemeinen und unseren Plan nach Deutschland zu fliegen im speziellen.
Flughafen war jetzt wahrscheinlich blöde. Aber vielleicht konnten wir mit dem Schiff fahren.

Genau das erzählte ich auch unserer Retterin beim Abendbrot. Es gab nen leckeren Braten und zum ersten Mal seid einer ganzen Weile konnte ich das Essen wirklich genießen. Hatte nciht einfach nur Kohldampf und schaufelte Sachen rein. Endlich mal hatten wir nicht gegen irgendwelche Monster gekämpft, waren nicht angeschossen worden und auch nciht in Fetzen geschnitten. Von mir aus konnte der Rest meines Lebens ruhig aus ein paar mehr solcher Tage bestehen.
Darum wurde ich nach und nach auch weniger skeptisch unserer Wohltäterin gegenüber.
Sie wollte, dass wir irgendwo probewohnten, whatever.
Wichtig war, dass es da Telefon gab und Internet und so. Von da aus konnte man dan meine Mama erreichen sagte sie.
Ich wollte nämlich nicht einfach weg sein, wie der Karsten. Ob der auch so ein Arshclochwolf war und sich deswegen nicht um uns gekümmert hatte?
Irgendwann würde es wieder nach Deutschland gehen und dann beschützte ich meine Mama vor Arschlochwölfen und CHemiemutanten und so. Ja. Das wollte ich machen.
Nach dem Essen fuhren wir dann ziemlich direkt zu diesem anderen Haus.
Das war in so ner megawohngegend, nicht hinterm Mond gleich rechts wie das in dem wir gewesen waren. Die ganze Gegend war eingemauert und während wir rein und duchfuhren hatte ich nur Augen für die vielen Terassen, Balkone und Treppen. Hier würde man prima rennen können.
Und mit Elle, Liz und Blauauge Vater, Mutter, Kind spielen. Ob das gut ging?
Obwohl Pearl den ganzen Krempel den wir brauchten und erledigen sollten Liz in die Hand drückte, sie hatte die Rolle der Mutter bekommen, war ich fest dazu entschlossen das kochen zu übernehmen. Oh ja. Als Gehilfe von Elle.
Zusammen kochen und so.
Das würde gut werden.

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Vom Flughafen nach Beauville, Teil 1

Tisch-Runde Samstag 14.04
Erzähler: Mandavar
Spieler: Elle (Ragabash), Kilian (Galliard), Liz (Ahroun), Lucano (Theurg)

Sonntag, 28. März 2010, Neumond

Elle stürmte uns allen voran zurück auf die Straße. Ich folgte sofort mit dem Teddy in der Hand und Blauauge ließ Lizs Tasche einfach fallen und rannte mit uns mit. Lizs brauchte etwas länger um mit uns zu kommen. Sie schaute noch einen winzigen Moment rüber zu den Leuten aus der Autowerkstadt.
Erst als die sich mit grimmig entschlossenen Mienen in Bewegung setzten fuhr sie herum und gab Fersengeld.
Hier direkt konnten wir nirgendwo hin, zumindest nirgendwo wos sinnvoll gewesen wäre. Rechter Hand war zwar nen Parkhaus, aber das sah so alt und im Eimer aus, das da vermutlich niemand war. Wenn wir versucht hätten uns da zu verstecken oder so, wären die hinterher, hätten sich abseits von den Leuten in Wölfe verwandelt und uns im Null-komma-Nichts gehabt.
Aber vor uns war voll das Hindernis. Die Straße am Flughafen war ziemlich befahren, auf unserer Seite. Naja auf der anderen auch, aber da Standen die Autos im Stau.
Wir rannten einfach so über die Straße. Zwischen den Autos war kein Platz, so dicht fuhren die hintereinander, also mussten wir oben drüber.
Ich sprang gerade ab und drückte mich mit den Armen auf ein Autodach, als ich sah wie Elle über eine Motorhaube rutschte.
Ziemlich cool von ihr. Wirklich schnell war sie dabei aber nicht, genauso wie Liz.
Die Mädchen schienen es nicht so mit dem Laufen zu haben. Blauauge ging ziemlich ab und war mindestens genausoschnell wie ich und auch beim Hindernisse überwinden konnte ich ihm kaum was vor machen, obwohl er im Hishu und nicht im Urhan war. Voll verschärft.

Über den Bürgersteig ging es in so einen komischen Discounter, der hatte wohl jeden Tag rund um die Uhr offen.
Deswegen war es da auch ziemlich voll, jede Menge Jugendliche und junge Erwachsene die Kippen und Alkohol kauften. Als ob man nichts besseres zu tun hätte.
Zum Beispiel vor wildgewordenen Autmechanikern die sich in Monsterwölfe verwandeln konnten weglaufen, weil die einem den Kopf abreißen wollten.
Weil man Händchen halten und mit meiner Elle zusammen sein wollte.
Arschlöcher.
Warum sind die anderen nur nicht mitgekommen. Irgendwie vermisste ich Leif. Wäre cool gewesen, dass hier mit ihm durchzuziehen.
Unsere Verfolger hatten etwas Probleme gehabt, durch das Chaos was wir auf der anderen Spur verursacht hatten zu folgen. Nach uns die Sintflut und so. Wir hatten da einiges an Auffahrunfällen und so verursacht, sodass die nicht mehr Vorhersehen konnten wie die Autos so fuhren, weil es da ein einziges Durcheinander gab.
Nur Thore der riese und diese dämliche Zicke von Summer waren noch direkt hinter uns. Am meisten regte mich auf, dass ich die beiden eigentlich ganz cool gefunden hatte und die trotzdem hier waren um uns zu jagen. Das die trotzdem bei der ganzen Arschlochscheiße mitmachten.
Penner.

Elle haute nen fetten Stapel mit Osterhasen um die überall durcheinander flogen und Liz brüllte so überzeugend Feuer, das sogar ich mcih einen Moment lang zu ihr umdrehte. Dann brach eine Panik aus unter den ganzen Volldeppen die sich irgendwelche Drogen kaufen wollten, die konnten alle nicht richtig laufen und stolperten noch über die Osterhasen, das ich ein bisschen Grinsen musste. Erst als ich deswegen zurückblieb und Summer mich beinahe erwischte, wurde ich mir wieder über den ernst der Lage bewusst und legte nen Zahn zu um die anderen einzuholen.
Thore hatte mitlerweile die Mädchen überholt und wollte Blauauge schnappen, der gerade durch eine Seitentür in eine Gasse lief.
Überall flogen alte Zeitungen und Plastikfetzen herum.
Vom Ende der Gasse konnte man irgendeinen dicken Hund Bellen hören, der sich freute, dass endlich mal wer vorbei kam. Er war neben so nem dicken Müllkontainer angekettet. Naja, vielleicht wollte er auch den Maschendrahtzaun dahinter bewachen oder so.
Wenn wir keine Wölfe gewesen wäre, hätte der uns bestimmt angegriffen, aber so bellte der uns freudig an, hoffte dass wir mit ihm spielen würden oder so, keine Ahnung. Auf jeden Fall ließ er Blauauge unbehelligt passieren, als der auf die Mülltonne und dann über den Zaun sprang, dicht gefolgt von Thore.
Liz und Elle nahmen auch den Müllcontainer über den Zaun, sodass für mich da nicht wirklich Platz blieb.
Macht nix. Mit Zäunen kannte ich mich aus. Mit dem Teddy in der linken Hand sprang ich ein bisschen schief gegen die Wand auf der linken Seite. Dann stützte ich mich sofort mit dem rechten Arm oben auf dem Zaun ab, da war zum Glück kein Stacheldraht.
Mit kleinen Trippelschritten lief ich an der Wand entlang, bis meine Füße über den Zaun hinweg waren und drückte mich an um in der Hocke auf der anderen Seite in der Gasse zu landen.

Die ging da noch ein gutes Stück weiter und machte dann eine Kurve. Etwa auf der Hälfte der Strecke war Blauauge damit beschätigt um Thore herumzuspringen und sich nciht fangen zu lassen. Ziemlich flink, das Kerlchen. Trotzdem erwischte Thore ihn immer wieder, aber jedes Mal hatte er ihn nur für einen winzigen AUgenblick, dann war er schon wieder frei.
Ich rannte auch direkt weiter, weil Summer nur wenige Augenblicke nach mir über den Zaun kletterte, irgendwie hielt der die gar nciht auf, unfair.
Elle und Liz kamen als letzte von uns über den Zaun, mit dem dunkelhaarigen Typen, von dem ich nicht genau wusste wie er heißt.
Elle ging noch ein paar Schritte, aber Liz drehte sich einfach um und boxte dem Typen voll auf die Brust.
Wieso der mit sowas gerechnet hatte wusst ich nicht, aber irgendwie blockte er den Angriff ab.
Elle fand das genauso wenig gut wie ich, drehte sich um und stürzte sich auf ihn. Wäre vermutlich wenig geährlich gewesen, wenn sie nicht scheißwütend gewesen wäre. Ihr Kopf war so dunkelrot, ich dachte der platzt jeden Augenblick.
Machte sie dann auch. Naja nicht so richtig, aber sie wurde wieder zu diesem Riesenmonster dem Gauru, machte einen Satz auf den Kerl zu und wischte ihm eins mit ihrer Klaue. Leider war der in der Matrix, beugte sich ein bisschen nach hinten und wurde kaum getroffen.

Alles klar, schluss mit lustig, jetzt ging die Klopperei los. Ich warf den Teddy in Laufrichtung, während ich gegen die Wand sprang kehrt machte und an der Wand über SUmmer hinweg lief um Elle zu helfen. Dabei versuchte ich zu vergessen, dass die genauso zu Monstern werden konnten wie wir. Scheiße Mann, die sollten uns einfach in RUhe lassen. Ich wollte nicht mehr zu denen gehören, dass hatten die versiebt. Wenn das hieß, das sich nciht besonders lange lebte dann sollte das so sein. Ich wollte lieber frei sein, und mit Elle zusammen, als eingesperrt und unglücklich.
Mit einem Brüllen drängte ich mich neben Elle, mitlerweile auch im Gauru und riss dem Typen mit einem Schlag gegen den Oberschenkel das halbe Bein ab. Überall spritzte Blut und im Nuh war die Luft von einem feinen nach Eisen schmeckenden Nebel erfüllt.
Sekundenbruchteile später fühlte ich, wie mir mehrere Messer durch den ganzen Rücken gezogen wurden.
Das musste dann wohl Summer sein.
Scheiße.
Aber um die kümmerte sich Elle, die hatte noch eine Rechnung mit der offen, sodass die olle Hurenschlampe mir nicht weiter den Rücken zerfleischen konnte.
Liz brauchte etwas um sich zu verwandeln, die sah eigentlich gar nicht so aus, als ob sie sonst Probleme mit ihrem Zorn hätte, aber für die war das wohl alles noch zu verwirrend und neu. Ich setzte weiter dem Kerl zu und biss ihm in die Schulter, beinahe hätte ich gleich den ganzen Kopf mitgenommen.
Hinter dem Zaun tauchten jetzt auch die anderen auf und machten sich daran drüber zu klettern.
Der Typ sah aus als würd er es nicht mehr lang machen und verwandelte sich dann auch in den Gauru. Fuck. Hatte gehofft ich könnte den platt machen bevor der sich verwandelte. Scheiße, scheiße, scheiße.
Liz drückte sich jetzt von hinten gegen mich, sie versuchte irgendwie zwischen uns vier wütenden Ungeheuern durchzukommen um die beiden Nachzügler aufzuhalten, das war aber nicht ganz einfach, weil sie jetzt auch so groß war wie wir und die Gasse nicht ganz so breit.
Elle kämpfte immer noch gegen Summer während der Typ und ich uns gegenseitig kaputt fetzten und Liz, wütend brüllend weil sie nicht vorbei kam, ihm auch noch einen mächtigen Hieb mit gab.

Als die anderen schließlich unsere Seite des Zauns erreichten, irgendwer hatte den Müllcontainer vorhin umgeworfen, hörten wir eine Stimme.
nicht einfach so, irgendwie rufen oder so. Ne Stimme mitten in unserem Kopf. Klang ziemlich gut, irgendwie nett.
Sie sagte uns wir sollten fliehen und sie würde uns Zeit verschaffen.
Ich ließ meinen Gegner schwer verwundet zurück und auch Elle drehte sich um um wegzulaufen.
Mit noch zwei mehr von denen würden wir das kaum durchstehen. Am anderen Ende der Gasse konnten wir erkennen, wie Blauauge gerade unter Thore hervorschoss, der von mehreren Soldaten beschossen wurde.
Was dann geschah war irgendwie schon ein bisschen abgefreakt. Der wurde auch zum Gauru, aber nicht einfach nur so monstermäßig wie wir.
Der ging noch gleich dazu in Flammen auf und fetzte direkt zwei von den Soldaten kaputt.
Dann schoss plötzlich Liz an uns vorbei, nicht mehr im Gauru sondern als Urhan. Nur ein paar Meter weiter geriet sie ins wanken und verteilte überall ihr Blut auf dem Boden, von dem sie keine zu knappe Spur hinterließ. Ich knurrte Elle an, sie sollte Liz mitnehmen.
Wir waren beide noch im Gauru und liefen Seite an Seite, leicht verssetzt durch die Gasse. Das hier war unser Kampf, wir konnten Liz nicht dafür zurücklassen, dass wir sie in die Scheiße geritten hatten.
Ich schnappte mir statt Liz den Teddy, der überlebte das nicht ganz unbeschadet, aber besser ein kaputter Teddy zum reparieren als gar kein Teddy.
Blauauge war schon um die Ecke und da gabs nur ne kleine Tür.
Ich grunzte wütend auf, immer diese Hindernisse.
Dann nahm ich all meine raft zusammen, galoppierte etwas schneller und ließ Elle hinter mir zurück. Mit vollem Karacho bretterte ich seitlich gegen die Wand rund um die Tür. Wir mussten da verdammt nochmal durch und kein Scheiß Hindernis würde uns davon abhalten die Liz mitzunehmen.
Die wand explodierte und ein einem Hagel aus Staub und Steinen bretterte ich in das Lagerhaus dahinter.

Blauauge hüpfte noch einmal, als er uns sah und verschwand dann hinter einem Haufen von Kisten.
WIr folgten ihm um die Kisten und durch ein großes Tor aus der Lagerhalle raus. Jetzt waren wir irgendwie im Hinterhof von der ganzen Einkaufspassage oder so, überall standen Tonnen rum, haufen von Pappe, Holz, Plastik und anderer Verpackungsmüll. Sowas wie ne Müllkippe, na Prima.
Am Ende der Passage stand nen schwarzer Van und die Stimme sagte uns, das wir da hin müssten.
Blauauge war zuerst da, beäugte kurz den Fahrer und verschwand dann im inneren.
Ich kam kurz danach an verwandelte mich zurück und sprang in den Wagen.
Elle schob noch Liz rüber zu mir, ich hatte dann ihren mehr als blutigen Wolfskopf auf dem Schoß, hielt sie fest und beruhigte sie, während Elle sich auch zurückverwandelte und reinkam. Als die Tür zuknallte sah ich noch, wie unsere Verfolger hinten um die Ecke Bogen und ansehen mussten wie wir davon düsten.

Hätte ich nicht vor lauter Adrenalin, Zorn und auch einem gehörigen bisschen Angst so stark gezittert, dass ich kaum nachdenken konnte, wäre es mir vielleicht sogar peinlich gewesen hier hinten nackt zu sitzen und den Kopf von nem Mädchen im Schoß zu haben, dass nicht Elle hieß.

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WtA: CoNO, Mjolnirs Thunder

Es war schon eine Weile dunkel, als wir an der Werkstatt ankamen. Na immerhin wussten wir jetzt wer die Schäferwölfe waren, diesmal würden sie uns nicht aussperren.
Drinnen gab es sogar ein paar Sitzmöglichkeiten, aber so als nackter Kilian oder Wolf, wollte ich mich da irgendwie nicht draufsetzen.
Es schien niemandem etwas auszumachen, dass wir nackt waren.
Naja, Kaitlyn war als Wolf mit Pulli hergelaufen, hatte ziemlich blöde ausgesehen.
Elle verschwand sofort wieder in dem Pulli den man ihr gegeben hatte, verdreckt und siffig.
Musste unangenehm sein, nackt zwischen so vielen Wolfsmännern zu stehen, sonst hätte sie das Drecksding nicht angezogen. Zumindest hatte sie bis jetzt immer drauf geachtet saubere Klamotten zu tragen und so.

Außer bir gabs erstmal nichts für uns, auch nciht als ich versuchte Jan zu erklären, dass ich Klamotten haben wollte. Der hat sich bestimmt absichtlich blöder gestellt als er war. Und dann werd ich von so nem riesen Hühnen auch noch ausgelacht dafür.
Die sind echt hilfreich hier. Aber sie hatten mich von den Pilzen befreit und vielleicht konnten wir hier mehr lernen, über das Wolfszeug und so, das wäre verschärft.
Außerdem wollte ich fragen ob ich vielleicht hierbleiben dürfte, mit der ganzen Wolfsscheiße wollte ich nicht mehr nach Hause. Schon gar nicht ohne Elle.
Eigentlich war die Wolfsscheiße egal. Hauptsache Elle.
Aber vielleicht half mir das mit dem Wolfsein hier bei Elle zu bleiben.

Kurz darauf mussten Leif und ich erfahren, wie sich Kaitlyn und Elle die ganze Zeit schon gefühlt haben mussten.
Eine uralte Omi kam zur Tür herein, offenbar war sie dafür zuständig sich um uns zu kümmern.
Und schwupps war Leif hinter Kaitlyn verschwunden.
Keine schlechte Idee. Kein Blinzeln später hatte ich mich hinter Elle verkrochen. Nicht weil ich mich vor der alten Frau schämte, aber mich nackt von hinten an Elle drücken, ganz ohne dabei zu erfrieren, das war nciht das schlechteste was passieren konnte.
Ziemlich gut sogar.
Wenn sie meine Gedanken lesen könnte wäre sie vermutlich rot angelaufen und geplatzt oder so. Aber hey.
Ich hätte sie wieder aufgewischt.
Und immer in einer Flasche mit mir getragen oder so. Ja, auf jeden Fall.

Dann ging es erstmal in die Dusche, der Strahl war nicht so überwältigend die Aussichten dafür schon.
In dem heißen Wasser mit dem ganzen Dampf, mit Elle in einem Raum zu duschen, das war ziemlich umwerfend.
Sofort musste ich mich exsessiv meinen Haaren widmen, sonst hätte man mir meine Gedanken woanders als im Gesicht angesehen.
Jetzt wo sie nicht mehr am ganzen Leib schlotterte machte auch Kaitlyn eine ziemlich gute Figur, aber sie hätte mich kaum in Verlegenheit gebracht.
War einfach nicht meine rote Elle vom Mississippi.
Schade das die Haare gefärbt waren, ob sie sonst wohl rotes Fell gehabt hätte? So ein roter Wolf hätte bestimmt ziemlich verschärft ausgesehen.

Die Handtücher waren richtig schön hart, sodass man sich die ganze alte Haut vom Leib rubbeln konnte. Natürlich nutzten wir sie danach alle um uns zu bedecken. Wie ein Haufen kleiner Indianer, Leif und ich mit Lendenschurz, Kaitlyn und Elle mit so ner Art Wickelkleid.
Kurz darauf führte die Wolfsoma uns aus der Werkstatt, über einen kleinen Pfad Richtung Wald. Als wir auf einer Brücke, bestehend aus 3 aneinanderliegenden Baumstämmen einen fetten Bach überquerten merkte ich einen komischen Schauer, der mir über den Rücken lief. Erst dachte ich es käme davon, dass ich mir vorgesttellt hatte, wie es wohl wäre sich jetzt an Elles frisch heißgekochter und abgeschubbelter Haut zu reiben, aber die anderen bemerkten es auch alle.
Ich hoffte mal, dass sie nicht meine Gedanken teilten.
Wobei, nein.

Wir wurden für heute Abend erstmal in einer selbst gebauten Holz- und Lehmhütte untergebracht. Ziemlich cool. Ich hatte mir das hier zwar irgendwie mehr so Indianermäßig vorgestellt, aber selbstgebaute Holzhütten waren ziemlich nah dran.
Nur die Betten, der Tisch und die Stühle wären mal besser irgendwie wilder gewesen.
Die Tür öffnete sich und zwei Mädchen kamen herein. Die eine trug nen Haufen Klamotten, die andere nen Tablett mit Wasser und Essen. Endlich. Ich hatte einen Mörderbärenhunger?Das eine Mädchen guckte ziemlich griesgrämig und überheblich, als ob sie was besseres als wir wäre.
Konnte ja nicht jeder mit so ner coolen Wolfsbande aufwachsen. Tut mir leid. Musste mit uns Stadtleuten auskommen.

Erstmal zogen wir uns alle an. Kaitlyn hielt Elle so einen Megacoolen Kartoffelsack hin, Elle war darüber nicht sehr glücklich, dass sah ich sofort in ihren Augen. Aber ich sah damit vielleicht aus wie ein Indianer. Also schnappte ich mir den Sack und zog ihn über. Viel zu klein. Aber erstmal musste ich ihn anbehalten, hätte sonst doof gewirkt. Eigentlich egal, aber so konnte Elle sich was anderes suchen, außerdem wollte ich nicht, dass sie mit Kaitlyn stritt.
Frauen und Kleidung. Ich hätte mich niemals mit Leif oder River über ein paar Klamotten gestritten.
Vielleicht um ein paar ordentliche Schuhe?
Ne, auch nicht. Das war definitiv ein Frauenproblem.
Von dem ich mich ganz wunderbar ablenken konnte mit dem Brot und frischgegrilltem Fleisch das es hier gab.
Das Brot war richtig schön knusprig und hart, wie in Deutschland. So ein schön hartes Brot hatte ich in dne letzten zwei Wochen nicht gegessen.
Am nächsten Tag war schon Samstag, voll das mega Hindernis.
Ging gar nicht. So ein Mist.
Elle befürchtete zwar, dass man da kein Sandwich draus machen konnte, aber so dunkles Brot war sogardafür zu gebrauchen. Wenn man es morgens toastete, dann war es mittags immer noch fest, selbst wenn Tomaten und Hamburgersauce mit drauf waren, nen Weißbrot hätte nichtmal halb so lange durchgehalten.
Das bewies ich ihr auch gleich, sie kannte sich vielleicht beim Kochen besser aus, aber im Essen war ich prima. 2 Scheiben mit nem Fleisch dazwischen waren zwar etwas dick, aber ich würde sie shcon besiegen.
Mapf, mapf.
Auf dem Bett neben dem Karmin war es richtig schön warm und dann war ich auch schon eingeschlafen.
Ziemlich platt.
Eigentlich hatte ich doch mit Leif die Gegend erkunden wollen und dann fragen ob ich hier bleiben durfte.

Dafür schlief ich richtig gut, zum ersten Mal seit langer langer Zeit. Keine Alpträume, keine blutigen Träume. Nur ein voller Magen, ein warmes Bett und irgendwo in meiner Nähe die Elle. So musste das sein.

Am nächsten morgen wachte ich auf, als River die Tür öffnete. Ich herrschte ihn an, draußen war es schon viel zu hell und ich wollte nach dem ganzen Chaos lieber erstmal langsamer wach werden.
Auch Kaitlyn und Leif waren schon unterwegs nur Elle war schon hier.
Ich drehte mich um, wie ich gehofft hatte schlief sie im Bett neben mir.
Außerdem war mein Wildburger gerettet worden und ich wachte zugedeckt auf. Hoffentlich war das Elle, bestimmt ist sie es gewesen.
Ich grinste sie an und bereute, dass ich nicht 10 Minuten länger wach geblieben war, dann hätt ich mich an die schlafende Elle gekuschelt. Allzu lange konnte sie nicht wach geblieben sein, nachdem ich einfach so einschlief.

Leider musste ich ihr von meinen Befürchtungen erzählen morgen abzureisen, aber sie hatte bereits einen Plan. Sie mochte mich so sehr, dass sie mit mir von zu Hause weg laufen wollte, wir beide zusammen auf Wanderschaft. Voll verschärft.
Hätte mir nie Träumen lassen, dass die kleine Elle für sowas den Mumm in den Knochen hätte.
Mit jedem Tag, den ich länger hier blieb, den der Wolfsmist weiterging lernte ich was neues von Elle und mochte sie ein bisschen lieber.
Was ist lieber als von hier bis zur Sonne zum Mond und wieder zurück? Keine Ahnung, aber irgendwie scheint das zu gehen.

Hand in Hand gingen wir los Richtung Werkstatt.
Elle war eben auf Toilette gewesen, und hatte Kaitlyn und Leif irgendwo da gesehen. Sonst wären wir wohl auf der Suche nach Frühstück losgezogen. Wobei mein Fleischburger auch in kalt noch gut eschmeckt hat.

Als wir reinkamen wusste ich gleich irgendwas stimmte hier nicht. Elle fasste meine Hand fester und alle starrten uns an, als wären wir irgendwelche Monster.
Halloho? Ihr seid selber Monster?

Danach zu Fragen ob ich hier bleiben dürfte schaffte ich nicht mehr. Einer nach dem anderen verwickelten sie uns in irgendwelche dämlichen Regeldiskussionen ohne etwas zu diskutieren. In der Schule hatten die Regeln wenigstens einen Sinn, hier behauptete jeder einfach irgendwas und wehrte alle Gegenargumente mit einem du bist zu dumm dafür ab.
War ich vielleicht auch, aber Elle sicher nicht und die sah das ganz genau so wie ich. Also nciht zu dumm. Vollidioten. Doch nur Schäferwölfe und keine coole Bande.
Ihr Lieblingsargument war sonst reißen wir den Kopf ab. Aber nicht so, wie meine Mutter das sagte, sondern die meinten das wirklich ernst.
Die wollten mich ohne scheiß da versklaven für irgend so einen Terroristenscheißkrieg oder so.
Und die wollten, dass ich nicht mit der Elle zusammen blieb.
Haha, geht nach Hause?

Leider waren die da am längeren Hebel und das wurde mir ziemlich schnell klar, als einer von denen nicht nur mich sondern den Leif gleich dazu einfach platt machte.
Schöne scheiße.
Dann gings erstmal in die Hütte, wo der nächste kam und uns mit irgendwelchen wir bringen euch alle um wenn ihr nciht gehorcht Regeln zutextete?

Ich spielte in Gedanken schon durch, wie leise ich wohl sein musste, um sie alle im Schlaf umzubringen und dann zu gehen, aber nach so klaren Ansagen würden die wohl Wachen aufstellen wegen sowas, oder nicht?
Keine Ahnung, die waren alle total bekloppt verrückt.
Voll das Hindernis.
So viele Hindernisse auf einem Haufen hatte ich noch nie gesehen und das obwohl die sich alle in Wölfe verwandeln konnten und damit eigentlich ziemlich gute Grundvoraussetungen hatten um arschcool zu sein.
Leif zumindest war arschcool. Der hätte auch mein Leitwolf sein dürfen oder so, aber keiner von denen der mir meine Elle wegnehmen wollte.

Während ich im stillen überlegte, was ich nur machen konnte um uns hier rauszuholen, versuchte Elle immer wieder ihnen ihre eigene Blödheit aufzuweisen und trieb sie damit ziemlich auf die Palme.
Aber wir hatten mit dem Mist ja nicht angefangen.
Ich kochte regelrecht vor Wut, ich brachte kein Wort heraus, wäre einfach geplatzt, wenn ich noch was gesagt hätte und musste mich ziemlich zusammenreißen nicht einfach das Riesenmonster zu werden. Die anderen waren nämlich mal locker noch gewaltigere Riesenmonster.

Summer ging mit Elle raus. Ich dachte nicht, dass sie ihr was tun wollte, sie hatte eigentlich einen ganz netten Eindruck gemacht, war die erste gewesen, die sich mal nett und höflich gezeigt hatte. WIr waren auch nciht gerade nett gewesen, aber ich sag noch eimal, die hatten sowas von angefangen mit der Scheiße.
Ein bisschen Honigbrot hatten wir uns ja wohl verdient.
Trotzdem fürchtete Kaitlyn, dass sie Elle vielleicht was tun würde, also gingen wir ihr alle hinterher.
Was sie wohl machen würde, wenn ich jetzt einfach den Kopf abriss wie Kaitlyn das mit der Oma gemacht hatte?
Ich war sowas von stink sauer, Zeit zum reagieren hätte sie sicherlich nicht.
Summer war nämlich keinen Deut besser als die ganzen Machoarschlöcher in der Werkstatt. Keine 5 Minuten und sie hatte ihre Honigmaske fallen gelassen und es hies auch schon wieder töten, töten, töten.
Ich war sowas von minimal kurz davor zu zeigen wie uncool so ein abgerissener Kopf so war, als sie uns einfach da stehen lies.

Kaitlyn und Leif wollten vorhin noch abhauen, aber jetzt irgendwie nciht mehr so richtig. River war einfach ein Arschloch, das nciht merkte, dass er jetzt eine Scheißgeisel von Scheiterroristen war, die nur so taten als wären sie 5-Pfennig besser als die bei DNA. Waren sie aber nicht, sie waren schlimmer.
Bei DNA wusste man wenigstens sofort, dass man verarscht wurde, hier naja, eigentlich auch. Aber die Deppen irgendwie nicht.
Ich wollte nur hier weg, einfach weg mit meiner Elle.
Die hatten irgendwas geredet von kein Sex sonst kriegt die ELle nen Monster von mir. Oha, das hat die Elle gar nciht gefreut. Ich muss sagen eigentlich hätte ich schon gerne irgendwann auch mal mit der Elle…
Aber irgendwann. Die Elle hatte klar durchblicken lassen, das sie damit erstmal warten würde und das war okay. Immerhin durfte ich ihre Hand halten und sie sogar küssen. Damit hatte ich so schnell nciht gerechnet.
Gut ehrlich gesagt hatte ich überhaupt nciht mehr damit gerechnet es noch zu wollen.

Auf jeden Fall konnten wir dann noch nicht gehen, es gab erst noch eine Trauerfeier für Collin. Der hatte geholfen Elle zu retten und war dabei gestorben, darum wollte ich ihn auch irgendwie ein bisschen ehren.
Außerdem hab ich denen ehwieso nciht geglaubt, als sie der Elle angeboten haben zu gehen.

Der Kerl der uns zurück zu den Hütten holte fing wieder mit diesem Beziehungsmist an.
Leute checkt ihr das denn nicht, wir suchen uns so oder so einen Weg und wenn es keinen gibt, dann sind wir halt nur so zusammen. Wenn ich Elle sonst verletze renn ich halt schnell weg und hack nen Baum klein, mit den Händen oder so. Aber ich glaub nciht daran, dass ich der Elle sowas antun würde. Niemals nicht. Nein.
Einfach nein man.
Ich bestimmte was ich mache und was nicht. So war das und nicht anders. Naja manchmal wurde ich offensichtlich groß, haarig und wütend, aber auch dann bestimmte ich, wen ich zerriss, niemand sonst.

Sag mal, hatte denen eigentlich noch niemand gesagt, das ihre Köpfe, wo sie doch ständig vom Abreißen sprachen auch nicht irgendwie fester angewachsen waren als unsere?

Am Nachmittag hörten wir uns nochmal die Garougesetze von Summer an, aber irgendwie, war die nicht so die hellste. In ner Podiumsdiskussion hätte die Elle die sowas von platt gemacht. Über den Blinddarm wollte sie ans sterilisieren aber SUmmer hatte da keinen Plan von, auch von Verhütung nciht, mehr als Ficken udn Schwanz oder Eier, oh ja sie mochte Eier, hatte die dicksten überhaupt, schien ihr zu dem Thema nicht einzufallen.
Ziemlich arm. Mehr so wie irgendne obercoole Hauptschülerin oder so.
Auf jeden Fall bekamen wir dann direkt wieder Hausarest.
Megaeinfallslos.
Erst kuschelte ich mich an Elle, aber dann musste ich einfach ein bisschen Dampf ablassen und ging Holz hacken und irgendwann nach dem Essen mit Leif zu dessem Vater.
Warum waren die nicht einfach alle so cool wie Leif?

Der hatte sogar die Eier in der Hose sein Versprechen John gegenüber einzuhalten und sich bei seinem Arschlochvater zu entschuldigen, der sich zum ersten Mal halbwegs menschlich benahm.

Naja, egal. Dann würde Leif wohl hier bleiben, Kaitlyn wohl auch. Obwohl Händchenhalten und kuscheln verboten war. River schien mit der ganzen Scheiße ehe keine Probleme zu haben und schloss bereits erste Freundschaften mit den Mädchen vom Vorabend.

Dann dämmerte es endlich und die Vorbereitungen für die Totenfeier begannen. Elle und ich erwiesen Collyn kurz unseren respekt, heulten auch für den Troy und dann verdrückten wir uns ziemlich ungesehen.
Gut, dass die erstmal mit ihrem Ritualmist beschäftigt waren. Als Wölfe stahlen wir uns davon, ich fühlte mich so frei mit Elle, als wir erstmal die Werkstatt hinter uns gelassen hatten, ein Wolf werden war kein Problem.

Dann ging es durchs und ins und mit dem Wasser um unseren Geruch zu verbergen Richtung New Orleans.
Erstmal das Sparbuch zocken und dann mit dem Flugzeug nach Deutschland oder so. Mal schauen. Und aufpassen, die hatten gesagt wir wären gefährlich für Menschen.
Bei all der Scheiße, die die sonst so verzapft hatten, das glaubte ich ihnen ohne weiteres.

Aber die waren nciht nur gefährlich für Menschen, die waren auch gefährlich für Elle und mich. Also lieber nichts wie weg aus New Orleans.

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WtA: CoNO, Das Dorf der Verpilzten

Tischrunde 11.02.2012
Erzähler: U.
Spieler: Elle (Clawdeen), Kilian, River (Silverlocke), Leif (Kazul), Kaitlyn (Arva)

K…k…kalt. Frost. Was für ein beschissener Name. Warum konnte ich nicht Sommer oder Feuer oder friert nie oder hält alle in seiner Umgebung warm heißen.
Das hier hätte die beste Nacht meines Lebens sein können, und ich lag hier und fror, war schon wieder aufgewacht, anstatt glücklich mit meiner roten Elle im Arm zu schlafen.
Ich hatte sie im Arm, aber ich konnte es nicht genießen. Der Wald war eigentlich gar nicht so schlecht, aber mit Decken wäre noch besser gewesen. Oder ein paar Lammfellen. Die sehen so schön kuschelig und warm aus.
Ich wollte eigentlich Elle wecken, falls ich nochmal aufwachte.
Kaitlyn hatte sich an Leif gekuschelt, ich hatte sie, aber River war alleine.
Ich hatte mich zu ihm legen wollen, aber mein Unterbewusstsein hatte das wohl schon erledigt.
Wir lagen alle auf einem Haufen, dicht zusammen und trotzdem war es so verdammt kalt. Was soll das denn bitte? Sonne, komm raus? Bitte, bitte?
Aber ich hätte mich auch so zu ihm gelegt, notfalls alleine. Und wenn irgendwer was sagt, weil ich mich nackt neben nen anderen Kerl gelegt hatte, dann hätte es aufs Maul gegeben. Aber sowas von. Ich drückte mich noch ein bisschen enger an Elle.
Ein Königreich für eine Decke, es hätte so gut sein können. Aber es war nur k…k…kalt.

Als ich das nächste Mal aufwachte, schien die Sonne schon, komisch, aber gut. Nicht so gut war, dass ich nicht als erster erwachte. Ich hatte doch Elle küssen wollen. Das ging jetzt nicht, wenn alle zusahen, traute sie sich bestimmt nicht. River weckte mich und Leif, er erzählte was davon, dass es bald regnen würde.
Nicht schlecht, der war wohl auch öfter draußen, das gefiel mir.
Und er überließ es uns, die Mädchen zu wecken. Ich übernahm Elle, so konnte ich sie wenigstens ein bisschen kraulen, bis sie aufwachte.
Das hat er wirklich gut gemacht. Vielleicht wurde heute doch noch ein guter Tag.
Eigentlich hatte ich sie alle ein bisschen aufmuntern wollen, aber der Regen zwang uns zu handeln.
Also wuselten wir vorsichtig durch den Wald, River führte uns und wir folgten.
Ich hatte Elle die Hand gereicht und sie hielt sie fest, ganz fest.
Gut, dass sie sich immer bloß von hinten an mich drückte und gut, dass es kalt war.
Anders hätte ich die ganze Zeit ein dummes Grinsen im Gesicht gehabt.
Aber jedes Mal, wenn sie mich streifte oder ein bisschen fester drückte, musste ich dann doch grinsen.
Na, das konnte ja was werden in dem Jahr, dass ich hier sein würde.
Scheiße. Geschlafen. Nur noch 2 Tage und nen Krüppel, dann gehts schon nach Hause.
Scheiße.

Beim Laufen erzählte ich den anderen von meinem Brief an Elle, in dem ich von dem Selbstmordfelsen berichtete.
Ich sagte ihnen, dass wir wieder nach Hause gehen würden, und dass wir DNA besuchen würden um nach Kaitlyns Vater zu sehen.
Danach sprach erst mal keiner, aber in Kaitlyns Augen konnte ich sehen, dass sie einverstanden war, obwohl ich es mehr schlotternd als recht hervor gestammelt hatte.
Aber so durchgefroren und nassgeregnet konnte man echt nicht mehr erwarten. Ehrlich nicht.
Wir würden uns unser Leben nicht einfach umschubsen lassen, uns nicht entführen lassen und nicht hinnehmen, wenn man uns unsere Familien wegnahm.
Oder wenn mir jemand Elle wegnahm. Dann gabs Ärger! Elle sah das genauso. Sie drückte meine Hand immer fester und stimmte mir begeistert zu.
Sowas musste ich öfter machen, oh ja.

Aber mein Magen. Kein Mittagessen, kein Abendbrot, kein Nachtmahl mit Elle, kein Frühstück, wie sollte ich das nur durchhalten?
Boar, grummelte der, ging mal gar nicht.
Aber etwas abseits unseres Weges wuchsen ein paar Pilze, die sahen aus, als könnte man sie essen, ja. Endlich was für meinen Bauch.
Aber Elle machte sich Sorgen wegen der Pilze. Glaub mir doch, ich kenn mich aus, hier zwar nicht, aber der Pilz sieht echt essbar aus. Ganz wirklich. Aber erst, als die anderen das auch bestätigten, ließ sie mich gewähren. Ich probierte erst mal ein kleines Stück.
Schien okay zu sein, aber schmeckte scheiße. Mist. Ich biss die Zähne zusammen und ließ die anderen nicht sehen, dass ich eigentlich keinen Bock mehr auf Pilze hatte.
Aber gepflückt war gepflückt, und dann stopfte ich mir den Rest in den Mund, kaute die und schluckte sie irgendwie runter. Voll eklig.
Aber verschärft, zumindest für die anderen, hoffte ich.

Etwas später ein Aufschrei. Wir drehten uns rum und Kaitlyn war futsch. Dafür wackelte die Blumenwiese neben uns komisch, schöne große violette Blumen, bei denen ich sofort an Elle denken musste. Diesmal war es nicht Leif, der unüberlegt was unternahm, er war sogar ziemlich vernünftig. Nicht so wie River, er machte einen auf Leif und sprang einfach ins Wasser. Elle sagte mir, es wären Schlingpflanzen im Wasser, darum hielt ich Leif an den Beinen fest, damit er sich weiter nach vorne beugen konnte.
Aber River hatte eh fast alles im Griff.
Jetzt waren wir alle nicht nur nass vom Regen, sondern auch vom doofen Wasser unter den Schlingpflanzen.
Aber sie waren nicht nur schlecht. Leif hatte mir eine abgepflückt, die ich stolz Elle überreichte.
Für den Kopf und die Haare war sie wohl zu groß, aber dafür war sie ziemlich violett. Und das freute Elle, total verschärft.

Plötzlich rannte Kaitlyn einfach los. Alle anderen hinterher. Die Affenbande rast durch den Wald, aber wir sind alle von alleine kalt.
Dafür gabs da ein Haus, aus dem Rauch kam, und Rauch hieß: warm. Schon stürzte ich hinterher und zog Elle einfach mit mir mit.
Ein altes Ömerchen erwartete uns, gab uns Decken und glaubte mir nicht, was ich erzählte. Kein Wunder, wenn die anderen auch einfach irgendwas drauf los plapperten, ohne dass wir uns abgesprochen hatten, uns ne Geschichte, nen Plan erdacht hatten. Sowas blödes.
Hoffentlich dachte sie nicht zu viel drüber nach.
In der Küche, wo wir uns umschlungen von Decken aneinander kuschelten, gabs ne mega gut riechende Pastete. Eigentlich hatte es erst ausgesehen wie ein Apfelkuchen, aber da waren Innereien drin. Das war mir ne Nummer zu krass. Innereien waren nicht so mein Ding. Oder Elles, auch nicht Leifs oder Kaitlyns.
Mein Magen beschwerte sich lautstrak, vor allem weil ich River dabei zusehen musste, wie er sich über die Pastete hermachte. Ein Stück, noch ein Stück, er wollte den ganzen Scheißkuchen einfach aufessen.
Naja, verübeln konnte ich es ihm nicht, wenn das mal nen Apfelkuchen gewesen wäre, dann hätte ich locker auch einen oder zwei verdrückt. Also Apfelkuchen, und zwar ganze!
Aber obwohl ich ziemlichen Hunger hatte, ging es mir eigentlich ganz gut. Mir wurde langsam wieder warm, und Elle wollte nicht nur umarmt werden, sie wollte mit mir unter eine Decke. Hier in der Küche, direkt nebeneinander. Haut an Haut, von Decken umschlungen. Ich konnte den ganzen Tag hierbleiben und mit Elle hier rumsitzen.

Kaitlyn schien das nicht zu reichen und sie machte sich daran, die Küche zu durchforsten. Im Kühlschrank war fast alles schon abgelaufen, bis auf noch mehr Innereien. Aber da lag auch ein ordentliches Stück Fleisch, ein Steak.
Bevor ich noch wusste, wie mir geschah, war ich schon aufgesprungen, stand nackt vor dem Kühlschrank und stopfte mir nen Steak in den Mund.
Voll eklig, aber irgendwie auch gut. Um mich zu rechtfertigen redete ich irgendwas von Sushi, aber in echt war es mir unangenehm.
Nicht das rohe Fleisch, sondern dass ich es gut fand, darauf rum zu kauen.
Dann hatte Elle die erlösende Idee, um meinem Bauch etwas Gutes zu tun. Sie schnappte sich ne Pfanne, haute das Steak rein und briet mir das. Voll verschärft, Elle.
Wollte sie jetzt am liebsten dreimal hochleben lassen und danach küssen und nie wieder damit aufhören.
Hui, mir wurde ganz schwindelig, als ich ihr dabei zusah, halbnackt, nur mit einer Decke über den Schultern. Und, nein, ich hatte kein Fieber und keine Wahnvorstellungen von den Pilzen drüben. Aber es wäre ziemlich hilfreich gewesen, die nicht gegessen zu haben, sondern jetzt mit in der Pfanne zu braten, dachte ich, während ich mich auf das Fleisch freute und mich an Elle kuschelte, die es irgendwie trotzdem schaffte zu braten.
River aß noch immer die Pastete. Und Kaitlyn verdrückte sich mit Leif. Was die wohl vor hatten?

Aber irgendwas hier stimmte nicht. Die Oma war verschwunden, hatte einfach das Haus verlassen, das Telefon herausgerissen und oben saß ein Mann, der irgendeine Art stummen Anfall hatte. Kaitlyn und Leif wollten raus, mal in den anderen Häusern nachsehen. River ging nach oben, um nach Medikamenten zu suchen und Elle und ich stellten unten alles auf den Kopf.
Amerika war voll das Hindernis. Aber Elle war hier. Sollte ich das jetzt gut finden oder schlecht, also Amerika und New Orleans? So ein Mist.
DNA, Wolfsmonster und jetzt ein komisches verlassenes Haus ohne Telefon mitten in den Bayous. Irgendwas ging in Amerika ganz entschieden daneben.
Aber wir zwei waren hier gerade alleine unten.
Seize the day und so.
Also tippte ich Elle auf die Schulter, sie drehte sich zu mir um und ich schnappte sie mir. Wir hatten beide noch die Decken umgewickelt, sonst wäre es auf Dauer selbst im Haus zu kalt geworden. Mit meinen Armen zog ich sie zu mir, beugte mich zu ihr herunter und presste meine Lippen auf die ihren.
Einen Moment überlegte ich, ob ich den Mund öffnen sollte, aber dann zog ich meinen Kopf zurück, drückte sie eng an meine Brust und genoss einfach ihre Nähe.
Legte meinen Kopf auf ihrem ab. Meine rote Elle vom Mississippi.
Hab dich! Oder eher andersrum? Ach keine Ahnung.
Hauptsache wir standen hier so.

Dann rückte sie ein Stück nach hinten. Ach nein, bleib doch hier. Aber sie stellte sich auf die Zehenspitzen und gab mir ein Küsschen.
Beinahe wäre ich gegen die Decke gesprungen, und dann geradeaus übers Haus dreimal rum und hoch hinaus.
Aber danach kam es noch besser, sie fragte mich, ob wir das noch einmal versuchen wollten.
Oh, ja, ja, ja. So oft konnte ich gar nicht ja denken, so hoch konnte ich gar nicht fliegen.
Klar. Und dann pressten wir unsere Lippen erneut aufeinander. Aber dieses Mal küsste ich sie richtig, naja, halb. Aber es war trotzdem ziemlich gut.
Besser. Wie gut, behalte ich einfach für mich, dann konnte mir keiner den Moment klauen. Der gehörte nämlich nur mir und Elle, darüber muss man nicht schreiben.
Obwohl ich gerne ziemlich lange, also für immer, genau nichts gemacht hätte, musste ich daran denken, dass River oben alleine war.
Tut mir leid, Elle, aber wir konnten ihn da oben nicht so alleine lassen.
Also gingen wir nach oben und setzten uns vor den kranken Mann auf den Boden und neben River und sagten … nichts.
Betretenes Schweigen breitete sich aus, vermutlich wusste River nicht einmal, warum.

Dann kamen Leif und Kaitlyn zurück, und wieder einmal hatte er eine total verrückte Geschichte ausgegraben. Amerika, Mann, das glaubte man nicht.
Die Oma war natürlich wie vom Erdboden verschluckt. Telefone gab es nicht mehr und die Leute in den anderen Häusern waren auch platt. Genau wie alle Fahrzeuge. Wo gab es denn bitte sowas? Ich war kurz vor dem Ausflippen. Als ob der Donnerstag noch nicht genug gewesen wäre.
Also mussten wir hier weg, konnten uns nicht mal ein bisschen ausruhen, bevor wir zur Werkstatt gingen.
Schade, aber wenigstens hatten wir was im Magen und konnten uns hier auch ein paar Klamotten zusammen sammeln.
Was war hier nur los verdammt?

River blieb erstmal im Haus, wollte warten bis wir was gefunden hatten um hier abzuhauen. Kaitlyn und Leif sowie Elle und ich machten uns wieder auf um durch weitere Häuser zu schauen. Ich hatte zwar schon Schuhe von Leifs erster Erkundungstour bekommen und wir hatten uns Klamotten aus dem Kleiderschrank der Leute hier übergeworfen. Die Hose war etwas zu kurz, aber so ein offenes Hemd war irgendwie verwegen.
Zu Elle passten die Klamotten irgendwie so gar nicht, sie waren nicht schwarz und pink genug. Aber trotzdem lustig. Ob sie mal solche Sachen tragen würde, wenn sie älter wäre? Egal. Erstmal mussten wir Schuhe für alle finden, und ich wollte eine Axt haben oder ein Taschenmesser, nein besser ein richtiges Überlebensmesser. Leif sah mich komisch an, als ich ihm sagte er solle danach Ausschau halten, aber mal im ernst, besser als ein Schraubenschlüsel und draußen im Wald immer nützlich.

Elle und ich verschwanden zusammen im nächsten Haus, Kaitlyn und Leif im übernächsten. Auch hier war alles irgendwie benutzt und mittendrin wurden die Bewohner platt gemacht, lagen einfach nur noch so rum, ohne sich zu bewegen mit komischen Augen. Unten fanden wir Cowboystiefel und nen Hut, leider alles für Mädchen, sonst hätt ich mir die sofort unter den Nagel gerissen. Aber auch Elle passten die Stiefel nicht. Cowboy-Elle war definitiv cooler als Oma-Elle. Aber den Hut konnte sie aufsetzen, er war zwar weiß, aber mit einer Schere aus der Küche konnte man ein Loch reinschneiden um die Blume zu befestigen. Die mochte sie wirklich gerne, das heißt sie mochte mich wirklich gerne, was es ein wenig schwerer machte sich auf das ganze verlassene Dorf hier zu konzentrieren.
Ich meine, erst die Nummer im Krankenhaus, dann war ich ein megawolfsmonster das Menschen fraß, naja zum Glück eher zerfetzte als Fraß. Auf Menschenfleisch essen hatte ich nämlich mal voll keinen Bock. Und als ich vorhin nach dem Vollmond gefragt habe, schauen die mich alle an wie ein dutzen Trucks oder so. Also wie ein auto. Aber die haben Silber gesagt Leute, Silber! Nicht gehört? Klingelts? Nein? Nächste mal vielleicht, aber dann sind wir mal besser irgendwo im Wald und nicht an so nem Verarschungshaus.
Und jetzt waren wir hier, in einer statt, in der sich keiner bewegte, alle waren ko. Gabs bestimmt auch in irgendwelchen Filmen die ich nciht gesehen hatte. Verdammt ich musste mit Elle mehr DVDs gucken, ich war überhaupt nicht vorbereitet auf so ne scheiße hier.
Auf jeden Fall erstmal plündern, damit man was hatte und überleben konnte. Wer wusste schon wie schnell unsere WOlfsmonster-selbts so laufen konnten, wie weit wir noch laufen mussten bis wir irgendwo ankamen wo ma sich dann wirklich mal ausruhen konnte.
Während Elle mit dem Hut beschäftigt war ging ich schonmal hoch um mich dort umzusehen.
Boar man, Amerikaner. Außer den Leuten mit denen ich hier unterwegs war gingen die echt mal gar nicht. Die Frau, der das Cowboyzeug gehörte, war vielleicht ein paar Jährchen älter als ich und die lag da mit nem Kerl, der war mindestens schon fünfmal so alt. WIe eklig ist das denn? Schüttel. Ich bin ja mehr so für gleichaltrige Pärchen, zu viel Abstand war da einfach nicht gut. Ich war eher für Elle.
Schritte auf der Treppe, verdammt, ehm mit einem Rumms knallte ich die tür wieder zu. Und mit möglichst wenig rot im Gesicht versuchte ich ihr zu sagen, dass das nicht von Interesse war. Natürlich glaubte sie mri nicht, wieso auch, hätt ich auch nicht, war ja auch gelogen so halb. Aber ich wollte wirklich wirklich nicht, dass sie das sah, sonst würde sie mich vielelicht nie wieder küssen und das ging nicht. Also redete ich irgendeinen quatsch und lies sie einfach nicht rein. Nahm sie wieder mit runter.

Draußen trafen wir auf Leif und Kaitlyn und führten einen Partnertausch durch. Die Mädchen mussten weiter Schuhe suchen gehen, Leif und ich suchten Zeug das man gebrauchen konnte. Aber noch bevor wir was fanden, hörten wir Elle vor Schmerzen schreien. Wir mussten uns nichtmal ansehen, fuhren herum und stürmten in Richtung der Schreie. Elle war draußen auf der Veranda und hielt ein kleines Tentakelmonster im Arm, das einen voll ekligen Fangarm um ihren Hals geschlungen hatte.
Ich dachte kurz nach und schickte Kaitlyn dann nach drinnen um nen Messer, Feuerzeug und Alkohol zu holen, besser war das. Leif der Blödarsch schnappte sich einfach das Baby und riss es weg. Kann der nciht einmal nachdenken bevor der was macht? Natürlich riss das Monsterbaby den Hals von meiner Elle auf und da wurde die erst richtig rot. Im ersten Moment spritzt überll Blut rum. Leif wenn du meine Elle platt gemacht hast, hau ich dich kurz und klein. Für sowas brauchte man übrigens ne Axt Leif, für kleine tentakelige Monster. Hilfe man, ich will nach Hause. Amerika ging gar nicht.
Aber dann legte sich auch schon so ein ekliger blauer Schleim auf die Wunde. Ein bisschen so als ob der lebendig wäre. Kurz blickte ich zu Leif herüber und wir dachten das Gleiche. Blauer Schleim auf dem Hals von meiner Elle war nicht okay. Ganz und gar nicht. Ich zog mir mein noch immer nicht zugeknöpftes und jetzt wieder nasses Hemd aus um damit den Schleim abzuwischen. Elle wusste gar nciht wie ihr geschah und die Wunde sah ziemlich mies aus. Schon bevor ich sie das erste mal berührte begann sie wie am Spieß zu schreien und als ich dann anfing wurde es nicht besser. Leif trat hinter sie und hielt sie fest, damit ich sie von dem blauen Ekelschleim befreien konnte. Tut mir leid Elle, tut mir verdammt leid. Aber blauer Schleim der da auf deiner Wunde rumglibberte war nicht cool, wir mussten den einfach wegmachen. Für dich.

Elle war über ihre Wunde und die Behandlung mehr als unglücklich. Dann plötzlich wird sie viel größer, mit einem lauten krachen explodierte sie. Das Krachen kam von der Kleidung, die die Verwandlung einfach nciht mitmachte. Mehr als ein „Fuck“ brachten weder Leif noch ich raus, bevor die Wolfsmonstermega-Elle herumfuhr und mit ihrer Pranke nach Leif schlug. Der war zum Glück abgedüst wie ein Hundert-Meter-Lüfer zurück nach drinnen.
Mehr als beunruhigt und mit mehr als wackliger Stimme wich ich nur ein paar Meter zurück und redete dabei sanft auf Elle ein, versuchte sie zu beruhigen.
Hoffentlich mochte sie mich auch jetzt genug um kein Schaschlik aus mir zu machen.

„Mit mir kochen, weißt du noch? Nicht mich kochen“

Elle beruhigte sich ein wenig, war aber immer noch locker nen Meter größer als ich, ziemlich wolfig und ziemlich bepelzt. Wenn sie nicht so wütend ihre Zähne gefletscht hätte, hätte ich mich gerne an sie gekuschelt und den lustig braunschwarzen Fleck auf ihrem Rücken gestreichelt. So blieb ich aber lieber erstmal auf Abstand.
Hoffentlich passierte sowas niemals in der Schule oder so. Aber langsam bekam ich eine genaueere Vorstellung von dem Gendefekt, den die bei DNA wohl gemeint hatten. Stress. Hatten wir hier definitiv. Jederzeit, sowieso. Lebensgefährlich, auch aber wohl nicht für die Wolfsmonster.
Ele konnte nicht mehr sprechen, musste mich ganz auf ihre Augen, Ohren und ihr dunkles knurren verlassen. Hätt ich mal besser nen Hund gehabt, ob ich sie dann wohl verstanden hätte?

Nur Momente später klirrte es und die alte Oma kam durchs Fenster auf die Veranda geflogen. Ein Stück von ihrem Kopf fehlte und und überall spritzte Blut rum, als sie aufschlug. Ein kalter Schauer lief mir den Rücken herunter. Durch das Haus stürmte noch so ein Hammerwolf auf uns zu, das musste dann wohl Kaitlyn sein. Ich war hier, River ganz woanders und Leif versuchte gerade aus dem Weg zu hechten um nicht zwischen zwei Monstern gefangen zu sein.
Und ich stand hier und konnte den Blick nciht von der Oma lassen. Wenn man gerade den Kopf agberissen bekam, also so richtig echt jetzt und alles vollsiffte mit seinem Blut und was da sonst noch für ekliges Zeug aus ihr herauslief, dann hatte man mich gefälligst nicht mehr anzuschauen.
Aber es war auf eine so widerliche Weise faszinierend, dass ich meinen Blick nicht abwenden konnte.
Auch nicht, als sie blinzelte, mit Augenliedern wie Menschen sie gar nicht hatten. Hilfe?

„Elle? … bitte … mach das weg?“

Mehr brachte ich nciht hervor, so gefangen war ich von ihrem Anblick, wie eine Maus die eine Schlange anstarrte, hoffentlich machte es gleich nciht habs. Dann war der Kilian weg. Einfach so, in einem Scheißhaus, mitten in einem Scheißwald mitten in Scheißamerika.

Aber bei meiner Elle.
Die schnappte sich auch gleich die Oma, hob sie auf Augenhöhe und dann war Kaitlyn da. Sie hatte etwas länger gebraucht, als 3m großer WOlfsgorilla war das so eine Sache mit den Türen. Sie holte aus, schlug zu und fetzte der Oma den Kopf weg.
Für ein „Fuck“ hatte ich keine Luft mehr.
Es gab ein ziemlich ekliges Geräusch, als Elle den halt verlor und den Hals zusammenquetschte, aber trotzdem rutschte ir die Oma aus der Hand. Sie schlug mit einem absolut ekligem Geräusch auf den Boden auf.
Das werde ich niemals vergessen, irgendso eine Mischung aus nassem Reissack und was zerbrechlichem. Ein Geräusch bei dem man wusste, dass man Scheiße gebaut hatte.

Ich schaute dem Blut nach, das an mir herablief, als meine ganze Wut auf das bekackte Dorf hier aus mir herausplatzte. Nicht sehr angenehm, wenn die eigene Wut einfach rauswollte. Fühlte sich an, als ob alle Knochen gleichzeitig zerbrochen wären, alles verdrehte sich, war irgendwie falsch und dann…

War ichauch wieder so ein Wolfsbiest. alle Klamotten natürlich hin, auch die Schuhe, aber darüer ärgerte ich mich nichtmal.
Ich war wütend, einfach nur scheiße wütend. Die Oma verarschte uns, haute einfach ab, das Baby tentakelt meine Elle an und riss ihr den Hals auf und es war nicht einmal wer hier dem man dafür die Schuld geben konnte.
Leif und ich brüllten unsere Wut darüber in den Himmel. Dann sahen wir uns an.
Das Tentakelmonster war hier gewesen. Es war nur klein, aber es war geflohen.
Das würde Ärger geben.
Schnüffelt begannen wir seien Spur aufzunehmen und es durch den Garten zu verfolgen. Wo es sich auch versteckt hatte, wir würden kommen und es holen. Jetzt waren wir die Scheißmonster hier und ihr… die Opfer. Blödes WOrt, mag ich eigentlich nicht.

Mit einem Blick über dei Schulter versichere ich mich, dass alle da sind, irgendwie fehlte mir jemand.
Aber River war auch gekommen, er hatte die Schreie der Mädchen gehört, unser Büllen und war gekommen. Aber er war noch kein Wolfsmonster.
Bleib bei uns, dann passen wir auf dich au, du gehörst dazu, wollte ich sagen.
Konnte aber nur dunkel grollen. So war das also gewesen, eben.Dann nickte ich einfach mit dem Kopf hinter Leif her und setzte mich in Bewegung. Er musste rennen um mit uns Schritt zu halten, aber er hatte verstanden.

Ich versuchte zwar die Babyspur aufzunehmen, aber meine Nase war viel zu abgelenkt. Jetzt wo die nämlichso wolfsschnauzenmäßig empfindlich war, musste ich die ganze Zeit Elle riechen.
Die Roch wirklich gut. Wäre ich nicht so stinkwütend gewesen, hätte ich mich wohl auf sie geworfen und mit ihr gerangelt und gekämpft um mehr von ihr riechen zu können. Zum Anbeißen.

Elle lies sich nicht so leicht ablenken, sie führte uns zelstrebig auf einen immer beißender werdenden Gestank zu, bis wir schließlich vor einer Lagerhalle standen. Ohne groß zu überlegen wirf Elle sich dagegen und bricht das Tor auf.
Ehelle vor, noch ein Tor. Ja man, krach.

Der Gestank kam wirklich aus der Lagerhalle, von einem Haufen Fässern am hinteren Ende. in den Fässern war irgendeine eklige Scheiße, die gerade von anderen Monstern gefressen wurde.
Da standen drei Viecher und stopften sich mit abartigen Chemikalien voll, einfach so.
So wie die aussahen, mussten die einfach an der ganzen kacke Schuld sein.
Elle setzte sich langsam auf den vorne links in Bewegung. Der hatte ziemlich viele Hörner und auf seiner Schulter saß das Tentakelviech. Baby. Was auch immer. Rache für Elles Hals. Sofort stürmte ich los, galoppierte auf diese Freaks zu.
Leif und ich waren wieder einmal gleicher Meinung, auch er wollte seine üble WOlfsmonsterfrustlaune an denen da auslassen und bei dem was hier so abging geschah denen das nur recht.
Leif hielt auf den rechts zu, der hatte jede Menga kleine tentakeln und sah irgendwie stinkig aus. Blieb also nur noch der letzte ganz hinten für mich, so ein schleimschlabberiger Ekelkopf. Und das Problem irgendwie an Elle und Leif vorbei zu kommen.
Ich sprang auf ein Autodach, das etwas neben Elles Weg hier in der Halle geparkt war.
Das Metall ächtzte und es gab ne ordentliche Beule, ich schien ziemlich schwer zu sein. Es kreischte regelrecht, als die Klauen an meinen Füßen halt suchten, damit ich mich wieder abdrücken konnte.
Mit einem rumms landete ich vor Elle und stürmte auf die Fässer zu. Über die würde ich auch einfach drüberspringen und dann gab es Schleimbrei oder so.

Aber soweit kam ich gar nicht, der Hörnermann rammte mich von der Seite und schlug mir seine Wildschweinhauer voll in die Seite.
Ein stechender Schmerz durchzuckte mich und ich konnte zwischen den ganzen Chemikalien hier was Metallisches riechen. Das muste dann wohl mein Blut sein.
Das Tentakelbaby war in der zwischenzeit der Elle ins Gesicht gesprungen die mir zur Hilfe geeilt kam.
Leif hatte den Tentakelkerl erreicht und mit nur einem Prankenhieb machte er ihm den gar aus. Er hinterlies eine Riesenwunde und brachte den Typen ordentlich ins schwanken. Ganz schön zäh diese Chemikalienfressenden Mutanten, dachte ich mir, als ich das Hörnervieh biss.
Tut mir leid Elle, der hat angefangen, den kann ich nicht für dich lassen. Jetzt ist er markiert, und gleich ist er tod.
Schien Elle nicht zu stören, die war ehwieso gerade damit beschäftigt das Tentakelvieh aus ihrem Gesicht zu reißen und es platt zu machen. Dann setzte sie dem Hörnervieh zu ud verfehlte es.
Drüben bereitete Leif dem Tentakelmonster ein Ende, das dabei aber immer wieder eklige Stinkwolken ausstieß, die Kaitlyn und mir ziemlich zusetzen. Mir wurde sofort schlecht und ziemlich schwindelig.
Trotzdem lies ich mich nicht abhalten und hieb mit meinen Klauen auf den Hörnermann ein, der wieder versucht hatte mich zu beißen, aber irgendwie nicht durch mein Fell gekommen war. Diesmal erwischte ich ihn richtig gut, an der Hüfte. Seine Beine standen noch einen Moment und sackten erst zusammen, als der Oberkörper schon gegen die Wand knallte.

Ich fuhr herum, der Schmerz in meiner Seite machte mich rasend, ich wollte meinen ursprünglichen Plan fortsetzen und mich auf den vollgeschleimten Mutanten stürzen, aber irgendwie ging das gerade alles nicht mehr so gut. Statt einfach über die blöden Fässer zuspringen, lief ich voll dagegen und blieb erstmal verdattert stehen. In der Zwischenzeit rutschte Kaitlyn aust und lag vor dem Schleimmonster auf dem Boden.
Aber bevor ich mich wieder zusammen rappeln konnte um mich auf ihn zu stürzen waren Leif und River schon um ihn herum und auch Kaitlyn erhobsich wieder. Zu dritt würden sie den einen wohl in handliche Stücke reißen. Wütend darüber, dass bei mir gerade alles so schief ging, warf ich mich in einen Haufen Kisten und zerschmetterte die ein oder andere, als ich ein Wolfsgeheul in der Ferne hörte.
Der Schleimkerl war ziemlich stabil und die anderen mussten ihn förmlich in Stücke hacken, bevor er endlich liegen blieb, nicht bevor er eines der Fässer umwerfen konnte und sie alle mit Säure verbrannte.
Na toll. Verdammte Mutanten.

Ich bezog einen Posten am Scheunentor und heulte den Wölfen entgegen. Mein Geheulwar nciht so schön wie ihres, und machte auch überhaupt keinen Sinn, aber sie würden schon merken, dass wir hier waren. Elle bezog einen Posten neben mir und stimmte in mein geheul mit ein und die anderen kamen auch nach und nach aus der Lagerhalle getrottet.
Das war richtig gut gewesen, befreiend. Ich war nicht mehr halb so wütend wie eben noch und Rieb meine Flanke zufrieden an Elle. Die Bisswunde schmerzte und ich schmierte sie auch ein bisschen voll, aber das war nicht so wichtig.Jetzt war ales gut.

Leider nicht so ganz. Ich hatte dieses doofe Mistzeug von dem Tentakelspinner eingeatmet und das machte jetzt irgendeine Scheiße in mir. Och menno.
Wie Kaitlyn musste ich mich vor Schmerzen krümmen und am Boden zusammen rollen. Ich bekam nichtmal richtig mit wie scheußlich ich stank oder wie River davonstürmte um die Wölfe zu holen. Die konnten uns bestimmt helfen.
Obwohl ich wirklich ekelerregend roch, lange nicht so gut wie Elle vorhin, blieb sie bei mir. Half mir das komische Zeug, dass jetzt auf mir wuchs abzukratzen und fuhr mir mit ihren Klauen vorsichtig durch mein dunkles Fell.
Ich konnte nur grummelig Stöhnen und musste die Zähne zusammenbeißen und die Fäuste ballen, mir meine spitzen Klauen in die Handflächen bohren um nicht vor Schmerz zu winseln.
Aber ich würde hier nicht winseln. Nicht vor Elle.

Dann kamen die Wölfe an und wurden zu einem Haufen Männer. John, und noch mehr, unter anderem wohl Leifs Vater und noch ein dritter.
Um Kaitlyn kümmerten sie sich sofort, aber dann mussten sie sich erstmal mit Leif unterhalten und wundern wo wir alle herkamen.
Wollten sie testen wie lange ich da rumliegen konnte?
Was sollte der Scheiß?
Hei, ich war auch da?
Mit allerletzter Kraft sprang ich nochmal auf und brüllte wütend wie ein Gorilla, der sein Revier verteidigte oder so ähnlich.
Hätte ich wohl nicht gebraucht, der Kerl mit dem Stock, der Kaitlyn geholfen hatte, war schon unterwegs zu mir, redete irgendwas, machte was mit seinem Stock und dann ging es mir gleich viel besser. Langsam hörte ich auf zu stinken und als Elle mir das nächste mal das Pilzgeflecht aus dem Fell riss, wuchs es nicht wieder nach.
Ich schüttelte mich und warf ihr einen dankenden Blick zu.
Mann so war das gleich viel besser.

Den Menschen hier im Dorf konnte man wohl nicht mehr helfen, die würden alle mutieren oder so ähnlich darum mussten die erstmal alles platt machen hier. Und weil Collin gestorben war, der Vater von dem anderen Jungen, den wir im Wald begraben hatten. Sie waren wohl Freunde gewesen.
Ich wollte zeigen, dass wir auch zu was gut waren und man nciht nur fragen musste warum wir auf einmal da waren und so stürmte ich auch auf ein Haus zu um es ordentlich zu demolieren. Brüllend lies ich meinem Zorn freien lauf und tobte mich so richtig aus. Kaitlyn folgte mir sofort, die anderen etwas später.
Erst als nur noch Ruinen übrig waren hielten wir inne und liefen den anderen in den Wald hinterher.
Es dämmerte schon langsam, als wir dort ankamen.
Sie versuchten uns zu beruhigen und redeten auf uns ein, wie man auf nen wilden Hund einredete oder so, aber das tief ein und ausatmen half wirklich, bis wir schließlich alle wieder kleine Teenager waren.
Nackt. Warum waren die eigentlich nicht nackt? Die hatten sich doch auch verwandelt. Unfair.
Kaitlyn hatte etwas länger gebraucht, aber dafür bekam sie jetzt auch gleich das T-Shirt von Leifs Vater. Der hatte es für Leif ausgezogen, aber Leif hatte es nicht behalten sondern wie es sich gehörte an Kaitlyn weitergegeben.
Ich hate nichts zu anziehen für Elle, aber irgendwoher hatte sie die lila Wasserlilie. Ich musste grinsen.
Und dann bekam sie auch noch nen T-shirt von John.
Danke John.

Die Kerle wollten mit uns zurück zu ihrer Werkstatt, die von den Schäferwölfen, nein vermutlich von ihnen selbst bewacht worden war. Das waren bestimmt Jan und John gewesen die beiden Wölfe. Das heißt wir konnten nicht nur zu Monstern werden sondern auch zu normalen Wölfen?
Klaro hatten die ja vorhin demonstriert, ich wollte gerade fragen wie das ging, als siich alle in Bewegung setzten und einer uns erklärte wir sollten einfach loslassen, frei sen, einfach rennen.
Der hatte gut Reden, Mann. Klappte natürlich nicht, war immer noch zu kaputt von vorhin, zu beschäftigt mit dem ganzen Zeug dass ich gesehen hatte, allem was hier passiert war. River und Leif fluppten sofort in die Wolfsform und rannten davon, Kaitlyn, Elle und ich konnten irgendwie nicht.
Wir joggten und joggten und das war ziemlich anstrengend. Loslassen war sowas von nicht drin.
Aber dann schlug der Kerl mit seiner flachen Hand auf Kaitlyns T-Shirtigen Hintern, da bekam sie einen solchen Schreck, dass sie zum Wolf wurde.

Bevor er gucke konnte brachte ich ein würtendes „Nicht mit mir,“ hervor. Trotzdem holte er langsam aus.
Wennd er Elle angefasst hätte, dann hätte es was gesetzt.
Knurrend sprang ich dazwischen. Huch, was war den jetzt los, ich war zum Wolf geworden.
Elle auch.
Gerettet.
Siete an Seite rannten wir hinter den Wolfsfreunden von Leifs Vater ichtung Werkstadt, bis wir die vielen Lichter New Orleans vor uns erblickten.
Bald würden wir zu Hause sein Elle.

Das heißt du.
Abend hieß, der Samstag kam.
Der Samstag war mein letzter Tag hier, am Sonntag musste ich fliegen.

Trotz der ganzen abgefuckten Scheiße hier, trotz DNA wollte ich hierbleiben. Im verrückten Amerika, wo ich ein Wolf war und ein Dorf voller Mutanten platt gemacht hatte. Ich wollte Elle nicht alleine lassen, wollte ihr Deckel sein und mir ihr kochen, aber ich wollte mich auch von den anderen nicht trennen.
Leif und ich waren ein Superteam, River komisch aber trotzdem irgendwie sympatisch. Außerdem kannte der sich mit der Natur hier aus, da konnte ich noch was lernen und Kaitlyn war auch irgendwie witzig. In einem Moment voll die Tussi und im nächsten Moment warf sie irgendwem nen Teller vollmit Nudeln ins Gesicht oder hackter einer Monsteroma den Kopf ab.

Ganz ohne Axt.
Ich wollte auf jeden Fall in New Orleans bleiben.

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WtA: CoNO, Erste Verwandlung

Tischrunde 21.01.2012
Erzähler: U.
Spieler: Elle (Clawdeen), Kilian, River (Silverlocke), Leif (Kazul), Kaitlyn (Arva)

Es würde eine harte Woche werden nach dem ganzen Spaß in der letzten. Ich würde zur Schule gehen, in den Ferien, und hatte auch noch ne Schweinekohle dafür gelatzt. Voll das Hindernis.
Früh aufstehen, hastig frühstücken und dann ab zur Schule.
Mit einem ekligen, vollen, stinkenden Schulbus. Ich wollte ein Fahrrad. Ob wir mir fürs nächste Jahr ein Fahrrad besorgen konnten?

Zu allererst gings ab ins Sekretariat. Hier in der Schule übernahm Elle die Führung, sie wusste, wos lang ging, was man machen durfte und was nicht. Ich wollte auf jeden Fall im Sommer wieder kommen und hier mit ihr zur Schule gehen. Also steckte ich die Hände in die Hosentasche, setzte mein Was-auch-immer-Gesicht auf und ließ alles klaglos über mich ergehen. Hier und da hätte ich gerne mal mitgemischt, aber ich sah immer zuerst zu Elle und checkte ab, ob ich mich mal aus dem Fenster lehnen durfte oder lieber nicht. Meistens war es ein „oder lieber nicht“. Ob die hier wirklich so streng waren, oder war das „oder lieber nicht“ nur Elles Streberselbst?
Ich musste eine weitere Million von Zetteln angucken und ausfüllen für den Austausch später, voll das Hindernis.
Heute war der Tag der neuen Leute, im Sekretariat war noch ein Neuer, der würde aber länger hier bleiben, denk ich mal, also nicht erst mal nur ne Woche. Ziemlich schüchternes Kerlchen, als Mädchen hätte man graue Maus oder Mauerblümchen gesagt, gab es so ein Wort auch für nen Kerl?
Naja, auf jeden Fall hatte er coole Klamotten an und Hammersandalen. Authentisch. Nicht so angepasst. Ich mag authentische Leute, jetzt musste er nur noch dazu stehen oder so, aus sich herauskommen.
Elle sollte sich um ihn kümmern und sie checkte auch sofort den Stundenplan ab. Sofort alles voll durchorganisiert schleppte sie uns beide gleich in den Matheunterricht zu Mr. Drake.
Montagmorgen, erste Stunde Mathe, Traumstart, um nicht zu sagen: Voll das Hindernis.

Im Matheunterricht gabs dann gleich noch mehr neue Leute. Also für die anderen, für mich war hier sowieso jeder neu, also außer Elle, deswegen zählte das nicht. Perspektive und so.
Ein reicher Schnösel und ein verwegen aussehender Kerl namens Leif. Die neuen Schüler setzten sich irgendwo nach hinten, ich blieb an Elles Seite und musste ganz vorne sitzen. Voll das Hindernis.
Ich meine, ganz vorne konnte man gar nichts sehen außer den Unterricht, und wer will schon Matheunterricht sehen? Montagmorgen ehwieso nicht. Naja, dann würde ich mir die anderen Leute später anschauen.

Später in der Mittagspause saß ich mit Elle am Tisch. Es schien hier so eine Art Reviere zu geben und ich musste mir keines erkämpfen, sondern durfte bei Elle sitzen. Ist nicht das beste Revier, würd ich mal sagen, aber allemal gut genug für mich.
Während wir so da sitzen, zeigt sie mir die verschiedenen Leute und erklärt, wer wer ist.

Aber dann ging die Post ab. Plötzlich wurde es immer stiller und alle beobachteten die Cheerleader und die Neuen. Schade, dass wir keine Cheerleader an der Schule hatten, definitiv ein Hingucker. Kaitlyn, die auch in Elles Klasse war, zoffte sich gerade um ihr Revier oder so mit ner anderen Cheerleaderin. Die eine ging gar nicht, aber Kaitlyn sah ganz nett aus, bis auf, dass da irgendwie was fehlte, so das gewisse Etwas oder wie sagt man noch? Dafür war die auf jeden Fall mal total verschärft drauf, hat so nem Footballochsenweichei nen ganzen Teller Nudeln in die Fresse gehauen und die Nudeln waren überall, haha.
Das hätte ne gute Massen-Essensschlacht geben können, aber Elle zuliebe blieb ich hier sitzen und machte nichts weiter, als mir die Gesichter der Beteiligten zu merken. Der Schnösel und Leif waren auch dabei. Leif wusste definitiv, wo die Party abging, zumindest sah er so aus.

Ich hätte gerne mit ihnen geredet, aber die waren schneller im Büro des Direktors, als man Schulregeln sagen konnte.
Gut, dass ich nicht mitgemacht hatte, die Drei wurden für die Hälfte der Woche aus der Schule suspendiert, an ihrem ersten Tag hier. Verschärft. Aber ich wollte noch mal wieder kommen und die würden mich sicherlich nicht nehmen, wenn ich hier sowas abzog. Für mich galt hier ja keine Schulpflicht oder so, die konnten mich einfach abschieben und dann gäbe es keine vier Jahreszeiten mit Elle.
Also zusammenreißen und ruhig verhalten. Hände in die Hosentaschen und das Hindernis aussitzen.

Dienstag, Mittwoch ging gar nichts. Alle waren immer noch damit beschäftigt, sich über die Hintergründe der montäglichen Essensschlacht den Mund zu zerreißen.
Kaitlyn war jetzt wohl nichtmehr mit ihrem Football-Ochsen zusammen. Richtig so. Weiß gar nicht, was die alle mit dem Spiel haben. Ich meine, besser als Fußball war es allemal. Aber es gab noch so viele andere noch bessere Sachen. Schade.
Zu Hause alberten Elle und ich immer wieder rum. Nur zuhören oder Briefe lesen und beim Hausaufgaben machen zuschauen wäre mir definitiv zu langweilig gewesen.
Aber ich piekste und kitzelte sie nicht nur, wir gingen auch noch mal tanzen, das machten wir alle paar Tage und dazwischen hatten wir eifrig geübt. Bevor ich wieder nach Hause musste, wollte ich gut genug jiven können, um einmal in der Mitte zu tanzen. Also für Elle, weil sie das gerne wollte. Mir reichte einfach tanzen. Beim Laufen oder so guckte ja auch keiner zu. Das machte ich für mich, nicht um irgendwelchen lahmen Leuten irgendwas zu zeigen. Einfach um zu gucken, wie weit ich hüpfen konnte, wie weit ich mich abrollen konnte, wie weit ich gehen konnte.

Trotzdem ist ab sofort Mittwoch mein Lieblingstag.
Also irgendwann mal hatten Elles Eltern so einen dämlichen Fragebogen ausgefüllt. Mann, seit den ganzen Austauschfragebögen kann ich die Dinger sowas von nicht mehr sehen. Und deswegen musste sie jetzt zum Arzt, wegen irgendeinem Gendefekt.
Und wenn schon. Elle war cool. Und wenn ein Defekt daran Schuld war, dann sollten sie besser mal herausfinden, wie man diesen Defekt bei anderen Leuten auch einbaut oder so, anstatt sie damit fertig zu machen. Sie hatte daran ganz schön zu knabbern. Ich konnte und konnte sie nicht aufmuntern. Sie wehrte sich nicht, wenn ich sie kitzeln wollte, reagierte nicht, wenn ich sie piekste. Nichts.
Scheiß-Arzttermin, voll das Hindernis.
Aber so wird man kein Lieblingstag.
Als ich schließlich nicht mehr wusste, was ich noch tun konnte, legte ich mich einfach neben sie aufs Bett.
Sie war ziemlich fertig wegen des Arzttermins, also sagte ich ihr, dass ich mitgehen und auf sie aufpassen würde. Für mich war das die ganze Zeit klar gewesen, für sie irgendwie nicht.
Sie robbte zu mir rüber, drehte sich zu mir und legte mir ihren Kopf in meine Achsel. Gut, dass wir heute nicht tanzen waren, sonst wäre sie direkt wieder gegangen.

Meine linke Achsel ist ab jetzt übrigens heilig. Und Mittwoche gleich mit. Gut, dass sie ihren Kopf nicht auf meine Brust gelegt hat, sonst hätte sie gehört, wie mein Herz explodiert ist.
Das war so nicht geplant. Ich war extra vorsichtig, hab gar nichts gemacht, weil ich sie nicht erschrecken wollte. Bin einfach nur ein Kilian gewesen, der halt etwas mehr gegrinst hat als sonst. Ging auch gar nicht anders, wenn die Elle dabei war und gute Laune hatte, musste ich einfach grinsen. Einfach nur Kilian hatte wohl schon gereicht, so ganz ohne Plan. Ziemlich cool.

Am Donnerstag in der Mittagspause wollte ich dann mal mit Leif und Kaitlyn sprechen, aber Elle hatte noch was mit dem Lehrer zu bereden, und als wir endlich rauskamen, waren alle schon weg. Voll das Hindernis, morgen musste ich besser aufpassen, das war mein letzter Tag mit Schule. Sonst mussten wir gucken, ob man sich irgendwie am Samstag noch treffen konnte oder so. Ich würde da diesmal länger wach bleiben, dann am Sonntag im Flugzeug schlafen und dann wieder Schule. Ohne Elle. Das würde irgendwie viel langweiliger werden. Ich würde sie vermissen. Gut, dass Sommerferien und Osterferien nicht so weit auseinander liegen. Ob ich meine Achsel wohl doch noch waschen sollte, bevor ich wieder herkam? Ich war mir da noch unsicher.

Am Nachmittag fuhren wir dann zu diesem dämlichen DNA-Krankenhaus, wo Elle untersucht werden sollte.
So ein Krankenhaus hatte ich im Leben noch nicht gesehen. Auf der anderen Seite sollte ich ihnen irgendwie dankbar sein, immerhin hatten sie mir zu meiner heiligen Achsel und meinem neuen Lieblingstag verholfen.
Ich versuchte sie aufzumuntern mit Gerede über Hochsicherheit und Zombieseuchen. Da hatten verschiedene Leute in der Schule mal drüber gesprochen. Also Zombiefilme. Ich guckte ja nur Tiersendungen.
Elle stand offensichtlich auch nicht auf Zombies und schon gar nicht, wenn sie selber einer wurde. Auf jeden Fall wurde sie nicht glücklicher.
Wir wurden eingelassen wie in ein Polizeirevier. Die Aufzüge waren auch megasicherheitsmäßig, man konnte sie nur mit Schlüssel bedienen und alleine gar nicht fahren. Da half auch die Rieseneingangshalle nicht, nach oben offen, so dass man den Himmel sehen konnte. Und auch dieses Wartezimmer. Grauenvoll. Es war so offensichtlich darauf eingerichtet zu beruhigen.
Ich meine, man kann nicht jemanden wegen eines harmlosen Gendefekts in ein Krankenhaus bestellen und dann megaviele Sicherheitsleute haben und ein Haus, das nem Militärstützpunkt oder Polizeirevier gleich kommt. Sowas ist nicht beruhigend. Überhaupt nicht.
Arme Elle.
Und ihre Mutter, die fraß das alles. Meine hatte mir beigebracht, dass man Ärzten nichts glauben darf, immer nachfragen muss und nichts einfach mit sich machen lassen sollte.
Da war das eine Mal, da war sie beim Frauenarzt, wegen einer Mammographie. Und sie war extra bei einer Frau gewesen und dann sollte da noch irgendwas anderes gemacht werden und dann wollte eine Krankenschwester, dass sie nochmal abgetastet wurde, von einem Mann und so. Dämliches Ärztezentrum. Hat sie natürlich nicht mit sich machen lassen. Sowas Dämliches.
Naja, dann kam die Krankenschwester und holte Elle. Wenn ich gewusst hätte, wie sehr sie Elle holte, dann hätte ich das Seramis schon da benutzt.
Wir versuchten, zusammen in die Untersuchung zu kommen. Und wie sehr die sich sträubten. Eigentlich hätten wir gleich wieder nach Hause gehen sollen. Leider sah Elles Mutter das Ganze etwas anders.
Und so musste Elle ganz alleine in die Untersuchungsräume. Ich jonglierte mit Seramiskügelchen, füllte einen dämlichen Fragebogen aus. Elle hatte gesagt, wir wären verwandt und deswegen könnte ich auch en Gendefekt haben.
Scheiß Fragebogen. Scheiß Untersuchung. Verficktes DNA.
Als ich fertig war, den Fragebogen mutwillig widersprechend auszufüllen und es immer noch 100 Jahre dauerte, die sie Elle untersuchten, bastelte ich mir Boomerangschwalben und übte sie zu werfen. Elles Mutter gefiel das gar nicht.
Mir gefiel gar nicht, wie sie sich von den Leuten hier behandeln ließ. Ich meine, das war ja eigentlich gar nicht meine Elle, sondern ihre. Sie hätte noch viel mehr Theater machen müssen als ich.
Das machte sie dann auch, als sie wiederkamen. Aber auf die völlig falsche Art und Weise.
Elle war k.o.
Die redeten irgendwas von gefährlichem Gendefekt und plötzlichem Sterben durch Stress und lauter Latein. Mann, immer wenn ich es mit Ärzten zu tun hatte, wünschte ich, ich könnte Latein und kein Französisch, aber man konnte nicht alles haben.
Auf meine Fragen reagierten die gar nicht richtig und erzählten nur weiter irgendwelche Sachen.
Elles Mutter glaubte denen alles und brach in Tränen aus.
Ich auch beinahe. Aber meine waren weniger verzweifelt als ihre. Meine wären eher wütend gewesen.
Scheißarschlöcher.
Selbst wenn sie irgendwann tot umgefallen wäre, hätte man zumindest vorher mal darüber sprechen können, ob man sie einem Risiko aussetzt, das sie tot umfallen lässt.
Verfickte Arschlöcher.
Wir sollten uns jetzt einfach so verdrücken. Elle zum letzten Mal gesehen, hinter Dutzenden von Scheiben angeschlossen an tausend Maschinen mit Kabeln überall. Voll das Hindernis.
Ich bestand darauf, noch mal zu ihr gehen zu dürfen, mit ihr zu reden. Arme kleine Elle. Jetzt kannst du dich gar nicht mehr in meine heilige Achsel legen.
Nicht mehr jiven, nicht mehr im Badekleid schwimmen gehen und keine doofen Stammbäume mehr basteln.
Aber warum bist du eigentlich nicht zu Weihnachten tot umgefallen? Warum jetzt? Irgendwas stimmte doch da nicht. Wenn das stressbedingt hätte passieren können, dann wärst du doch Weihnachten umgefallen. Und ich wäre nicht hier und hätte mich nicht in dich verliebt.
Also so richtig. Mehr als eine Hoffnung. Rote Elle vom Mississsippi und jetzt liegst du da und bist k.o.
Verarschen die uns hier?
Mal testen. Ich knickte einen von den fiesen Schläuchen ab, damit er nichts mehr in meine Elle pumpen konnte, sofort gabs Alarm und eine Krankenschwester kam herein.
Scheiße, jetzt hatte ich doch Angst. Ich wollte gerne alles rausreißen und meine Elle mitnehmen. Aber was, wenn die uns nicht verarschten, dann hatte ich meine L platt gemacht. Scheiße, scheiße, scheiße.
Ich traute mich nicht.
Außerdem kämen wir ehwieso nicht raus gegen deren Willen. Wir brauchten schon Polizei oder so. Voll das Hindernis.
Obermegariesenhindernis.
Mit einer schluchzenden Ellemutter räumte ich den Platz. Ich hätte explodieren können. Arschlöcher. Dumme Kuh. Jetzt hör auf hier rumzuheulen. Wir sind in Amerika. Alle verklagen die Polizei, rufen dem FBI Bescheid, sagen keine Ahnung, ach, scheiße, Mann.
Hör doch auf hier rumzuheulen.
Unverrichteter Dinge fahren wir nach Hause, als wir von nem Hippibus überholt werden. Moment, das war doch Leif. Was will der nur? Der spinnt doch und hupte hier wild rum. Ich versuchte, Elles Mutte einen Bären aufzubinden, aber sie glaubte mir nicht.
Aber Leif triebs immer bunter mit den Autos. Mann, sei vorsichtig, sonst teleportieren sich die Autos noch ineinander und dann gehts keinem von uns besser, egal was ist.
Schließlich wurde es Elles Muttertier zu bunt und sie schmiss mich raus. Ich stieg bei Leif ein und der brauste davon, während ich mich mit einer Hand am Griff über dem Fenster, mit der anderen im Sitz verkrallte. Hilfe.
Leif erzählte mir eine Geschichte, die absolut durchgedreht war. Er meinte, der Schnösel hätte ihn angerufen und wäre wegen des Anrufes entführt worden. Außerdem hätte man Kaitlyn samt ihrem Dad entführt und ihre Mutter platt gemacht. Und es wie Selbstmord aussehen lassen.
Scheiße, das ist der verschärfteste Mist, den ich jemals gehört habe. Jemals.
Und DNA ist schuld. Die wollten ihn auch holen, mit der Genfragebogenkacknummer.
Genfragebogenkacknummer bedeutete, dass Elle nicht krank war, sondern entführt. Und wenn sie entführt war und die eh schon gesagt hatten, dass ihr Leben am seidenen Faden hing, dann können die sie jederzeit platt machen.
Was sollte das?
Voll das Hindernis. Wenn die meine Elle platt machten. Dann weiß ich nicht, was aus mir wird. Ob es wohl noch nen anderen Deckel gibt? Scheiße, Mann, das will ich eigentlich gar nicht wissen.
Wir fahren zu einer Werkstatt. Was wollen wir in einer Werkstatt? Er kannte wohl Leute, die ihn vor DNA gewarnt hatten und die uns jetzt helfen sollten.
Das war schon mal gut. Ich hatte schon überlegt, irgend ne Gang zu suchen und da Mitglied zu werden oder so, um dann mit denen die Elle daraus zu holen. Werkstatt ging schneller, außerdem gabs da mehr Werkzeug. Und man konnte niemals genug Zeug dabei haben. Vorbereitung ist alles.
Leif sah das gehörig nicht so.

Für Leif war Action alles und er machte einfach mal ohne Plan. Aber die Idee, alles was ich drinnen bei DNA gesehen hatte aufzuschreiben und zu malen, war gut.
Außerdem hatte ich so Papier und Stift um ne Liste zu machen mit Dingen, die wir bräuchten, um da irgendwie rein und wieder rauszukommen.
Ein paar Sachen von der Liste wären für die Werkstatt auch nicht schlecht gewesen.
Die wurde nämlich von Wölfen bewacht.
Leif dachte, das wären Schäferhunde, aber das waren sowas von waschechte Wölfe, was auch immer die hier verloren hatten. Auf jeden Fall hatten die Wölfe das mit dem Bewachen voll drauf.
Sie ließen sich einfach nicht ablenken, und als wir mit dem Bus durch den Zaun fuhren, er den einen Spiegel abfuhr, um sich mit dem Fenster vor die Werkstatt zu stellen, so dass wir da einsteigen konnten, kamen die Wölfe uns zuvor.
Einer bewachte den Van von draußen und der andere war durch ne Scheiß-Hundeklappe oder so rein gerannt und erwartete uns von drinnen, bevor wir noch das Fenster hatten einschlagen können. Voll das Hindernis.
Aber verschärfte Wachhunde. Ehm Wölfe. Wie auch immer.
Dann tauchte endlich einer von Leifs Bekannten auf und war mega angepisst.
Ich wäre gerne sehr kilianmäßig angepisst gewesen darüber, wie angepisst der war, aber irgendwie war das hier nicht so ganz die richtige Situation dafür. Also war der Kilian mehr Elle und benahm sich, um Hilfe zu bekommen. Leif sah das auch schnell ein, dass man hier als Elle weiterkam und nicht als Leif.
Immerhin waren wir nicht die Kerle mit den Wachwölfen.
Wir erzählten also diese total beschissene alberne Geschichte, aber wurden nicht ausgelacht.
Der Kerl war besorgt und telefonierte, konnte aber hier nicht weg, obwohl er uns irgendwie helfen wollte. Der Wolf haute ab und hat nen Skandinavier begrüßt oder so, der kurze Zeit später reinkommt. Mann ey, die hatten es echt nur auf uns abgesehen.
Die beiden redeten und der Skandinavier sollte mit uns nach DNA fahren, um dort zu beobachten.
Ich zeigte den beiden meinen Block mit den Notizen zu dem DNA-Hochsicherheits-Verarschungshaus, deutsch, ups.
Der Kerl konnte ein bisschen deutsch und fand gut, dass ich von da komm und drückte mich. Okay. Wikinger waren ja irgendwie Germanen oder wie war das. Wie auch immer, wir fuhren und der Kerl schien tierisch Spaß zu haben, dass er was machen kann.
Wir parkten etwas abseits und beobachteten das DANN-Gebäude. Aber was beobachteten wir eigentlich Wachrouten, Wachwechsel, wäre gut gewesen, wenn uns einer gesagt hätte, was abgeht und was man so vor hat.
Ich versuchte irgendwelche Pläne zu schmieden und Sachen aufzutreiben, die man vielleicht gebrauchen könnte, aber mehr als ein Schraubenschlüssel kam dabei nicht rum. Naja, immerhin.
Der Kerl war noch ungeduldiger als Leif und wollte was unternehmen. Er sagte uns, wir sollten hier bleiben und gucken, er gehe kloppen. Na, super. Wir schlichen ihm hinterher, bis er einfach verschwand. In einer kleinen Einbuchtung von nem Warenhaus oder so gegenüber von dem DNA-Gefängnis. Wir untersuchten noch die Bucht auf Geheimtüren und andere Möglichkeiten zu verschwinden, zum Beispiel nach oben, aber fanden keine, bis wir schließlich merkten, dass da ein Wäschewagen aufs Gelände wollte. Verschärft.
Wir schlichen uns an den Wagen und es gelang uns, unbemerkt ins hintere Abteil, in die Ladefläche zu den kleinen Wäschewagen zu kommen.
Mit der Fracht wurden wir in die Tiefgarage des Gefängnisses gefahren und konnten dort aus dem Wagen kommen, während die Leute mit der Wäsche beschäftigt waren.
Ein richtiger Umschlagplatz für komisches Zeug und Wäsche war hier unten, so viel Zeug stand hier rum, dass die Leute aus dem Wagen keine Chance hatten uns zu bemerken. Wir schlichen uns zum Aufzug, mussten aber feststellen, dass wir auch den ohne Schlüssel nicht nutzen konnten und nicht mit den drei Wäschewagen und den Arbeitern in den Aufzug passten.

Leif kommt auf die geniale Idee, durch die Luke auf den Aufzug zu klettern, aber die war verschraubt. Ich dachte mir noch, was zur Hölle machen wir hier eigentlich, aber auch meine Ideen waren nicht besser. Wir passten nicht drunter, rechts und links klappte auch nicht, für oben drauf endeten sie zu sehr in Augenhöhe, also gabs aufs Maul.
Als sie den letzten Wagen brachten, schlichen wir uns von hinten an. Ich mit Schraubenschlüssel, Leif mit Holzklotz oder so. Mit voller Wucht gabs den Schraubenschlüssel auf den Hinterkopf und der Mann ging zu Boden. Scheiße, was mach ich hier eigentlich? Das durfte doch alles nicht wahr sein. Leif hatte nicht ganz so gut getroffen, sein Opfer ging nur in die Knie.
Es gab kein Zurück mehr. Wir waren hier widerrechtlich eingedrungen und hatten Gewalt angewendet. Wie war die Strafe für sowas? Durften die uns hier eigentlich erschießen, wenn die uns fanden?
Voll das Hindernis.
Ich wollte es nicht rausfinden, holte aus und trat dem Mann ins Gesicht. Dann ging er zu Boden. Ich hatte gerade zwei Mäner platt gemacht. Verschärft. Scheiße, das hier ist kein Spaß.
Wir schleiften die Leute in den Wagen, nahmen den Aufzugschlüssel und schlossen sie im Laderaum ein.
Welche Etage, welche Etage?
Es gab eine mehr, als ich dachte, aber die ist nicht unter uns. Komisch, wir beide hätten schwören können, die Gefängnisse seien im Keller.
Wenn also nicht im Keller, dann ganz oben?
Doch nicht, nur Büros und Angestellte. Wurden wir bemerkt? Keine Ahnung. Ab nach unten. Scheiß-Hindernisse. Scheiß-Elle-Entführer. Scheiß-DNA.
Der Aufzug ging wieder auf und …
… Wir sind in der Scheiß-Hölle. Da war ein Riesen-Fellding, das sich auf sechs Bewaffnete stürzte.
Das Fellding war ein Megawolfsmonster, das gegen die Bewaffneten stürmte um Elle, Kaitlyn und River die Flucht zu ermöglichen. River trug den Schnösel. Scheiße, Mann, die passten hier alle gar nicht rein.
Leif sah das genauso und wir schoben die Wäschewagen raus, damit gleich alle Platz hatten und fuhren sofort wieder runter. Ich drückte 20tausendmal auf den „Tür zu“-Knopf, bevor wir endlich weg waren.
Das Wolfsmonster wurde erschossen. Nach einer ganzen Weile im Kugelhagel. Sie redeten etwas von Silberkugeln.
Wir waren unten, rannten zum Wagen. Laderaum auf, die Leute griffen uns nicht an, gut, wäre ich jetzt nicht in Stimmung dafür gewesen. Alle hinten rein, Leif fuhr. Wie ne besengte Sau. Er brüllte irgendwas von wir müssen durch das Tor bevor es geschlossen würde. Scheiße, Mann, zitterte ich. So aufgeregt war ich seit meinem ersten Fechttunier nicht mehr gewesen. War ich überhaupt schon mal so aufgeregt? Eher nicht. Vielleicht doch. Als sich Elle an mich geschmiegt hatte.
Elle. Sie war völlig fertig. Ich kniete mich neben sie, nahm sie in den Arm und hielt sie fest, drückte sie. Aber dann brüllte uns Leif schon an, wir sollten uns bereit halten wegen des Tors.
Es war ein Sicherheitstor, gebaut, damit keine Leifs da mit ihren Bussen durchfahren konnten. Leif machte es trotzdem, zum Glück war es noch ein bisschen offen. Wir zerschellten nicht, aber das Dach wurde abgerissen. Einfach so weggefetzt.
Scheiße. Lauter Wachleute draußen, die auf uns warteten. Nein, Soldaten. Voll das Hindernis.
Kugeln flogen uns um die Ohren, River blutete, weil er sich am weggefetzten Dach geschnitten hatte und der Schnösel starb an Wunden, aus denen er alles vollblutete.
Scheiße.
Die Hölle.
So hatte ich mir New Orleans sicher nicht vorgestellt.
Der arme Schlucker stöhnte auf. Die Zeit blieb stehen. River hielt seinen Kopf in Händen und sah, wie das Licht in seinen Augen erlosch. Und explodierte.
Von vorne hörte ich ähnliche Geräusche, Leif explodierte auch. Dann brach es aus mir heraus. All die Wut, die ich, eigentlich seit heute Mittag erst, mit mir herumschleppte. Urwut. Bestialisch.
Brüllend stürmte ich vom Wagen, von dem nicht mehr viel übrig war, auf die Soldaten zu.
Kaitlyn, Elle, Leif und River – wir alle sind ein Wirbelsturm aus Klauen und Zähnen, der die Soldaten zerfetzte wie Schilfrohre.
Dann waren wir im Wald. Es war Abend und dämmerte.
Wir waren wieder Menschen. Nackte Menschen. Irgendwo im Wald und es dämmerte.
Voll das Hindernis, wie waren wir hier hingekommen?
Silberkugeln, Wolfsmonster, Wölfe an der Werkstatt, Leifs Vater an der Werkstatt, ich drehte mich zu ihm um und machte ihn blöd an.
Er war genauso verwirrt wie wir alle.
Scheiße, er hatte die Wölfe für Schäferhunde gehalten, das war unfair von mir, er wusste auch nicht mehr als ich.
Verdammt, voll das Hindernis.

Während ich wütend auf Leif war, ging es Elle nicht gut. Und ich hatte nicht aufgepasst, aber Kaitlyn. Ich hätte für sie da sein sollen, also für Elle, nicht für Kaitlyn. Obwohl die nackt auch noch ziemlich gut aussah. Ich mochte Frauen eigentlich lieber in Badeklamotten oder Unterwäsche als ganz nackt. Da konnte man sich vorstellen sie auszupacken wie ein Geschenk.
Kaitlyn ganz nackt und Elle erst, hoffentlich passierte da nichts, nicht dran denken, konnte peinlich enden.
Wütend schnappte ich mir einen kleinen grünen Zweig und fing an ihn durch brechen und drehen zu Sägespänen zu verarbeiten. Bloß nicht zu den beiden schauen.
Ich hatte was im Mund. Voll eklig. Bah und an den Fingernägeln auch. Ich schnappte mir einen Holzsplitter und machte mich daran, den Dreck zwischen meinen Zähnen zu entfernen und meine Finger- und Fußnägel zu reinigen.
Aber das war nicht einfach nur Dreck. Das war Stoff. Und Fleisch.
Ich hätte mich beinahe übergeben.
Kaitlyn wollte zurück nach DNA und ihren Vater rausholen, River wollte nach New Orleans und Ellen nach Hause.
Ich wollte eigentlich erst mal nachdenken und verschissene Erklärungen.
Wir konnten nicht einfach irgendwo hingehen und in New Orleans kämen wir heute Nacht ehwieso nicht mehr an.
Mal abgesehen davon, dass sicher keiner von uns im Dunkel den Weg durch einen fremden Wald finden würde, war ich viel zu k.o., um überhaupt noch irgendwo hinzugehen.
Und wenn ich schon platt war, dann waren die Mädchen auf jeden Fall auch platt und die anderen beiden bestimmt auch.
River machte ein Feuer um uns zu wärmen, wo hatte er denn hier nur genug trockenes Zeug dafür gefunden? Ziemlich gut, der Junge. Und dann saßen wir alle nackt am Feuer.
Irgendwie unangenehm, so. Also das nackt im Dreck sitzen, frieren und gleichzeitig vom Feuer verbrannt werden.
Ein bisschen wie Fieber. Heiß und kalt, voll das Hindernis.
Ich konnte nicht mehr. Meine Augen fielen immer wieder zu und so kringelte ich mich schließlich auf dem Boden in der Nähe des Feuers zusammen. Viel besser als zu sitzen. Musste ich mir merken.
Ich zog Elle zu mir runter. Nachher hielt sie sich noch krampfhaft wach und ging dann, wenn wir eingeschlafen waren, stiften. Und wurde dann von einem Krokodil gefressen.
Oh verdammt, eigentlich wollte ich auf einem Baum schlafen. War viel sicherer.
Konnte mich aber nicht mehr rühren, also musste ich liegen bleiben, wo ich war.
Elle wollte erst nicht, aber dann kam sie doch runter zu mir. Ich kuschelte mich an sie, wärmte ihre eine Seite, während die andere Seite vom Feuer übernommen wurde. Mein Rücken bildete den Schutzwall nach außen, zur Finsternis, Kälte und Krokodilen.
Ich hielt sie ganz fest.
Ich darf das, Elle.
Ich habe dich aus der Hölle geholt, Elle, zusammen mit Leif. Aber ich bin ein Monster.

Hoffentlich magst du Monster.

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WtA: CoNO, Tanzen und nächtliche Ausflüge

Tischrunde 19.01.2012
Spieler: Elle (Clawdeen), Kilian

Ein ganzer Tag im Flugzeug, voll das Hindernis. Geht einfach mal gar nicht. Und in zwei Wochen musste ich dass schon wieder machen.
Und dann nochmal, damit ich wieder hier bin. Was man nicht alles auf sich nimmt, nur weil man ein bisschen Hoffnung hat. Bescheuert.

Und dann ihre Eltern, wie die erst aussahen. Ich hoffe, die haben sich extra so herausgeputzt, um mich zu beindrucken. Naja, ist ihnen gelungen, aber nicht im positiven Sinne. Zumindest schienen sie zu begreifen, dass ich voll im Arsch war und ließen mich weitestgehend in Ruhe.

Zu Hause bei Elle angekommen boten sie mir an, mich erst mal in Jens Zimmer auszuruhen. Ich nahm dankend an, packte nicht mal meine Sachen oder so aus, schaffte es gerade noch die Schuhe auszuziehen, die ich irgendwo im Zimmer mitten im Weg stehen ließ, bevor ich in den vom Flug zerknautschten Klamotten auf dem Bett zusammenbrach und den Schlaf der, naja, und schlief.

Dann wurde ich von Elles Pa geweckt. Verdammt, es war schon der nächste Tag. Eigentlich hatte ich noch mit Elle sprechen wollen, aber ich war viel zu platt gewesen.
Schnell schnappte ich mir meinen Bademantel irgendwo aus meinem Koffer und – Moment mal. Warum hatte ich nichts mehr an? Muss wohl zwischendrin nochmal aufgewacht und mich ausgezogen haben, ohne es mitzubekommen. Hoffentlich bin ich nicht noch geschlafwandelt oder so.
Es roch ziemlich lecker aus der Küche. Pancakes. Mit Bananen und Nutella. Also ich konnte mir aussuchen, was es gab und ich nahm halt Bananen und Schoko, das ist gut.

Elle war auch da und … sagte kein Wort. Pancakes waren wohl interessanter als ich. Ob sie mich bestrafen wollte, dafür dass ich einfach einen von unseren wenigen Tagen verschlafen hatte? Geschah mir recht.
Aber das würde ich schon wieder gut machen.
Später, wenn ich fertig war, mit ihrer Mutter über irgendwas zu sprechen. Ich versuchte, nicht zu knapp auf ihre Fragen zu antworten, aber mehr als zwei bis drei Sätze bekam ich meist doch nicht hin. Ich wollte doch mit Elle sprechen und nicht mit ihrer Mutter.

Wie von der Tarantel gestochen verschwanden ihre Eltern plötzlich, sie mussten arbeiten und hatten sich verquasselt beziehungsweise verlesen, in der Zeitung, also ihr Vater. Naja, selber Schuld.
Endlich weg.

Kaum waren die nervigen Hinderniseltern aus dem Haus, taute Elle auf und ich drückte ihr den letzten Brief in die Hand. Per Post wäre er wohl angekommen, nachdem ich wieder weg war, also hatte ich ihn einfach selbst mitgebracht.
Er schien ihr zu gefallen, aber sie wollte, dass ich mich schnell anziehen ging, damit wir raus konnten. Stadtführung und so.
Doch bevor es losging, musste ich ihr noch meine gewebten Perlenarmbänder und Ketten schenken. Schwarz mit pinkem Indianermuster. Sie bekam kaum den Mund auf, aber sie passten gut zu ihren Klamotten, also wohl eher, weil sie ihr gefielen. Ha. Hoffentlich hatte ich den verschlafenen Tag jetzt wieder gut gemacht.

Wen interessiert schon New Orleans? Ist halt ne Stadt. Davon gibts viele. Viel größer als meine, aber Stadt ist Stadt. Irgendwie zumindest.
Merkte sie auch, dass ich keinen Bock auf Stadt hatte. Aber dann gings ins French Quarter, mit der witzigen Musik. Voll gut. Also die Leute, nicht das Quarter. Darauf kommts nämlich an, auf die Leute, nicht auf die Häuser und wo die Leute wohnen und wie und alles. Nur darauf, was die Leute draus machen und die hier habens drauf. Ich kann zwar nicht Jiven aber ich kann mich bewegen. Elle fängt an zu grinsen und macht gleich mit. Super. Sie kann das natürlich viel besser als ich und zeigt mir, wie man richtig jived. Ich kriege kaum genug davon. Kann ihr zusehen, wie sie sich freut, mich bewegen und sie immer wieder anfassen. Das war ein guter erster Tag. Ich war mir nicht ganz sicher, als ich hier ankam, wie ich sie so fand.
Zwischendrin hatte sie es mir ziemlich angetan, ich meine hey, wer geht schon so viel arbeiten und fliegt zweimal hin und her, einfach so?
Aber dann waren da ein paar Briefe und die waren soooo spießig. Aber jetzt hier, als sie erst mal begriffen hatte, dass ich nicht wegen New Orleans hier war, sondern um Spaß zu haben, da war sie wie ausgewechselt.
Wir tanzten und tanzten und tanzten. Und danach tanzten wir noch weiter, bis wir nicht mehr konnten. Am Ende hatten sich sogar ein paar andere Pärchen dazu gesellt, junge Erwachsene.

So war das immer. Keiner machte, was er wollte oder wozu er Lust hatte, weil er sich nicht traute. Oder weil man sowas halt nicht macht. Ich bin der Kilian und ich mache allermeistens, was ich will. Nur wenn es zum Plan gehört, um etwas, was ich noch mehr will später zu bekommen, dann kann ich auch mal sein wie die anderen.
Aber warum sollte man nicht jetzt Spaß haben? Die ganzen Erwachsenen lebten viel zu sehr für später. War ja auch nicht das Schlechteste. Ich mochte einen guten Plan. Aber man durfte das Jetzt nicht vergessen. Ich lebte immer im Jetzt. Immer. Bis ich Elle kennengeschrieben hatte.
Das war das erste Mal, dass ich längere Zeit Sachen gemacht hatte, um später was davon zu haben. So Amerikaflüge und Austauschprogramme sind ganz schön teuer und noch viel nerviger.
Aber schon nach dem Tanz und beim anschließenden Milchshake, naja, sie trank nur Saft, aber ich ein voll komisches, aber irgendwie leckeres Milchshake, war mir klar, dass es sich gelohnt hatte.
Das Jahr würde gut werden. Wie gut, würde ich in der Nacht herausfinden, denn ich hatte einen Plan.
Mal schauen, wie sie auf meinen Plan reagieren würde.

Vom Milchshake und Saft erfrischt, wollte ich ein bisschen laufen. Naja, wenn ich laufen sage, heißt das für die meisten anderen Leute, sich auf selbstmörderische Art und Weise durch eine Stadt zu turnen. Ich begann mit bunten Steinen auf dem Boden, aber ging dann schnell zu Treppen, Wänden und spannenderen Bewegungsmöglichkeiten über.
Das war ein bisschen zu viel für Elle, aber bei den bunten Steinen war sie voll mit dabei, sie meinte, das hätte sie als kleines Mädchen immer schon gemacht. Ich auch, also nicht als Mädchen und so. Und klein war sie immer noch, kein Grund mit sowas aufzuhören, wenn man Spaß dran hatte.

Irgendwann ging es dann durch einige Drugstores zurück zu ihr nach Hause. Sie sorgte sich um meine Sicherheit und zeigte mir hier und da noch ein Krankenhaus, falls mal was passierte. Sie hatte Angst um mich, das hieß: Sie mag mich. Zumindest zusammen mit dem ständigen Grinsen. Gefiel mir, fand ich gut. Grins.

Zum Abendbrot gab es einen megaleckeren Eintopf. Fleisch und Grünzeug und komische Gewürze, sogar verschärft. Mag ich auch.
Danach wussten wir erst mal nicht so richtig, was wir tun sollten, also ich hätte da schon was gewusst, die ganze Nacht reden oder so, Elle massieren, aber ich durfte nicht zu hastig sein. Außerdem hatte ich einen Plan.
Irgendwie kamen wir auf Fernsehen und Disneyfilme. Dschungelbuch und König der Löwen konnten wir wirklich mal schauen, aber eigentlich mochte ich lieber Tiersendungen. Also mit richtigen Tieren und biologisch und Wissenschaft und so.
Elles Eltern hatten einen richtigen Kanal nur für Tiersendungen, verschärft. Und sie verdrückten sich direkt, um uns da alleine zu lassen. Schienen doch gar nicht so schlecht zu sein, ihre Eltern.

Aber aus den Tiersendungen wurde doch nichts.
Elle kramte die Briefe hervor, also nicht unsere, sondern die von unseren Großeltern. Die ersten hatte sie ja nicht lesen können, weil sie auf Deutsch waren. Kein Problem. Außerdem les ich gerne vor. Übersetzen ist immer ein bisschen schwierig, meiner Meinung nach kann man Sachen nur direkt in einer Sprache sagen, durch Übersetzungen werden die Gedanken hinter den Worten mehr und mehr verfälscht, aber ich gab mir Mühe.
Elle ging total analytisch an die Briefe ran, ich machte das eigentlich nur meinen Lehrern zuliebe, sonst les ich halt einfach und finde gut oder schlecht.
Aber dann kam sie auf die total dämliche Idee, einen Stammbaum zu basteln. Eigentlich gar nicht so blöde, aber mal im ernst, Elle: Ich steh auf dich und ich bin mir ziemlich sicher, dass du mich auch magst, da bastelt man keinen Stammbaum, in dem wir beide als Verwandte drin stehen. So ein Müll. Dabei hatte ich extra nachgelesen. Cousin und Cousine war schon nicht schlimm und wenn das dann noch zweiten Grades war so wie bei uns, dann war man eigentlich gar nicht verwandt. Also zumindest nicht näher, als man auch mit seinem Nachbarn verwandt war. Naja, ein bisschen schon, aber die Chance auf Anhäufung irgendwelcher Erbkrankheiten war zumindest nicht höher als bei anderen Leuten und deswegen war das nichts Verbotenes in den meisten Ländern.
Sie ließ und ließ nicht locker, aber ich konnte das nicht. Sie wollte, dass wir zwei basteln, einen für sie und einen für mich. Niemals.
Okay, wenn sie unbedingt einen wollte, dann konnte ich nichts machen, aber ich würde NIEMALS einen nehmen. NIEMALS NICHT.

Mein Plan jedenfalls war erfolgreich, sie kam in der Nacht mit nach draußen. Hatte das in letzter Zeit schon lange nicht mehr gemacht, war immer schwer beschäftigt und musste den Schlaf nehmen, wo ich ihn kriegen konnte, aber das jetzt, das war richtig gut.
Und Elle erst. Sie meinte, vorne gäbe es Bewegungsmelder und so. Egal, ihre Eltern würden jetzt sowieso schlafen und auch sonst kümmerte das keinen, wenn da jetzt Licht anging. Ich meine, hier gabs doch auch Katzen und Waschbären und sowas oder so. Aber wollten mal schauen, wo uns das hinführen würde.
Ich schlug vor, die entsprechende Sicherung auszuschalten, aber sie hatte keine Ahnung, wo der Sicherungskasten war, meinte aber, wir könnten raus klettern.
Konnte ich auch, aber sie nicht so gut. Dafür konnte ich ihr helfen. Verschärft.
Wir streunten ein bisschen durch die Nacht, bevor wir wieder hinein kletterten. Das war immer schwieriger als raus, aber hat richtig geschockt.
Ich mochte Elle mit jeder verrückten Aktion ein bisschen mehr.
Im Leben hatte ich nicht damit gerechnet, dass sie einfach sagt, jo, wir können ja da aus dem Fenster klettern. Ich hatte definitiv einen verrückten Einfluss auf sie, aber schon, als ich ihr Foto das erste Mal sah wusste ich, nein, hoffte ich, dass da sowas in ihr steckte. Man sah nicht einfach so aus und war dann bloß eine Streberin. Streber schauten nicht so frech.

Vom nachts schwimmen gehen war sie nicht so begeistert. Überall vermutete sie Krokodile und andere wilde Tiere, aber schlussendlich zogen wir das doch durch.
Ich wollte eigentlich erst nackt gehen, aber das wäre glaub ich ne Nummer zu hart gewesen für sie.
Ich war mal nackt schwimmen, nach der Sauna. Das war richtig gut. Aber man konnte es sich auch für später aufbewahren.
Ich hatte schwarze Badeshorts an und eigentlich hatte ich bei Elle mit was Pinkem gerechnet, statt dessen trug sie ein schwarzes Badekleid. Hatte ich noch nie gesehen sowas, ich kannte nur Bikinis und Badeanzüge, die fast Bikinis waren, weil sie so viele Löcher hatten, aber ein Badekleid, das war neu. Passte aber irgendwie gut zu ihr.

Viel zu schnell flog die Woche an uns vorbei und dann war auch schon Montag, und sie musste wieder zur Schule. Natürlich würde ich sie begleiten, was sollte ich auch sonst machen? In Jens Zimmer sitzen und Geschichten schreiben, ihren Eltern im Laden helfen? Ne, da nahm ich lieber die Schule auf mich.

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WtA: Rage across New Orleans, Charakter

Werde demnächst hoffentlich in einer weiteren Tischrunde mitspielen auf die Clawdeen mich gebracht hat.
War natürlich erstmal skeptisch, als es hieß ich müsste einen Fenrir machen und dann auch noch einen kleinen (16) jährigen Jungen. Ich würde gerne mal einen Wolfsgeborenen oder eine Valkyre spielen, aber Crossgender udn auch Lupi waren auch ausgeschlossen. Mein Lieblingsstamm sind eigentlich die Stillen Wanderer, dann gibt es noch ein paar Stämme, die ich auch ziemlich cool finde. Zu denen gehören eigentlich auch die Nachfahren, weil ich auf Mythologie stehe. Aber zum einen hab ich als Occult/Cosmology-Mathologie-Char gerade den Melekh und zum anderen sollte der Charakter für sowas in meinen Augen etwas älter sein.
Im Hunter the Vigilant stand ein Konzept, dass es mir sofort angetan hätte, müsste der Char nicht 16 sein: Occult-Addicted Rockstar oder so. Das hat Potential, vor allem als Get.
Naja, so hab ich mir hier ein bischen was überlegt und dann beschlossen mit der Clawdeen verlinkte Charaktere zu machen und tadaa: hier kommt meiner!

Name: Kilian Frost
Apparent Age: 16
Haarfarbe: lange braune Dreadlocks, zu Zopf zusammengebunden
Augenfarbe: braun
Mental Attributes: Perception 2, Intelligence 2, Wits 2
Physical Attributes: Strength 2, Dexterity 3, Stamina 2
Social Attributes: Charisma 4, Manipulation 2, Appearance 3
Talents: Alertness 2, Athletics 3, Brawl 2, Dodge 2, Empathy 1, Expression 2, Subterfuge 1
Skills: Animal Ken 1, Crafts 2, Melee 1, Performance 1, Stealth 2, Survival 2
Knowledges: Enigmas 1, Investigation 1, Linguistics 2, Medicine 1
Merits: kommt noch
Flaws: kommt noch
Willpower: 3 (Mein Gott ist das niedrig, Freebees?)
Gnosis: 1
Rage: 4
Nature: huch wie kriegen Werwölfe den Wp wieder?
Demeanor:
Initiative: 5

Aussehen
schlank, groß, nicht besonders breit
lange, braune Dreadlocks, mit Zopfgummi nach hinten gebunden
freundliches Gesicht, Narbe unter dem rechten Auge

trägt meist weite, braun/grüne, abgetragene Hosen mit vielen Taschen und dazu im Winter Sweatshirts ohne Aufdruck oder T-Shirts im Sommer
egal zu welcher Jahreseit oder welchem Anlass, er trägt immer teure Wanderboots und fingerlose Stoffhandschuhe
draußen im Herbst+Winter langer Flickenmantel und von Mutter gestrickten Wollschal

Hintergrund
Mutter: Victoria Frost lernte als junge Frau Karsten Frost kennen, die beiden verliebten sich Hals über Kopf, heirateten und etwas später wurde Kilian geboren. Doch dann verschwand Karsten spurlos mit dem Versprechen eines Tages zurückzukehren. Auch heute noch, nach 16 Jahren hat Victoia die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass er eines Tages zu ihr zurückkommt.
Sie lebt mit ihrem Sohn in einer kleinen Stadt und arbeitet als Blumenverkäuferin. Zum Rest der Familie haben die beiden keinen Kontakt mehr. Sie haben sich vor langer Zeit zerstritten, als alle anderen gegen die Hochzeit mit Karsten waren.

Kleinkind: Immer mit im Blumenladen, hinten und zwischen den Blumen umhergewandert, verspeiste eifrig nicht nur Erde sondern auch Blumen

Kindergarten: Nie gemalt oder beim Lesen zugehört, immer draußen getobt, gebastelt, Lego gebaut oder mit Tierfiguren gespielt

Grundschule: Von Mutter gezwungen zu lesen und zu malen, um mit ALtersgenossen auf einen Stand zu kommen. Dadurch begonnen selber Geschichten zu schreiben, während er immer wieder Sachbücher in der Bibliothek las, er wollte nicht seine eigenen Geschichten durch die anderer Autoren beeinflussen
Jeden Sonntag ging er mit seiner Mutter im Wald spazieren, aber sonst war er viel alleine und eher faul, was Hausaufgaben anging. Er beschäftigte sich lieber mit Dingen, die ihn auch wirklich interessierten.
Eifriger „Streiter“ in den Bandenkriegen im Schulwald die dann auch nach der Schule im Wald oder auf Baustellen in der Stadt weitergeführt wurden.

Gesamtschule: Auch in der Gesamtschule war er nicht fleißiger als in der Grundschule, trotzdem erzielte er gute Leistungen in Kunst, Musik, Deutsch und Englisch, wenn er sich selbst kreativ betätigen konnte. In Sport kamen ihm seine Erfahrung aus den Bandenkriegen zu gute, sodass er auch hier gute Noten erzielte.
Die Banden lösten sich langsam auf und er vermisste ihre Schlachten, anstatt wie seine altersgenossen auf Computerspiele umzusteigen streifte er alleine durch den Wald vor der Stadt und über die Baustellen. Allerdings mit höherer Geschwindigkeit als zuvor, dank seines BMX-Rades.
Seine Abneigungen Computern gegenüber und das Fehlen eines Fernsehers zu Hause machten ihn mehr und mehr zu einem Außenseiter. Trotzdem hatte er die meiste Zeit über ein oder zwei gute Freunde, mit denen er den Wald unsicher machte, schwimmen ging oder Fahrrad fuhr.
Seit er zwölf Jahre alt ist, arbeitete er in den Ferien und hier und da an Wochenenden in einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb. Seine Mutter hatte ihm den Job über Bekannte ermöglicht, damit er sich sein Taschengeld verdienen konnte. Sie verdiente nicht besonders viel.
Das verdiente Geld, gab er dann aus um in einem Kanu-Verein und in einem Fechtverein Mitglied zu werden. Kanufahren, weil er gerne Wasser mochte und Fechten um der alten Stockkämpfe im Wald willen.
Mit 14 1/2 hatte er das erste Mal eine Freundin, sie war zwei Jahre älter als er und über einen Schreibwettbewerb in der Schule auf ihn aufmerksam geworden. Allerdings hielt das ganze nur etwa ein Jahr, bevor sie ihn wieder verlies. Mit einem solchen Außenseiter wollte sie dann doch nciht zusammen sein, egal wie gut seine Texte waren.

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